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Erfahrungsbericht von Hopsten

Barbie for all

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wahrscheinlich gehöre ich zu der Minderheit, die Barbie nicht so berauschend fand und findet. Ich wollte keine Barbie und bekam auch keine Barbie, zum Glück. Alle meine Freundinnen gerieten in einen Barbie-Rausch und so blieb es nicht aus, dass ich auch mit Barbiepuppen spielte. Doch zu Hause eben nicht. Leider musste ich mich dann doch noch mit Barbie und Gefolge auseinandersetzen, denn meine Tochter wurde eine bgeisterte Barbiebesitzerin. Zu jedem Gebutrtstag, Weihnachten oder irgend einem anderen Anlaß wünschte sie sich etwas für oder von Barbie.

Bei den Preisen für diese Puppen wurde mir fast schwindelig, denn unter 15Euro war absolut nichts zu bekommen. Noch teurer waren die Anziehsachen, natürlich im Verhältnis gesehen. Für ein Kleidchen, mit fast nichts dran, sollte ich auch schon 10 Euro bezahlen. Der Versuch meiner Tochter den Barbie-Rausch auszureden misslang.

Barbie hat mich nie angesprochen. Ihre äussere Erscheinung war meiner Meinung nach meilenweit entfernt von zärtlichen, ansprechenden Puppen zum Liebhaben. Alles an Barbie war hart und eckig. Die Figur hatte zwar an den betreffenden Stellen Ausbuchtungen, doch im Ganzen betrachtet war Barbie mager und sah etwas verhungert aus. Lange blonde Haare und blaue Augen fand meine Tochter natürlich toll. Barbie konnte man in verschiedenen Ausführungen kaufen und so bevölkerten diese Puppen langsam das Kinderzimmer. Doch das reichte noch nicht. Barbie bekam ihre eigene Küche. Barbie lebte in ihrem Barbiehaus und verfügte über eigene Pferde. Meine Tochter war \"barbiebessen!\"

Dann kam als Krönung noch \"Ken\" dazu, der Barbie als Partner und Lebensgefährte zur Seite stehen sollte. Klar, dass es für ihn auch Top-Anzüge, Skianzüge und noch so mancherlei anderer Sachen gab. Und geheiratet werden musste auch, ganz in weiss mit Hochzeitskutsche. An dieser Stelle streikte ich damals. Mein Barbie-Limit war erreicht. Zum Glück hatte meine Tochter an dieser Stelle auch ein Einsehen, denn mehrere Kisten waren mit Barbieartikeln bereits zugepackt und anscheinend reichten ihr auch die vorhandene Sachen, um barbiegerecht zu spielen. Ihre Freundinnen hatten ja auch noch genug davon. Man tat sich zusammen und so war sie ganz zufrieden.

Ihr seht, ich hege im Stillen eine Abneigung gegen die Vermarktung solch einer Puppe. Und vermarktet wurde Barbie und alles was zu ihr gehörte ohne Ende. Es wurden und werden bis heute noch Riesenumsätze und Riesengeschäfte mit Barbie gemacht. Doch trotz aller Kritik und Abneigung, gestehe ich ein, dass meine Tochter allein oder mit ihren Freundinnen wirklich stundenlang mit Barbie spielte. Mit viel Geduld wurden die Puppen immer wieder umgekleidet, die Haare wurden gestylt, Ausritte und Hochzeiten wurden geplant. Ich gebe zu, dass durch die große Menge an Barbiezubehör das Nachspielen einzelner Szenen oder das Erfinden von Situationen sehr gut möglich war. Und der Spielwert und die Spielmöglichkeiten sollte man immer mit berücksichtigen. Ähnlich erging es mir mit meinem Sohn und seinen Power Rangers!

Geschadet hat meiner Tochter das Spielen mit Barbiepuppen natürlich nicht. Sie selbst erinnert sich immer noch gern an diese Zeit. Ich habe die Barbies mit ihrem kompletten Zubehör gut \"eingemottet\" und weggestellt. Ich verwahre die Sachen gut auf, denn unter Umständen werden diese Puppen mal wertvoll, wer weiss!

Hopsten

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