Mehr zu Rollenspielen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jandara

DSA 2 - Angestaubt, aber immer noch gut

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Story:
°°°°°°°°°°

Die Hauptaufgaben bestehen darin, die magische Wurfaxt Sternenschweif zu finden und die Zwerge und Elfen gegen die Orks zu vereinigen (dazu muß man den Salamderstein finden). Natürlich gibt es auch noch einige Nebenquest zu erledigen.

Technische Details:
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Ganz ehrlich, nach heutigen Ansprüchen würde die Grafik wohl nicht mehr genügen. Damals war sie aber sensationell gut. Wer aber ein DSA-Fan an sich ist oder auch einfach nur schöne Geschichten mag, dem wird das nicht stören. Sternenschweif war damals ein reines DOS-Spiel. Es läuft aber auch unter Windows 95 im DOS-Modus. Ein Problem kann auch zuviel RAM sein, da das Spiel (ich erinnere mich nur wage) nur 16 MB verträgt. Dies lässt sich aber mittels eines Tools bewerkstelligen, welches nur 16 RAM simuliert (bei vielen Spielen auch auf der CD vorhanden). Das Spiel läuft sehr flüssig, keine Ruckler oder ähnliches und meines Erachtens gibt es keine großartigen Bugs. Der Sound ist aber nach heutigen Maßstäben doch recht gut.

Spielprinzip:
°°°°°°°°°°°°

Am Anfang hat man erst mal eine Menge zu tun, um seine 6 Helden zu generieren und die ganzen Punkte auf die Charaktereigenschaften zu verteilen. Allerdings gibt es auch schon vorgefertigte Helden. Das Spiel lässt sich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen.

Die Kämpfe werden in den DSA-Regeln und auch im PC-Spiel in Runden abgehandelt. Wer sich mit den Regeln des Pen&Papers-Spiel auskennt, der bräuchte noch nicht mal unbedingt in sein Handbuch schauen, da dieses PC-Spiel so ziemlich 1 : 1 umgesetzt wurde. Leider hat das aber den Nachteil, dass es einige Eigenschaften der Charaktere gibt, die in diesem Spiel nutzlos sind, weil sie nicht gebraucht werden.

Bei Sternenschweif gibt es auch schon ein Automapping. Eine sehr nützliche Funktion, die wohl heute in jedem Spiel Standard ist. Früher war das mal nicht so gewesen, da musste dann Bleistift und Papier her. Oder man musste warten, bis in den wenigen Spielzeitschriften eine Lösung abgedruckt wurde. Aber man konnte schon schnell die Orientierung verlieren und musste deshalb viel konzentrierter spielen. In DSA 1 gab es zum Beispiel kein Automapping.

In Städten und Dungeons schaltet die Grafik in die Ich-Perspektive um. Wenn man durch das Land reist, kann man auf der Landkarte seine Reise verfolgen. Spannend ist hier, dass man vorher nicht sieht, ob man durch z.B. wilde Tiere angegriffen wird. Ich fand das sehr spannend.

Die Kämpfe selbst sind rundenbasiert und der Bildschirm schaltet auf eine Art Spielbrett um. Welcher Charakter an der Reihe ist, dem kann man dann seine Befehle geben, wie z.B. zaubern oder kämpfen, laufen, verteidigen und etc. Mitunter, wenn es viele Gegner sind, zieht sich aber so ein Kampf ganz schön in die Länge.

Die Rätsel, und davon gibt es in Sternenschweif nicht wenige, sind mitunter ziemlich happig. Aber die Balance ist schon gegeben, dass man das Spiel durchspielen kann. Für Einsteiger ist das Spiel nicht unbedingt zu empfehlen. Ansonsten heißt es, erst mal einige DSA-Regeln studieren. Das beiliegende Handbuch ist dazu sehr zu empfehlen. (-:

Fazit:
°°°°°
Sternenschweif, der zweite Teil der Nordlandtriologie, hat es mir schwer angetan. Seitdem ich dieses Spiel durchgespielt habe (lang ist es her), habe ich es schwer, Rollenspiele zu finden, die mich von der Story her so faszinieren konnten. Im übrigen finde ich heutzutage die Rollenspiele doch etwas zu kampf- und actionlastig. Was waren das damals noch für Zeiten, wo man noch nebenbei gemütlich etwas knabbern konnte. Heutzutage muß man manchmal schon ziemlich die Maus oder die Tastatur beackern bei einem Rollenspiel. Schade eigentlich. Spiele, die in Streß ausarten, mag ich nicht so sehr.

Auch wenn das Spiel sicherlich den grafischen und technischen Standard der heutigen Zeit nicht mehr entspricht, ist es doch für mich noch ein Meilenstein der Rollenspielgeschichte. Wer noch einen PC älteren Baujahrs sein Eigen nennt, der sollte sich das Spiel mal anschauen. Ich finde Sternenschweif sehr atmosphärisch und jetzt, wo ich den Bericht geschrieben habe, werde ich mal in meinem Schrank kramen, Sternenschweif auf die Platte installieren und eine Runde spielen ...

21 Bewertungen, 1 Kommentar

  • constantin

    05.05.2002, 15:14 Uhr von constantin
    Bewertung: sehr hilfreich

    super bericht, du solltest nur noch schreiben, was Automapping ist. Viel Spaß beim Spielen! Gruss Cons