Mehr zu Terry Pratchett Testbericht

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Erfahrungsbericht von Finron

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Pro:

Wie immer. witzige-spritzige Satire zu einem ernsten Thema

Kontra:

in der deutschen Übersetzung geht viel vom Sprachwitz verloren

Empfehlung:

Nein

Für seinen 25. Scheibenweltroman wollte sich Terry Pratchett etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Er schreibt über das, was er von der Pike auf gelernt hat: Die Presse, Jounrnalismus und wie die Medienwelt tickt. Kurz: Pratchett schreibt in „The Truth” die - ironisch überspitzte - Wahrheit.

Bevor ich näher auf das Buch eingehe, will ich noch anmerken, dass ich seit Jahren englischsprachige Literatur um alle sprachlichen Nuancen zu verstehen nur mehr in der Originalsprache lese. Statt über „Die volle Wahrheit” schreibe ich also über „The Truth”, so der Titel im Original – und verwende auch die Namen der englischen Originalausgabe. Viele Wortwitze kommen im Englischen besser rüber bzw. sind nicht ins Deutsche übersetzbar. Beispiel gefällig? Ein Gespräch über ein Spinett: „It’s for _ing young ladies“ „Oh, and I thought it was ment to play on it.“ Weitere Erklärungen erübrigen sich, oder? Aber nun zur vollen Wahrheit.


How the Press begun
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William de Worde, Spross einer Ankh-Morporkianischen Adelsfamilie, schlägt sich als Briefkorrespondent für die ausländischen Höfe durch, Einmal im Monat verfasst er einen Newsletter, in dem er über die jüngsten Ereignisse in der brodelnden Scheibenwelt-Metropole berichtet. Praktischerweise schreibt er einen Brief, lässt davon eine Gravurplatte erstellen und davon die Briefe, die er allmonatlich versendet, drucken.

Eines Abends aber wird er von einem Wagen, der einer Zwergenschar ausgekommen ist, überrollt und die in feiner Handarbeit gefertigten Gravurplatten gehen zu Bruch. Gunilla Goodmountain, der die schwere Ware auf dem Wagen gehört, fühlt sich verantwortlich und will William helfen. Auf dem Wagen nämlich befindet sich eine Druckerpresse - und mit der kann er man den Brief hundertfach vervielfältigen und für billiges Geld auch in Ankh-Morpork als Newsletter verkaufen.

Die Presse wird angeworfen, Ankh Morpork bekommt schon bald seine eigene Zeitung: Die „Ankh Morpork Times“. Herausgegeben von William und Gunilla und zusammengestell von einer Reporterschar, die ihresgleichen sucht…

Zeitgleich irgendwo in Ankh-Morpork: Zwei Männer, der schmächtige, fiese Mr. Pin und der rundliche, derbe kunstkenner Mr. Tullip kommen mit einem menschlichen Päckchen in der Stadt an. Darin ein Mann, der dem Patrizier Lord Vetinari zum Verwechseln ähnlich sieht. Bald schon erfährt man, was hier vorgeht: Die beiden Erzverbrecher wurden von einem geheimbund angeheuert, der nur eines im Sinn hat: Endlich Vetinari vom Thron des Statthalters herunterzustoßen.

Ein einfacher Mord reicht aber nicht aus, und so schiebt man dem Patrizier einen mord- und Fluchversuch unter und sorgt dafür, dass Vetinari für geistig unzurechnungsfähig erklärt wird. Doch Wuffles, der Hund des Patriziers, kann türmen und wird zum Kronzeugen in einem Kriminalfall, der Commander Vimes von der Stadtwache und den investigativen Reporter William de Worde vor einige Rätsel und Ungereimtheiten stellen. Nur die feuchte Schnauze Gaspode kann den Fall lösen.

Dramatis Personae
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William de Worde: Der Adelssohn musste oft von seinem fiesen Vater hören: „A lie can run around the world before the truth has got its boots on“. Dabei ist William ein wahrhafter Verfechter der Wahrheit (oder liegt es nur daran, dass einfach keinerlei Phantasie besitzt?). Er ist auf jeden Fall der Reporter, der auch dahin geht, wo’s weh tut. Und sich vollkommen unbedacht in lebensgefahr begibt.

Saccharissa: Die junge Frau mit den voluminösen Charaktereigenschaften (die Vampir Otto im Verlauf der Geschichte an den Rand des Wahnsinns bringen) ist eigentlich die Tochter eines Graveurs. Doch ob ihres Schreibtalents und überbordenden Interesses für Klatsch und Tratsch wird sie von William als Schreiberin für die Times angeheuert. Von ihr stammt auch das Motto der Zeitung: „The Truth shall make Ye Fret“ (dummer Satzfehler ;o))

Otto Shriek: Der Vampir ist wohl die gelungenste neue Charakterschöpfung Pratchetts seit Langem. Der Blutsauger aus Uberwald hat dem roten menschensaft abgeschworen, ist jetzt ein Blue Ribboner. Und als ob da snicht genug wäre, verdient er sich auch noch als Fotograf. Wo jeder weiß, wie Vampire auf (Blitz-)Licht reagieren... Ein herrlich schräger und verschrobener Charakter, dem man gerne noch öfter begegnen will.

Foule Ole Ron und seine Mannen: Der Bodensatz der Ankh-Morpork-Gesellschaft. Diese Penner sind so weit unten,m dass selbst die Gilde der Bettler nichts mit ihnen zu tun haben will. Sie leben als Ausgestoßene unter der Brücke. Zu ihnen flieht Wuffles. Nur gut, dass auch der sprechende Hund Gaspode Zuflucht bei den abgedrehten Pennern gesucht hat – und so das Geheimnis um das rätselhafte Verhalten des Patriziers lösen kann.

Piss-Henry: Der „King of the Golden River“ ista uch eine nette Neueinführung. Der Mann hat gelernt, aus Scheiße wortwörtlich Gold zu machen und greift William in höchster Not unter die Arme.

Mr. Pin und Mr. Tullip: „The Firm“, ein Zwei-Mann-Mafiaunternehmen. Sie sind es, die die Drecksarbeit für den Geheimzirkel machen und eine breit angelegte Parodie zwischen Mafia und Fafhrd und dem Grauen Mauser sind. Besonders den dicken Mr. Tullip kann mans chon fast liebgewinnen. Er schnieft sich alles Pulverförmige in die Nase, hat eine mehr als prosaische Aussprache – und ist doch ein Kunstkenner par excellence.

Die üblichen Verdächtigen: Die Stadtwache mit Commander Vimes an der Spitze, der Patrizier und jede Menge Ankh-Morporker.

Kritik
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Pratchett versteht es wieder einmal prächtig, eine Facette des menschlichen Lebens aufs Korn zu nehmen. Allerdings macht sich sein Insiderwissen etwas negativ bemerkbar. Pressespezifische Feinheiten werden dem unbedarften Leser leider entgehen. Doch das ambige Verhältnis Presse-Polizei zum Beispiel, die Macht des Bleistifts und die Mechanismen nach denen das Pressegeschäft tickt, hat er meisterhaft parodiert. Und nebenbei auch noch einen spannenden Kriminalfall in der verrücktesten Fantasywelt aller Zeiten geschrieben.

Schade ist, dass die Hauptfigur William etwas blass bleibt, ihm wird von Otto und Saccharissa eindeutig der Rang abgelaufen. Auch Pin und Tullip wären zwei Charaktere, die noch für so manchen Roman gut gewesen wären. Doch leider müssen sie Bekanntschaft mit TOD machen.

Insgesamt aber ist auch „The Truth“ ein rundum empfehlenswerter und genialer Scheibenwelt-Roman. Und als Nummer 25 in der Scheibenwelt-Serie natürlich was ganz Besonderes. Deshalb hab ich mir das Buch im englischen Original auch als Hardcover geleistet (was nicht billig war: rund 50 Mark).

HINTERGRUND

Der Autor
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Terry Pratchett wurde am 28. April 1948 inBeaconsfield, Bucks geboren. Ungewöhnlich für einen Autor: Er wählte nicht eine sprachlich orientierte High School, sondern besuchte die High Wycombe Technical High School – und das nur, weil er dachte „woodwork would be more fun than Latin”. Immerhin verdiente er sich an dieser Schule seine ersten literarischen Meriten, denn die erste Kurzgeschichte „The Hades Business” des 13jährigen Terry wurde in der dortigen Schülerzeitung veröffentlicht.

Kurz vor seinem Abitur schmiss Pratchett die Schule: 1965 bekam er ein Angebot von einer Lokalzeitung und entschloss sich – nach Rücksprache mit seinen Eltern – die Journalistenkarriere einzuschlagen. Während er für die Zeitung arbeitete, absolvierte er allerdings noch die A-Levels in Englisch. 1968 heiratet Pratchett seine Freundin Lyn und zieht mit ihr nach Rowberrow in Somerset, wo auch Tochter Rhianna das Licht der Welt erblickte.

Um die Zeit, die 70er standen schon vor der Tür, nutzte Pratchett die Gelegenheit bei einem interview mit Verleger Peter Bander van Duren und übergab dem Verleger ein Manuskript namens „The Carpet People” (Die Teppichvölker). Und tatsächlich: 1971 erschien dieses erste Buch aus der Feder von Terry Pratchett.

Obwohl „The Carpet People” kein großer Erfolg waren und Pratchett von den Bucherlösen nicht leben konnte – er wurde 1980 zwischenzeitlich Pressesprecher der Central Electricity Generating Board und betreute drei Atomkraftwerke „um mehr Zeit zum Schreiben zu haben”, wie er sagt – blieb er dran. So erschien 1976 „The Dark Side of the Sun” und 1981 „Strata”, in dem er erstmals das Konzept einer Scheibenwelt entwickelte.

Der erste echte Scheibenweltroman „The Colour of Magic” (Die Farbe der Magie) erschien schließlich 1983 – und dann ging es Schlag auf Schlag. Pratchett hatte „seine” Romanwelt gefunden und er explodierte geradezu ein einem kreativen Feuerwerk. Mit einem Verlagswechsel 1985 wurde endlich auch die Öffentlichkeit auf Pratchett aufmerksam, die Verkaufszahlen schossen in die Höhe und bald schon konnte Pratchett auch von seinen Buchverkäufen leben.
Heute geht Pratchetts Schwibenwelt-Zyklus munter auf Band 30 zu und er selbst hat sich neben Douglas Adams (Gott habe ihn selig) als einer der größten zeitgenössischen britischen Satiriker etablieren. Auch als Kinderbuchautor (vor allem die Johnny-Romane) genießt Pratchett einen hervorragenden Ruf und auch die Zusammenarbeit mit „Books of Magic”-Artist Neil Gaiman („Good Omens” - ein gutes Omen) zählt zu den Meisterwerken britischen Humors.

Die Scheibenwelt
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In einem unendlichen Universum muss alles was möglich ist auch möglich werden. So auch die Scheibenwelt. Sie ruht auf den Rücken von vier Elefanten, die wiederum auf dem Rückenpanzer der riesigen Schildkröte Groß A’Tuin stehen, die mit ihrer Last durch die Weiten des Weltalls schwimmt. Zusammengehalten wird diese Welt durch Magie. Was dazu führt, dass alles was möglich sein kann auf dieser äußerst instabilen Welt auch möglich wird.

Meist sind es Inspirationspartikel die durch den Raum sausen, die den falschen Kopf auf dieser Welt treffen – und wenn man Glück hat, träumt der Betreffende nur von benzinfressenden Kutschen ohne Pferde. Wenn man Pech hat, bringt dieser Funke die Scheibenwelt aus dem Gleichgewicht. Alle theoretischen Konzepte wie Religionen werden auf dieser Welt wahr, aus der Phantasie kann dank der hohen magischen hintergrundstrahlung durchaus Realität werden.

Diese Renaissance-Welt bietet den idealen Nährboden für allerlei abenteuerliche und abstruse Geschichten, deren Grenzen nur die Phantasie kennt. Und Pratchetts Phantasie scheint geradezu unerschöpflich zu sein....
©Finron

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-10 17:06:38 mit dem Titel „Jingo" – Krieg auf der Scheibenwelt

Übertriebener Nationalismus und Rassismus – wohin das führen kann, zeigt Terry Pratchett auf nicht minder witzige wie kritische Art in seinem 21. Scheibenweltroman. Der englische Autor hat sich ja schon längst vom reinen Humoristen zum Satirenschreiber weiter entwickelt und beleuchtet in seinen Romanen ein ums andere Mal in einem kunterbunten und knalligen Vabanqueritt quer durch alle Genres des Romans menschliche Schwächen und Philosophien.

Bevor ich näher auf das Buch eingehe, will ich noch anmerken, dass ich seit Jahren englischsprachige Literatur um alle sprachlichen Nuancen zu verstehen nur mehr in der Originalsprache lese. Statt über „Fliegende Fetzen” schreibe ich also über „Jingo”, so der Titel im Original – und verwende auch die Namen der englischen Originalausgabe. Alleine der Titel ist schon Erklärung genug für meine englische Lektürewahl, bedeutet „jingoism” doch so etwas wie „nationale Überheblichkeit”.

Land voraus!
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Ein neues, stinkendes Eiland taucht aus dem Meer der Scheibenwelt auf, und sowohl der Stadtstaat Ankh-Morpork als auch das orientalische Klatsch will es haben – auch wenn keiner so genau weiß, warum. Samuel Vimes, vielgeplagter Kommandant der Stadtwache von Ankh-Morpork, sieht sich plötzlich einem Verbrechen gegenüber, das so gewaltig ist, daß es kein Gesetz dagegen gibt: Krieg! Mit ein paar nicht sehr hilfreichen Helfern macht er sich davon, Frieden zwischen zwei waffenstarrenden Armeen zu stiften.

Auch Lord Vetinari, der Patrizier und Statthalter Ankh-Morporks zieht zu einer geheimen Mission aus – und hat als Helfershelfer ausgerechnet Nobby Nobbs und Sergeant Colon mit dabei. Das allein wäre schon schlimm genug, würde Corporal Nobbs nicht auch noch seine wahre Sexualität finden.

In Ankh-Morpork selbst ist zugleich ebenfalls der Teufel los. Nicht nur die „bösen” Klatschianischen Einwanderer geraten zwischen die Fronten des Krieges und werden Opfer von Pogromen, auch die Spannungen zwischen den verschiedenen Rassen nehmen zu...

Auf der Scheibenwelt von Terry Pratchett geht es wieder einmal kräftig rund. Ernsthafter und mit nachdenklicheren Tönen als bisher greift Pratchett in seinem neuesten Buch von der Scheibenwelt die Themen Krieg, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus auf. Dass es trotzdem für etliche makabre Lacher reicht, liegt nicht zuletzt im lächerlichen Grund für den Krieg, der so unverhofft wieder verschwindet wie er aus dem Meer auftauchte und an den herrlich gezeichneten Figuren, die oft gar nicht wissen, was um sie herum vorgeht. Das 416 Seiten starke und 10 Euro teure Buch „Fliegende Fetzen” ist ein nachdenklicherer aber nicht minder vergnüglicher Pratchett als alle bisherigen Romane von der bizarren Scheibenwelt.

Der Autor
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Terry Pratchett wurde am 28. April 1948 inBeaconsfield, Bucks geboren. Ungewöhnlich für einen Autor: Er wählte nicht eine sprachlich orientierte High School, sondern besuchte die High Wycombe Technical High School – und das nur, weil er dachte „woodwork would be more fun than Latin”. Immerhin verdiente er sich an dieser Schule seine ersten literarischen Meriten, denn die erste Kurzgeschichte „The Hades Business” des 13jährigen Terry wurde in der dortigen Schülerzeitung veröffentlicht.

Kurz vor seinem Abitur schmiss Pratchett die Schule: 1965 bekam er ein Angebot von einer Lokalzeitung und entschloss sich – nach Rücksprache mit seinen Eltern – die Journalistenkarriere einzuschlagen. Während er für die Zeitung arbeitete, absolvierte er allerdings noch die A-Levels in Englisch. 1968 heiratet Pratchett seine Freundin Lyn und zieht mit ihr nach Rowberrow in Somerset, wo auch Tochter Rhianna das Licht der Welt erblickte.

Um die Zeit, die 70er standen schon vor der Tür, nutzte Pratchett die Gelegenheit bei einem interview mit Verleger Peter Bander van Duren und übergab dem Verleger ein Manuskript namens „The Carpet People” (Die Teppichvölker). Und tatsächlich: 1971 erschien dieses erste Buch aus der Feder von Terry Pratchett.

Obwohl „The Carpet People” kein großer Erfolg waren und Pratchett von den Bucherlösen nicht leben konnte – er wurde 1980 zwischenzeitlich Pressesprecher der Central Electricity Generating Board und betreute drei Atomkraftwerke „um mehr Zeit zum Schreiben zu haben”, wie er sagt – blieb er dran. So erschien 1976 „The Dark Side of the Sun” und 1981 „Strata”, in dem er erstmals das Konzept einer Scheibenwelt entwickelte.

Der erste echte Scheibenweltroman „The Colour of Magic” (Die Farbe der Magie) erschien schließlich 1983 – und dann ging es Schlag auf Schlag. Pratchett hatte „seine” Romanwelt gefunden und er explodierte geradezu ein einem kreativen Feuerwerk. Mit einem Verlagswechsel 1985 wurde endlich auch die Öffentlichkeit auf Pratchett aufmerksam, die Verkaufszahlen schossen in die Höhe und bald schon konnte Pratchett auch von seinen Buchverkäufen leben.
Heute geht Pratchetts Schwibenwelt-Zyklus munter auf Band 30 zu und er selbst hat sich neben Douglas Adams (Gott habe ihn selig) als einer der größten zeitgenössischen britischen Satiriker etablieren. Auch als Kinderbuchautor (vor allem die Johnny-Romane) genießt Pratchett einen hervorragenden Ruf und auch die Zusammenarbeit mit „Books of Magic”-Artist Neil Gaiman („Good Omens” - ein gutes Omen) zählt zu den Meisterwerken britischen Humors.

Die Scheibenwelt
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In einem unendlichen Universum muss alles was möglich ist auch möglich werden. So auch die Scheibenwelt. Sie ruht auf den Rücken von vier Elefanten, die wiederum auf dem Rückenpanzer der riesigen Schildkröte Groß A’Tuin stehen, die mit ihrer Last durch die Weiten des Weltalls schwimmt. Zusammengehalten wird diese Welt durch Magie. Was dazu führt, dass alles was möglich sein kann auf dieser äußerst instabilen Welt auch möglich wird.

Meist sind es Inspirationspartikel die durch den Raum sausen, die den falschen Kopf auf dieser Welt treffen – und wenn man Glück hat, träumt der Betreffende nur von benzinfressenden Kutschen ohne Pferde. Wenn man Pech hat, bringt dieser Funke die Scheibenwelt aus dem Gleichgewicht. Alle theoretischen Konzepte wie Religionen werden auf dieser Welt wahr, aus der Phantasie kann dank der hohen magischen hintergrundstrahlung durchaus Realität werden.

Diese Renaissance-Welt bietet den idealen Nährboden für allerlei abenteuerliche und abstruse Geschichten, deren Grenzen nur die Phantasie kennt. Und Pratchetts Phantasie scheint geradezu unerschöpflich zu sein....
©Finron

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Mesalina

    10.06.2002, 19:21 Uhr von Mesalina
    Bewertung: sehr hilfreich

    Yep. kann dir nur zustimmen "Jingo" ist eines von Pratchetts nachdenklicheren Werken... bin gerade dabei "Thief of time" zu lesen.... CU Mesalina