Erfahrungsbericht von Radek21
Meine Heizung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auf meiner Hardwarerundreise nun ein weiteres nicht ganz zu verachtendes Bauteil: DIE HEIZUNG *G*
Jahrelang hatte INTEL eine art marktbeherrschende Stellung was Prozessoren (CPU) angeht.
Wer also technisch auf dem neusten stand sein wollte kam an INTEL nicht vorbei.
In der neusten Generation von Prozessoren beider Hersteller konnte AMD, größter Konkurrent zum Marktführer aufschließen, in meinen Augen ihn sogar überholen.
Das derzeitige Flaggschiff aus dem Hause AMD heißt ATHLON XP und ist in den verschiedensten Taktungen erhältlich. INTELS Flaggschiff der Pentium IV läuft mit ähnlichen Taktzahlen, ist aber im Preis-Leistungs-Verhältnis bei weitem unterlegen.
Als Beispiel möchte ich hier mein eigenes System vorstellen.
Mein Athlon XP 1600+ ist vergleichbar mit dem P IV 1,6Ghz. In einem aktuellen Preisvergleich kostet ein Grundsystem, bestehend aus Gehäuse, Board, RAM, CPU, Cooler, und Floppy 329€ bzw 410€.
Wer jetzt allerdings vermutet die INTEL – Variante bietet mehr Leistung der irrt.
Der genannte Athlon XP 1600+ arbeitet eigentlich nur mit 1,4Ghz und erreicht problemlos die Leistung seines INTEL – Rivalen.
Nach der Athlon XP – Markteinführung vor gut einem Jahr lass ich zuerst eine Reihe Testberichte. Die Fachpresse war vom XP überzeugt. Die Kombination aus DDR – RAM, Athlon XP und entsprechendem Board schien wirklich konkurrenzfähig zu sein.
Nach einigem überlegen kaufte ich mir schließlich doch einen Athlon XP1600+ (seinerzeit 400DM – heute 99€) ein neues EPOX – Board (siehe Bericht) und DDR – RAM von Infineon.
Grund für dieses Paket war die Taktrate von 266Mhz in allen Komponenten. Schließlich wollte ich mir ja auch keine Bremse ins System einbauen.
Zur Installation: Durch das von mir gewählte Board gab es hierbei keinerlei Schwierigkeiten.
Der Sockel der CPU ist gut erreichbar. Somit lässt sie sich ohne Schwierigkeiten auf dem Board unterbringen. Mit einem Jumper konnte ich den gewünschten FSB auf 133Mhz einstellen und schon wäre die CPU einsatzbereit gewesen.
WÄRE... nicht zu vergessen ist natürlich die Kühlung der CPU. Beim Einbau des Kühlers sollte man darauf achten das man den Kern des Prozessors nicht beschädigt. Dieser Teil liegt frei, ist aber leider sehr anfällig. Hier heißt es also vorsichtig sein.
Zwischen CPU und Kühler empfiehlt sich der Einsatz von Wärmeleitpaste. Weniger empfehlenswert sind in meinen Augen die sogenannten Wärmeleitpads.
So kann die entstandene Wärme besser abgeführt werden und der Hitzetod der CPU verhindert werden.
In meinem speziellen Fall läuft die CPU unter Volllast (siehe Seti@Home) bei unter 55°C. Auf die Genauigkeit dieser Messung möchte ich mich allerdings nicht verlassen, da ich keine genauen Infos zur Messmethode habe.
Alles in allem ist diese Temperatur jedoch noch vertretbar. Erst ab etwa 70°C wird die Temperatur kritisch.
Zum Athlon XP 1600+ selbst: Diese CPU arbeitet wie bereits erwähnt mit einer Taktfrequenz von 1400Mhz. Diese berechnet sich aus dem FSB von 133Mhz und dem dafür vorgesehenen Multiplikator von 10,5. Die 133Mhz Front Side Bus bedeuten gleichzeitig das die CPU für DDR – RAM ausgelegt ist.
Auch beim internen Cache ist AMD gut im Rennen. Die Größe des L1 Datencache sowie des Befehlscache liegt bei je 64kb. Der L2 Cache ist 256kb groß.
Im Bereich der unterstützten Befehlssätze dringt AMD immer weiter in INTEL – Gebiet vor.
So wird unter anderem der von INTEL entwickelte MMX – Befehlssatz unterstützt.
Weiterhin wird 3Dnow, 2DnowExt und SSE unterstützt. Einzig beim neusten Befehlssatz von INTEL schwächelt der Athlon. Aber ich denke das sich auch dieser Befehlssatz in nächster Zeit in AMD – Prozessoren durchsetzt.
Der Athlon XP 1600+ wurde auf Basis der 0,18Mikron – Technologie gefertigt. Neuere, schnellere CPU`s werden mittlerweile sogar schon auf 0,13Mikron – Basis gebaut.
Fazit:
Es gibt in meinen Augen eine Reihe Gründe warum man sich im Falle eines Hardwarekaufs für AMD entscheiden sollte. Diese möchte ich im Folgenden darlegen und begründen:
- Preis – Leistungs – Verhältnis: Warum muss derartige Hardware teuer sein? Das oben genannte Beispiel zeigt eindeutig das ähnliche Leistung bei AMD bei weitem preiswerter ist.
- Aufrüsten: Intel entwickelt für jeden neuen Prozessor einen neuen Sockel. Somit benötigt man für jede CPU ein anderes Board. AMD versucht mit Weiterentwicklungen vorhandener Technologien und Sockel Kosten zu sparen. Somit muss der User nicht permanent das gesamte System austauschen.
- VIA, der Entwickler der Chipsätze: Der sogenannte KT266 ist mittlerweile ausgereift. Damit wird versucht in einer Taktgeschwindigkeit alle wichtigen Komponenten anzusprechen. Unnötige Wartezeiten entfallen somit.
- Übertakten: Ich empfinde die Möglichkeiten hier besonders gut. Ohne große Schwierigkeiten lassen sich hier noch ein paar zusätzliche Mhz finden.
Negativ fällt mir nur die Abwärme der CPU ein. Allerdings lässt sich dagegen mit einem leistungsstarken Kühler etwas tun.
Ebenfalls schlecht ist die hohe Leistungsaufnahme an sich. Allerdings ist die im wesentlich genau so hoch wie bei INTEL so das für beide Hersteller ein 300Watt – Netzteil nahezu zwingend ist.
Warum ich gerade den Athlon XP 1600+ empfehle?! Ganz einfach, ich finde das dieser Prozessor ein sehr gutes Preis – Leistungs – Verhältnis bietet. Gerade für das Aufrüsten ist diese CPU interessant. Der niedrige Preis und die mittlerweile gegebene Funktionalität haben mich überzeugt. Ich habe die Investition in den neuen Prozessor nie bereut. Bisher gab es keinerlei hardwarebedingte Systemabstürze. Auch mit der Leistung insgesamt bin ich zufrieden. Nehme ich die Rechenzeit bei SETI als Indiz kann ich fast mit einem Pentium IV 1,8Ghz mithalten.
Der Athlon XP 1600+ ist in meinen Augen also eine ganz klare Empfehlung.
In diesem Sinne vielen Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
(auch zu lesen unter Radek21 bei Dooyoo und CIAO)
Jahrelang hatte INTEL eine art marktbeherrschende Stellung was Prozessoren (CPU) angeht.
Wer also technisch auf dem neusten stand sein wollte kam an INTEL nicht vorbei.
In der neusten Generation von Prozessoren beider Hersteller konnte AMD, größter Konkurrent zum Marktführer aufschließen, in meinen Augen ihn sogar überholen.
Das derzeitige Flaggschiff aus dem Hause AMD heißt ATHLON XP und ist in den verschiedensten Taktungen erhältlich. INTELS Flaggschiff der Pentium IV läuft mit ähnlichen Taktzahlen, ist aber im Preis-Leistungs-Verhältnis bei weitem unterlegen.
Als Beispiel möchte ich hier mein eigenes System vorstellen.
Mein Athlon XP 1600+ ist vergleichbar mit dem P IV 1,6Ghz. In einem aktuellen Preisvergleich kostet ein Grundsystem, bestehend aus Gehäuse, Board, RAM, CPU, Cooler, und Floppy 329€ bzw 410€.
Wer jetzt allerdings vermutet die INTEL – Variante bietet mehr Leistung der irrt.
Der genannte Athlon XP 1600+ arbeitet eigentlich nur mit 1,4Ghz und erreicht problemlos die Leistung seines INTEL – Rivalen.
Nach der Athlon XP – Markteinführung vor gut einem Jahr lass ich zuerst eine Reihe Testberichte. Die Fachpresse war vom XP überzeugt. Die Kombination aus DDR – RAM, Athlon XP und entsprechendem Board schien wirklich konkurrenzfähig zu sein.
Nach einigem überlegen kaufte ich mir schließlich doch einen Athlon XP1600+ (seinerzeit 400DM – heute 99€) ein neues EPOX – Board (siehe Bericht) und DDR – RAM von Infineon.
Grund für dieses Paket war die Taktrate von 266Mhz in allen Komponenten. Schließlich wollte ich mir ja auch keine Bremse ins System einbauen.
Zur Installation: Durch das von mir gewählte Board gab es hierbei keinerlei Schwierigkeiten.
Der Sockel der CPU ist gut erreichbar. Somit lässt sie sich ohne Schwierigkeiten auf dem Board unterbringen. Mit einem Jumper konnte ich den gewünschten FSB auf 133Mhz einstellen und schon wäre die CPU einsatzbereit gewesen.
WÄRE... nicht zu vergessen ist natürlich die Kühlung der CPU. Beim Einbau des Kühlers sollte man darauf achten das man den Kern des Prozessors nicht beschädigt. Dieser Teil liegt frei, ist aber leider sehr anfällig. Hier heißt es also vorsichtig sein.
Zwischen CPU und Kühler empfiehlt sich der Einsatz von Wärmeleitpaste. Weniger empfehlenswert sind in meinen Augen die sogenannten Wärmeleitpads.
So kann die entstandene Wärme besser abgeführt werden und der Hitzetod der CPU verhindert werden.
In meinem speziellen Fall läuft die CPU unter Volllast (siehe Seti@Home) bei unter 55°C. Auf die Genauigkeit dieser Messung möchte ich mich allerdings nicht verlassen, da ich keine genauen Infos zur Messmethode habe.
Alles in allem ist diese Temperatur jedoch noch vertretbar. Erst ab etwa 70°C wird die Temperatur kritisch.
Zum Athlon XP 1600+ selbst: Diese CPU arbeitet wie bereits erwähnt mit einer Taktfrequenz von 1400Mhz. Diese berechnet sich aus dem FSB von 133Mhz und dem dafür vorgesehenen Multiplikator von 10,5. Die 133Mhz Front Side Bus bedeuten gleichzeitig das die CPU für DDR – RAM ausgelegt ist.
Auch beim internen Cache ist AMD gut im Rennen. Die Größe des L1 Datencache sowie des Befehlscache liegt bei je 64kb. Der L2 Cache ist 256kb groß.
Im Bereich der unterstützten Befehlssätze dringt AMD immer weiter in INTEL – Gebiet vor.
So wird unter anderem der von INTEL entwickelte MMX – Befehlssatz unterstützt.
Weiterhin wird 3Dnow, 2DnowExt und SSE unterstützt. Einzig beim neusten Befehlssatz von INTEL schwächelt der Athlon. Aber ich denke das sich auch dieser Befehlssatz in nächster Zeit in AMD – Prozessoren durchsetzt.
Der Athlon XP 1600+ wurde auf Basis der 0,18Mikron – Technologie gefertigt. Neuere, schnellere CPU`s werden mittlerweile sogar schon auf 0,13Mikron – Basis gebaut.
Fazit:
Es gibt in meinen Augen eine Reihe Gründe warum man sich im Falle eines Hardwarekaufs für AMD entscheiden sollte. Diese möchte ich im Folgenden darlegen und begründen:
- Preis – Leistungs – Verhältnis: Warum muss derartige Hardware teuer sein? Das oben genannte Beispiel zeigt eindeutig das ähnliche Leistung bei AMD bei weitem preiswerter ist.
- Aufrüsten: Intel entwickelt für jeden neuen Prozessor einen neuen Sockel. Somit benötigt man für jede CPU ein anderes Board. AMD versucht mit Weiterentwicklungen vorhandener Technologien und Sockel Kosten zu sparen. Somit muss der User nicht permanent das gesamte System austauschen.
- VIA, der Entwickler der Chipsätze: Der sogenannte KT266 ist mittlerweile ausgereift. Damit wird versucht in einer Taktgeschwindigkeit alle wichtigen Komponenten anzusprechen. Unnötige Wartezeiten entfallen somit.
- Übertakten: Ich empfinde die Möglichkeiten hier besonders gut. Ohne große Schwierigkeiten lassen sich hier noch ein paar zusätzliche Mhz finden.
Negativ fällt mir nur die Abwärme der CPU ein. Allerdings lässt sich dagegen mit einem leistungsstarken Kühler etwas tun.
Ebenfalls schlecht ist die hohe Leistungsaufnahme an sich. Allerdings ist die im wesentlich genau so hoch wie bei INTEL so das für beide Hersteller ein 300Watt – Netzteil nahezu zwingend ist.
Warum ich gerade den Athlon XP 1600+ empfehle?! Ganz einfach, ich finde das dieser Prozessor ein sehr gutes Preis – Leistungs – Verhältnis bietet. Gerade für das Aufrüsten ist diese CPU interessant. Der niedrige Preis und die mittlerweile gegebene Funktionalität haben mich überzeugt. Ich habe die Investition in den neuen Prozessor nie bereut. Bisher gab es keinerlei hardwarebedingte Systemabstürze. Auch mit der Leistung insgesamt bin ich zufrieden. Nehme ich die Rechenzeit bei SETI als Indiz kann ich fast mit einem Pentium IV 1,8Ghz mithalten.
Der Athlon XP 1600+ ist in meinen Augen also eine ganz klare Empfehlung.
In diesem Sinne vielen Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
(auch zu lesen unter Radek21 bei Dooyoo und CIAO)
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