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Erfahrungsbericht von wutzewauz

Freizeitreiten! Umgang vom Boden

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Freizeitreiten heißt in der Freizeit reiten!

Nur bis wir dann endlich zum Reiten kommen, muß erst das Pferd oder Pony von der Weide oder aus dem Paddock geholt werden. Als nächstes müssen wir z. T. erd- oder schlammverschmierte haarige Monster sauber bekommen, um dann noch zu Satteln und zu Trensen. Bis wir dann endlich zum Reiten kommen sind 30 – 40 Minuten unserer kostbaren Freizeit vergangen.

„Macht nichts, das gehört doch dazu und macht auch Spaß“ sagen Sie jetzt bestimmt.
Dann gehören Sie zu der kleinen Gruppe Reiter, die so gut mit ihrem Pferd harmonieren, daß das ganze „Drumherum“ auch schon Entspannung ist. Denn das ist es doch, was wir in der Freizeit suchen. Entspannung, Erholung, Abschalten vom Beruf, Stress abbauen usw. .
Entspannung kann es aber nur sein, wenn unsere Stellung gegenüber unserem Pferd festgelegt ist. D. h. wenn ich mein Pferd (und da ist es egal, welches meiner Pferde) aus dem Paddock hole, muß mein Auftreten so gefestigt sein, daß keines der anderen Pferde mich zur Seite drängelt oder gar angreift. Am Tor bestimme ich, daß mein Pferd raus geht (und kein anderes). Jegliche Diskussionen innerhalb der Herde mit mir werden im Keim erstickt. In meiner Freizeit lasse ich keinen Stress beim Holen meines Pferdes zu. Um das zu bewerkstelligen, ist es sehr hilfreich, mal eine Pferdeherde (mindestens 4 bis 5 Tiere) zu beobachten. Schauen sie sich genau die Reaktionen des ranghöchsten Pferdes an, wenn ein anderes Pferd drängelt, im Weg steht oder an ihm vorbei geht. Glauben sie aber ja nicht, dass das ranghohe Pferd nur dominant ist. Es duldet auch ganz oft Rempler oder lässt ein Rangniedriges neben sich fressen. Versuchen sie dieses Verhalten auf sich umzusetzen.

Selbstverständlich hat mein Pferd auch gelernt, mir kommentarlos zu folgen, ohne an der Herde zu kleben. Es folgt mir gern und willig und ich brauche mich auch nicht zu fürchten, daß es mir von hinten in die Hacken oder seitlich auf mich drauf springt, weil es sich vor irgendetwas erschrickt. Es vertraut mir und erkennt mich als ranghöher an. So gebe ich ihm die notwendige Sicherheit.

Auch beim Putzen, Abspritzen oder Ähnliches dulde ich kein zappelndes, tänzelndes oder gar beißendes oder tretendes Pferd. Mein Pferd hat all diese Dinge in aller Ruhe aber mit Konsequenz gelernt. Ebenso das Satteln und Trensen.

Wenn ich dann endlich zum Reiten komme, bin ich schon prima relaxet und ich gebe Ihnen recht: So macht mir meine Freizeit auch Spaß!

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