Mehr zum Thema Ausbildung Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von sfutterleib
Hopp,hopp... Pferdchen lauf Galopp
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich mich mal wieder den geliebten Vierbeinern zuwenden und auf ein Thema eingehen, dass unter Pferdeleuten immer wieder Anlass zu grossen Diskussionen gibt. Ein Pferd wird nicht mit dem Reiter auf dem Rücken geboren und so liegt es an uns Menschen dem Vierbeiner beizubringen, dass es gewiss nicht schlimm ist uns durch die Gegend zu tragen ( mal salopp ausgedrückt ). Bei der Art und Weise der Pferdeausbildung gibt es verschiedene Ansätze ( es gibt ja auch verschiedene Reitweisen ), doch in den Grundsätzen basieren die Methoden meist auf dem überlieferten Wissen der alten Reitmeister. Als Vertreterin der klassischen Reitkunst bilde ich die Pferde natürlich anders ( andere Lektionen ) aus als ein Westernreiter, doch das Ziel der Gymnastizierung bleibt gleich.
Um ein ausgeglichenes Pferd zu haben muss natürlich auch das Umfeld stimmen. Ein Jungpferd muss seine Jugend mit gleichaltrigen Artgenossen auf einer Fohlenwiese genossen haben und sollte erst dann an die Arbeit genommen werden, wenn es ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Dieses aufzubauen sollte in den ersten Wochen,Monaten bzw. Jahren eigentlich kein grosses Problem darstellen, da man seinem Pferd ja schon viel Zeit widmet und ihm ne Menge Sachen beibringen kann. Angefangen bei der grundsätzlichen Erziehung und der klaren Rangfolgenbestimmung bis hin zu Spaziergängen und zirzensischen Lektionen. Ich würde erst ab dem 3. Lebensjahr anfangen mit dem Pferd behutsam zu arbeiten. Als erstes muss man das Pferd an die Longe gewöhnen ( ich gehe jetzt mal davon aus, dass es Trense etc. schon durch vorheriges üben kennengelernt hat ) und es muss dort versuchen sein Gleichgewicht zu finden.Mit der Longenarbeit ist auch der Muskelaufbau verbunden, so dass das Pferd keine Probleme bekommen sollte, wenn man sich das erstemal draufsetzt. Am Anfang sollte man es mit dem longieren nicht übertreiben, da man ja auch bedenken muss, dass es sich noch um ein Baby-Pferd handelt, dass sich noch nicht so lange konzentrieren kann. Und wer möchte schon ewig stumpf im Kreis herumlaufen ???
Parallel zur Longenarbeit gewöhne ich die Pferde auch an die Arbeit am langen Zügel, die für mich einfach zu den elementaren Dingen in der Ausbildung gehört. Leider kennen viele Reiter diese Art der Arbeit nicht mehr, doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dem Pferd sehr gut tut und das Erlernen vieler Lektionen vom Boden aus mir die Arbeit auf dem Pferderücken vereinfachen. Es fällt einem Pferd leichter Hilfen, die es schon vom Boden aus kennt, umzusetzen wenn der Reiter draufsitzt.
Nach einigen Wochen Longenarbeit kann man es dann wagen sich das erste Mal auf den Rücken zu schwingen. Bei solchen Aktionen ist es wichtig sich Hilfe zu holen, denn auch wenn das Pferd den Reiter gut kennt, kann es sich durchaus mal erschrecken oder ähnliches. Es sollten nur Leute Pferde einreiten, die einen korrekten Sitz und einiges an Erfahrung haben. Nichts ist schlimmer für ein junges Pferd als ein Reiter der es durch einen schlechten Sitz völlig aus dem ( noch nicht wirklich vorhandenem ) Gleichgewicht bringt.
Nun kann man ja noch keine wilden Kringel reiten, denn es ist schon schwierig genug aussen um die Bahn herum zu reiten und beim ausweichen ( bei entgegenkommenden Reitern ) hat man oft noch Verständigungsschwierigkeiten. Dieser Teil der Ausbildung ist prägend für den ganzen weiteren Weg. Ein Pferd das hier schlechte Erfahrungen macht und von einem schlechten Reiter eingeritten wird ist sehr schwer wieder zu korrigieren. Auch wenn man jahrelange Reiterfahrung besitzt sollte man einen guten Ausbilder zu Rate ziehen, der einen immer wieder auf Fehler hinweist und Tips gibt.
Ich habe, wie einige von euch wissen, kein eigenes Pferd, doch habe ich schon oft beim einreiten junger Pferde mitgewirkt. Wenn man klein und leicht ist hat man öfter das Vergnügen ( oder das Pech ) als erster in den Sattel zu steigen ( und auch zu fallen... ). Zumal ich auch ab und zu mal ein Pony oder Pferd zur Korrektur in Beritt habe. Doch auch bei diesen Pferden halte ich immer Rücksprache mit meiner Reitlehrerin und sie schaut sich das natürlich auch regelmässig an. Leider habe ich schon oft erlebt, dass viele Pferde eine mangelnde Grundausbildung besitzen und diese auch schon oft gesundheitliche Probleme haben. Der grosse Markt an Fachbüchern und Videos sowie die grosse Selbstüberschätzung vieler Reiter, nicht zu vergessen, dass es sehr schwierig ist einen guten Ausbilder zu finden, verleiten viele Reiter dazu ihre Pferde ( unwissentlich ??? ) falsch oder schlecht auszubilen. Übertriebener Ehrgeiz ist auch schlecht, denn ein Pferd was zu schnell ausgebildet wird macht irgendwann dicht und verweigert die Arbeit. Die schnellen Turniererfolge der letzten Saison will es dann nicht wiederholen und blockiert einfach ( sehr verständlich...!!! ). Hat man sein Pferd erstmal sauer geritten ( so nennt man das ) ist es schwierig das Tier wieder zu motivieren. Eine Auszeit ist dann dringend notwendig. Eine monatelange Weidepause oder nur noch ausgiebige Geländeritte etc. sind da dringend angebracht.
Da ist noch etwas was mich traurig stimmt. Wenn ich so ein Pferd bekomme und es Korrektur reiten soll, monatelange Arbeit und ne Menge Herz hineinstecke macht es mich wütend, wenn es wieder zu dem Besitzer kommt, der sein Verhalten einfach nicht ändern will. Nach nem halben Jahr habe ich das Pferd dann wieder und die Arbeit beginnt von vorne. Liebe Reiter, sucht doch bitte auch einmal erst bei euch die Fehler - oft liegt es doch an uns Menschen und zeigt ein wenig Einsicht!
Ich könnte mich jetzt noch ewig über das Thema auslassen, doch das wird dann zu speziell und unübersichtlich ( wahrscheinlich auch für ein paar langweilig ), deshalb werde ich alles noch einmal kurz zusammenfassen ( für alle Scroller ).
Gebt euren Pferden Zeit, baut sie langsam auf, bietet ihnen ne Menge Abwechslung beim Trainingsprogramm, holt euch qualifizierte Hilfe und vergesst nicht, dass es sich bei einem Pferd um einen Freizeitpartner handelt und nicht um eine Sache oder ein Ding !!!
P.S. Ich vergebe 3 Sterne, weil es ebenso viele gute Ausbilder wie schwarze Schafe gibt.
Um ein ausgeglichenes Pferd zu haben muss natürlich auch das Umfeld stimmen. Ein Jungpferd muss seine Jugend mit gleichaltrigen Artgenossen auf einer Fohlenwiese genossen haben und sollte erst dann an die Arbeit genommen werden, wenn es ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Dieses aufzubauen sollte in den ersten Wochen,Monaten bzw. Jahren eigentlich kein grosses Problem darstellen, da man seinem Pferd ja schon viel Zeit widmet und ihm ne Menge Sachen beibringen kann. Angefangen bei der grundsätzlichen Erziehung und der klaren Rangfolgenbestimmung bis hin zu Spaziergängen und zirzensischen Lektionen. Ich würde erst ab dem 3. Lebensjahr anfangen mit dem Pferd behutsam zu arbeiten. Als erstes muss man das Pferd an die Longe gewöhnen ( ich gehe jetzt mal davon aus, dass es Trense etc. schon durch vorheriges üben kennengelernt hat ) und es muss dort versuchen sein Gleichgewicht zu finden.Mit der Longenarbeit ist auch der Muskelaufbau verbunden, so dass das Pferd keine Probleme bekommen sollte, wenn man sich das erstemal draufsetzt. Am Anfang sollte man es mit dem longieren nicht übertreiben, da man ja auch bedenken muss, dass es sich noch um ein Baby-Pferd handelt, dass sich noch nicht so lange konzentrieren kann. Und wer möchte schon ewig stumpf im Kreis herumlaufen ???
Parallel zur Longenarbeit gewöhne ich die Pferde auch an die Arbeit am langen Zügel, die für mich einfach zu den elementaren Dingen in der Ausbildung gehört. Leider kennen viele Reiter diese Art der Arbeit nicht mehr, doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dem Pferd sehr gut tut und das Erlernen vieler Lektionen vom Boden aus mir die Arbeit auf dem Pferderücken vereinfachen. Es fällt einem Pferd leichter Hilfen, die es schon vom Boden aus kennt, umzusetzen wenn der Reiter draufsitzt.
Nach einigen Wochen Longenarbeit kann man es dann wagen sich das erste Mal auf den Rücken zu schwingen. Bei solchen Aktionen ist es wichtig sich Hilfe zu holen, denn auch wenn das Pferd den Reiter gut kennt, kann es sich durchaus mal erschrecken oder ähnliches. Es sollten nur Leute Pferde einreiten, die einen korrekten Sitz und einiges an Erfahrung haben. Nichts ist schlimmer für ein junges Pferd als ein Reiter der es durch einen schlechten Sitz völlig aus dem ( noch nicht wirklich vorhandenem ) Gleichgewicht bringt.
Nun kann man ja noch keine wilden Kringel reiten, denn es ist schon schwierig genug aussen um die Bahn herum zu reiten und beim ausweichen ( bei entgegenkommenden Reitern ) hat man oft noch Verständigungsschwierigkeiten. Dieser Teil der Ausbildung ist prägend für den ganzen weiteren Weg. Ein Pferd das hier schlechte Erfahrungen macht und von einem schlechten Reiter eingeritten wird ist sehr schwer wieder zu korrigieren. Auch wenn man jahrelange Reiterfahrung besitzt sollte man einen guten Ausbilder zu Rate ziehen, der einen immer wieder auf Fehler hinweist und Tips gibt.
Ich habe, wie einige von euch wissen, kein eigenes Pferd, doch habe ich schon oft beim einreiten junger Pferde mitgewirkt. Wenn man klein und leicht ist hat man öfter das Vergnügen ( oder das Pech ) als erster in den Sattel zu steigen ( und auch zu fallen... ). Zumal ich auch ab und zu mal ein Pony oder Pferd zur Korrektur in Beritt habe. Doch auch bei diesen Pferden halte ich immer Rücksprache mit meiner Reitlehrerin und sie schaut sich das natürlich auch regelmässig an. Leider habe ich schon oft erlebt, dass viele Pferde eine mangelnde Grundausbildung besitzen und diese auch schon oft gesundheitliche Probleme haben. Der grosse Markt an Fachbüchern und Videos sowie die grosse Selbstüberschätzung vieler Reiter, nicht zu vergessen, dass es sehr schwierig ist einen guten Ausbilder zu finden, verleiten viele Reiter dazu ihre Pferde ( unwissentlich ??? ) falsch oder schlecht auszubilen. Übertriebener Ehrgeiz ist auch schlecht, denn ein Pferd was zu schnell ausgebildet wird macht irgendwann dicht und verweigert die Arbeit. Die schnellen Turniererfolge der letzten Saison will es dann nicht wiederholen und blockiert einfach ( sehr verständlich...!!! ). Hat man sein Pferd erstmal sauer geritten ( so nennt man das ) ist es schwierig das Tier wieder zu motivieren. Eine Auszeit ist dann dringend notwendig. Eine monatelange Weidepause oder nur noch ausgiebige Geländeritte etc. sind da dringend angebracht.
Da ist noch etwas was mich traurig stimmt. Wenn ich so ein Pferd bekomme und es Korrektur reiten soll, monatelange Arbeit und ne Menge Herz hineinstecke macht es mich wütend, wenn es wieder zu dem Besitzer kommt, der sein Verhalten einfach nicht ändern will. Nach nem halben Jahr habe ich das Pferd dann wieder und die Arbeit beginnt von vorne. Liebe Reiter, sucht doch bitte auch einmal erst bei euch die Fehler - oft liegt es doch an uns Menschen und zeigt ein wenig Einsicht!
Ich könnte mich jetzt noch ewig über das Thema auslassen, doch das wird dann zu speziell und unübersichtlich ( wahrscheinlich auch für ein paar langweilig ), deshalb werde ich alles noch einmal kurz zusammenfassen ( für alle Scroller ).
Gebt euren Pferden Zeit, baut sie langsam auf, bietet ihnen ne Menge Abwechslung beim Trainingsprogramm, holt euch qualifizierte Hilfe und vergesst nicht, dass es sich bei einem Pferd um einen Freizeitpartner handelt und nicht um eine Sache oder ein Ding !!!
P.S. Ich vergebe 3 Sterne, weil es ebenso viele gute Ausbilder wie schwarze Schafe gibt.
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