Mehr zum Thema Bandscheibenvorfall Testbericht

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Erfahrungsbericht von fledermaeuse

B wie Bandscheibenvorfall

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Diesen Bericht schreibe ich aus dem Grund da es vielen so ergeht wie mir.
Reaktionen und Warnsignale die unser Körper sendet und die wir ignorieren die unter Umständen das Leben erheblich verändern und beeinträchtigen.

Vor genau 6 Jahren - damals war ich 26 Jahre alt - ( jetzt wisst ihr auch wie alt ich Suppenhuhn bin *g* )
begann für mich ein Leiden was eigentlich schon 4 Jahre zuvor sich zu Wort gemeldet hatte, welches von mir aber absolut nicht richtig wahrgenommen wurde.

Ich hatte alle paar Monate ein böses stechen oder ziehen in der linken Pobacke. Lacht nicht... genau da tut es nämlich weh. nicht der Rücken direkt.

Ich dachte ich hätte mich verhoben da ich einen Job hatte zu der Zeit wo ich richtig ranklotzen musste.

Dieses stechen und ziehen kam in unregelmäßigen Schüben.. mal alle 3 Monate, mal ein halbes Jahr nix.. und am nächsten Tag war es wieder weg.
Ich habe keine großen Gedanken daran verschwendet und zum Arzt bin ich Depp auch nicht.

Na ja... Im März vor 6 Jahren passierte es dann.
Ich bin am arbeiten und auf einmal dieses ziehen und aus und vorbei. Ich hätte umfallen können vor Schmerzen. Mein Rücken, mein linkes Bein.. alles tat weh und wurde taub.

Eine Kollegin brachte mich Heim.

Natürlich geht das dumme Ding wieder nicht direkt zum Arzt und denkt sich...*das wird schon wieder*
Denkste!
Am nächsten Tag brauchte ich eine geschlagene Stunde um ein Bein aus dem Bett zu bekommen. Ich hatte Schmerzen die ich nicht beschreiben konnte. Nach 3 Stunden saß ich endlich im Auto und fuhr zu meinem Hausarzt. Der schickte mich gleich zum Spezialisten.

Der gute meinte es sei ein Hexenschuss.
Was ich damals nicht wusste war das der Mensch keine Ahnung hatte.
Leider, aber man vertraut ja seinem Arzt.

3 Monate lang habe ich ihm vertraut. Jeden Tag wurde es schlimmer.
Ich konnte mich auf nix mehr konzentrieren und arbeiten erst recht nicht. Ich lag nur noch im Bett, da ich inzwischen keine 5 Schritte mehr gehen konnte ohne zu heulen vor Schmerz.

Medikamente schlugen nicht mehr an und irgendwann konnte ich noch nicht mal mehr liegen.
Aufrecht gehen?
Ich lach mich tot. Ich bin wenn ich zum Arzt musste bald wie ein Affe gelaufen und hab nach zwei Schritten nicht mehr weitergekonnt.

Zig Nächte indem meine beste Freundin den Notarzt rufen musste und mich auf Knien anflehte doch endlich ins Krankenhaus zu gehen.

Aber doch nicht mit einem Hexenschuss...... !!!!

Na ja ... irgendwann riefen wir einen Notarzt.. bzw. meine beste Freundin da ich noch nicht mal hätte sagen können was los ist und der kam und meinte nur... Sie muss sofort ins Krankenhaus. Sie hat Lähmungserscheinungen und Ausfälle. Sie hat einen Bandscheibenschaden der sicherlich operiert werden muss, falls es noch nicht zu spät ist.

Ich weiß das alles nur aus Erzählungen weil bei mir nix mehr ankam vor Schmerz.

Ich war irgendwann im Krankenhaus und hing am Tropf.. Zig Ärzte um mich rum und ständig schnappte ich die Worte Notoperation und Lähmung auf.
Im normalen Falle hätte mich das geängstigt, aber mir war alles egal. Ich wollte nur das der Schmerz aufhört.
Hätte mir jemand die Hand abgehackt.. es wäre mir egal gewesen. Und das ist wirklich nicht übertrieben.

Man gab mir per Tropf Valium.... alle halbe Stunde..
Keine Wirkung..
Dann nahm man Morphium alle halbe Stunde.
Die Dosis wurde bis zur oberen Grenze gesetzt. Ich war sprichwörtlich high.

Ich wurde operiert.

Als ich nach der Operation wach wurde wackelte ich erst mit den Zehen... Ich wollte wissen ob ich gelähmt bin. Das war irgendwie in meinem Wahn hängen geblieben.
Sie wackelten und ich konnte damit nicht mehr aufhören. :o)
Und dabei rief mich ständig jemand der wissen wollte ob ich wach wäre und ich wackelte weiter...
der Typ der mich fragte lachte irgendwann und meinte ich soll mal eine Sekunde aufhören und hallo sagen.. na ja ich tat ihm den gefallen. Wie sich später herausstellte war er derjenige der mich operiert hat.

3 Tage lang habe ich geschlafen. Danach kam ein Arzt zu mir und sagte mir ohne Umschweif, das es sehr schlecht um mich stand und ich knapp an einer Lähmung vorbeigerutscht sei.

irgendwie hatte ich es nicht wirklich begriffen und der Arzt merkte es und er teilte mir mit das ich meinen Job aufgeben müsse, da wir uns sonst in einem halben Jahr Wiedersehen und ich das Krankenhaus dann in einem Rollstuhl verlasse.
Das hatte gesessen und wie kann ich nur sagen.

Vor allem stellte sich die Frage : *Was tun.. welchen Job kann ich machen.. ich hab soviel für meinen Job getan.. ich liebe meinen Job..
Na ja heute habe ich einen besseren.... bin der beste Wetterfrosch auf der Welt, da ich leider Gottes jeden Wetterumschwung zu spüren bekomme als würde mir einer ein Schwert in den Rücken rammen.

Glücklicherweise gehöre ich zu den 2 % der Operierten die hinterher sehr wenige Probleme haben.
Aber das verdanke ich auch zum größten Teil oder nur den Ärzten in der Uni - Klinik in Frankfurt. Die Neurochirogie sei ganz lieb gegrüsst.

Ebenso verdanke ich viel meiner liebsten und besten Freundin. Sie musste viel ertragen in der Zeit mit mir und war immer für mich da.

Mit dem Bericht will ich vermitteln, das man bei gewissen Sachen besser sofort zu einem Arzt geht.. wird es nicht besser sucht bitte noch einen zweiten oder dritten auf. Meine OP hätte verhindert werden können hätte man eine richtige Diagnose gestellt und sie richtig behandelt.

Ich wünsche nicht meinem ärgstem Feind diese Schmerzen.
In diesem Sinne

Eure @ fledermaeuse alias PunkyLady

Ach ja was ich vergessen habe und auch erst lernen musste.
Das ganze ist nicht als Zwischenfall zu sehen sondern eine Krankheit die einen den Rest seines Lebens begleiten wird. Mal weniger schlimm und mal so arg das man denkt man habe einen Rückfall.
Also nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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