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Erfahrungsbericht von Mhkize

Heimatlos - Die Umsiedlung der Südtiroler

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

HEIMATLOS

Vorbemerkung:

Adolf Hitler in „Mein Kampf“: Über das Südtirolproblem: „Ich glaube im Gegenteil, dass, wenn dieses Blut dereinst eingesetzt würde, es ein Verbrechen wäre, den Einsatz für zweihunderttausend Deutsche zu vollziehen, während nebenan über sieben Millionen unter der Fremdherrschaft schmachten....“ und an anderer Stelle, wo er über die Bündnispolitik schreibt: „.. mit Italien nicht, weil es Südtirol besitzt.“ Hitler konnte diese Äußerungen nur machen, weil bereits im Jahre 1919 durch die Alliierten die Voraussetzungen geschaffen haben und der amerikanische Präsident Woodrow Wilson sich selbst wortbrüchig wurde indem er den Punkt 14 seines „14 Punkte-Programm vom 8. Januar 1918“ für Südtirol nicht anwendete: „14. Ein allgemeiner Verband der Nationen muss gegründet werden mit besonderen Verträgen zum Zweck gegenseitiger Bürgschaften für die politische Unabhängigkeit und die territoriale Unverletzbarkeit der kleinen sowohl wie der großen Staaten.
Adolf Hitler brauchte einen Verbündeten und er war nicht bereit für die Südtiroler zu kämpfen. So wurde im Jahre 1939 die „Berliner Vereinbarung“ unterzeichnet, in der die „Säuberung Südtirol“ von den Südtirolern vereinbart wurde.

In diesem Buch wird diese „Säuberungsaktion“ beschrieben.

1 Heimatlos?
1.1 Südtirol und die Volkstumspolitik des Dritten Reiches
Es wird kurz dargelegt, dass die Verfrachtung von mehreren Hunderttausend Menschen von einem Land in ein anderes zur Politik in der ersten Hälfe des zwanzigsten Jahrhunderts gehörte, bevor auf die Volkstumspolitik und speziell auf Südtirol eingegangen wird.
1.2 Die Zusammensetzung der Bevölkerung in Südtirol nach der Sprachzugehörigkeit wird anhand von Ergebnissen der Volkszählung aufgezeigt.
2 Der Gau Tirol-Vorarlberg am Vorabend der Umsiedlung
Hier wird kurz aufgezeigt, wie die Bevölkerung durch politische Propaganda beeinflusst wird und für die Hauptaktion gefügig gemacht wird.
3 Die Umsiedlung der Südtiroler 1939 bis 1954
In diesem Hauptkapitel das ungefähr 140 Seiten umfasst, wird auf gezeigt, wie:
3.1 die politische Propaganda-Maschine eingesetzt wurde;
3.2 die Zerrissenheit durch die gesamte Bevölkerung, ja auch die Familien ging. Selbst der katholische Klerus war gespalten;
3.3 der Fanatismus mancher, die diesen an den Tag legten eine vernunftgeprägtes Denken fast unmöglich machte;
3.4 die politischen Organisation für diesen Zweck arbeiteten;
3.5 die Personen ausgewählt wurde. Die Intelligenz wurde vor den Arbeitern deportiert;
3.6 der Krieg die Abschiebung verhinderte und dann ganz zum erliegen bringt;
3.7 die abwandernden Familien in den neuen Siedlungsgebieten, entgegen der Propaganda, nicht willkommen waren;
3.8 trotz Krieg, große Anstrengungen in den Wohnungsbau gelegt wurden, um die Abwandernden unterzubringen und welcher Neid hieraus bei der eingesessenen Bevölkerung entstand;
3.9 die so abgewanderten am Kriegsende wieder zu Flüchtlinge wurden und zum Teil auch mit ihrem Leben für diese Neu-Ansiedlung bezahlen mussten.
4 Die Rückkehr
Viele wollten nach Kriegsende wieder zurück in ihre angestammte Heimat und mussten feststellen, dass sie nicht willkommen sind.
4.1 Der nunmehr demokratische italienische Staat hat diesen lange Zeit die Staatsbürgerschaft verweigert. Er hat an den faschistischen Gesetzen der Mussolini-Diktatur festgehalten.
4.2 Auch innerhalb der Bevölkerung gab es Ressentiments gegen die Rückkehrer. Wurde zuerst jene, die nicht abwandern wollten als Verräter bezeichnet, so waren jetzt die Rückkehre die Verräter.
Wer diese Buch aufmerksam liest, wird auch die heutigen Probleme verschiedener Volksgruppen in aller Welt besser verstehen. Er wird verstehen, was es bedeutet, wenn eine Volk der Boden, die angestammte Heimat weggenommen wird. Er wird erkennen, dass eine „völkische Säuberung“ immer unlösbare Probleme mit sich bringen muss.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen.

HEIMATLOS
die Umsiedlung der Südtiroler
Autor: Helmut Alexander, Stefan Lechner, Adolf Leidlmair
Herausgegeben vom Tiroler Landesinstitut
ISBN 3-216-07832-9
348 Seiten

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