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Erfahrungsbericht von danisoel
Lebendiges Lernen mit schwerbehinderten Kindern
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„MACH DOCH MIT!“
Lebendiges Lernen mit schwerbehinderten Kindern
Ulrike Theilen / Ernst Reinhardt Verlag, München 1999
GRUNDLEGENDE GEDANKEN ZUM BUCH:
Es wird versucht dem Kind die Möglichkeit zu geben, die ausgewählten Themen variationsreich kennenzulernen. Die Planung und die Angebote setzten jedoch voraus, das die Bedürfnisse und Befindlichkeit des Kindes bekannt ist. Das Spiel wird als lustvolles und zweckfreies Tun eingesetzt. Durch das körpernahe Anbieten werden Objekte, Materialien dem Menschen nahegebracht und darüber hinaus wird die Körperwahrnehmung geschult. Sie lernen zu zwischen Selbst und Nicht – Selbst zu unterscheiden.
Das ZIEL dieses Buches ist es daher nicht nur bewährte Inhalte aufzuzeigen, sondern auch sich seiner Umwelt zu öffnen und damit Selbstisolation abzubauen. Im Mittelpunkt in der Arbeit steht das gemeinsame Erleben, Tun und das miteinander lernen.
Das Buch ist ist in mehrere Teile aufgeteilt, wobei ich nun auf einzelne Bereiche eingehen möchte (Wasser, Sand). Ich habe versucht den Inhalt in Stichwörtern zusammenzufassen.
DAS WASSER:
· BEDEUTUNG: Wasser ist lebensnotwendig, begleitet uns im Tagesablauf und ist das erste Element das wir im Leben erfahren. Die Faszination liegt vor allem in der Bewegung des Wassers (z.B.: erscheint flüchtig und geht wieder – Regen).
Wasser eignet sich sehr gut für die taktil – kinästhetische und vestibuläre Wahrnehmung
· GANZKÖRPERLICH: Im flachen Wasser: Körperteile nacheinander mit Wasser in Berührung bringen (z.B.: mit nassen Waschlappen)
Schwämme, Waschlappen, Massagehandschuhe, Bürsten, unterschiedliche Gefäße,...
Blumenspritze, Wäschesprüher, Duschkopf,...
Wassertemperatur verändern
Badezusätze, Schaum,...
Zugabe von Lebensmittelfarben, mit Seidenpapier Wasser färben
Die sprachliche Begleitung ist sehr wichtig!
Im Schwimmbecken oder in der Wanne ist es bedeutsam, auf die Voricht zu achten: ein Kind das nicht selbstständig sitzen kann wird vom Erzieher sicher gehalten!
Auf der Treppe: Füße im Wasser bewegen, patschen, Wellen machen, schwimmenden Luftballon wegstoßen (auch mit Händen möglich)
· VESTIBULÄRE WAHRNEHMUNG: sich Tragen lassen
Auf einer großen Luftmatratze/Schlauch/Autoschlauch liegen oder sitzen, gezogen werden à unterschiedliche Geschwindigkeiten erleben, Kreiselbewegungen, Geschaukelt – werden, Wasserwiderstand wahrnehmen
· MIT DEN HÄNDEN: Wannen, Wasser – Sandtische und Spezialtische
Wasser über Hände gießen, rieseln, tröpfeln oder sprühen
Temperatur und Farbe ändern, Badezusatz, Schaum erzeugen, Hände verstecken,...
Schwimmende und nichtschwimmende Gegenstände hineinlegen (Muscheln, Steine, Glasmurmeln,...Softbälle, Schwämme, Holzstücke,...)
Wasser auf unterschiedlichen Unterlagen wahrnehmen: auf Spiegel, Plexiglas, Fließen, Frotee,...
· MIT DEN FÜßEN: über nassen Boden laufen, in Wasser hinein und hinaussteigen,...
„Wasserparcour“: verschiedene Wannen, schwämme, Matten, versch. Farbiges Wasser,...
Planschbecken – Gruppe sitzt im Kreis, „Wellen“ erzeugen, Untergrund verändern (mit Badematten, Handtüchern,...auslegen), Zugabe von Schaumbad, Lebensmittelfarbe, Fußbadesalz, Sand, Kieselsteine, Glasmurmeln, Schwämme, Bälle..)
Für das Spiel mit einem Kind eignet sich auch eine kleinere Plastikwanne
· MIT AUGEN UND OHREN: Wasser durch Rinnen oder über schiefe Ebenen (unterschiedliche Oberflächen: mit Steinen, Muscheln, Kachelstückchen, Glasmurmeln,...beklebt)
Durchsichtige Gefäße und Schläuche
Spiele mit dem Regenschirm: unter der Dusche oder im Becken, Wasser drauf gießen
Verschiedene Wassergeräusche verbalisieren: laut, leise, prasselnd, tröpfeln
· GIEßEN UND SCHÜTTEN: Behälter die man gut festhalten kann, z.B.: Becher und Flaschen mit Henkel / Griff
Durchsichtige und nichtdurchsichtige Behälter verwenden, Schüttspiele
Färben des Wassers
Weg zurücklegen vor dem Eingießen
Wasserbahnen aus Dachrinne, „Springbrunneneffekt“ durch Gießen auf Kübelboden
Ziel dieser Übungen und Spiele kann es sein zu lernen ein Getränk selbst einschenken zu können
· SCHWIMMEN – LASSEN: große Menge schwimmender Dinge (viele Luftballons, Wasserbälle, Schwimmtiere, Holzstückchen, Korken, Schwämme, Softbälle,
Dinge in einen schwimmenden oder stehenden Behälter (Wanne, Schachtel, Kiste,...) werfen, Dinge in ein Netz oder einen durchsichtigen Plastiksack werfen (=Ballnetz)
· SPRITZEN: der Gartenschlauch (Blumenspritzer) eignet sich dafür gut
Ungezieltes Spritzen, später auf ein Ziel spritzen, größere Behälter mit dem Schlauch füllen
Sich nassspritzen – auf einer Matte oder im Gras liegen und sich mit Schlauch nassspritzen, unterschiedliche Sprühstärken erleben
Gezieltes Spritzen auf schwimmende oder aufgehängte Gegenstände: Luftballons,..
Ängstlichkeiten und Abneigungen respektieren!
„Die Hände werden nass, die Füße werden nass,...“ à sprachlich Begleitung!
· FREIER UMGANG MIT MATERIAL: Der Erzieher sollte nur dann eingreifen um Spielanlässe zu schaffen, Impulse zu setzen und individuelle Hilfe zu geben. Selbstverständlich muss auch auf die Sicherheit geachtet werden!
DER SAND
· BEDEUTUNG: Sand ist ein vielfältiges Material, das verschiedenste Eigenschaften und Beschaffenheiten (grob, fein, kalt, warm, Farben,...) vorweist. Er kann gleichbleibend oder vergänglich sein. Im Umgang mit Sand liegt die Möglichkeit des Herstellens und Zerstörens von räumlichen Gebilden von Fläche.
Sand bietet sich sehr gut für die Förderung der taktilen und der Körperwahrnehmung an!
· GANZKÖRPERLICH: Gliedmaßen völlig mit Sand bedecken, leicht hin – und herbewegen, vorsichtig abreiben
Wichtig, das diese Situationen nicht als unangenehm empfunden wird à Dosierung des Anbietens, z.B.: Unterlage beim Drauflegen verwenden, das „Sandgefühl“ bleibt trotzdem erhalten
· MIT DEN HÄNDEN: große Wannen, spezielle Tische für Wasser – Sandspiele
Im Sand wühlen, unterschiedliche Sandsorten anbieten, Sand formen, rieseln lassen, Löcher bohren, Sand schieben, anhäufen, graben, darüber streichen,...
Zugabe von Wasser, Spuren in den feuchten Sand ziehen
Etwas im Sand verstecken und wieder herausholen
Angebote in einem zeitlichen Rahmen halten, da der andauernde taktile Eindruck mit der Zeit als unangenehm empfunden werden kann – sensibles Vorgehen!
· MIT DEN FÜßEN: im Zimmer eignet sich ein Planschbecken sehr gut
Mit bloßen Füßen im Sand laufen,...
Eine Sandstraße entlang gehen, unterschiedlichen Sande
Im Sand sitzend beide Füße in ein knietiefes Loch stellen, zugraben,...
„Sandparcour“: große abwechselnd mit feuchtem, trockenem sehr nassen Sand gefüllten Wannen aufstellen und von einer Wanne in die nächste steigen
· MIT DEN AUGEN UND DEN OHREN: visuell sind alle Spiele, in denen Sand in Bewegung gebracht wird, gut geeignet
Geräusche die rieselnder Sand verursacht wahrnehmen: Sand auf eine Trommel, eine Blechdose oder einen Waschbrett geben
Sand in einen Karton, eine Dose oder in eine Papierröhre rieseln lassen, schütteln, kippen,...
· SCHÜTTEN: kleine Eimer, Blechdosen, unterschiedliche Größen, Töpfe oder andere Gefäße aus dem Haushalt können verwendet werden
Behälter eintauchen und wieder ausleeren – Fallen des Sandes wahrnehmen
Sand auf ein schräggestelltes Brett oder in eine Rinne schütten
Die Schwere und das Gewicht des Sandes wahrnehmen, Sandsack tragen,...
Gezieltes Schütten: Sand aus kleinen Behälter in Trichter füllen, auf Sandrad oder in einen durchsichtigen Schlauch
Sand auf große Trommel oder gespanntes Papier rieseln lassen – hören
Sandberg mit Hand festklopfen und etwas hineinstecken (Kiesel, Muggelsteine, Muscheln, Fähnchen, Papierblumen, Windräder, kleine Bälle,)
Größere Blumentöpfe mit Sand füllen und Stäbe, Blumen,...hineinstecken,...
· SCHAUFELN: Handschaufeln und viele Gartengeräte sind gut geeignet!
Ungezieltes Schaufeln à gezielten Schaufeln: verschiedenste Behälter mit Sand füllen, im Sitzen oder im Stehen (Sich bücken ist entsprechend schwer)
Im Sand sitzen sich die Beine, Hände,...oder den ganzen Körper zuschaufeln
Durchsichtige Röhren mit der Öffnung nach oben aufstellen und mit Sand anfüllen
Feuchten Sand in Förmchen, kleine Eimer, Plastikgefäße aus dem Haushalt füllen, Löcher schaufeln, Berge bauen,...
· WASSER-SANDSPIELE: Spuren hinterlassen, im feuchten Sand zeichnen,..
Wanne mit Sand und unterschiedliche Gefäße anbieten, Wasser dazugießen – Wasser – Sandbrei, Hände darin wühlen, das Gemisch durch die Finger rinnen lassen,...hinzufügen von Kies, Farbe,... möglich
Schräggestellte Rinne der Länge nach füllen, Wasser am oberen Ende einlaufen lassen, mit Händen spüren wie sich der Tasteindruck verändert
Ein Bauwerk aus Sand wieder mit Wasser zu zerstören, z.B.: Gartenschlauch
Im Freien: Tischplatte mit Plastikdecke abdecken und darauf experimentieren
· FREIER UMGANG MIT DEM MATERIAL: Die Phase des freien Umgangs bietet ausreichend Gelegenheit zur Beobachtung und kann damit auch als Instrument der Frühdiagnose eingesetzt werden!
PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME:
Das Buch eignet sich sehr gut für den heil- und sonderpädagogischen Bereich und umfasst verschiedene Bereiche, die sich sehr gut in die Praxis umsetzen lassen. Für alle Leute, die mit schwerbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten, kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen. Es sind sehr viele Tipps angeführt, wie man verschiedene Themen/Inhalte in den Unterricht oder in den Kindergartenalltag miteinbeziehen kann.
Dennoch fehlt mir im Buch oft der theoretische Hintergrund. Im Allgemeinen bewerte ich das Buch aber als sehr gut!
Lebendiges Lernen mit schwerbehinderten Kindern
Ulrike Theilen / Ernst Reinhardt Verlag, München 1999
GRUNDLEGENDE GEDANKEN ZUM BUCH:
Es wird versucht dem Kind die Möglichkeit zu geben, die ausgewählten Themen variationsreich kennenzulernen. Die Planung und die Angebote setzten jedoch voraus, das die Bedürfnisse und Befindlichkeit des Kindes bekannt ist. Das Spiel wird als lustvolles und zweckfreies Tun eingesetzt. Durch das körpernahe Anbieten werden Objekte, Materialien dem Menschen nahegebracht und darüber hinaus wird die Körperwahrnehmung geschult. Sie lernen zu zwischen Selbst und Nicht – Selbst zu unterscheiden.
Das ZIEL dieses Buches ist es daher nicht nur bewährte Inhalte aufzuzeigen, sondern auch sich seiner Umwelt zu öffnen und damit Selbstisolation abzubauen. Im Mittelpunkt in der Arbeit steht das gemeinsame Erleben, Tun und das miteinander lernen.
Das Buch ist ist in mehrere Teile aufgeteilt, wobei ich nun auf einzelne Bereiche eingehen möchte (Wasser, Sand). Ich habe versucht den Inhalt in Stichwörtern zusammenzufassen.
DAS WASSER:
· BEDEUTUNG: Wasser ist lebensnotwendig, begleitet uns im Tagesablauf und ist das erste Element das wir im Leben erfahren. Die Faszination liegt vor allem in der Bewegung des Wassers (z.B.: erscheint flüchtig und geht wieder – Regen).
Wasser eignet sich sehr gut für die taktil – kinästhetische und vestibuläre Wahrnehmung
· GANZKÖRPERLICH: Im flachen Wasser: Körperteile nacheinander mit Wasser in Berührung bringen (z.B.: mit nassen Waschlappen)
Schwämme, Waschlappen, Massagehandschuhe, Bürsten, unterschiedliche Gefäße,...
Blumenspritze, Wäschesprüher, Duschkopf,...
Wassertemperatur verändern
Badezusätze, Schaum,...
Zugabe von Lebensmittelfarben, mit Seidenpapier Wasser färben
Die sprachliche Begleitung ist sehr wichtig!
Im Schwimmbecken oder in der Wanne ist es bedeutsam, auf die Voricht zu achten: ein Kind das nicht selbstständig sitzen kann wird vom Erzieher sicher gehalten!
Auf der Treppe: Füße im Wasser bewegen, patschen, Wellen machen, schwimmenden Luftballon wegstoßen (auch mit Händen möglich)
· VESTIBULÄRE WAHRNEHMUNG: sich Tragen lassen
Auf einer großen Luftmatratze/Schlauch/Autoschlauch liegen oder sitzen, gezogen werden à unterschiedliche Geschwindigkeiten erleben, Kreiselbewegungen, Geschaukelt – werden, Wasserwiderstand wahrnehmen
· MIT DEN HÄNDEN: Wannen, Wasser – Sandtische und Spezialtische
Wasser über Hände gießen, rieseln, tröpfeln oder sprühen
Temperatur und Farbe ändern, Badezusatz, Schaum erzeugen, Hände verstecken,...
Schwimmende und nichtschwimmende Gegenstände hineinlegen (Muscheln, Steine, Glasmurmeln,...Softbälle, Schwämme, Holzstücke,...)
Wasser auf unterschiedlichen Unterlagen wahrnehmen: auf Spiegel, Plexiglas, Fließen, Frotee,...
· MIT DEN FÜßEN: über nassen Boden laufen, in Wasser hinein und hinaussteigen,...
„Wasserparcour“: verschiedene Wannen, schwämme, Matten, versch. Farbiges Wasser,...
Planschbecken – Gruppe sitzt im Kreis, „Wellen“ erzeugen, Untergrund verändern (mit Badematten, Handtüchern,...auslegen), Zugabe von Schaumbad, Lebensmittelfarbe, Fußbadesalz, Sand, Kieselsteine, Glasmurmeln, Schwämme, Bälle..)
Für das Spiel mit einem Kind eignet sich auch eine kleinere Plastikwanne
· MIT AUGEN UND OHREN: Wasser durch Rinnen oder über schiefe Ebenen (unterschiedliche Oberflächen: mit Steinen, Muscheln, Kachelstückchen, Glasmurmeln,...beklebt)
Durchsichtige Gefäße und Schläuche
Spiele mit dem Regenschirm: unter der Dusche oder im Becken, Wasser drauf gießen
Verschiedene Wassergeräusche verbalisieren: laut, leise, prasselnd, tröpfeln
· GIEßEN UND SCHÜTTEN: Behälter die man gut festhalten kann, z.B.: Becher und Flaschen mit Henkel / Griff
Durchsichtige und nichtdurchsichtige Behälter verwenden, Schüttspiele
Färben des Wassers
Weg zurücklegen vor dem Eingießen
Wasserbahnen aus Dachrinne, „Springbrunneneffekt“ durch Gießen auf Kübelboden
Ziel dieser Übungen und Spiele kann es sein zu lernen ein Getränk selbst einschenken zu können
· SCHWIMMEN – LASSEN: große Menge schwimmender Dinge (viele Luftballons, Wasserbälle, Schwimmtiere, Holzstückchen, Korken, Schwämme, Softbälle,
Dinge in einen schwimmenden oder stehenden Behälter (Wanne, Schachtel, Kiste,...) werfen, Dinge in ein Netz oder einen durchsichtigen Plastiksack werfen (=Ballnetz)
· SPRITZEN: der Gartenschlauch (Blumenspritzer) eignet sich dafür gut
Ungezieltes Spritzen, später auf ein Ziel spritzen, größere Behälter mit dem Schlauch füllen
Sich nassspritzen – auf einer Matte oder im Gras liegen und sich mit Schlauch nassspritzen, unterschiedliche Sprühstärken erleben
Gezieltes Spritzen auf schwimmende oder aufgehängte Gegenstände: Luftballons,..
Ängstlichkeiten und Abneigungen respektieren!
„Die Hände werden nass, die Füße werden nass,...“ à sprachlich Begleitung!
· FREIER UMGANG MIT MATERIAL: Der Erzieher sollte nur dann eingreifen um Spielanlässe zu schaffen, Impulse zu setzen und individuelle Hilfe zu geben. Selbstverständlich muss auch auf die Sicherheit geachtet werden!
DER SAND
· BEDEUTUNG: Sand ist ein vielfältiges Material, das verschiedenste Eigenschaften und Beschaffenheiten (grob, fein, kalt, warm, Farben,...) vorweist. Er kann gleichbleibend oder vergänglich sein. Im Umgang mit Sand liegt die Möglichkeit des Herstellens und Zerstörens von räumlichen Gebilden von Fläche.
Sand bietet sich sehr gut für die Förderung der taktilen und der Körperwahrnehmung an!
· GANZKÖRPERLICH: Gliedmaßen völlig mit Sand bedecken, leicht hin – und herbewegen, vorsichtig abreiben
Wichtig, das diese Situationen nicht als unangenehm empfunden wird à Dosierung des Anbietens, z.B.: Unterlage beim Drauflegen verwenden, das „Sandgefühl“ bleibt trotzdem erhalten
· MIT DEN HÄNDEN: große Wannen, spezielle Tische für Wasser – Sandspiele
Im Sand wühlen, unterschiedliche Sandsorten anbieten, Sand formen, rieseln lassen, Löcher bohren, Sand schieben, anhäufen, graben, darüber streichen,...
Zugabe von Wasser, Spuren in den feuchten Sand ziehen
Etwas im Sand verstecken und wieder herausholen
Angebote in einem zeitlichen Rahmen halten, da der andauernde taktile Eindruck mit der Zeit als unangenehm empfunden werden kann – sensibles Vorgehen!
· MIT DEN FÜßEN: im Zimmer eignet sich ein Planschbecken sehr gut
Mit bloßen Füßen im Sand laufen,...
Eine Sandstraße entlang gehen, unterschiedlichen Sande
Im Sand sitzend beide Füße in ein knietiefes Loch stellen, zugraben,...
„Sandparcour“: große abwechselnd mit feuchtem, trockenem sehr nassen Sand gefüllten Wannen aufstellen und von einer Wanne in die nächste steigen
· MIT DEN AUGEN UND DEN OHREN: visuell sind alle Spiele, in denen Sand in Bewegung gebracht wird, gut geeignet
Geräusche die rieselnder Sand verursacht wahrnehmen: Sand auf eine Trommel, eine Blechdose oder einen Waschbrett geben
Sand in einen Karton, eine Dose oder in eine Papierröhre rieseln lassen, schütteln, kippen,...
· SCHÜTTEN: kleine Eimer, Blechdosen, unterschiedliche Größen, Töpfe oder andere Gefäße aus dem Haushalt können verwendet werden
Behälter eintauchen und wieder ausleeren – Fallen des Sandes wahrnehmen
Sand auf ein schräggestelltes Brett oder in eine Rinne schütten
Die Schwere und das Gewicht des Sandes wahrnehmen, Sandsack tragen,...
Gezieltes Schütten: Sand aus kleinen Behälter in Trichter füllen, auf Sandrad oder in einen durchsichtigen Schlauch
Sand auf große Trommel oder gespanntes Papier rieseln lassen – hören
Sandberg mit Hand festklopfen und etwas hineinstecken (Kiesel, Muggelsteine, Muscheln, Fähnchen, Papierblumen, Windräder, kleine Bälle,)
Größere Blumentöpfe mit Sand füllen und Stäbe, Blumen,...hineinstecken,...
· SCHAUFELN: Handschaufeln und viele Gartengeräte sind gut geeignet!
Ungezieltes Schaufeln à gezielten Schaufeln: verschiedenste Behälter mit Sand füllen, im Sitzen oder im Stehen (Sich bücken ist entsprechend schwer)
Im Sand sitzen sich die Beine, Hände,...oder den ganzen Körper zuschaufeln
Durchsichtige Röhren mit der Öffnung nach oben aufstellen und mit Sand anfüllen
Feuchten Sand in Förmchen, kleine Eimer, Plastikgefäße aus dem Haushalt füllen, Löcher schaufeln, Berge bauen,...
· WASSER-SANDSPIELE: Spuren hinterlassen, im feuchten Sand zeichnen,..
Wanne mit Sand und unterschiedliche Gefäße anbieten, Wasser dazugießen – Wasser – Sandbrei, Hände darin wühlen, das Gemisch durch die Finger rinnen lassen,...hinzufügen von Kies, Farbe,... möglich
Schräggestellte Rinne der Länge nach füllen, Wasser am oberen Ende einlaufen lassen, mit Händen spüren wie sich der Tasteindruck verändert
Ein Bauwerk aus Sand wieder mit Wasser zu zerstören, z.B.: Gartenschlauch
Im Freien: Tischplatte mit Plastikdecke abdecken und darauf experimentieren
· FREIER UMGANG MIT DEM MATERIAL: Die Phase des freien Umgangs bietet ausreichend Gelegenheit zur Beobachtung und kann damit auch als Instrument der Frühdiagnose eingesetzt werden!
PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME:
Das Buch eignet sich sehr gut für den heil- und sonderpädagogischen Bereich und umfasst verschiedene Bereiche, die sich sehr gut in die Praxis umsetzen lassen. Für alle Leute, die mit schwerbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten, kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen. Es sind sehr viele Tipps angeführt, wie man verschiedene Themen/Inhalte in den Unterricht oder in den Kindergartenalltag miteinbeziehen kann.
Dennoch fehlt mir im Buch oft der theoretische Hintergrund. Im Allgemeinen bewerte ich das Buch aber als sehr gut!
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