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Erfahrungsbericht von audicla
Der Biogarten von M-L Kreuter - Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln
Pro:
umfassend, gut bebildert, gut beschrieben
Kontra:
zu schwer, um es in die Tasche zu stecken
Empfehlung:
Nein
Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln ...
oder etwa doch nicht? Nein, wie ich finde, braucht es auch ein wenig Sachverstand, wenn man es mit dem Gärtnern zu einigem Erfolg bringen möchte oder aber zumindest keinen Frust dabei ernten will.
Deshalb möchte ich allen denen, die einen Garten haben und diesen vielleicht auch (wenn auch geringfügig) bewirtschaften oder erst noch anlegen möchten das Buch „Der Biogarten“ von Marie-Luise Kreuter empfehlen. Dieses mittlerweile als Standardwerk für Biogärtner zu bezeichnende Buch, was früher bereits mit der Note „sehr empfehlenswert“ von der Zeitschrift „test“ empfohlen wurde, steht bei mir mittlerweile seit 10 Jahren im Regal und ich hole es immer mal wieder hervor um mir Hilfe, Tipps oder Anregungen zu holen. Manchmal auch einfach nur, weil es hervorragend bebildert ist, also eine unzählige Menge an schönen Fotos enthält.
Nicht dass mir das Gärtnern jemals so perfekt gelungen wäre oder ich immerzu in ein Paradies schreite, wenn ich hinausgehe. Jeder, der schon mal einen Garten übernommen hat, in dem es vielleicht nur Nadelsträucher und Rasen gab, wird wissen, wie schwer es ist und wie viel Arbeit es erfordert, daraus etwas paradiesisches zu machen. Aber wie bereits gesagt – dieses Buch hat auf fast jede Frage oder jedes Problem eine Antwort.
Zunächst einige Daten:
Das Buch ist als gebundenes Buch mit festem Einschlag (das kann ich bestätigen, da ich es seit 10 Jahren benutze und es noch nicht zerfleddert ist) beim BLV Verlag erschienen. Es kostet 25,90 Euro und hat etwas über 300 Seiten. Die 20. und letzte Auflage ist aus dem Jahr 2000, d. h. es wird regelmäßig überarbeitet. ISBN-Nr.: 3405158419.
Marie-Luise Kreuter, die Autorin, hat auch noch das Buch „Pflanzenschutz im Biogarten“ veröffentlicht, welches ich noch nicht kenne.
Doch nun zum Aufbau dieses umfassenden Buches:
Zunächst geht das Buch auf die Grundlagen des Gärtnerns ein. Dabei sind die vorrangigen Themen: Welchen Boden habe ich? Wie entsteht dieser? Was ist Humus? Wieso ist Humus im Biogarten so wichtig? Wie arbeiten die Kleinstlebewesen, wie funktioniert der Kreislauf? Danach gibt es eine Einführung in das Leben der Pflanzen, wo z. B. Photosynthese, Assimilationsprozesse u. a. beschrieben werden. Die Grundlagen beinhalten auch ein Wissen über die verschiedenen Lebewesen. Begriffe wie „Schädlinge“ oder „Unkraut“ werden geklärt. Sie beschreibt, wie eine Umstellung von einem konventionellen auf einen Biogarten betrieben werden sollte und mit welchen (besseren) Ergebnissen der Gärtner rechnen kann.
All dies ist praxisnah, gut verständlich und trotzdem mit soviel Information geschrieben, dass es eben nicht eine Sache des Glaubens, sondern ganz im Gegenteil auf der Grundlage naturwissenschaftlicher Prinzipien erklärbar und verständlich ist. Dieses Grundwissen scheint mir unentbehrlich, um zu verstehen, wie die Natur funktioniert, die ich ja beim Gärtnern automatisch beeinflusse.
Dann kommen mehrere Kapitel aus der Praxis, wo der Betrieb und Aufbau eines funktionierenden Kompostes, das Mulchen, die Entbehrlichkeit des Umgrabens, Düngung mit natürlichem Dünger (z. B. selber und gratis hergestellter Brennesseljauche) Themen sind. Sie geht dann auf Fruchtfolgen und Mischkulturen ein – wie man Pflanzen durch daneben angebaute z. B. automatisch schützen kann, beschreibt den Aufbau von Hügelbeeten, Tiere und Pflanzen als naturgegebene Helfer und biologische Mittel, die man selber herstellen kann, um schädigende Tiere fernzuhalten.
Kurz geht sie auf die verschiedenen biologischen Ansätze ein. Begriffe wie biologisch-dynamisch, makrobiotisch u. a. werden geklärt.
Nun kommt ein weitreichendes Kapitel über den Nutzgarten, wo der Anbau der verschiedenen Kräuter, Gemüse und des Obstes detailliert beschrieben wird.
Also: Wann pflanze ich was wohin, neben was, wie dünge ich, wie muss der Boden sein, wann und wie ernte ich usw. – wie gesagt detailreich zu jeder einzelnen Art.
Hiernach kommt ein Kapitel zum Ziergarten, wo es ebenso detailliert um die einzelnen Blumen, Stauden, Büsche und Bäume geht.
Zum Schluss schließlich kommt ein allgemeineres Kapitel zum naturnahen Garten, wo es eher um gestalterische Dinge, wie z. B. Hausverkleidung aus Blättern, Hecken, Teiche und Rasen und Blumenwiesen geht.
Abgerundet wird dieses Buch durch Adress- und Bezugsquellen, Literaturhinweise und ein fundiertes Stichwortregister.
All dies findet man – wie schon erwähnt – praxisnah, gut verständlich, in einer schönen Sprache geschrieben, aus der auch die Liebe zum Gärtnern herauszulesen ist. Dies fördert aus meiner Sicht den Spass an diesem Buch wie auch die unzähligen Fotos und Abbildungen.
Das Buch lädt sowohl dazu ein streckenweise einfach darin zu lesen und sein Grundwissen zu erweitern, wie auch dazu es als Nachschlagewerk zu benutzen, wenn gerade einmal wieder ein Problem aufgetaucht ist. Der Kohl durch Kohlweißlinge vernichtet wird oder sonstige Unbill dem Gärtner die Freude raubt.
Ich finde das Buch überzeugend, nützlich, umfassend – es fehlt mir an nichts. Ich habe es auch schon einige Male an Menschen verschenkt, die gerade ganz neu ein Haus oder eine Wohnung mit einem dazugehörigen Garten bezogen haben – auch bei ihnen wurde es gut aufgenommen.
Bestnote für dieses gute Werk.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-20 09:11:51 mit dem Titel BLV Handbuch Vögel - Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schenkt ...
Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schenkt ...
der Braut nen Blumentopf, fiderallalla, fiderallalla ...
Wer kennt es nicht, das altbekannt Kinderlied?! Sicherlich haben die meisten von Euch es schon einmal gesungen oder zumindest gehört.
Fraglich dagegen ist, wer denn tatsächlich den Wiedehopf kennt und beschreiben könnte wie er aussieht oder ihn gar erkennen, wenn er ihn sieht.
Wer diesen Missstand ändern möchte und sich in die Lage versetzen will einzelne Vögel zu bestimmen und zu erkennen, ist gut beraten, sich ein Handbuch zuzulegen, welches ihm dieses ermöglicht und erleichtert.
Eines der besten und umfassendsten Bücher, welches zugleich vom Preis her erschwinglich ist, ist das „BLV Handbuch VÖGEL“ von Dr. Einhard Bezzel. Dieses gebundene Werk mit insgesamt über 500 Seiten stellt alle Brutvögel Mitteleuropas vor.
Neben den Beschreibungen der einzelnen Arten, die jeweils mit gut erkennbaren Bildern oder Fotografien auf ein oder mehr Seiten vorgestellt werden, enthält das Buch aber auch einen allgemeinen einführenden Teil, in dem uns die Gliederung der Artenbeschreibungen vorgestellt werden, die einzelnen Gruppen, zu denen die entsprechenden Vögel zählen und daneben einen zwar relativ kurzen aber prägnanten Teil über das Vogelleben im Jahreslauf, die Lebensräume und Lebensstätten enthält.
Es wird auch kurz erläutert, wie man Vögel am besten bestimmt und welche Ausrüstung hilfreich dabei ist.
Vorgestellt werden dann im Hauptteil 18 verschiedene Arten als Obergruppen, zu denen jeweils mehrere Vögel gehören. Die Vögel werden jeweils folgendermaßen beschrieben:
· Genaue Beschreibung des Aussehens des Vogels, der Vogelstimme bzw. der Laute die der Vogel von sich gibt sowie die Art des Fluges
· Die Verbreitungsgebiete, Zugvogel oder nicht
· Fortpflanzung und Nestbau, wo brütet der Vogel, wie oft, um welche Zeit
· Die Nahrung, wovon ernährt er sich hauptsächlich
· Dann folgt meist ein größerer allgemeinerer Teil, wo z. B. auf Umweltprobleme, Artenrückgang u. a. eingegangen wird.
Im Anhang finden sich dann einige besonders seltene oder bedrohte Vogelarten, dazu ein weiterführendes Literaturverzeichnis sowie ein gutes Register, welches in deutsche und lateinische Namen unterteilt ist.
Dieses Buch ist sehr hilfreich dabei, wenn man daran interessiert ist die einzelnen Arten zu bestimmen. Da die Vögel sehr umfassend beschrieben werden kann man sie meist gut zuordnen. Allerdings ist es vom Umfang und Gewicht leider meiner Erfahrung nach zu schwer, um des auf Ausflüge in die Natur mitzunehmen. Wer also auf Radtouren, Waldspaziergängen etc. gerne an Ort und Stelle Vögel bestimmen möchte, ist gut beraten sich hierzu ein weiteres Buch zuzulegen. Hier gibt es eine Fülle von leichteren Taschenbüchern, die sich gut verstauen und mitnehmen lassen, aber nicht so umfangreich sind.
Das BLV Handbuch eignet sich vielleicht eher für den Garten oder um zu Hause noch einmal genauer nachzulesen oder sich Sicherheit zu verschaffen, dass man richtig bestimmt hat.
Im übrigen kann ich nur sagen, dass es viel Spaß machen kann sein Wissen zu erweitern und eine sehr ruhige fast meditative Angelegenheit ist, wenn man zu so etwas Lust hast.
Besonders ratsam ist es für Eltern, die über wenig Wissen verfügen und ihren Kindern doch gern einmal den einen oder anderen Vogel auch namentlich vorstellen möchten.
Das BLV Handbuch kann ich also sehr empfehlen – zum Mitnehmen auf Ausflüge aber nur eingeschränkt.
Das Buch kostet 19.95 Euro, was ich nicht zuviel finde, denn es ist ein umfassendes Nachschlagwerk, welches man über viele Jahre benutzen kann. ISBN-Nr. 3-405-14736-0
oder etwa doch nicht? Nein, wie ich finde, braucht es auch ein wenig Sachverstand, wenn man es mit dem Gärtnern zu einigem Erfolg bringen möchte oder aber zumindest keinen Frust dabei ernten will.
Deshalb möchte ich allen denen, die einen Garten haben und diesen vielleicht auch (wenn auch geringfügig) bewirtschaften oder erst noch anlegen möchten das Buch „Der Biogarten“ von Marie-Luise Kreuter empfehlen. Dieses mittlerweile als Standardwerk für Biogärtner zu bezeichnende Buch, was früher bereits mit der Note „sehr empfehlenswert“ von der Zeitschrift „test“ empfohlen wurde, steht bei mir mittlerweile seit 10 Jahren im Regal und ich hole es immer mal wieder hervor um mir Hilfe, Tipps oder Anregungen zu holen. Manchmal auch einfach nur, weil es hervorragend bebildert ist, also eine unzählige Menge an schönen Fotos enthält.
Nicht dass mir das Gärtnern jemals so perfekt gelungen wäre oder ich immerzu in ein Paradies schreite, wenn ich hinausgehe. Jeder, der schon mal einen Garten übernommen hat, in dem es vielleicht nur Nadelsträucher und Rasen gab, wird wissen, wie schwer es ist und wie viel Arbeit es erfordert, daraus etwas paradiesisches zu machen. Aber wie bereits gesagt – dieses Buch hat auf fast jede Frage oder jedes Problem eine Antwort.
Zunächst einige Daten:
Das Buch ist als gebundenes Buch mit festem Einschlag (das kann ich bestätigen, da ich es seit 10 Jahren benutze und es noch nicht zerfleddert ist) beim BLV Verlag erschienen. Es kostet 25,90 Euro und hat etwas über 300 Seiten. Die 20. und letzte Auflage ist aus dem Jahr 2000, d. h. es wird regelmäßig überarbeitet. ISBN-Nr.: 3405158419.
Marie-Luise Kreuter, die Autorin, hat auch noch das Buch „Pflanzenschutz im Biogarten“ veröffentlicht, welches ich noch nicht kenne.
Doch nun zum Aufbau dieses umfassenden Buches:
Zunächst geht das Buch auf die Grundlagen des Gärtnerns ein. Dabei sind die vorrangigen Themen: Welchen Boden habe ich? Wie entsteht dieser? Was ist Humus? Wieso ist Humus im Biogarten so wichtig? Wie arbeiten die Kleinstlebewesen, wie funktioniert der Kreislauf? Danach gibt es eine Einführung in das Leben der Pflanzen, wo z. B. Photosynthese, Assimilationsprozesse u. a. beschrieben werden. Die Grundlagen beinhalten auch ein Wissen über die verschiedenen Lebewesen. Begriffe wie „Schädlinge“ oder „Unkraut“ werden geklärt. Sie beschreibt, wie eine Umstellung von einem konventionellen auf einen Biogarten betrieben werden sollte und mit welchen (besseren) Ergebnissen der Gärtner rechnen kann.
All dies ist praxisnah, gut verständlich und trotzdem mit soviel Information geschrieben, dass es eben nicht eine Sache des Glaubens, sondern ganz im Gegenteil auf der Grundlage naturwissenschaftlicher Prinzipien erklärbar und verständlich ist. Dieses Grundwissen scheint mir unentbehrlich, um zu verstehen, wie die Natur funktioniert, die ich ja beim Gärtnern automatisch beeinflusse.
Dann kommen mehrere Kapitel aus der Praxis, wo der Betrieb und Aufbau eines funktionierenden Kompostes, das Mulchen, die Entbehrlichkeit des Umgrabens, Düngung mit natürlichem Dünger (z. B. selber und gratis hergestellter Brennesseljauche) Themen sind. Sie geht dann auf Fruchtfolgen und Mischkulturen ein – wie man Pflanzen durch daneben angebaute z. B. automatisch schützen kann, beschreibt den Aufbau von Hügelbeeten, Tiere und Pflanzen als naturgegebene Helfer und biologische Mittel, die man selber herstellen kann, um schädigende Tiere fernzuhalten.
Kurz geht sie auf die verschiedenen biologischen Ansätze ein. Begriffe wie biologisch-dynamisch, makrobiotisch u. a. werden geklärt.
Nun kommt ein weitreichendes Kapitel über den Nutzgarten, wo der Anbau der verschiedenen Kräuter, Gemüse und des Obstes detailliert beschrieben wird.
Also: Wann pflanze ich was wohin, neben was, wie dünge ich, wie muss der Boden sein, wann und wie ernte ich usw. – wie gesagt detailreich zu jeder einzelnen Art.
Hiernach kommt ein Kapitel zum Ziergarten, wo es ebenso detailliert um die einzelnen Blumen, Stauden, Büsche und Bäume geht.
Zum Schluss schließlich kommt ein allgemeineres Kapitel zum naturnahen Garten, wo es eher um gestalterische Dinge, wie z. B. Hausverkleidung aus Blättern, Hecken, Teiche und Rasen und Blumenwiesen geht.
Abgerundet wird dieses Buch durch Adress- und Bezugsquellen, Literaturhinweise und ein fundiertes Stichwortregister.
All dies findet man – wie schon erwähnt – praxisnah, gut verständlich, in einer schönen Sprache geschrieben, aus der auch die Liebe zum Gärtnern herauszulesen ist. Dies fördert aus meiner Sicht den Spass an diesem Buch wie auch die unzähligen Fotos und Abbildungen.
Das Buch lädt sowohl dazu ein streckenweise einfach darin zu lesen und sein Grundwissen zu erweitern, wie auch dazu es als Nachschlagewerk zu benutzen, wenn gerade einmal wieder ein Problem aufgetaucht ist. Der Kohl durch Kohlweißlinge vernichtet wird oder sonstige Unbill dem Gärtner die Freude raubt.
Ich finde das Buch überzeugend, nützlich, umfassend – es fehlt mir an nichts. Ich habe es auch schon einige Male an Menschen verschenkt, die gerade ganz neu ein Haus oder eine Wohnung mit einem dazugehörigen Garten bezogen haben – auch bei ihnen wurde es gut aufgenommen.
Bestnote für dieses gute Werk.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-20 09:11:51 mit dem Titel BLV Handbuch Vögel - Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schenkt ...
Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schenkt ...
der Braut nen Blumentopf, fiderallalla, fiderallalla ...
Wer kennt es nicht, das altbekannt Kinderlied?! Sicherlich haben die meisten von Euch es schon einmal gesungen oder zumindest gehört.
Fraglich dagegen ist, wer denn tatsächlich den Wiedehopf kennt und beschreiben könnte wie er aussieht oder ihn gar erkennen, wenn er ihn sieht.
Wer diesen Missstand ändern möchte und sich in die Lage versetzen will einzelne Vögel zu bestimmen und zu erkennen, ist gut beraten, sich ein Handbuch zuzulegen, welches ihm dieses ermöglicht und erleichtert.
Eines der besten und umfassendsten Bücher, welches zugleich vom Preis her erschwinglich ist, ist das „BLV Handbuch VÖGEL“ von Dr. Einhard Bezzel. Dieses gebundene Werk mit insgesamt über 500 Seiten stellt alle Brutvögel Mitteleuropas vor.
Neben den Beschreibungen der einzelnen Arten, die jeweils mit gut erkennbaren Bildern oder Fotografien auf ein oder mehr Seiten vorgestellt werden, enthält das Buch aber auch einen allgemeinen einführenden Teil, in dem uns die Gliederung der Artenbeschreibungen vorgestellt werden, die einzelnen Gruppen, zu denen die entsprechenden Vögel zählen und daneben einen zwar relativ kurzen aber prägnanten Teil über das Vogelleben im Jahreslauf, die Lebensräume und Lebensstätten enthält.
Es wird auch kurz erläutert, wie man Vögel am besten bestimmt und welche Ausrüstung hilfreich dabei ist.
Vorgestellt werden dann im Hauptteil 18 verschiedene Arten als Obergruppen, zu denen jeweils mehrere Vögel gehören. Die Vögel werden jeweils folgendermaßen beschrieben:
· Genaue Beschreibung des Aussehens des Vogels, der Vogelstimme bzw. der Laute die der Vogel von sich gibt sowie die Art des Fluges
· Die Verbreitungsgebiete, Zugvogel oder nicht
· Fortpflanzung und Nestbau, wo brütet der Vogel, wie oft, um welche Zeit
· Die Nahrung, wovon ernährt er sich hauptsächlich
· Dann folgt meist ein größerer allgemeinerer Teil, wo z. B. auf Umweltprobleme, Artenrückgang u. a. eingegangen wird.
Im Anhang finden sich dann einige besonders seltene oder bedrohte Vogelarten, dazu ein weiterführendes Literaturverzeichnis sowie ein gutes Register, welches in deutsche und lateinische Namen unterteilt ist.
Dieses Buch ist sehr hilfreich dabei, wenn man daran interessiert ist die einzelnen Arten zu bestimmen. Da die Vögel sehr umfassend beschrieben werden kann man sie meist gut zuordnen. Allerdings ist es vom Umfang und Gewicht leider meiner Erfahrung nach zu schwer, um des auf Ausflüge in die Natur mitzunehmen. Wer also auf Radtouren, Waldspaziergängen etc. gerne an Ort und Stelle Vögel bestimmen möchte, ist gut beraten sich hierzu ein weiteres Buch zuzulegen. Hier gibt es eine Fülle von leichteren Taschenbüchern, die sich gut verstauen und mitnehmen lassen, aber nicht so umfangreich sind.
Das BLV Handbuch eignet sich vielleicht eher für den Garten oder um zu Hause noch einmal genauer nachzulesen oder sich Sicherheit zu verschaffen, dass man richtig bestimmt hat.
Im übrigen kann ich nur sagen, dass es viel Spaß machen kann sein Wissen zu erweitern und eine sehr ruhige fast meditative Angelegenheit ist, wenn man zu so etwas Lust hast.
Besonders ratsam ist es für Eltern, die über wenig Wissen verfügen und ihren Kindern doch gern einmal den einen oder anderen Vogel auch namentlich vorstellen möchten.
Das BLV Handbuch kann ich also sehr empfehlen – zum Mitnehmen auf Ausflüge aber nur eingeschränkt.
Das Buch kostet 19.95 Euro, was ich nicht zuviel finde, denn es ist ein umfassendes Nachschlagwerk, welches man über viele Jahre benutzen kann. ISBN-Nr. 3-405-14736-0
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