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Erfahrungsbericht von egonman
Falsche Angaben !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„Kleiner Welt-Almanach 2002“
Wer vereisen will macht sich vor der Reise noch ein wenig schlau zum Beispiel mit einem schnellen Blick auf die Karte und ein schmales Lexikon , damit zum entsprechenden Land wenigstens das Allernötigste bekannt ist . Beides ermöglicht der „Kleine Welt-Almanach 2002“ . Wer dieses Taschen-Buch aufschlägt , findet in ihm zu jedem der 193 Staaten von Afghanistan (wo ich zwar im Moment nicht unbedingt hinfahren möchte) bis Zypern die eigenen Basis-Daten um sich zu informieren .
Auf jeweils genau einer Seite alles wissenswerte beschrieben - ganz gleich ob es sich um Dänemark , Deutschland oder die Dominikanische Republik handelt - man kann dort die knappen Informationen unter den verschiedensten Rubriken lesen , diese sind wie folgt :
Der Staat , die Bevölkerung , die Wirtschaft , die Landschaft und das Klima des jeweiligen Landes .
Es gibt zwar auch kleinere Fehler , so das verschiedene Auskünfte leider keineswegs immer richtig sind und auch zu einem kleinen Teil mit dem Karten-Teil nicht immer abgestimmt richtig sind . Hier einige Beispiele : Bei Armenien etwa steht die Anmerkung , das man dort „Berber-Sprachen“ spricht , das ist natürlich falsch , aber ob das großen Einfluß auf die Reise hat , wer spricht schon die Landes-Sprache . Oder bei Chinas drittgrößtem Fluss wurde die Bezeichnung unterschiedlich transkribiert , vorne lautet sie „Hsikiang“ , und hinten „Xi Jang“.
Aber ob das für die Reise durch China mit sehr vielen Unannehmlichkeiten verbunden ist wage ich zu bezweifeln . Karg fallen zudem auch die Angaben zum Tourismus des jeweiligen Landes aus , wie bei der Türkei heißt es nur : „Istambul , Badeorte“ . Und auch die weiterführenden Internet-Adressen zum Beispiel von den Botschaften , fehlen auch .
Entweder habe ich den „Kleinen Welt-Almanach 2002“ verkehrt verstanden , ich möchte ganz kurz über das wichtigste informiert werden und keine großen Abhandlungen mitführen die kann man sich doch woanders bis ins kleinste Detail anschauen . Habe oben einige kleine Fehler aufgeführt die mir aufgefallen sind , aber für mich sind sie nicht so schwerwiegend . Bis auf die weiterführenden Internet-Adressen die müssten doch in dem Taschen-Buch drin sein , aber sonst kann ich den „Kleinen Welt-Almanach 2002“ empfehlen . Aber es bleibt ja jedem selbst überlassen ob er mit diesen Ausführungen genügend informiert ist !
„Kleiner Welt-Almanach 2002“
ist im Justus Perthes Verlag ,
aus Gotha ,
mit 241 Seiten erschienen ,
zu einem Preis von 8 Euro .
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 17:11:42 mit dem Titel Sogar der Darm kann denken und fühlen 1
Sogar der Darm kann denken und fühlen !
„Der kluge Bauch“ , von Michael Gershon .
Neue Erkenntnisse zum „Bauchhirn“ - Suche nach Mitteln gegen Schmerzen und Blähungen !
Oft haben Darm-Leiden ihre Ursache im Nerven-System . Die Erforschung des „Bauchhirns“ liefert Ansätze für neue Medikamente , etwa zur Behandlung des Reiz-Darms .
Ganz ehrlich : Nach allgemeiner Ansicht ist der Darm ein abstoßendes Teil unser Anatomie . Seine form verursacht Übelkeit . Sein Inhalt ist ekelhaft , und er stinkt . Der Darm ist ein primitives , schleimiges , schlangenförmiges Etwas . Er liegt gewunden im Bauch und macht glitschige Bewegungen . Kurz gesagt , ist der Darm etwas Verächtliches......
Und doch hat Michael Gershon , Autor dieses Buchs , sein Forscher-Leben diesem „abstoßenden“ Organ gewidmet . Heute gilt der amerikanische Neurobiologe von der Columbia University in New York als „Vater des Bauchhirns“ , als der Wiederentdecker eines Nerven-Systems , das unabhängig vom Gehirn fühlen , denken und sich sogar erinnern kann .
Mehr als hundert Millionen Nerven-Zellen („Neuronen“) versorgen allein den Dünn-Darm . Auch Speise-Röhre , Magen und Dick.-Darm sind von unzähligen Neuronen umhüllt . Es ist ein sehr komplexes , neuronales Netzwerk , das für sich alleine funktionieren kann . Nieren und Herz mögen ästhetischer sein . Doch zu eigenen Entscheidungen sind diese Organe offenbar nicht fähig - sie folgen den Anweisungen , die sie vom Zentralen Nerven-System erhalten haben . Der Darm hingegen arbeitet auch dann noch selbstständig , wenn das Gehirn nicht mehr funktioniert , der Mensch hirntot ist . Das Bauchhirn regelt die Darm-Bewegung oder „Peristaltik“ und es sorgt für die Sekretion von schleim . Es steuert aber auch die Schmerz-Empfindung . Über Rezeptoren in der Darm-Wand nimmt es Schmerzen wahr und sendet Signale an das Rücken-Mark , das die Reaktion des Darms in entsprechende Impulse übersetzt .
Schon auf dieser relativ einfachen Ebene gibt es , „ein Gedächtnis von Schmerz“ . Das der Darm nicht vergisst , könnte auch erklären , weshalb Menschen , die in der Kindheit oft an Darm-Problemen litten , als Erwachsene häufiger von Darm-Erkrankungen betroffen sind .
Auch das Gehirn bekommt ständig Schmerz-Meldungen aus dem Bauch , unterdrückt sie aber normalerweise . Bei Menschen , die an einem so genannten Reiz-Darm leiden , funktioniert das nicht . Das Bauchhirn meldet Schmerzen an das Gehirn - und dieses verstärkt die Signale . Der Nerven-Boten-Stoff Serotonin , der auch im Gehirn vorkommt und im Darm die Peristaltik und die Schmerz-Wahrnehung steuert , spielt dabei wahrscheinlich eine Schlüsselrolle . Dafür spricht die Beobachtung , dass beim Reiz-Darm-Syndrom die Bewegungs-Abläufe im Darm gestört sind und in vielen Fällen schon die Wahrnehmung normaler Verdauungs-Vorgänge schmerzhaft gesteigert ist . Eine vernünftige Therapie kennt die Schulmedizin bislang noch nicht . Inzwischen sind erste Medikamente in der Entwicklung , die auf der Erforschung des Bauchhirns basieren . Der Wirkstoff Tegaserd zum Beispiel , den die Firma Novartis für ihr Medikament Zelmac verwendet , aktiviert Serotonin-Rezeptoren vom Typ 5HT4 im Nerven-System des Darms und soll Menschen mit Reiz-Darm-Syndrom helfen können . weitere Wirkstoffe mit klingenden Namen wie „Prucaloprid“ , „Cilansetron“ oder „Dexloxiglumid“ sind in klinischen Tests . Es gibt eine Unzahl von Medikamenten , aber die meisten wirken nicht .
Man hofft das „Zelmac“ vielen Patienten Linderung verschaffen könnte , den es setzt an den drei Hauptproblemen des Reiz-Darms an , die Blähungen und die Schmerzen sollten zurück gehen , die Verstopfung sollte sich bessern . Obwohl verschiedene Studien eine Wirkung des Arznei-Mittels auf die Haupt-Symtome des Reiz-Darms zeigen , hat die amerikanische Gesundheits-Behörde die Zulassung verweigert und zusätzliche Sicherheits-Tests gefordert , weil es unter der einnahme des Medikaments vermehrt zur Entfernung von Gallen-Blasen kam . Das kann zwar auch reiner Zufall sein . Bei der Hälfte der behandelten Frauen wirkte ein Placebo ebenfalls . Der Placebo-Effekt bei der Behandlung des Reiz-Darms ist auch bekannt . Die Wissenschaftler räumen zwar ein das noch weitere Erfahrungen gesammelt werden müssen , heißen es aber dennoch willkommen . Sie haben solange auf ein Medikament gewartet , weil es bisher noch nichts Vernünftiges gab .
Auch bei anderen bislang unlösbaren Problemen bieten sich auf der Basis des Bauchhirns Lösungs-Ansätze an . Nach Bauch-Operationen ist die Darm-Bewegung für zwei bis drei Tage gestört . Ursache ist die Reizung des Bauchfells , durch die körpereigene Opiate freigesetzt werden . sie wirken nämlich nicht nur auf das Gehirn und lindern den Schmerz - sie lähmen auch das Bauchhirn . Die Patienten leiden unter Verstopfung , in der Folge unter Schmerzen , was häufig den Klinik-Aufenthalt verlängert . erst kürzlich entdeckte eine Arbeits-Gruppe um Akiko Taguchi von der Washington Universty in St. Louis , dass die Darm-Funktion schneller in Gang kommt , wenn man einen Opiat-Rezeptor im Nerven-System des Darms hemmt . „Zelmac“ kann das möglicherweise auch , es werden entsprechende Untersuchungen in diese Richtung angekündigt .
Kann das Buch sehr empfehlen , es ist sehr flüssig geschrieben und man bekommt doch einige Einblicke die einem vorher so nicht bekannt waren . Es ist zwar nicht für jeden etwas , aber wer sich ein wenig für Medizin interessiert dem kann ich es nur empfehlen . Wünsche allen sehr viel Spaß beim lesen , auch wenn das Thema Darm (Bauchhirn) etwas abstoßend wirkt !
„Der kluge Bauch“
von Michael Gershon ,
im Goldmann Taschenbuch Verlag ,
mit 478 Seiten erschienen ,
zu einem Preis von 10,23 Euro / 20,- DM .
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-01 17:37:51 mit dem Titel Uterhaltsame Sprach-Reise !
„Kleines Lexikon der Sprachen“ von Harald Haarmann .
Nicht bloß in Spanien kommt vielen Touristen manches spanisch vor , auch unterwegs in anderen Ländern gibt es immer wieder „Kommunikations-Probleme“ .
Denn heutzutage werden global ungefähr 6 400 Sprachen zur Verständigung genutzt , darunter so seltene wie zum Beispiel das Jurakische im Norden Russlands oder Ainu auf den japanischen Insel Hokkaido .
Einen literarischen Schlüssel zu diesem „modernen Babylon“ liefert ein sehr zu empfehlendes Taschen-Buch , das der Linguist Harald Haarmann verfasst hat :“Kleines Lexikon der Sprachen“ .
Es ist eine enzyklopädische Reise um die Welt auf 456 Seiten , es sind rund 250 Artikel von „Arabisch“ über „Bündner-Romanisch“, „Letzeburgisch“ oder „Schwedisch“, bis hin zu „Zulu“ .
Haarmann informiert den Leser jeweils über auffallende Merkmale , das Verbreitungs-Gebiet , regionale Varianten , über das entsprechende Schrift-System und über sonstige Besonderheiten .
In Israel zum Beispiel gilt , was bei uns kaum bekannt ist , neben „Hebräisch“ noch „Arabisch“ als Amts-Sprache .
All diese Erklärungen sind nicht in „Fach-Chinesisch“ zu lesen , sondern stets allgemeinverständlich formuliert .
Also es gibt nicht allzu viel über das sehr gute Taschen-Buch über die verschiedenen Sprachen zu berichten . Nur soviel , wer viel vereist oder in andern Ländern unterwegs ist ,
der muss sich ja verständigen können , und für diesen Fall hilft das Taschen-Buch einem sehr.
In ihm wie schon beschrieben ist alles ausführlich beschrieben , und zwar so das man es auch sehr sehr gut versteht . Da ist dem Verfasser ein sehr gutes Werk gelungen , kann es nur empfehlen , man kann es auch bequem unterbringen es nimmt nicht sehr viel Platz weg , das ist für unterwegs ja auch wichtig . Kann nur allen die unterwegs sind viel Spaß mit dem „Kleinen Lexikon der Sprachen“ wünschen , und das sie sich gut damit verständigen können . Zum Beispiel das das Essen was bestellt wurde , auch so ausfällt wie man es sich vorgestellt hat und das man auch davon satt wird !
„Kleines Lexikon der Sprachen“
Von Harald Haarmann ,
Herausgegeben von C. H. Beck ,
München 2001 ,
mit 456 Seiten ,
zu einem Preis von 18,50 Euro .
Wer vereisen will macht sich vor der Reise noch ein wenig schlau zum Beispiel mit einem schnellen Blick auf die Karte und ein schmales Lexikon , damit zum entsprechenden Land wenigstens das Allernötigste bekannt ist . Beides ermöglicht der „Kleine Welt-Almanach 2002“ . Wer dieses Taschen-Buch aufschlägt , findet in ihm zu jedem der 193 Staaten von Afghanistan (wo ich zwar im Moment nicht unbedingt hinfahren möchte) bis Zypern die eigenen Basis-Daten um sich zu informieren .
Auf jeweils genau einer Seite alles wissenswerte beschrieben - ganz gleich ob es sich um Dänemark , Deutschland oder die Dominikanische Republik handelt - man kann dort die knappen Informationen unter den verschiedensten Rubriken lesen , diese sind wie folgt :
Der Staat , die Bevölkerung , die Wirtschaft , die Landschaft und das Klima des jeweiligen Landes .
Es gibt zwar auch kleinere Fehler , so das verschiedene Auskünfte leider keineswegs immer richtig sind und auch zu einem kleinen Teil mit dem Karten-Teil nicht immer abgestimmt richtig sind . Hier einige Beispiele : Bei Armenien etwa steht die Anmerkung , das man dort „Berber-Sprachen“ spricht , das ist natürlich falsch , aber ob das großen Einfluß auf die Reise hat , wer spricht schon die Landes-Sprache . Oder bei Chinas drittgrößtem Fluss wurde die Bezeichnung unterschiedlich transkribiert , vorne lautet sie „Hsikiang“ , und hinten „Xi Jang“.
Aber ob das für die Reise durch China mit sehr vielen Unannehmlichkeiten verbunden ist wage ich zu bezweifeln . Karg fallen zudem auch die Angaben zum Tourismus des jeweiligen Landes aus , wie bei der Türkei heißt es nur : „Istambul , Badeorte“ . Und auch die weiterführenden Internet-Adressen zum Beispiel von den Botschaften , fehlen auch .
Entweder habe ich den „Kleinen Welt-Almanach 2002“ verkehrt verstanden , ich möchte ganz kurz über das wichtigste informiert werden und keine großen Abhandlungen mitführen die kann man sich doch woanders bis ins kleinste Detail anschauen . Habe oben einige kleine Fehler aufgeführt die mir aufgefallen sind , aber für mich sind sie nicht so schwerwiegend . Bis auf die weiterführenden Internet-Adressen die müssten doch in dem Taschen-Buch drin sein , aber sonst kann ich den „Kleinen Welt-Almanach 2002“ empfehlen . Aber es bleibt ja jedem selbst überlassen ob er mit diesen Ausführungen genügend informiert ist !
„Kleiner Welt-Almanach 2002“
ist im Justus Perthes Verlag ,
aus Gotha ,
mit 241 Seiten erschienen ,
zu einem Preis von 8 Euro .
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 17:11:42 mit dem Titel Sogar der Darm kann denken und fühlen 1
Sogar der Darm kann denken und fühlen !
„Der kluge Bauch“ , von Michael Gershon .
Neue Erkenntnisse zum „Bauchhirn“ - Suche nach Mitteln gegen Schmerzen und Blähungen !
Oft haben Darm-Leiden ihre Ursache im Nerven-System . Die Erforschung des „Bauchhirns“ liefert Ansätze für neue Medikamente , etwa zur Behandlung des Reiz-Darms .
Ganz ehrlich : Nach allgemeiner Ansicht ist der Darm ein abstoßendes Teil unser Anatomie . Seine form verursacht Übelkeit . Sein Inhalt ist ekelhaft , und er stinkt . Der Darm ist ein primitives , schleimiges , schlangenförmiges Etwas . Er liegt gewunden im Bauch und macht glitschige Bewegungen . Kurz gesagt , ist der Darm etwas Verächtliches......
Und doch hat Michael Gershon , Autor dieses Buchs , sein Forscher-Leben diesem „abstoßenden“ Organ gewidmet . Heute gilt der amerikanische Neurobiologe von der Columbia University in New York als „Vater des Bauchhirns“ , als der Wiederentdecker eines Nerven-Systems , das unabhängig vom Gehirn fühlen , denken und sich sogar erinnern kann .
Mehr als hundert Millionen Nerven-Zellen („Neuronen“) versorgen allein den Dünn-Darm . Auch Speise-Röhre , Magen und Dick.-Darm sind von unzähligen Neuronen umhüllt . Es ist ein sehr komplexes , neuronales Netzwerk , das für sich alleine funktionieren kann . Nieren und Herz mögen ästhetischer sein . Doch zu eigenen Entscheidungen sind diese Organe offenbar nicht fähig - sie folgen den Anweisungen , die sie vom Zentralen Nerven-System erhalten haben . Der Darm hingegen arbeitet auch dann noch selbstständig , wenn das Gehirn nicht mehr funktioniert , der Mensch hirntot ist . Das Bauchhirn regelt die Darm-Bewegung oder „Peristaltik“ und es sorgt für die Sekretion von schleim . Es steuert aber auch die Schmerz-Empfindung . Über Rezeptoren in der Darm-Wand nimmt es Schmerzen wahr und sendet Signale an das Rücken-Mark , das die Reaktion des Darms in entsprechende Impulse übersetzt .
Schon auf dieser relativ einfachen Ebene gibt es , „ein Gedächtnis von Schmerz“ . Das der Darm nicht vergisst , könnte auch erklären , weshalb Menschen , die in der Kindheit oft an Darm-Problemen litten , als Erwachsene häufiger von Darm-Erkrankungen betroffen sind .
Auch das Gehirn bekommt ständig Schmerz-Meldungen aus dem Bauch , unterdrückt sie aber normalerweise . Bei Menschen , die an einem so genannten Reiz-Darm leiden , funktioniert das nicht . Das Bauchhirn meldet Schmerzen an das Gehirn - und dieses verstärkt die Signale . Der Nerven-Boten-Stoff Serotonin , der auch im Gehirn vorkommt und im Darm die Peristaltik und die Schmerz-Wahrnehung steuert , spielt dabei wahrscheinlich eine Schlüsselrolle . Dafür spricht die Beobachtung , dass beim Reiz-Darm-Syndrom die Bewegungs-Abläufe im Darm gestört sind und in vielen Fällen schon die Wahrnehmung normaler Verdauungs-Vorgänge schmerzhaft gesteigert ist . Eine vernünftige Therapie kennt die Schulmedizin bislang noch nicht . Inzwischen sind erste Medikamente in der Entwicklung , die auf der Erforschung des Bauchhirns basieren . Der Wirkstoff Tegaserd zum Beispiel , den die Firma Novartis für ihr Medikament Zelmac verwendet , aktiviert Serotonin-Rezeptoren vom Typ 5HT4 im Nerven-System des Darms und soll Menschen mit Reiz-Darm-Syndrom helfen können . weitere Wirkstoffe mit klingenden Namen wie „Prucaloprid“ , „Cilansetron“ oder „Dexloxiglumid“ sind in klinischen Tests . Es gibt eine Unzahl von Medikamenten , aber die meisten wirken nicht .
Man hofft das „Zelmac“ vielen Patienten Linderung verschaffen könnte , den es setzt an den drei Hauptproblemen des Reiz-Darms an , die Blähungen und die Schmerzen sollten zurück gehen , die Verstopfung sollte sich bessern . Obwohl verschiedene Studien eine Wirkung des Arznei-Mittels auf die Haupt-Symtome des Reiz-Darms zeigen , hat die amerikanische Gesundheits-Behörde die Zulassung verweigert und zusätzliche Sicherheits-Tests gefordert , weil es unter der einnahme des Medikaments vermehrt zur Entfernung von Gallen-Blasen kam . Das kann zwar auch reiner Zufall sein . Bei der Hälfte der behandelten Frauen wirkte ein Placebo ebenfalls . Der Placebo-Effekt bei der Behandlung des Reiz-Darms ist auch bekannt . Die Wissenschaftler räumen zwar ein das noch weitere Erfahrungen gesammelt werden müssen , heißen es aber dennoch willkommen . Sie haben solange auf ein Medikament gewartet , weil es bisher noch nichts Vernünftiges gab .
Auch bei anderen bislang unlösbaren Problemen bieten sich auf der Basis des Bauchhirns Lösungs-Ansätze an . Nach Bauch-Operationen ist die Darm-Bewegung für zwei bis drei Tage gestört . Ursache ist die Reizung des Bauchfells , durch die körpereigene Opiate freigesetzt werden . sie wirken nämlich nicht nur auf das Gehirn und lindern den Schmerz - sie lähmen auch das Bauchhirn . Die Patienten leiden unter Verstopfung , in der Folge unter Schmerzen , was häufig den Klinik-Aufenthalt verlängert . erst kürzlich entdeckte eine Arbeits-Gruppe um Akiko Taguchi von der Washington Universty in St. Louis , dass die Darm-Funktion schneller in Gang kommt , wenn man einen Opiat-Rezeptor im Nerven-System des Darms hemmt . „Zelmac“ kann das möglicherweise auch , es werden entsprechende Untersuchungen in diese Richtung angekündigt .
Kann das Buch sehr empfehlen , es ist sehr flüssig geschrieben und man bekommt doch einige Einblicke die einem vorher so nicht bekannt waren . Es ist zwar nicht für jeden etwas , aber wer sich ein wenig für Medizin interessiert dem kann ich es nur empfehlen . Wünsche allen sehr viel Spaß beim lesen , auch wenn das Thema Darm (Bauchhirn) etwas abstoßend wirkt !
„Der kluge Bauch“
von Michael Gershon ,
im Goldmann Taschenbuch Verlag ,
mit 478 Seiten erschienen ,
zu einem Preis von 10,23 Euro / 20,- DM .
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-01 17:37:51 mit dem Titel Uterhaltsame Sprach-Reise !
„Kleines Lexikon der Sprachen“ von Harald Haarmann .
Nicht bloß in Spanien kommt vielen Touristen manches spanisch vor , auch unterwegs in anderen Ländern gibt es immer wieder „Kommunikations-Probleme“ .
Denn heutzutage werden global ungefähr 6 400 Sprachen zur Verständigung genutzt , darunter so seltene wie zum Beispiel das Jurakische im Norden Russlands oder Ainu auf den japanischen Insel Hokkaido .
Einen literarischen Schlüssel zu diesem „modernen Babylon“ liefert ein sehr zu empfehlendes Taschen-Buch , das der Linguist Harald Haarmann verfasst hat :“Kleines Lexikon der Sprachen“ .
Es ist eine enzyklopädische Reise um die Welt auf 456 Seiten , es sind rund 250 Artikel von „Arabisch“ über „Bündner-Romanisch“, „Letzeburgisch“ oder „Schwedisch“, bis hin zu „Zulu“ .
Haarmann informiert den Leser jeweils über auffallende Merkmale , das Verbreitungs-Gebiet , regionale Varianten , über das entsprechende Schrift-System und über sonstige Besonderheiten .
In Israel zum Beispiel gilt , was bei uns kaum bekannt ist , neben „Hebräisch“ noch „Arabisch“ als Amts-Sprache .
All diese Erklärungen sind nicht in „Fach-Chinesisch“ zu lesen , sondern stets allgemeinverständlich formuliert .
Also es gibt nicht allzu viel über das sehr gute Taschen-Buch über die verschiedenen Sprachen zu berichten . Nur soviel , wer viel vereist oder in andern Ländern unterwegs ist ,
der muss sich ja verständigen können , und für diesen Fall hilft das Taschen-Buch einem sehr.
In ihm wie schon beschrieben ist alles ausführlich beschrieben , und zwar so das man es auch sehr sehr gut versteht . Da ist dem Verfasser ein sehr gutes Werk gelungen , kann es nur empfehlen , man kann es auch bequem unterbringen es nimmt nicht sehr viel Platz weg , das ist für unterwegs ja auch wichtig . Kann nur allen die unterwegs sind viel Spaß mit dem „Kleinen Lexikon der Sprachen“ wünschen , und das sie sich gut damit verständigen können . Zum Beispiel das das Essen was bestellt wurde , auch so ausfällt wie man es sich vorgestellt hat und das man auch davon satt wird !
„Kleines Lexikon der Sprachen“
Von Harald Haarmann ,
Herausgegeben von C. H. Beck ,
München 2001 ,
mit 456 Seiten ,
zu einem Preis von 18,50 Euro .
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