Mehr zum Thema Fachbücher Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von ritasport
Einfach das Beste!
Pro:
verständlich, relativ billig
Kontra:
geht nicht tief genug, ist seinen Preis nicht wert
Empfehlung:
Nein
Das Buch „Molekularbiologie der Zelle“ von Alberts et al. ist die Bibel der Zellbiologie und Molekularbiologie. Es handelt sich hierbei um eines der dicksten Fachbücher auf diesem Gebiet überhaupt. Zur Zeit gibt es in Deutschland (auf deutsch) die dritte Auflage mit dem korrigierten Nachdruck von 1997. Das Buch ist also eigentlich schon ziemlich alt für ein Fachbuch in einer sich so schnell verändernden Disziplin. Das hat aber so gut wie gar nichts zu sagen, denn dieses Buch ist und bleibt Spitzenklasse.
Spätestens wenn man für eine Zellbiologie-Prüfung lernt, wird man den Alberts zu schätzen wissen. Dieses dicke Buch enthält so ziemlich alles, was man sich nur wünschen kann. Es ist klar gegliedert und neben Fotos auch mit vielen übersichtlichen schematischen Zeichnungen versehen. Ganz besonders hilfreich sind auch die Zusammenfassungen am Ende des jeweiligen Kapitels.
Auch wenn dieses Buch auf den ersten Blick viel zu ausführlich scheint und man sich lieber mit dünneren Büchern zufrieden geben möchte, so kann ich doch nur jedem raten, den das Thema halbwegs interessiert, es sich doch noch einmal zu überlegen. Der Alberts eignet sich neben dem Lernen für die Klausur und eventuelle Prüfungen auch ganz ausgezeichnet zum Nachschlagen und Stöbern. Er ist leicht verständlich geschrieben und sollte man trotzdem einem Fachwort begegnen, mit dem man nichts anfangen kann, so gibt es ein ausführliches Glossar und ein ebenso ausführliches Register am Ende des Buches. Durch zusätzliche Kapitel wie zum Beispiel über Genetik, Immunologie oder auch ein eigenes Kapitel über Krebs ist er auch in vielen anderen Veranstaltungen im Grund- und Hauptstudium sehr hilfreich.
Zum einen geht er auf viele grundsätzliche Methoden, wie zum Beispiel die Licht- oder Elektronenmikroskopie ein, zum anderen werden aber auch Themen wie die Signaltransduktion besprochen. Auf diese Weise ist der Alberts trotz seines Alterns nicht unaktuell.
Das Buch gliedert sich in vier Teile:
Teil I: Einführung in die Zelle
Die Evolution der Zelle,
Kleine Moleküle, Energie und Biosynthese
Makromoleküle: Struktur, Form und Information
Methoden der Zellforschung
Teil II: Molekualare Genetik
Protein-Funktion
Genetische Grundmechanismen
Techniken mit rekombinierter DNA
Der Zellkern
Kontrolle der Genexpression
Teil III: Die innere Organisation der Zelle
Membranstruktur
Membrantransport kleiner Moleküle und Ionen als Grundlage der Membranerregbarkeit
Intrazelluläre Kompartimente und die Sortierung von Proteinen
Vesikelverkehr bei Sekretion und Endozytose
Energieumwandlung: Mitochondrien und Chloroplasten
Signalübertragung in der Zelle
Das Cytoskelett
Der Zellteilungszyklus
Die Mechanik in der Zellteilung
Teil IV: Zellen in ihrem sozialen Verband
Zellverbindungen, Zell/Zell-Adhäsion und die extrazelluläre Matrix
Keimzellen und Befruchtung
Zelluläre Mechanismen der Entwicklung
Differenzierte Zellen und die Erhaltung von Geweben
Das Immunsystem
Krebs
Dieses Buch hat genau zwei Nachteile: Zum einen ist es sehr schwer, es eignet sich also kaum dafür, es mitzunehmen und zum anderen ist es nicht gerade billig. Da der Alberts aber DAS Buch in der Zellbiologie und Molekularbiologie ist und auch in vielen anderen Fächern benutzt werden kann, wird man ihn immer wieder hervorholen und auf keinen Fall bereuen, dass man ihn sich gekauft hat.
Das Buch wurde von Bruce Alberts, Dennis Bray, Julian Lewis, Martin Raff Keith Roberts und dem Nobelpreisträger James D. Watson (den jeder kennen sollte, der auch nur im entferntesten mit Biologie zu tun hat!) geschrieben.
Es ist im Wiley-VCH-Verlag, Weinheim erhältlich, hat 1598 Seiten und kostet 85 Euro als gebundenes Buch.
Als kleines Appetithäppchen enthält das Buch außerdem eine Computer-Diskette mit einem Programm, dass es erlaubt, Proteinmoleküle in allen Dimensionen zu drehen.
Bei diesem Buch ist jede Seite ihr Geld wert!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-15 16:07:33 mit dem Titel Wenn es denn sein muß...
Gute Biotechnologie-Bücher sind selten und/oder sehr teuer (man braucht nur an das RÖMPP-Lexikon zu denken, das mit mindestens 250 DM zu Buche schlägt). Eine Alternative könnte da das Buch „Molekulare Biotechnologie“ von Bernard R. Glick und Jack J. Pasternak bieten.
Das Buch ist im Spektrum Akademischer Verlag erschienen und kostet kartoniert 99,90 DM. Zur Zeit gibt es die erste deutsche Auflage, die 1995 erschienen ist. Es ist eine Übersetzung einer englischen Originalausgabe, die schon 1994 erschienen ist.
Das ist gerade in einem Gebiet, das sich so schnell verändert, sehr, sehr alt!
Das Buch ist dunkelblau mit einem stilisierten Bild einer Zelle, in die auf verschiedene Weisen DNA gebracht werden. Der Titel „Molekulare Biotechnologie“ steht groß in weissen Buchstaben darüber. Das Buch hat ein DIN A4-Format.
„Molekulare Biotechnologie“ gliedert sich in vier Teile.
Teil I beschäftigt sich mit den Grundlagen der molekularen Biotechnologie.
Sehr ausführlich werden hier die verschiedenen Techniken und Verfahren der molekularbiologischen Forschung beschrieben.
Die einzelnen Kapitel heißen: Die Revolution der molekularen Biotechnologie, DNA-Rekombinationstechnik, Verfahren in der molekularbiologischen Forschung, Manipulation der Genexpression in Prokaryonten, Herstellung heterologer Proteine in eukaryontischen Zellen, gezielte Mutagenese und Proteindesign.
In Teil II werden mikrobiologische Systeme näher beschrieben. Hierbei beschäftigen sich die Kapitel mit mikrobiologischen Syntheseverfahren in der Industrie, molekulare Diagnostik, Impfstoffe und Therapeutika, biologische Dekontaminierung und Verwertung von Biomasse, Förderung des Pflanzenwachstums durch Bakterien, mikrobielle Insektizide, gentechnische Proteinproduktion mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen.
Teil III erläutert eukaryontische Systeme. Dieser teil ist in folgende Kapitel unterteilt:
Gentechnische Veränderungen an Pflanzen, Entwicklung und Nutzung transgener Tiere, die Isolierung menschlicher Gene, somatische Gentherapie beim Menschen.
Teil VI widmet sich der Regelung und Patentierung der molekularen Biotechnologie. Gerade hier wird die Wichtigkeit meist unterschätzt wird. Anhand verschiedener Beispiele wird uns die Brisanz verschiedener Regelungen nähergebracht.
Die Kapitel heißen hier: Regelung des Einsatzes der Biotechnologie und Patentierung biotechnologischer Erfindungen.
Ganz ohne Buch kommt man in den meisten Biotechnologie-Vorlesungen nicht aus und hierfür erweist sich der Glick/Pasternak als sinnvoll. Er ist aktuell und gut verständlich geschrieben. Außerdem gibt es am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung und Verständnisaufgaben. Darüber hinaus gibt es am Ende des Buches ein gutes und umfangreiches Glossar.
Im Vorwort sagen die Autoren, dass dieses Buch für Studenten verfasst wurde, die mit den Grundlagen der Biochemie, der molekularen Genetik und der Mikrobiologie vertraut sind. Trotzdem werden die Grundlagen noch einmal kurz angerissen, was ganz praktisch ist, wenn man sein Wissen mal schnell wieder auffrischen will.
Mir selbst geht das Buch leider nicht genug in die Tiefe. Es mag für Studenten interessant sein, der noch nie etwas über Biotechnologie gehört hat, aber schon an der Uni ist das Buch am Ende der ersten Vorlesung ausgereizt. Das finde ich sehr schade.
Das Buch ist auch nicht umfangreich, so dass nicht alle Themengebiete abgedeckt sind. Aber das ist auch nicht unbedingt möglich, dafür wächst das Thema Biotechnologie einfach zu schnell.
Ich würde Studenten, die vorhaben, sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen, eher davon abraten, aber für eine Einführung ist das Buch durchaus lesbar.
P.S. Leider kenne ich die neuen Euro-Preise noch nicht!
Spätestens wenn man für eine Zellbiologie-Prüfung lernt, wird man den Alberts zu schätzen wissen. Dieses dicke Buch enthält so ziemlich alles, was man sich nur wünschen kann. Es ist klar gegliedert und neben Fotos auch mit vielen übersichtlichen schematischen Zeichnungen versehen. Ganz besonders hilfreich sind auch die Zusammenfassungen am Ende des jeweiligen Kapitels.
Auch wenn dieses Buch auf den ersten Blick viel zu ausführlich scheint und man sich lieber mit dünneren Büchern zufrieden geben möchte, so kann ich doch nur jedem raten, den das Thema halbwegs interessiert, es sich doch noch einmal zu überlegen. Der Alberts eignet sich neben dem Lernen für die Klausur und eventuelle Prüfungen auch ganz ausgezeichnet zum Nachschlagen und Stöbern. Er ist leicht verständlich geschrieben und sollte man trotzdem einem Fachwort begegnen, mit dem man nichts anfangen kann, so gibt es ein ausführliches Glossar und ein ebenso ausführliches Register am Ende des Buches. Durch zusätzliche Kapitel wie zum Beispiel über Genetik, Immunologie oder auch ein eigenes Kapitel über Krebs ist er auch in vielen anderen Veranstaltungen im Grund- und Hauptstudium sehr hilfreich.
Zum einen geht er auf viele grundsätzliche Methoden, wie zum Beispiel die Licht- oder Elektronenmikroskopie ein, zum anderen werden aber auch Themen wie die Signaltransduktion besprochen. Auf diese Weise ist der Alberts trotz seines Alterns nicht unaktuell.
Das Buch gliedert sich in vier Teile:
Teil I: Einführung in die Zelle
Die Evolution der Zelle,
Kleine Moleküle, Energie und Biosynthese
Makromoleküle: Struktur, Form und Information
Methoden der Zellforschung
Teil II: Molekualare Genetik
Protein-Funktion
Genetische Grundmechanismen
Techniken mit rekombinierter DNA
Der Zellkern
Kontrolle der Genexpression
Teil III: Die innere Organisation der Zelle
Membranstruktur
Membrantransport kleiner Moleküle und Ionen als Grundlage der Membranerregbarkeit
Intrazelluläre Kompartimente und die Sortierung von Proteinen
Vesikelverkehr bei Sekretion und Endozytose
Energieumwandlung: Mitochondrien und Chloroplasten
Signalübertragung in der Zelle
Das Cytoskelett
Der Zellteilungszyklus
Die Mechanik in der Zellteilung
Teil IV: Zellen in ihrem sozialen Verband
Zellverbindungen, Zell/Zell-Adhäsion und die extrazelluläre Matrix
Keimzellen und Befruchtung
Zelluläre Mechanismen der Entwicklung
Differenzierte Zellen und die Erhaltung von Geweben
Das Immunsystem
Krebs
Dieses Buch hat genau zwei Nachteile: Zum einen ist es sehr schwer, es eignet sich also kaum dafür, es mitzunehmen und zum anderen ist es nicht gerade billig. Da der Alberts aber DAS Buch in der Zellbiologie und Molekularbiologie ist und auch in vielen anderen Fächern benutzt werden kann, wird man ihn immer wieder hervorholen und auf keinen Fall bereuen, dass man ihn sich gekauft hat.
Das Buch wurde von Bruce Alberts, Dennis Bray, Julian Lewis, Martin Raff Keith Roberts und dem Nobelpreisträger James D. Watson (den jeder kennen sollte, der auch nur im entferntesten mit Biologie zu tun hat!) geschrieben.
Es ist im Wiley-VCH-Verlag, Weinheim erhältlich, hat 1598 Seiten und kostet 85 Euro als gebundenes Buch.
Als kleines Appetithäppchen enthält das Buch außerdem eine Computer-Diskette mit einem Programm, dass es erlaubt, Proteinmoleküle in allen Dimensionen zu drehen.
Bei diesem Buch ist jede Seite ihr Geld wert!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-15 16:07:33 mit dem Titel Wenn es denn sein muß...
Gute Biotechnologie-Bücher sind selten und/oder sehr teuer (man braucht nur an das RÖMPP-Lexikon zu denken, das mit mindestens 250 DM zu Buche schlägt). Eine Alternative könnte da das Buch „Molekulare Biotechnologie“ von Bernard R. Glick und Jack J. Pasternak bieten.
Das Buch ist im Spektrum Akademischer Verlag erschienen und kostet kartoniert 99,90 DM. Zur Zeit gibt es die erste deutsche Auflage, die 1995 erschienen ist. Es ist eine Übersetzung einer englischen Originalausgabe, die schon 1994 erschienen ist.
Das ist gerade in einem Gebiet, das sich so schnell verändert, sehr, sehr alt!
Das Buch ist dunkelblau mit einem stilisierten Bild einer Zelle, in die auf verschiedene Weisen DNA gebracht werden. Der Titel „Molekulare Biotechnologie“ steht groß in weissen Buchstaben darüber. Das Buch hat ein DIN A4-Format.
„Molekulare Biotechnologie“ gliedert sich in vier Teile.
Teil I beschäftigt sich mit den Grundlagen der molekularen Biotechnologie.
Sehr ausführlich werden hier die verschiedenen Techniken und Verfahren der molekularbiologischen Forschung beschrieben.
Die einzelnen Kapitel heißen: Die Revolution der molekularen Biotechnologie, DNA-Rekombinationstechnik, Verfahren in der molekularbiologischen Forschung, Manipulation der Genexpression in Prokaryonten, Herstellung heterologer Proteine in eukaryontischen Zellen, gezielte Mutagenese und Proteindesign.
In Teil II werden mikrobiologische Systeme näher beschrieben. Hierbei beschäftigen sich die Kapitel mit mikrobiologischen Syntheseverfahren in der Industrie, molekulare Diagnostik, Impfstoffe und Therapeutika, biologische Dekontaminierung und Verwertung von Biomasse, Förderung des Pflanzenwachstums durch Bakterien, mikrobielle Insektizide, gentechnische Proteinproduktion mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen.
Teil III erläutert eukaryontische Systeme. Dieser teil ist in folgende Kapitel unterteilt:
Gentechnische Veränderungen an Pflanzen, Entwicklung und Nutzung transgener Tiere, die Isolierung menschlicher Gene, somatische Gentherapie beim Menschen.
Teil VI widmet sich der Regelung und Patentierung der molekularen Biotechnologie. Gerade hier wird die Wichtigkeit meist unterschätzt wird. Anhand verschiedener Beispiele wird uns die Brisanz verschiedener Regelungen nähergebracht.
Die Kapitel heißen hier: Regelung des Einsatzes der Biotechnologie und Patentierung biotechnologischer Erfindungen.
Ganz ohne Buch kommt man in den meisten Biotechnologie-Vorlesungen nicht aus und hierfür erweist sich der Glick/Pasternak als sinnvoll. Er ist aktuell und gut verständlich geschrieben. Außerdem gibt es am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung und Verständnisaufgaben. Darüber hinaus gibt es am Ende des Buches ein gutes und umfangreiches Glossar.
Im Vorwort sagen die Autoren, dass dieses Buch für Studenten verfasst wurde, die mit den Grundlagen der Biochemie, der molekularen Genetik und der Mikrobiologie vertraut sind. Trotzdem werden die Grundlagen noch einmal kurz angerissen, was ganz praktisch ist, wenn man sein Wissen mal schnell wieder auffrischen will.
Mir selbst geht das Buch leider nicht genug in die Tiefe. Es mag für Studenten interessant sein, der noch nie etwas über Biotechnologie gehört hat, aber schon an der Uni ist das Buch am Ende der ersten Vorlesung ausgereizt. Das finde ich sehr schade.
Das Buch ist auch nicht umfangreich, so dass nicht alle Themengebiete abgedeckt sind. Aber das ist auch nicht unbedingt möglich, dafür wächst das Thema Biotechnologie einfach zu schnell.
Ich würde Studenten, die vorhaben, sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen, eher davon abraten, aber für eine Einführung ist das Buch durchaus lesbar.
P.S. Leider kenne ich die neuen Euro-Preise noch nicht!
20 Bewertungen, 3 Kommentare
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20.04.2002, 06:03 Uhr von kaykintzel
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht. kay
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24.03.2002, 10:37 Uhr von schweitzman
Bewertung: sehr hilfreichSo so Biotechnologie...
-
15.03.2002, 17:16 Uhr von Sho-nuff
Bewertung: sehr hilfreichMann oh Mann, mit was für Themen man sich in seiner Freizeit befassen kann. Mir wäre das ja ein bischen zu trocken.
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