Mehr zum Thema Funkwecker Testbericht

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Erfahrungsbericht von Anonym114

Nächtliche Erleuchtung

Pro:

Projektion (man kann die Uhrzeit an die Wand oder Decke werfen), exakte Zeit dank Funkuhr, zusätzlich Datum, Thermometer

Kontra:

nicht standfest genug

Empfehlung:

Ja

Mir geht es ja nachts immer mal wieder so: Ich bin im Halbschlaf, will wissen, wie lange ich mich noch in den Kissen räkeln kann und haue mit einer Hand auf den Wecker, um die Uhrzeit zu erfahren. Seit einer Weile brauche ich mich dann aber nicht mehr zur Seite zu wälzen, um das erleuchtete Wecker-Display abzulesen. Denn mein Wecker strahlt die Zeit an die Decke oder (wenn ich das so will) an die Wand! Die Funkuhr mit Zeitprojektion und digitalem Thermometer von Oregon Scientific macht es möglich.

VERPACKUNG:
Die ruht zur Zeit in den Tiefen meines Kellers, ich werde sie daher diesmal nicht im Detail beschreiben. Damit man die Oregon Scientific-Wecker erkennen kann, verrate ich aber soviel, dass man sie an weiß-grünen Kartons (quasi polizeifarben) erkennt. Die sind stabil, um den Wecker sicher nach Hause zu transportieren.

WECKER: OPTIK:
Hübsch ist er nicht gerade, zumindest auf den ersten Blick. Mein Projektions-Wecker ist einer der ersten seiner Art und hat ein Gehäuse in einem relativ langweiligen dunklen Grauton. Er ist zehn Zentimeter hoch vierzehn breit und gut drei Zentimeter tief.
Wenn man sich die Vorderseite vorknöpft, so sieht man als erstes das Display, das ebenfalls rechteckig aufgeteilt ist. Das obere Feld ist für die Zeit (Stunden, Minuten, Sekunden) reserviert, die beiden Felder darunter kann man einstellen. Dazu gleich etwas mehr. Um das zu tun, sind bei meiner Version fünf Knöpfe angeordnet. Bei neueren Modellen sind die z.T. durch Drehregler ersetzt.
Die rechte Seite (auf einem Streifem von gut vier Zentimetern) ist drehbar. In ihr steckt der Projektor. Man erkennt oben drauf eine runde Scheibe von 2 Zentimetern Durchmesser, aus der (wenn man die längliche (Schlummer-)Taste oben auf dem Wecker drückt) in roten Ziffern die Zeit projiziert wird.
Last but not least hat man unten (bei meinem Modell) einen Fuß, den man nach hinten ziehen kann. Das ist etwas kompliziert zu beschrieben. Aber diese Einrichtung soll helfen, dass der Wecker nicht nach hinten kippt. Trotzdem steht der Wecker (mein Wecker) nicht sehr stabil, gerade wenn man im Halbschlaf drauf haut.

FUNKTIONEN:
Dadurch, dass es sich um eine Funkuhr handelt, hat man im oberen Bereich immer die exakte Zeit. Man muss sie auch nicht von Sommer- auf Winterzeit verstellen. Man kann aber entscheiden, ob man im oberen Fenster hinten die Sekunden oder aber die Anfangsbuchstaben des Wochentages lesen möchte. Das geschieht, indem man auf die erste Taste (Clock) in der Tastenleiste drückt.
Im ersten der beiden unteren Felder kann man zwischen Weckzeit und Datum wählen. Die Weckzeit erhält man, indem man den Alarmknopf anwählt, hält man ihn gedrückt, so kann man die Weckzeit verändern. Eine kleine Glocke signalisiert, dass der Wecker in Bereitschaft ist und zur gewünschten Zeit klingelt.
Das rechte untere Feld steht für die Temperatur. Klar, diese Funktion muss zwar nicht sein, ist aber auch nicht verkehrt. Normalerweise liest man dort den aktuellen Celsius-Wert. Man kann aber mit Anwahl des fünften Knopfes die bisher niedrigste oder die höchste bisher gemessene Temperatur anwählen.
Insgesamt lassen sich die einzelnen Funktionen gut einstellen und sind sehr praktisch.

DER PROJEKTOR:
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass der Projektor-Arm schwenkbar ist. Man kann ihn so stellen, dass die Zeit wahlweise an die Wand oder an die Decke geworfen wird. Die verschiedensten Winkel sind möglich. Auch die Größe und Schärfe der Zahlen kann man bequem einstellen.
Die Ziffern leuchten dann in gut lesbarem Rot.

ALARM:
Da es sich um einen elektronischen Wecker (ohne Radioteil) handelt, hört man natürlich auch entsprechend einen elektronischen (künstlichen Weckton). Es handelt sich um ein Piepen, das mit der Zeit lauter wird. Ich bin mir nicht sicher, ob es Leuten mit extrem festen Schlaf ausreicht. Bei mir hat es jedenfalls bisher immer gewirkt.

BETRIEB DES WECKERS:
Der Uhrhändler, der mir den Projektionswecker verkauft hat, nutzt selber so ein Modell und riet mir, ihn per Stromkabel zu betreiben. Das liegt auch bei. Leider habe ich keine Steckdose in Bettnähe und wollte auch kein langes Kabelgewirr. Deshalb nutze ich den Wecker mit zwei Batterien (AA, 1,5 V Alkaline Battierien). Je nach Qualität halten die durchaus bis zu einem halben Jahr.

FUNKUHR:
Die Uhr erhält immer die richtige Zeit von einem Funkzeitsignalsender in Frankfurt am Main. Das funktioniert solange, wie sich der Wecker in einem Umkreis von 1500 km von diesem Sender befindet. Ist man mal im Ausland unterwegs, kann man die Zeit aber auch per Hand einstellen.


DIE BEDIENUNGSANLEITUNG:
Ich bin an sich kein Fan von diesen Beipackzetteln. Aber die wichtigsten Funktionen des Weckers (welche Taste ist für welche Einstellungen zuständig), was kann der Wecker alles, sind recht gut und übersichtlich (mit Tabellen und Abbildungen illustriert, dargestellt und erklärt.

HERSTELLER:
Oregon Scientific
www.oregonscientific.de
Diese Homepage ist gekoppelt mit einer Firma Huger. Hier kann man aber Händler in der Nähe suchen und aktuelle Funkwecker anschauen. Das jetzige Modell \"meines\" Weckers wirkt durch rundes Display und z.T. runde Tasten etwas schicker. Wer einen Wecker mit Radio haben möchte findet auch eine solche Projetionsfunkuhr.

PREIS:
Ich habe für den Wecker noch rund 100 DM gezahlt. Inzwischen gibt es den Nachfolger dieses Modells für etwa 45 Euro, u.a. in den (große) Karstadt-Häusern, aber natürlich auch bei zahlreichen kleinen Uhrenhändlern. Der Preis ist zwar nicht ohne, aber dafür hat man einen sehr qualitätsvollen Projektions-Wecker, der sehr viele Funktionen hat, die durchaus sehr nützlich sind.
Wem der Preis zu hoch ist, der findet unter Umständen abgespeckte Modelle oder Nachahmerprodukte wesentlich günstiger

FAZIT:
Ich habe diesen Wecker seit gut drei Jahren und finde ihn überaus praktisch. In der Nacht muss ich mich nicht mehr hin und her wälzen, um die Zeit abzulesen. Ein Griff zur Seite, ein Blick zur Decke genügt, um zu wissen, wie mir die Stunde geschlagen hat. Das hat den erheblichen Vorteil, dass man nicht mehr hellwach wird und schnell wieder einschlummern kann. Sehr gut ist auch, dass die Zeit immer stimmt, aufgrund der Funksteuerung. Bei Auslandsreisen kann man mit ein paar Handgriffen auch die dortige Zeit einstellen. Allerdings ist für solche Tripps das Gerät vielleicht etwas zu klobig. Als Minus würde ich höchstens den Preis nennen. Doch dafür hat man immerhin auch eine sehr gute Qualität. Deswegen vergebe ich insgesamt eine 1.

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