Mehr zum Thema Jugendherbergen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von schmiddi
Meine schöne Zeit auf Sylt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute wird es mal wieder Zeit, einen neuen Bericht zu schreiben. Und lange hatte ich mir schon vorgenommen etwas über die nördlichst gelegene Jugendherberge Deutschlands, der JH Mövenberg auf Sylt/List und das ganze Drumherum zu schreiben.
Nun ist es also so weit und ich hoffe, dass ich euch mal wieder einen informativen Bericht vorzeigen kann.
Die Vorgeschichte
Es war im Mai 1999. Zu diesem Zeitpunkt besuchte ich die 9. Klasse der Realschule. Unsere Klasse stritt sich darüber, ob wir nun nach Sylt oder München eine Klassenfahrt machen sollten.
Letztendlich überstimmten wir die Münchener mit einer Stimme Mehrheit, Demokratie muss immerhin sein.
Im Juli, ein paar Wochen vor dem Sommerferienanfang machten wir uns auf den Weg. Natürlich hatte ich wieder das meiste Zeug mit dabei, dafür stehe ich schließlich. Eine 60 Liter Seerucksack und noch eine größere Sporttasche, randvoll und bereit, den weiten Weg nach Sylt zu gehen. Nein, nicht zu gehen, also bitte nicht wortwörtlich nehmen. Ich wohne schließlich einige hundert Kilometer von der Insel entfernt.
Mit dem Bus ging es dann von Daun bis nach Koblenz. Diese Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde. Nun standen wir dort auf dem Bahnhof und der Zug verspätete sich erst mal um eine halbe Stunde. Dann durften wir endlich einsteigen und unser Gepäck unterbringen.
Schade, dass wir nicht im Besitz von Tickets in der ersten Klasse waren. Aber man kann sich ja nicht alles aus einer Klassenkasse leisten.
8 Stunden Zugfahrt, das schlaucht einen schon ganz schön! Denkste ! Ich denke, dass kennt jeder. Wenn man mit der Klasse zusammen ist gibt’s nur Spaß. Im Zugabteil wurde geraucht, obwohl dick Nichtraucherschilder an allen Abteilen klebten. Anscheinend störte das aber niemanden. Tja, so war eben die Zeit in dem Alter. ;-)
Letztendlich, in Sylt angekommen, mussten wir den Bus bis zur Jugendherberge nehmen. Denn wer kann schon verlangen, das der Zug einen direkt vor die Haustür fährt?
Der erste Anblick
Da standen wir also mit unserem Gepäck vor der Jugendherberge. Ich mit einen staunenden Blick, wie schön die Landschaft doch ist. Allerdings verwunderlich, da ich doch schon mal an der Nordsee war. Mein Namensvetter, der ebenfalls Daniel heißt nur mit einen breiten Lächeln nach dem Motto: „Das wird ein Spaß !“ Tja, eben der Klassenclown unter den 24 anwesenden Personen.
Die Anreise
Um die Anreise für die Allgemeinheit kurz zu fassen, möchte ich diese auch noch einmal näher beschreiben. Auf Westerland angekommen fährt dieser bis zu der Schule in List, eine Kleinstadt auf der Insel. Auf dem dortigen Busbahnhof, der direkt neben dem Bahnhof angeschlossen ist fährt bis 17 Uhr ein Bus, der jede halbe Stunde sein Ziel erreicht.
Will man diesen nicht nehmen darf man erst einmal 3 km Gewaltmarsch inklusive Gepäck auf sich nehmen. Das blieb mir und den übrigen meiner ehemaligen Klasse zum Glück erspart.
Der Empfang
„Ach, welch freundlicher Empfang“, dachten wir uns wohl, als der Herbergsvater und 100 Meter vor der eigentlichen Herberge symbolisch in die Arme schloss.
Diese schöne, ungewohnt Sprache zauberte einigen direkt ein Schmunzeln auf die Lippen und man musste sich erst einmal daran gewöhnen, vom Eifeler Dialekt (bei mir auch noch was pfälzisch) auf norddeutsche Sprache umzustellen.
Erst einmal sollten wir unser Gepäck abstellen. An der Hausmauer stand dieses wohl sehr gut, wie der Herbergsvater meinte.
Dann gingen wir hinein. Neben dem Speisesaal befindet sich ein Aufenthaltsraum. Dort setzten wir uns erst einmal alle hin und der Chef erklärte allen erst mal die Hausordnung. Im Groben heißt das: Um 22 Uhr ist Bettruhe angesagt, ab 23 Uhr werden alle Türen verschlossen.
„Na, wo sind wir denn da“, dachten wir uns, und es sollte noch ein riesiger Spaß werden.
Ab in die Zimmer
Die Zimmeraufteilung wurde natürlich schon vor der Abreise beschlossen. Und so betraten wir diese samt dem Gepäck. Richtig schön waren die Zimmer eigentlich. Nicht zu groß und nicht zu klein. In unserem jeweils drei Doppelbetten. Theoretisch also Platz für sechs Personen, praktisch auch für mehr Leute.
Die Qualität
Sehr stabil, muss man schon sagen. Nein, nicht was ihr jetzt denkt. So habe ich diese nicht ausprobiert.
Die Matratzen sind ebenfalls nicht schlecht. Nur ein wenig härter hätten sie sein können. Davon sehe ich allerdings gerne einmal ab. Die einen mögen eben weichere, die anderen härtere Matratzen.
Die Hygiene der Böden in den Zimmern war ebenfalls sehr gut, sprich „sauber“.
Im Zimmer befanden sich ein kleiner Tisch mit drei Stühlen und zwei Steckdosen.
Diese hätten ruhig ein wenig mehr sein können. Man muss schließlich kein Elektriker sein, um Steckdosen anzuschließen.
Die Vorsicht
Tja, unsere Lehrer hatten schon vorgesorgt. Wir männlichen Wesen wurden direkt einmal in der untersten Abteilung einquartiert, die Mädchen eine Etage weiter oben.
Aber mal ehrlich. Ist das schon ein wirkliches Hindernis!?
Die Anlage
Ich kann nichts Anderes sagen als „Klasse“. Die Jugendherberge besteht aus drei Häusern. Und Häuser bitte wortwörtlich nehmen. Denn es sind richtig massive Wohnungsbauten, eingerichtet als JH.
Diese sehen eigentlich recht schön aus. Wie es inzwischen ist kann ich euch leider nicht berichte, da ein halbes Jahr nach unserer Abreise die JH rundum renoviert wurde. Daraus schließe ich allerdings, dass sie inzwischen noch besser aussieht, vor allem im Innenbereich.
In den drei Häusern finden sich insgesamt 333 Betten wieder. Separat sind dann wieder Sanitäranlagen untergebracht. Duschen gibt es nur für die Gemeinschaft, allerdings für beide Geschlechter getrennt. Um sein bestes Stück zu verstecken gibt es allerdings Duschvorhänge.
Die Duschen sind auch relativ groß geraten. Ebenfalls ist ein extra Waschbecken vorhanden, wenn man sich mal duschen möchte oder wie jeden Abend das Zähneputzen an der Reihe ist.
Die Toiletten sind immer sehr sauber gewesen. Nur einmal war ein Urinierbecken verstopft. Anstatt dieses zu melden hatte ein Freund von mir natürlich nichts Besseres zu tun, als so lange draufzudrücken, bis das ganze Wasser den Boden überschwemmte. Na ja, durfte er dann wieder aufwischen. ;o) Toilettenpapier war ebenfalls immer vorhanden.
Die Verpflegung
In einem weiteren Haus ist wiederum alles vorhanden, was die Verpflegung angeht. Für uns gab es jeden Tag Halbpension. Morgens gab es reichliches Frühstück und jeder durfte so viel essen, wie er wollte. Abends gab es ebenfalls immer Essen, natürlich warm.
Über die Qualität des Essens konnte ich mich ebenfalls nicht beschweren. Das Frühstück war so reichlich, dass man mittags noch gar keinen Hunger hatte, was natürlich auch gut so ist.
Nach dem Frühstück durften wir uns allerdings Lunch Pakete machen, die wir für den Laufe des Tages auch manchmal brauchten.
Abends gab es dann wieder reichlich für uns Hungermäuler. Da ich gegen fertig panierte Backfischsorten allergisch bin und starke Bauchschmerzen bekomme, diesen an einem Abend aber trotzdem aß – Überraschung! Dieser war sogar selbst paniert, und der Fisch sogar frisch. Hatte nämlich extra nachgefragt. Der Fisch kommt direkt vom Händler, und paniert wird dort vom Koch – ein großer Pluspunkt für den ohnehin schon klasse Service !
Geregelt ist es letztendlich so, dass jede Klasse einen ganzen Tag die Tische decken und auch abräumen muss. Ich denke, dass dies eine gute Aufgabe für die Klassen ist, da so nicht alles auf dem Personal hängen bleibt. Auch, wenn sie dafür bezahlt werden. Eine Auszeit haben auch diese einmal verdient.
Die internen Freizeitmöglichkeiten
Außerhalb des Raumes sind Tischtennisplatten vorhanden, an denen man seine sportlichen Aktivitäten befriedigen kann. Weiterhin ist ein wenig außerhalb einen Grillplatz vorhanden, ein kleines Streetballfeld, welches allerdings mit Sand auf dem Boden hinterlegt ist und somit das Spielen nicht gerade einfach macht und welch Bonusding, eine hauseigene Disco!
Ja, und diese muss man wirklich loben. Auch wenn sie randvoll an unserem vorletzten Tag war gab es doch viel zu erleben. Ein kleiner Striptease einer schönen Berlinerin, ein Besäufnis einer Berlinerin und ein Traumpaar zwischen Eifeler und Berlinerin. Jaja, die Berliner. Immer wieder für Spaß zu haben.
Gute Musik lief ebenfalls ständig. Allerdings musste man die CDs selbst mitbringen und ein hausinterner DJ legte die Musik dann auf. Und zum damaligen Zeitpunkt war Tarkan noch in. Also eines der wenigen schlechten Lieder an diesem Abend. ;o)
Der Weckservice
Nein, keine Kopie einer Schulglocke, kein eigener Wecker. Schafe !!! Diese rennen an der Jugendherberge wild umher und meldeten sich jeden Morgen gegen 8 Uhr zu Wort. Na ja, schließlich ging das so lange, bis man die Vorhänge aufgezogen hat, sie einen angeschaut haben und endlich wach war.
Die Lage der JH
Ebenfalls sehr schön. Diese liegt mitten in einer naturgeschützten Dünenlandschaft. Außerhalb dieser Landschaft findet man bis auf zwei Kilometern nichts Weiteres.
Wenn ich die Bilder eingescannt habe und auf meine Homepage stelle dürft ihre gerne einmal vorbeischauen.
Die Freizeitmöglichkeiten
Man muss sich natürlich nicht nur in der JH aufhalten. Läuft man zwei Kilometer über einen Weg, der bis in den August hinein auch noch barfuss begehbar ist, kann man sich an den Strand legen. Auch wenn es an der Nordsee immer ein wenig böig und das Wasser nicht das Wärmste ist, kann man in dem naturgesalzenen Nass auch schwimmen gehen. Nur sollte man nicht zuviel davon schlucken, das bekommt der Atmung gar nicht gut. Empfehlenswert ist ein Spaziergang am Strand in der Morgenzeit oder ein Jogginglauf bis zum Strand und wieder zurück.
Am Strand befindet sich ebenfalls ein Cafe, dass wegen der hohen Preise aber nicht unbedingt so sehr zu empfehlen ist.
Außerdem ist ein Ausflug an den Hafen von List auch eine Sehenswürdigkeit wert. Hier kann man mit dem Schiff auf die See und live beobachten, wie man eigentlich etwas fängt. Und dass Seesterne bei längerem Aufbewahren giftig werden habe ich auch erst dort gelernt.
Ebenfalls ist eine Reise nach Helgoland mit der Fähre unbedingt empfehlenswert. Auch wenn wir Wellenstärke 12 hatten und wir uns fast alle übergeben mussten war die Reise einfach genial. Kleiner Tipp: Sollte der Wellengang zu stark werden, lässt der Kapitän sofort Tüten verteilen.
Auf der Rückfahrt schläft man dann sehr schnell ein, da die Luft an der Nordsee doch schon sehr müde macht.
Unbedingt sollte man ebenfalls nach Westerland. Hier ist es zwar nicht gerade billig, aber sehr schön. Und der McDonalds dort ist einer der wenigen, die ich wirklich empfehlen kann.
Der Preis
Der Preis beträgt bei
Junioren: € 13,30
Senioren: € 16,00
Und das für Übernachtung und Frühstück. Ich denke, dass man dagegen wirklich nichts sagen kann.
Geschlossen, wann?
Wie jede Jugendherberge muss diese auch einmal im Jahr schließen. Mövenberg hat vom 03.11. bis zum 26.12. eines jeden Jahres zu.
Die Anschrift
Wer sich gerne näher informieren möchte kann die Jugendherberge unter folgender Anschrift/Telefonnummer erreichen.
Jugendherberge List/Sylt
Mövenberg
25992 List/Sylt
Tel: 04651/870397
Fax: 04651/871039
E-Mail: [email protected]
Ansprechpersonen: Frau Sabine Obst, Herr Matthias Tschernig
Nun ist es also so weit und ich hoffe, dass ich euch mal wieder einen informativen Bericht vorzeigen kann.
Die Vorgeschichte
Es war im Mai 1999. Zu diesem Zeitpunkt besuchte ich die 9. Klasse der Realschule. Unsere Klasse stritt sich darüber, ob wir nun nach Sylt oder München eine Klassenfahrt machen sollten.
Letztendlich überstimmten wir die Münchener mit einer Stimme Mehrheit, Demokratie muss immerhin sein.
Im Juli, ein paar Wochen vor dem Sommerferienanfang machten wir uns auf den Weg. Natürlich hatte ich wieder das meiste Zeug mit dabei, dafür stehe ich schließlich. Eine 60 Liter Seerucksack und noch eine größere Sporttasche, randvoll und bereit, den weiten Weg nach Sylt zu gehen. Nein, nicht zu gehen, also bitte nicht wortwörtlich nehmen. Ich wohne schließlich einige hundert Kilometer von der Insel entfernt.
Mit dem Bus ging es dann von Daun bis nach Koblenz. Diese Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde. Nun standen wir dort auf dem Bahnhof und der Zug verspätete sich erst mal um eine halbe Stunde. Dann durften wir endlich einsteigen und unser Gepäck unterbringen.
Schade, dass wir nicht im Besitz von Tickets in der ersten Klasse waren. Aber man kann sich ja nicht alles aus einer Klassenkasse leisten.
8 Stunden Zugfahrt, das schlaucht einen schon ganz schön! Denkste ! Ich denke, dass kennt jeder. Wenn man mit der Klasse zusammen ist gibt’s nur Spaß. Im Zugabteil wurde geraucht, obwohl dick Nichtraucherschilder an allen Abteilen klebten. Anscheinend störte das aber niemanden. Tja, so war eben die Zeit in dem Alter. ;-)
Letztendlich, in Sylt angekommen, mussten wir den Bus bis zur Jugendherberge nehmen. Denn wer kann schon verlangen, das der Zug einen direkt vor die Haustür fährt?
Der erste Anblick
Da standen wir also mit unserem Gepäck vor der Jugendherberge. Ich mit einen staunenden Blick, wie schön die Landschaft doch ist. Allerdings verwunderlich, da ich doch schon mal an der Nordsee war. Mein Namensvetter, der ebenfalls Daniel heißt nur mit einen breiten Lächeln nach dem Motto: „Das wird ein Spaß !“ Tja, eben der Klassenclown unter den 24 anwesenden Personen.
Die Anreise
Um die Anreise für die Allgemeinheit kurz zu fassen, möchte ich diese auch noch einmal näher beschreiben. Auf Westerland angekommen fährt dieser bis zu der Schule in List, eine Kleinstadt auf der Insel. Auf dem dortigen Busbahnhof, der direkt neben dem Bahnhof angeschlossen ist fährt bis 17 Uhr ein Bus, der jede halbe Stunde sein Ziel erreicht.
Will man diesen nicht nehmen darf man erst einmal 3 km Gewaltmarsch inklusive Gepäck auf sich nehmen. Das blieb mir und den übrigen meiner ehemaligen Klasse zum Glück erspart.
Der Empfang
„Ach, welch freundlicher Empfang“, dachten wir uns wohl, als der Herbergsvater und 100 Meter vor der eigentlichen Herberge symbolisch in die Arme schloss.
Diese schöne, ungewohnt Sprache zauberte einigen direkt ein Schmunzeln auf die Lippen und man musste sich erst einmal daran gewöhnen, vom Eifeler Dialekt (bei mir auch noch was pfälzisch) auf norddeutsche Sprache umzustellen.
Erst einmal sollten wir unser Gepäck abstellen. An der Hausmauer stand dieses wohl sehr gut, wie der Herbergsvater meinte.
Dann gingen wir hinein. Neben dem Speisesaal befindet sich ein Aufenthaltsraum. Dort setzten wir uns erst einmal alle hin und der Chef erklärte allen erst mal die Hausordnung. Im Groben heißt das: Um 22 Uhr ist Bettruhe angesagt, ab 23 Uhr werden alle Türen verschlossen.
„Na, wo sind wir denn da“, dachten wir uns, und es sollte noch ein riesiger Spaß werden.
Ab in die Zimmer
Die Zimmeraufteilung wurde natürlich schon vor der Abreise beschlossen. Und so betraten wir diese samt dem Gepäck. Richtig schön waren die Zimmer eigentlich. Nicht zu groß und nicht zu klein. In unserem jeweils drei Doppelbetten. Theoretisch also Platz für sechs Personen, praktisch auch für mehr Leute.
Die Qualität
Sehr stabil, muss man schon sagen. Nein, nicht was ihr jetzt denkt. So habe ich diese nicht ausprobiert.
Die Matratzen sind ebenfalls nicht schlecht. Nur ein wenig härter hätten sie sein können. Davon sehe ich allerdings gerne einmal ab. Die einen mögen eben weichere, die anderen härtere Matratzen.
Die Hygiene der Böden in den Zimmern war ebenfalls sehr gut, sprich „sauber“.
Im Zimmer befanden sich ein kleiner Tisch mit drei Stühlen und zwei Steckdosen.
Diese hätten ruhig ein wenig mehr sein können. Man muss schließlich kein Elektriker sein, um Steckdosen anzuschließen.
Die Vorsicht
Tja, unsere Lehrer hatten schon vorgesorgt. Wir männlichen Wesen wurden direkt einmal in der untersten Abteilung einquartiert, die Mädchen eine Etage weiter oben.
Aber mal ehrlich. Ist das schon ein wirkliches Hindernis!?
Die Anlage
Ich kann nichts Anderes sagen als „Klasse“. Die Jugendherberge besteht aus drei Häusern. Und Häuser bitte wortwörtlich nehmen. Denn es sind richtig massive Wohnungsbauten, eingerichtet als JH.
Diese sehen eigentlich recht schön aus. Wie es inzwischen ist kann ich euch leider nicht berichte, da ein halbes Jahr nach unserer Abreise die JH rundum renoviert wurde. Daraus schließe ich allerdings, dass sie inzwischen noch besser aussieht, vor allem im Innenbereich.
In den drei Häusern finden sich insgesamt 333 Betten wieder. Separat sind dann wieder Sanitäranlagen untergebracht. Duschen gibt es nur für die Gemeinschaft, allerdings für beide Geschlechter getrennt. Um sein bestes Stück zu verstecken gibt es allerdings Duschvorhänge.
Die Duschen sind auch relativ groß geraten. Ebenfalls ist ein extra Waschbecken vorhanden, wenn man sich mal duschen möchte oder wie jeden Abend das Zähneputzen an der Reihe ist.
Die Toiletten sind immer sehr sauber gewesen. Nur einmal war ein Urinierbecken verstopft. Anstatt dieses zu melden hatte ein Freund von mir natürlich nichts Besseres zu tun, als so lange draufzudrücken, bis das ganze Wasser den Boden überschwemmte. Na ja, durfte er dann wieder aufwischen. ;o) Toilettenpapier war ebenfalls immer vorhanden.
Die Verpflegung
In einem weiteren Haus ist wiederum alles vorhanden, was die Verpflegung angeht. Für uns gab es jeden Tag Halbpension. Morgens gab es reichliches Frühstück und jeder durfte so viel essen, wie er wollte. Abends gab es ebenfalls immer Essen, natürlich warm.
Über die Qualität des Essens konnte ich mich ebenfalls nicht beschweren. Das Frühstück war so reichlich, dass man mittags noch gar keinen Hunger hatte, was natürlich auch gut so ist.
Nach dem Frühstück durften wir uns allerdings Lunch Pakete machen, die wir für den Laufe des Tages auch manchmal brauchten.
Abends gab es dann wieder reichlich für uns Hungermäuler. Da ich gegen fertig panierte Backfischsorten allergisch bin und starke Bauchschmerzen bekomme, diesen an einem Abend aber trotzdem aß – Überraschung! Dieser war sogar selbst paniert, und der Fisch sogar frisch. Hatte nämlich extra nachgefragt. Der Fisch kommt direkt vom Händler, und paniert wird dort vom Koch – ein großer Pluspunkt für den ohnehin schon klasse Service !
Geregelt ist es letztendlich so, dass jede Klasse einen ganzen Tag die Tische decken und auch abräumen muss. Ich denke, dass dies eine gute Aufgabe für die Klassen ist, da so nicht alles auf dem Personal hängen bleibt. Auch, wenn sie dafür bezahlt werden. Eine Auszeit haben auch diese einmal verdient.
Die internen Freizeitmöglichkeiten
Außerhalb des Raumes sind Tischtennisplatten vorhanden, an denen man seine sportlichen Aktivitäten befriedigen kann. Weiterhin ist ein wenig außerhalb einen Grillplatz vorhanden, ein kleines Streetballfeld, welches allerdings mit Sand auf dem Boden hinterlegt ist und somit das Spielen nicht gerade einfach macht und welch Bonusding, eine hauseigene Disco!
Ja, und diese muss man wirklich loben. Auch wenn sie randvoll an unserem vorletzten Tag war gab es doch viel zu erleben. Ein kleiner Striptease einer schönen Berlinerin, ein Besäufnis einer Berlinerin und ein Traumpaar zwischen Eifeler und Berlinerin. Jaja, die Berliner. Immer wieder für Spaß zu haben.
Gute Musik lief ebenfalls ständig. Allerdings musste man die CDs selbst mitbringen und ein hausinterner DJ legte die Musik dann auf. Und zum damaligen Zeitpunkt war Tarkan noch in. Also eines der wenigen schlechten Lieder an diesem Abend. ;o)
Der Weckservice
Nein, keine Kopie einer Schulglocke, kein eigener Wecker. Schafe !!! Diese rennen an der Jugendherberge wild umher und meldeten sich jeden Morgen gegen 8 Uhr zu Wort. Na ja, schließlich ging das so lange, bis man die Vorhänge aufgezogen hat, sie einen angeschaut haben und endlich wach war.
Die Lage der JH
Ebenfalls sehr schön. Diese liegt mitten in einer naturgeschützten Dünenlandschaft. Außerhalb dieser Landschaft findet man bis auf zwei Kilometern nichts Weiteres.
Wenn ich die Bilder eingescannt habe und auf meine Homepage stelle dürft ihre gerne einmal vorbeischauen.
Die Freizeitmöglichkeiten
Man muss sich natürlich nicht nur in der JH aufhalten. Läuft man zwei Kilometer über einen Weg, der bis in den August hinein auch noch barfuss begehbar ist, kann man sich an den Strand legen. Auch wenn es an der Nordsee immer ein wenig böig und das Wasser nicht das Wärmste ist, kann man in dem naturgesalzenen Nass auch schwimmen gehen. Nur sollte man nicht zuviel davon schlucken, das bekommt der Atmung gar nicht gut. Empfehlenswert ist ein Spaziergang am Strand in der Morgenzeit oder ein Jogginglauf bis zum Strand und wieder zurück.
Am Strand befindet sich ebenfalls ein Cafe, dass wegen der hohen Preise aber nicht unbedingt so sehr zu empfehlen ist.
Außerdem ist ein Ausflug an den Hafen von List auch eine Sehenswürdigkeit wert. Hier kann man mit dem Schiff auf die See und live beobachten, wie man eigentlich etwas fängt. Und dass Seesterne bei längerem Aufbewahren giftig werden habe ich auch erst dort gelernt.
Ebenfalls ist eine Reise nach Helgoland mit der Fähre unbedingt empfehlenswert. Auch wenn wir Wellenstärke 12 hatten und wir uns fast alle übergeben mussten war die Reise einfach genial. Kleiner Tipp: Sollte der Wellengang zu stark werden, lässt der Kapitän sofort Tüten verteilen.
Auf der Rückfahrt schläft man dann sehr schnell ein, da die Luft an der Nordsee doch schon sehr müde macht.
Unbedingt sollte man ebenfalls nach Westerland. Hier ist es zwar nicht gerade billig, aber sehr schön. Und der McDonalds dort ist einer der wenigen, die ich wirklich empfehlen kann.
Der Preis
Der Preis beträgt bei
Junioren: € 13,30
Senioren: € 16,00
Und das für Übernachtung und Frühstück. Ich denke, dass man dagegen wirklich nichts sagen kann.
Geschlossen, wann?
Wie jede Jugendherberge muss diese auch einmal im Jahr schließen. Mövenberg hat vom 03.11. bis zum 26.12. eines jeden Jahres zu.
Die Anschrift
Wer sich gerne näher informieren möchte kann die Jugendherberge unter folgender Anschrift/Telefonnummer erreichen.
Jugendherberge List/Sylt
Mövenberg
25992 List/Sylt
Tel: 04651/870397
Fax: 04651/871039
E-Mail: [email protected]
Ansprechpersonen: Frau Sabine Obst, Herr Matthias Tschernig
24 Bewertungen, 3 Kommentare
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24.09.2002, 14:00 Uhr von cooldani
Bewertung: sehr hilfreichDas war ein richtig informativer Bericht, weiter so! Ich habe übrigens auch mal vor in die JH Sylt zu gehen.
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11.06.2002, 01:42 Uhr von Lachesis
Bewertung: sehr hilfreichTja, das waren noch Zeiten als man jedes Jahr zu den Klassenfahrten in üblen Jugendherbergen abgeladen wurden... ich war da schon in ganz speckigen Dingern *g* Die beste war mal in Rüdesheim, aber das ist so lange her, dass ich mich kaum noch eri
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29.05.2002, 17:17 Uhr von Verena77
Bewertung: sehr hilfreichWow ... schöner Bericht!
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