Mehr zum Thema Krankenhäuser Testbericht

No-product-image
ab 7,13
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003

5 Sterne
(0)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(3)

Erfahrungsbericht von tina65

Schnallt mich fest, ich bleibe nicht...

Pro:

Alles

Kontra:

meine Krankenhausphobie

Empfehlung:

Ja

Oh ja, die haben mich da schon kennengelernt, im Krupp-Krankenhaus und nicht nur da. Ich bin der typische Flitzer, der Krankenhaus-Flitzer. Niemand kann mich dort halten. Ich gehe immer flüchten. So war es auch dieses Jahr, so war es viele Jahre davor, und so wird es wohl auch immer sein. Natürlich hat es nicht persönlich mit dem Alfried-Krupp-Krankenhaus zu tun, meine Phobie, sondern mit Krankenhäusern allgemein. Diese Phobie hatte ich schon als Kind. Ich möchte einmal behaupten, diese ist meine eigene Einstellung, dass das Krupp-Krankenhaus zu den Besten in meiner Stadt zählt, dazu gehört nicht nur der Komfort, den dieses Krankenhaus bietet, sondern natürlich auch die ärztliche Betreuung, sowie die des Personals. Ich habe selten ein so sauberes, ordentliches Krankenhaus erlebt wie dieses, und glaubt mir, ich war schon in einigen Kliniken.

Dieses Jahr am 30.01. habe ich wieder in diesem Krankenhaus entbunden. Das Kruppkrankenhaus ist sehr modern eingerichtet, auch von den Kreissäalen her. Es gibt dort nur noch Zweibettzimmer, keine Dreibett-oder gar Vierbettzimmer. Jedes Zimmer hat eine eigene Toilette. Also wird diese nur von zwei Personen benutzt.(Ich kriege Plack wenn ich dran denke, da ist eine Person schon zuviel). Für mich kommt allerdings auch kein Zweibettzimmer in Frage, sondern nur ein Einzelzimmer. Ich werde wahnsinnig, wenn ich mit einer fremden Person ein Zimmer, oder besser noch die Toilette, teilen muß. Gut, was gibt es über dieses Krankenhaus zu schreiben? Wie gesagt, hat es eine Entbindungsstation, leider keine Kinderklinik. Also wenn etwas bei der Geburt passiert, oder später mit dem Baby was nicht in Ordnung ist, wird das Kind dann in ein anderes Krankenhaus verlegt werden müssen. Allerdings ist fast täglich ein Kinderarzt im Kruppkrankenhaus anwesend.

Ansonsten gibt es natürlich die anderen Stationen, von der Urologie, Chirurgie, Nephrologie usw. in diesem Krankenhaus. alle Stationen sind gleich ausgestattet. Die Ärzte sind teilweise wahre Wunder. Wenn man vor diesem Krankenhaus steht, es besteht aus einem hohen Gebäude, hat man den Haupteingang vor sich, und l inks daneben die Ambulanz, bei der ich dieses und letztes Jahr Dauergast war. Alles ist in warmen Brauntönen gehalten, damit man nicht direkt schon Panik schiebt, wenn man die Klinik betritt. Geht man durch den Haupteingang blickt man direkt auf so ein komisches beleuchtetes Gebilde an der Wand. Links ist der Infoschalter, der Tag und Nacht besetzt ist, die haben mich da auch schon kennengelernt. Weiter rechts sind die Fahrstühle in die oberen Etagen. Die Zimmer des Krankenhauses sind groß und geräumig. Jedes ist mit Fernseher und Telefon ausgestattet, eigentlich wie in einem Hotel. Morgens und abends gibt es Büffet, in einem Raum neben dem Schwesternzimmer und mittags kann man von einer Karte zwischen drei verschiedenen Gerichten wählen. Als meine Tante in der Klinik noch Köchin war, habe ich immer die doppelten Portionen bekommen, wenn ich mal dort lag.

Ich möchte speziell über die Kreissäale sprechen und über das Personal. Da ich Wochen vorher schon an einem Rundgang durch das Krankenhaus teilgenommen hatte, vor meiner Entbindung, wußte ich schon wie die Kreissäale aussahen. Sie sind auch in schönen warmen Farben gehalten, jeder Kreissaal hat auch eine Entbindungswanne, falls man sich für eine Wassergeburt entscheidet, sowie sämtliche "Turngeräte" die man sich vorstellen kann. Wir wurden auch durch das Babyaufbewahrungszimmer geführt, alles war sehr sauber und die Schwestern sehr freundlich. Nun, ich erkundigte mich natürlich sofort nach ambulanten Entbindungen, die im Kruppkrankenhaus auch stattfinden. Ich wurde sehr gut beraten. Da ich immer weiß was ich will, hatte ich mir auch so schon vorher ausgemalt wie alles ablaufen sollte. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die mir fast wieder das Genick gebrochen hätte, kam auch alles so wie ich wollte.

Gezeigt wurden einem bei diesem Rundgang auch die verschiedenen Entbindungsmethoden, ob mit oder ohne Schmerzmittel, ob normale Geburt oder Kaiserschnitt(der OP ist gleich nebenan). Ich fühlte mich sogleich gut aufgehoben, da ich das Krankenhaus ja von früher her kannte und die mich allerdings auch! Im Kruppkrankenhaus gibt es natürlich ein Rooming-In, das heißt, man kann sein Baby Tag und Nacht bei sich halten, wenn man möchte. In jedem der Patientenzimmer ist ein Wickeltisch mit sämtlichen Zubehör.

Gut, Tag X sollte bei mir dann der 23. Januar 2005 sein, woraus natrülich nix wurde, Kind wollte nicht kommen! Am 27. Januar bekam ich dann so was wie Wehen, ich hatte ganz vergessen wie Wehen sich anfühlten, da meine erste Schwangerschaft schon 16 Jahre zurück lag. Mein Mann fuhr mich dann spät abends ins Kruppkrankenhaus, da war ich ja angemeldet. Ich wurde an einen Wehenmesser gelegt , und von da an waren die Wehen wieder weg. Eine freundliche Schwester meinte, ich müsse besser da bleiben( mein Magen machte Sprünge) und da kein Einzelzimmer vorhanden, bzw. frei war, legte man mich zu einer älteren Dame aufs Zimmer. Im Kruppkrankenhaus kann man auch ein sogenanntes Familienzimmer mieten, für die Zeit in der man nach der Entbindung im Krankenhaus bleiben muß, so kann der Vater, oder die anderen Kinder mit bei der Mutter schlafen, sogar mit essen. Dieses Zimmer kostet pro Tag 50 Euro. Natürlich war es gerade an diesem Tag nicht frei, als ich dort ankam.

Ich rannte die halbe Nacht durchs Krankenhaus, mein Mann mit mir. Keine Wehen mehr, kein gar nichts! Irgendwann fuhr mein Mann dann nach Hause, um eigentich kurze Zeit später wieder bei mir aufzutauche, da ich hysterisch wurde und alle terrorisierte. Also kam er gegen Mitternacht wieder im Krankenhaus an, wo er beinahe noch rausgeschmissen wurde, da er ja um diese Zeit nichts mehr auf den Stationen zu suchen hatte, ausser die Entbindung wäre schon in Gang gewesen. Am nächsten Morgen meinte der Chefarzt, ein wirklich netter älterer Herr, ich sei ja erst einge Tage drüber, aber man könne mir ja ein Wehenmittel geben, damit die Geburt endlich voranschreitet. Darauf hin meinte ich dann nur, ich würde mich hier und jetzt entlassen. Keiner hatte etwas dagegen, dass ich wieder nach Hause gehen könnte. Tja, und zu Hause war ich dann einen ganzen Tag, um am 29, Januar, wieder abends, erneut in die Klinik zu fahren, Dieses mal bekam ich dann mein Familienzimmer und ein Stein fiel mir vom Herzen.

Unruhig und hektisch lief ich dann durch die Klinik, bis ein Hebamme dann meinte(die Wehen waren wieder weg), ich solle doch in mein Zimmer gehen und bekäme dann gleich ein leichtes Schlafmittel. In der Zwischenzeit verlangte ich immer wieder nach Ärzten und nach einem Kaiserschnitt, weil ich einfach die Nase voll hatte(die von mir anscheinend auch). Mein Mann brachte mich in das Zimmer und kurze Zeit später kam dann auch eine Schwester mit einer Spritze, die sie mir in den Hintern haute, dass ich nur noch jubeln konnte. Danach ging eigentlich alles ziemlich schnell. Innerhalb von 2 Stunden war mein Muttermund bereits auf 7 cm geöffnet(von wegen Schlafmittel) Ich krauchte dann in Richtung Kreissaal, bekam den, der in rose gestrichen war, und um 04.27 Uhr wurde Tristan dann geboren, mit eingien Komplikationen, Saugglocke usw. Dennoch fühlte ich mich rund um die Uhr gut betreut in diesem Krankenhaus. Alles waren super nett zu mir, man versuchte es mir immer Recht zu machen, pikste mich mit Nadeln, probierte Akkupunktur an mir aus, von wegen, das tut nicht weh!! Gab mir homöopatische Klamotten, die ich auch schön brav nahm. Natürlich brachte das alles nichts!

Der Cocktail der Hebammen hat dann schließlich meinen kleinen Engel auf die Welt gelockt. Am nächsten Morgen konnte ich das Krankenhaus dann wieder verlassen, da ich ja ambulant entbinden wollte. Trotz Saugglockengeburt konnte mich niemand mehr dort halten. Ichl ließ mich noch von einer Ärztin untersuchen, sagte ihr, ich wisse genau was ich tue. Sie gab mir noch einige Ratschläge, an die ich mich sowieso nicht halten würde. Tristan wurde auch noch mal untersucht und man ließ mich schließlich meines Weges gehen, mit dem kleinen Süssen unterm Arm.

Nun, das war im Januar dieses Jahres. Was nächstes Jahr noch alles auf mich zukommt, weiß ich nicht. Würde ich aber gerne, da ich wieder schwanger bin. Ich werde wieder im Krupp-Krankenhaus entbinden. Im jahr 88 wollte ich laufen gehen, stritt mit dem gesamten Krankenhauspersonal, habe denen das Krankenhaus zusammen geschrien, habe den Pförtner fertig gemacht und noch "beklaut" (peinlich, peinlich). Dieses Jahr, liebes Krupp-Krankenhaus habt ihr Glück gehabt. Nächstes Jahr werde ich wohl mit Kaiserschnitt entbinden müssen, falls es dazu kommt(ich werde noch einen Bericht schreiben), mir graut es davor. Kaiserschnitt gibt es nicht auf die ambulante Art. Ich weiß jetzt schon, dass ich dann wieder durch die Hölle gehen werde, und mein armer Mann auch. Das Klinikpersonal des Kruppkrankenhauses ist wirklich die Ruhe selbst. Sie sind sehr familiär eingestellt, lustig und lieb. Auch von den Ärzten ist mir keiner komisch gekommen, da habe ich schon andere arrogante Fatzken kennen gelernt. die mich aber dann auch!!

Für alle, die in Essen wohnen, oder Umgebung, die guten Komfort, gepaart mit guten Ärzten und freundlichem Personal haben wollen, kann ich nur raten, geht ins Alfried-Krupp-Krankenhaus, das hat einen sehr guten Ruf. Sicherlich wird es auch Stimmen geben, die anderer Meinung sind, ich kann, wie gesagt, nur von mir alleine reden, welche Erfahrungen ich mit dieser Klinik gemacht habe und die waren allesamt gut.

72 Bewertungen, 18 Kommentare

  • Estha

    27.05.2006, 15:55 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.

  • matahari66

    27.05.2006, 05:36 Uhr von matahari66
    Bewertung: sehr hilfreich

    wirklich guter Bericht Liebe Grüße Claudia ;o)))

  • bubbelchen05

    13.02.2006, 21:04 Uhr von bubbelchen05
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh <br/>Liebe Grüße <br/>Marina

  • AngelikaBS

    24.01.2006, 16:06 Uhr von AngelikaBS
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für die Lesung und Bewertung meines *Wenn es Abschied nehmen heißt*-Berichts. Liebe Grüße von Angelika :-)

  • Connector

    24.01.2006, 14:07 Uhr von Connector
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!

  • LiLaLaunemonster

    03.01.2006, 18:31 Uhr von LiLaLaunemonster
    Bewertung: sehr hilfreich

    :o)

  • Lotosblüte

    01.01.2006, 23:47 Uhr von Lotosblüte
    Bewertung: sehr hilfreich

    Du bist Spitze. Und du bist stark. Bleib so. <br/>lg <br/>Gabriele

  • waltraud.d

    01.01.2006, 16:54 Uhr von waltraud.d
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • marina71

    23.12.2005, 16:38 Uhr von marina71
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh+ frohe Weihnachten! LGMarina

  • chapikra

    21.12.2005, 15:43 Uhr von chapikra
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG sandra

  • Alusru

    17.12.2005, 17:15 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Alles Liebe für Dich Deinen Kleinen und den Rest der Familie, Gruß Uschi.

  • Löwin49

    16.12.2005, 23:34 Uhr von Löwin49
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich wünsch dir trotz aller Erfahrung alles gute <br/>*G* <br/>Leonie

  • anonym

    16.12.2005, 22:37 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Birgit :-)

  • mandymom

    16.12.2005, 00:09 Uhr von mandymom
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • fast_help

    15.12.2005, 12:36 Uhr von fast_help
    Bewertung: sehr hilfreich

    :o) LG Andy

  • morla

    13.12.2005, 13:44 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Tigerente1106

    13.12.2005, 00:33 Uhr von Tigerente1106
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh LG Stefan :-)

  • Lidlefood

    12.12.2005, 21:44 Uhr von Lidlefood
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich