Erfahrungsbericht von Mathi15
Trotz allem ein scheußlich gutes Buch
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich musste das Buch mit Namen Heldenplatz von Thomas Bernhard in Verbindung mit meinem Deutsch Leistungskurs vor kurzem lesen und habe im Nachhinein eine ganz positive Meinung in bezug auf den inhalt und generell dieses Kunstwerkes.
In diesem etwa 160 seitigen Buch, dass als taschenbuch des verlags Suhrkamp für 7 € erhältich ist, wohl gemerkt eine wirklich lohnenswerte Investition, geht es um die Auseinandersetzung mit dem plötzlichen Selbstmord des Professors Josef Schuster. Ein jüdischer Philosoph, der nach der Annektierung österreichs im März 1939 an das Deutsche Reich nach England, um genauer zu sagen Oxford flüchtet, und im Jahre 1955 wieder in die österreichische Hauptstadt zurückkehrt.
Dort angekommen sieht er aber den zustand der Bevölkerung als unverändert bzw noch schlimmer an. Außerdem kristisierte er den Stumpfsinn der österreichischen Bevölkerung und der Regierung.
Die Hinterbliebenen skizieren nun in Gespächen den Lebensweg des verstorbenen Professors in Form von Gesprächen.
Das Werk löste in Österreich zu Recht herbe Empörung aus, doch dies wollte Thomas Bernhard meines Erachtens auch. Er sagte selbst, dass es sich um scheußlches Buch handelt. Es handelt sich um Theaterstück ohne jede Verwendung von Satzzeichen. Dies störte mich zu beginn, doch man gewöhnt sich schnell dran.
Jedenfalls starb Bernhard auch in österreich ließ testamentarisch erklären, dass sämtliche Aufführungen seiner Inszenierungen und Drucklegungen bzw Rezitationen seiner Werke in Österreich verboten werden sollen.
Betrachtet man den bloßen Inhalt, so ist es mit Sicherheit etwas zu krass dargestellt, doch die meiner Ansicht nach eigentliche Aussage istauf jeden Fall richtig von Thomas Bernhard. Denn die oft verwendete Ausrede eines Großteils der östereichischen Bevölkerung, man seie Opfer Hitlers Politik und des Nationalsozialismus gewesen ist meines Erachtens zu naiv und leicht gemacht.
Denn schließlich gab auch die eigentlich demokratische Regierung unter Schuchnigg mit deren Rücktritt Hitler die Chance zur Annerktierung Österreichs und des weiteren waren auch schon vor der Machtergreifung starke nationalsozialistische Strömungen in Österreich zu erkennen.
Von daher würde ich dieses aus 3 Kapiteln bestehende Buch jedem weiterempehlen. Es lohnt sich, da es aber auch kritisch betrachtet werden muss.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-29 20:18:24 mit dem Titel Jakob Wassermann-Zitat
Jakob Wassermann wurde am 10. März 1873 in Fürth als Sohn eines Gemischtwarenhändlers geboren und starb am 1. Januar 1934 in Altaussee in der Steiermark. Der gelernte Kaufmann wurde später freier Schriftsteller und arbeitete auch als Redakteur beim „Simplicissimus“. M
it seinen spannenden, psychologisch-realistischen Romanen und Novellen hatte er eine breite internationale Wirkung. Werke von ihm sind unter anderem: „Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens“ (1908), „Laudin und die Seinen“ (1925), „Der Fall Maurizius“ (1928), „Etzel Andergast“ (1931), „Joseph Kerkhovens dritte Existenz“ (1934).
Bei genauerer Betrachtung des Zitats Jakob Wassermanns lassen sich zwei Wortspiele erkennen. Zum einen verwendete der Autor im ersten Teil des Satzes den Begriff achten und im zweiten das Wortverwandte Verb verachten. Dies und die Verwendung der Begriffe Leser und Lesen verdeutlichen die kontrastreiche Aussage des Zitats. Denn mit diesem wird ausgedrückt, dass der Autor eher Personen achtet, die nicht zum Buch greifen als den in Lektüre vertieften Leser. Warum dies der Fall ist, geht nicht direkt aus dem Satz hervor. Ich vermute, dass der Grund das von der Norm abweichen oder die Tatsache ist, dass eine Person, die das Lesen verabscheut, einen triftigen Grund besitzen muss, dieser Ansicht zu sein. Oder Wassermann ist der meint, dass es für ihn undenkbar ist ohne Bücher zu leben und er daher die Menschen bewundert, die nicht gerne zum Buch greifen, da diese nicht solch ein Bedürfnis besitzen.
Als berühmtes Beispiel dieser Denkweise würde ich die gleichnamige Hauptperson des Buchs Faust ansehen. Dieser verabscheut zwar nicht das Lesen an sich, kann durch Bücher jedoch nicht mehr sein Wissen erweitern. Anders kann ich mir die Auslegung dieses Zitats nicht erklären, da ich spontan dieser Aussage zudem nicht zustimmen kann. Desweiteren handelt es sich hierbei um die persönliche Ansicht des Autors. Dies ist an der Verwendung des Wortes ich zu erkennen. Somit soll dieser Ausspruch vermutlich nicht allgemein gelten, sondern ist vielmehr die Meinung Wassermanns. Er sagt keinesfalls, dass seine Denkweise stimmen muss, wirft sie jedoch in den Raum. Außerdem ist nicht direkt herauszulesen, wie viel mehr er den Personenkreis achtet, der das Lesen verabscheut, als die Leserschaft.
Nach einiger Überlegung habe ich mich entschlossen, dass Werk Fahrenheit 451 von Ray Bradburry zur Untersuchung des Wahrheitsgehaltes des Zitats genauer zu betrachten.
In diesem etwa 160 seitigen Buch, dass als taschenbuch des verlags Suhrkamp für 7 € erhältich ist, wohl gemerkt eine wirklich lohnenswerte Investition, geht es um die Auseinandersetzung mit dem plötzlichen Selbstmord des Professors Josef Schuster. Ein jüdischer Philosoph, der nach der Annektierung österreichs im März 1939 an das Deutsche Reich nach England, um genauer zu sagen Oxford flüchtet, und im Jahre 1955 wieder in die österreichische Hauptstadt zurückkehrt.
Dort angekommen sieht er aber den zustand der Bevölkerung als unverändert bzw noch schlimmer an. Außerdem kristisierte er den Stumpfsinn der österreichischen Bevölkerung und der Regierung.
Die Hinterbliebenen skizieren nun in Gespächen den Lebensweg des verstorbenen Professors in Form von Gesprächen.
Das Werk löste in Österreich zu Recht herbe Empörung aus, doch dies wollte Thomas Bernhard meines Erachtens auch. Er sagte selbst, dass es sich um scheußlches Buch handelt. Es handelt sich um Theaterstück ohne jede Verwendung von Satzzeichen. Dies störte mich zu beginn, doch man gewöhnt sich schnell dran.
Jedenfalls starb Bernhard auch in österreich ließ testamentarisch erklären, dass sämtliche Aufführungen seiner Inszenierungen und Drucklegungen bzw Rezitationen seiner Werke in Österreich verboten werden sollen.
Betrachtet man den bloßen Inhalt, so ist es mit Sicherheit etwas zu krass dargestellt, doch die meiner Ansicht nach eigentliche Aussage istauf jeden Fall richtig von Thomas Bernhard. Denn die oft verwendete Ausrede eines Großteils der östereichischen Bevölkerung, man seie Opfer Hitlers Politik und des Nationalsozialismus gewesen ist meines Erachtens zu naiv und leicht gemacht.
Denn schließlich gab auch die eigentlich demokratische Regierung unter Schuchnigg mit deren Rücktritt Hitler die Chance zur Annerktierung Österreichs und des weiteren waren auch schon vor der Machtergreifung starke nationalsozialistische Strömungen in Österreich zu erkennen.
Von daher würde ich dieses aus 3 Kapiteln bestehende Buch jedem weiterempehlen. Es lohnt sich, da es aber auch kritisch betrachtet werden muss.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-29 20:18:24 mit dem Titel Jakob Wassermann-Zitat
Jakob Wassermann wurde am 10. März 1873 in Fürth als Sohn eines Gemischtwarenhändlers geboren und starb am 1. Januar 1934 in Altaussee in der Steiermark. Der gelernte Kaufmann wurde später freier Schriftsteller und arbeitete auch als Redakteur beim „Simplicissimus“. M
it seinen spannenden, psychologisch-realistischen Romanen und Novellen hatte er eine breite internationale Wirkung. Werke von ihm sind unter anderem: „Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens“ (1908), „Laudin und die Seinen“ (1925), „Der Fall Maurizius“ (1928), „Etzel Andergast“ (1931), „Joseph Kerkhovens dritte Existenz“ (1934).
Bei genauerer Betrachtung des Zitats Jakob Wassermanns lassen sich zwei Wortspiele erkennen. Zum einen verwendete der Autor im ersten Teil des Satzes den Begriff achten und im zweiten das Wortverwandte Verb verachten. Dies und die Verwendung der Begriffe Leser und Lesen verdeutlichen die kontrastreiche Aussage des Zitats. Denn mit diesem wird ausgedrückt, dass der Autor eher Personen achtet, die nicht zum Buch greifen als den in Lektüre vertieften Leser. Warum dies der Fall ist, geht nicht direkt aus dem Satz hervor. Ich vermute, dass der Grund das von der Norm abweichen oder die Tatsache ist, dass eine Person, die das Lesen verabscheut, einen triftigen Grund besitzen muss, dieser Ansicht zu sein. Oder Wassermann ist der meint, dass es für ihn undenkbar ist ohne Bücher zu leben und er daher die Menschen bewundert, die nicht gerne zum Buch greifen, da diese nicht solch ein Bedürfnis besitzen.
Als berühmtes Beispiel dieser Denkweise würde ich die gleichnamige Hauptperson des Buchs Faust ansehen. Dieser verabscheut zwar nicht das Lesen an sich, kann durch Bücher jedoch nicht mehr sein Wissen erweitern. Anders kann ich mir die Auslegung dieses Zitats nicht erklären, da ich spontan dieser Aussage zudem nicht zustimmen kann. Desweiteren handelt es sich hierbei um die persönliche Ansicht des Autors. Dies ist an der Verwendung des Wortes ich zu erkennen. Somit soll dieser Ausspruch vermutlich nicht allgemein gelten, sondern ist vielmehr die Meinung Wassermanns. Er sagt keinesfalls, dass seine Denkweise stimmen muss, wirft sie jedoch in den Raum. Außerdem ist nicht direkt herauszulesen, wie viel mehr er den Personenkreis achtet, der das Lesen verabscheut, als die Leserschaft.
Nach einiger Überlegung habe ich mich entschlossen, dass Werk Fahrenheit 451 von Ray Bradburry zur Untersuchung des Wahrheitsgehaltes des Zitats genauer zu betrachten.
Bewerten / Kommentar schreiben