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Erfahrungsbericht von cashcash

Von krankhafter Einsamkeit durch Liebe befreit

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Von der krankhaften Einsamkeit durch unerschütterbare Liebe befreit

Was wissen wir über Autismus? Wie gehen die Leute mit Autismus um? Kann man es heilen? Wie ergeht es Betroffenen und deren Nahestehenden?

Warum ich dieses Buch gelesen habe:
In der Schule machte sich ein Lehrer ständig über Autismus lustig, ohne meiner Meinung nach zu wissen, worüber er redet. Mich ärgerte es, das er diese Krankheit ins Lächerliche zog. Ich hätte ihm gerne was gesagt bzw. im widersprochen, aber was sollte ich sagen, ich wußte genauso wenig wie er darüber, jedoch machte es die Sache erst interessant. Als erstes schaute ich in einem Duden nach, was das Wort “Autismus” kurz und knapp beschreibt, aber es war nicht sehr viel aussagend. Dann beschloss ich in meinem Katalog (Bücherkatalog aus der Reihe Erfahrungen, wo ich mir schon mehrere Bücher kaufte) nachzusehen, ob es da nicht auch ein Buch über Autismus gibt. Und so kam ich auf dieses Buch . . .

Thema (kurz und knapp):
Eine Familie will sich mit dem Befund (Autismus) ihres Sohnes nicht zufrieden geben. Ihr Wunschkind Raun ist unfähig, eine Beziehung zu ihnen herzustellen, daher versuchen sie mit grenzenlos viel Mühe und Liebe ihm einen Zugang zurück in die Welt zu bauen.
Raun’s Vater Barry zeichnet den mühsamen Weg mit auf und lässt alle an dieser Erfahrung teilhaben.

Inhalt (ausführlicher):
Es geht um eine Familie, welche schon 2 Kinder (Mädchen- Thea und Bryn) hat, Nun ist das 3. Kind auf dem Weg, es ist ein Wunschkind, welches nun noch zum Familienglück beitragen soll.
Total erschöpft von der Geburt halten die jungen Eltern Suzi und Barry ihren Sohn Raun Kahlil im Arm, welcher froh und munter ihnen entgegenschrie.
Die ersten Wochen vergingen wie im Flug, doch dann beobachteten sie merkwürdige Verhaltensweisen bei ihrem Sohn - Taubheit, Abwesenheit, starrer Blick, keine Interaktion und Blickkontakt, Schaukeln etc.
Die Eltern wußten sich nicht zu helfen und suchten einen Arzt nach dem anderen auf um heraus zu bekommen, was mit ihrem Liebling los war. Verschiedene Diagnosen wurden gemacht, doch keine schien die Richtige ein.
Barry, welcher sich früher mit Psychologie beschäftigte hatte eines Tages einen Gedankensprung - Autismus - ob es das war, was alle Fragen beantworten konnte?
Er besorgte sich alle Bücher die er über diese Krankheit finden konnte. Nach reichlichen Nachforschungen, machten sich die Eltern erneut auf den Weg um Ärzte aufzusuchen und sie mit dieser vielleicht neuen Erkenntnis zu befragen, um Hilfe zu bekommen . . .
Sie fanden viele Ärzte, welche ihnen diese Diagnose bestätigten, jedoch keine die helfen wollten, meistens wurde der Grund genannt, dass Raun zu jung sei, um eine Behandlung zu beginnen, sie sollen in ein paar Jahren wieder kommen.

Wie fühlt man sich, wenn man mit so einer Krankheit alleingelassen wird und keiner einem Mut macht, geschweige denn Hilfe anbietet.

Doch die Eltern wollten sich ihr neu gewonnes Familienglück nicht zerstören lassen, sie fanden sich vorerst mit der Tatsache, dass Raun autistisch ist ab, aber sie versuchten allein mit ihm zu arbeiten. Der Weg zum Ziel sollte sein, dass sie ihn so akzeptierten, wie er war, ihn so liebten, wie er war und wie er sich verhielt. Eine Berg- und Talfahrt begann. Es sollte nicht der endgültige Befund sein und deswegen wurde der Kampf angesagt . . . Ob sie ihn auch gewannen?

Das muß noch gesagt werden:
Es ist eine wahre Geschichte von dem Unmöglichen was war geworden ist. Neben einer Ermutigung für alle Eltern (den es vielleicht ähnlich geht) ist das Buch sehr faszinieren und fesselnd. Die Begebenheiten werden sehr schön beschrieben und man lernt nebenbei auch noch was über Autismus, was im Volksmund nur mit “irgendeiner Verhaltensstörung” bekannt ist.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-25 12:23:13 mit dem Titel Andere Länder, andere Sitten

Das Buch \"Einmal frei sein\" beruht auf eine wahre Begebenheit, es ist eine Art Lebenslauf. Liliane Amri ist eigentlich keine Schriftstellerin aber sie stellte den Gang ihres Lebens der Öffentlichkeit dar:
Mit 4 Jahren wurde sie in ein Konzentrationslager verschleppt.
Sie muß eine schwere Zeit durchleben, ständig in der Angst, könnte es ihr letzter Tag sein!?
Sie überlebt es und das Leben scheint sich wieder zum Guten zu wenden, aber nein. Sie erkrankt an Epilepsi. Sie findet sich damit ab und lernt damit umzugehen und das Leben scheint wieder besser zu werden, aber nein.
Sie lernt einen Algerier kennen, der ihr in schweren Situationen zur Seite steht und verliebt sich in ihn. Als sie eine Reise in seine Heimat machen wollte um seine Familie kennenzulernen, war es für sie ein Erlebnis und Erholung pur, aber nun wollte sie wieder nach Frankreich, doch das ging nicht. Mohammed (der Algerier) hielt sie gefangen und viel schlimmer noch, er ließ sie allein, weil er wo anders arbeitete.
Liliane muß sich mit der Familie anfreunden, neue Sitten und Bräuche kennenlernen, sich an einen neuen Lebensstandart gewöhnen - es ist einfach alles anders.
32 Jahre lang lebt sie in einer fremden Familie einsam und unterdrückt in einem kleinen Bergdorf.
Sie findet sich erst einmal mit ihrem Schicksal ab, aber im innersten ist ihr größter Wunsch wieder heimzukehren nach Frankreich und ihr eigenes Leben zu leben. Wird sie es schaffen?

Das Buch hat mich zu tiefst bedrückt. Ich habe es in einer Zeit gelesen, wo es mir selber nicht so gut ging und ich mir immmer sagt, warum muß mir das gerade passieren?
Nachdem ich \"Einmal frei sein\" gelesen habe, dachte ich in der nächsten Zeit viel nach und ich merkte, es gibt Leuten denen es viel schlechter geht und sie sind trotzdem zufrieden - Liliane Amri hat trotz all dem Leid den Glauben an das Leben nie verloren, sie zeugt von wahrer Stärke.
Lebt euer Leben so wie ihr es wollte, laßt es euch gut gehen, genießt jeden Tag und laßt euch von kleinen Pannen nicht aus der Bahn werfen!

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