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Erfahrungsbericht von DieEine

Knowledge is king!! Das Graffiti Lexikon

Pro:

Nachschlagewerk, übersichtlich, umfangreich

Kontra:

teuer

Empfehlung:

Nein

Wissen ist Macht: eine Weisheit, die sich durchgesetzt hat oder warum sonst gibt es mittlerweile Lexika für alles, was uns interessiert und Spass macht?
Ein Thema, für das ich mich interessiere ist HipHop und wie vielleicht nicht jeder weiss, ist HipHop keine Musikrichtung sondern eine Kultur.
Für viele ist die Tatsache, dass HipHop aus vier Säulen besteht diskussionswürdig, aber für mich gehören die vier Säulen wirklich zusammen. Von welchen vier Säulen spreche ich?
Rap, DJing, MCing und Writing, sprich Graffiti.

Also jeder, der anfängt sich für HipHop zu interessieren, wird irgendwann auch über die Faszination der bunten Bilder, die unser Städtebild verschönern stolpern (ich weiss, auch darüber kann man jetzt wieder diskutieren).
Bei mir war es damals so, dass meine Schwester als Sprayerin aktiv war und ich sie oft malen sah und über Outlines, Wildstyle, Character und ähnliche Dinge reden hörte.
Ich wünschte, ich hätte damals ein Graffiti-Lexikon gehabt, dann hätte ich nicht immer dumm fragen müssen, obwohl das \"live erklärt bekommen\" durchaus auch etwas für sich hat.

Obwohl ich mich schon eine Weile für Graffiti begeistere und es das Graffiti-Lexikon aus dem Hause Schwarzkopf-Schwarzkopf schon eine Weile gibt, hab ich es mir erst letztes Jahr zugelegt, weil ein Freund von mir so von dem Buch geschwärmt hat, weil seine Graffiti-Homepage sogar erwähnt wird.

Das Buch ist zwar mit 20,90 Euro etwas teuer, aber es bietet auch verdammt viel. Das Graffiti-Lexikon umfasst 448 Seiten, die etwas grösser als Din A-5 sind. Das buch hat einen stabilen Einband und ist sonst fadengeheftet und auf umweltfreundlichem Papier gedruckt.
Bernhard van Treeck, der schon mehrere Graffiti-Bücher geschrieben hat, hat auf diesen 448 Seiten wirklich jedes noch so kleine Stichwort zum Thema Graffiti aufgeführt.
Von A wie Aérosoul bis Z wie Zugbomben ist wirklich alles erklärt. Begriffe des Writings und Techniken sowie einzelne Maler, Crews und Städte werden schön, verständlich und teilweise auch sehr ausführlich erklärt und beschrieben.
Besonders witzig fand ich die Erklärung hinter \"Lady Di\": da wird auf die Botschaften, die Touristen am der Unfallstelle in Paris hinterlassen haben, hingewiesen. Irgendwie schon überflüssig, aber auch diese Sachen gehören zum Graffiti und komplettieren die sonstigen Erklärungen des Buches.

Was beim Thema \"Graffiti\" natürlich nicht fehlen darf, sind Bilder. Über 300 Abbildungen sind in dem Lexikon zu bewundern. Bilder zu den Erklärungen sind schwarz-weiss, aber das Graffiti-Lexikon verfügt auch über einen grossen Farbbild-Anteil in der Mitte des Buches, wo man sich mal komplette Pieces (Bilder) anschauen kann, von denen man im Rest des Buches nur lesen kann.

Das Graffiti-Lexikon ist nicht nur ein Nachschlagewerk sondern auch ein Buch, aus dem man viel lernen kann. Mir hat es jedenfalls schon oft genützt, denn wie sagt meine Mutter immer so schön? Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo man es nachlesen kann!
Und wenn ich etwas zu Graffiti, Writern oder Crews wissen will, dann weiss ich, dass ich nach einem Griff in mein Bücherregal und einem Blick in mein Graffiti-Lexikon wieder im Bilder bin!

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