Erfahrungsbericht von topxsecret
Der Verrat von John Grisham
Pro:
spannend geschrieben
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Michael Brock, Anwalt einer großen Anwaltskanzelei in Washington D. C., führt ein Leben auf der Überholspur. Er ist kurz davor Teilhaber seiner Kanzelei zu werden, was ein Jahresgehalt von mindestens 1 Mio. Dollar bedeuten würde. Doch eingige Ereignisse werfen ihn aus der Bahn:
Mit acht anderen Anwälten wird er Opfer einer Geiselnahme durch den heruntergekommenen Obdachlosen, der sich Vorrechnen lässt wie viel die Anwälte an die Obdachlosenhilfe gespendet haben (das Ergebnis fällt ziemlich gering aus). Als Mister, wie Michael ihn nennt, durch eine Geisel die Tür öffnen lässt wird er von einem Scharfschützen erschossen.
Aus Neugier forscht Michael ein bisschen nach, was der Grund für die Tat gewesen sein könnte.
So stößt er auch auf Mordecai Greens, der Armenanwalt, der den obdachlosen Geiselnehmer vertreten hatte. Durch ihn findet herraus das Mister mit richtigem Namen DeVon Hardy hieß und ein ehemaliger Vietnam Soldat ist. Dieser hatte bis vor kurzem noch mit anderen in einer alten Fabrikhalle zur Miete gelebt. Das Geld, etwas 100$, wurde dem Zuhälter, dem die Halle gehört gezahlt. Dieser verkaufte die Fabrikhalle über ihrem Kaufswert dann an die Firma RiverOaks, die von Micheals Kanzelei vertreten wird. Da es aber keine Rechnungen oder Sonstiges über die Mietzahlungen gab, wurden die \"Mieter\" einfach als Besetzer bezeichnet und (von der Kanzelei) rausgeschmissen. Daher der Hass obdachlosen Geiselnehmer, der ihn zu seiner Tat trieb.
Morcedei nimmt ihn auch mit in eine Obdachlosenunterkunft. Dort lernt er auch obdachlose Failie kennen. Als er am nächsten morgen in der Zeitung liest, dass diese Familie gestorben ist, fasst er den Entschluss fortan in der Kanzelei von Morcedei zu Arbeiten und für das Recht der Armen zu kämpfen ...
Ich fand den Roman total spannend, auch wenn ich ihn nicht unbeding als Triller bezeichnen würde. Die Thematik ist einfach fesselnd. So beschreibt das Buch die Diskreminierung der Obdachlosen: zum Beispiel werden die Gelder für Hilfsorgansisationen geküzt, und den Obdachlosen so der Weg heraus schwer gemacht. Allerdings werden trotzdem Gesetze erlassen, die das obdachlos-sein praktisch verbieten.
Mit anderen Grisham-Büchern kann ich nicht vergleichen, da dieses erst mein zweites ist.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-15 17:13:47 mit dem Titel Die Zauberlehrlinge von Robert Goddard
Das Leben der Hauptperson, Harry Barnett, verläuft ohne Höhepunkte. Sein Leben hat keinen wirklichen Sinn und sein Leben hat ihn nicht wirklich mit Glück bedacht. Als Geschäftsmann ist er kläglich gescheitert und so arbeitet er in einer Tagstelle, um dann abends mit dem Geld das er so verdient seinen Frust zu ersäufen.
Das triste Leben hat ein Ende, als ihn die Nachreicht erreicht, sein Sohn David auf der Intensivstation des Krankenhauses liegt. Das Komische an der Sache: Harry weiß gar nichts von einem Sohn.
Seine Neugier bringt ihn dazu ihn zu besuchen, um herauszufinden wie er zu dem plötzlichen Nachkommen gekommen ist. So findet er heraus das sein Sohn mit vollem Namen David Vennig heißt und die Folge, der Affäre die er einst mit der Frau seines früheren Chefs hatte, ist. Auch erfährt er, dass sein Sohn ein genialer Mathematiker war und mit seinem Projekt „HYDRA“ kurz vor einer Entdeckung war, welche Macht verleihen, aber auch zu einem Fluch für die Menschheit werden könnte. Nun aber liegt der Diabetes-kranke David im Koma, das durch eine abnormale Überdosis Insulin verursacht wurde. Seine Überlebenschancen stehen nun gleich null. Die Ärzte denken es sei ein Selbstmordversuch gewesen. Auch viele andere, die mit diesem Projekt zu tun hatten verschieden spurlos, oder kommen plötzlich zu Tode.
Harry glaubt nicht an einen Selbstmordversuch seines Sohnes und versucht selbst herauszufinden, warum sein Sohn sterben musste. Denn außer seiner Verantwortung für seinen Sohn, treibt ihn außerdem noch die Aussicht so etwas sinnvolles in seinem Leben getan zu haben. Verdächtige gibt es einige: z.B. der Magier, mit dem sich David als letztem vor dem „Unfall“ unterhalten hatte, oder der Chef einer Firma (die Firma verdient Geld damit für andere Unternehmen die Zukunft zu berechnen), aus der David, und seine Projektmitarbeiter erst entlassen wurden.
So verstrickt sich Harry immer mehr in eine Geschichte, die ebenso komplex ist, wie die mathematischen Berechnungen, Formeln und Phänomene, um die sie sich dreht.
Auch in Szenen, in denen Harry seitenlang irgendwelche Mathematischen Folgerungen beschrieben werden, langweilen nicht. Denn dadurch das die Hauptperson Harry selbst nicht das geborene Genie ist, kapiert auch Otto-Normalverbraucher was Sache ist.
Sämtlich Personen in dem Buch fand ich sehr glaubwürdig, da sie alle Charakter beweisen. Die Hauptperson ist kein, alles-kapierender-Superheld, sondern eine gescheiterte Existenz, die selber Probleme hat mit dem Leben klar zu kommen, und trotzdem nicht im Selbstmitleid versinkt. Auch über David, der Harry anfangs als der perfekte Mensch schlechthin erscheint, erfährt man im Laufe der Geschichte einiges was gar nicht so heldenhaft ist. Oder der neue Mann von Davids Mutter, dem daran liegt, das die Maschinen die Davids Leben erhalten, endlich abgeschaltet werden, damit „seine Frau endlich wieder richtig funktioniert“. Sogar Nebenfiguren haben in diesem Buch ihren eigenen Charakter und werden nicht nur oberflächlich beschrieben.
Der Titel „Die Zauberlehrlinge“ spielt wohl auf ein Gedicht Goethes an, in dem ein Zauberlehrling, kaum ist sein Meister kurz weg, von seinen Kräften Gebrauch macht, was schließlich in einer Katastrophe endet. Im letztem Moment kehrt der „alte Meister“ zurück, und kann das Schlimmste schließlich verhindern. Der Titel stellt wohl die Frage, wer in diesem Buch, oder in unserer Welt die Rolle des „alten Meisters“ einnimmt, wenn wir Menschen in unserem Größenwahn mal wieder Mist bauen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-06 16:14:08 mit dem Titel Eine etwas abwegige Abenteuergeschichte
Die Rose von Tibet ist ein Abenteuer-Roman, der auf wahre Geschehnisse aufbaut, die sich ihm Jahre 1950 zugetragen haben. Da sich das ganze aber trotzdem ziemlich unglaublich anhört (ein Gutachter bezeichnete das Manustkript als ein „ ... wenig abwegig ...“), erzählt der Autor in einem Prolog und einem Epilog, die Geschichte um die Veröffentlichung und beschreibt die Probleme der Zeit, in der die Geschichte spielt.
Nun aber zum Inhalt der eigentlichen Geschichte:
Houston ist 27 Jahre alt, Lehrer einer Mädchenschule und ein verhinderter Künstler (er malt). Er lebt zusammen mit seinem Stiefbruder, mit dem er sich sehr gut versteht, obwohl sie total verschieden sind, in einer Wohnung in London. Als sein Bruder mit einem Filmteam nach Tibet aufbricht, scheint das Leben ziemlich langweilig für ihn zu verlaufen. Er feiert zwar Parties, aber das scheint ihn wenig zu erheitern und außerdem kommt es ihm so vor, als seien die Leute mit denen er zusammen ist mehr die Freunde seine Bruders, als die eigenen. so fängt er auch aus Langeweile eine Afaire mit einer Verheiraten Frau an.
Housten hält die ganze Zeit über brieflichen Kontakt mit seinem Bruder, doch plötzlich bricht dieser ab. Es kommt auch nur ein Teil des Filmteams zurück; sein Bruder ist nicht unter ihnen. Nach und nach werden die Hoffnungen immer kleiner, dass sein Bruder noch am Leben und als man die Nachricht erhält, das einige Engländer von einer Schneelawine begraben wurden, ist man sich eigentlich schon sicher, das sein Bruder tot ist. Da die Leiche seines Bruder nicht gefunden wurde, also kein Beweis vorhanden ist, dass sein Bruder tot ist, will die Versicherung keine Abfindung zahlen. Deshalb reist Houston nach Indien. Dort schnüffelt er ein bisschen herum, und findet so heraus, dass sein Bruder wahrscheinlich gar nicht tot ist, sondern dass er sich wahrscheinlich gerade in einem Frauenkloster aufhält.
Also versucht er, mit einem einheimischen Jungen als Führer, dorthin zu reisen. Doch das wird durch die Umstände erschwert; so ist die Einreise für „Leute des Westens“ eigentlich verboten, da Tibet noch außen total dicht macht. Auch bereiten Houston die extremen Höhen die zu Überwinden sind starke Probleme.
Als an dem Kloster ankommt, lernt er eine wundersame Welt kennen, die wenige Engländer vor ihm gesehen habe. Eine Welt voller Mythen und Geister, deren Teil er, wenn auch anfangs nicht freiwillig, wird. So hat die „Rose von Tibet, anscheinend schon seit Generation auf ihn gewartet ...“
Nachdem ich mir den Titel angeschaut, und die Kurzbeschreibung, auf der Rückseite gelesen hatte, dachte ich eigentlich zuerst, das sei gar nichts für mich: Das Ganze hörte sich stark nach einer schmalzigen Liebesgeschichte an. Auf Anraten meiner Mutter las ich das Buch dann doch und ich habe es bestimmt nicht bereut. Denn das Buch ist eher eine auf einer wahren Begebendheit basierende Abenteuergeschichte.
So sind einige Teile ziemlich genau beschrieben, während andere, eher persönliche, Erlebnisse der Hauptperson, diskret ausgelassen werden. Der Spannung dieses Roman tut das jedoch absolut nichts ab.
Auch erfährt man in diesem Buch, ganz nebenbei, einiges über die tibetanische Lebensweise und Mytologie, die sich von der Unseren wohl stark unterscheidet.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-07 15:41:32 mit dem Titel Der Mann für alles
Heute will ich euch von dem Buch Der Spezialist berichten. Es ist übrigens auch das erste Buch von F. Paul Wilson.
° Handlung
Die Kinderärztin Alicia Clayton steckt, seit sie von ihrem Vater ein dreistöckiges Backsteinhaus geerbt hat, bis zum Hals in Problemen. Ihr gehasster Halbbruder will das Haus unbedingt haben und wird dabei von irgendeinem unbekanntem Geldhaber dabei unterstützt. Und komischerweise kommen alle, die Alicia um Hilfe bittet unter seltsamen Umständen um.
Als dann auch noch dem Center for Children With Aids (Zentrum für Kinder mit Aids), wo Alicia als Ärztin arbeitet, die gesammelten Spielsachen, die eigentlich die Kinder dort zu Weinachten geschenkt bekommen hätten gestohlen werden, steht sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
Als Gia, eine freiwillige Helferin erklärt sie „kenne da jemanden der das Problem lösen könne“, kommt der „Spezialist“ ins Spiel. Dieser heißt nämlich Handyman Jack, oder „einfach nur Jack“ und hat es sich zum Beruf gemacht Probleme anderer zu lösen. Und das macht er besser als kein anderer. Eigentlich existiert er auch gar nicht, er besitzt weder eine Sozialversicherungsnummer, noch ist er irgendwie aktenkundig bei der Polizei. Und sollte er einmal einen Namen benötigen, hat er gleich mehrere Identitäten an der Hand.
Wie dem auch sei, Jack löst das Problem mit den Spielsachen bravourös und am nächsten Tag steht ein Wagen mit den Spielsachen vor der Tür des Hospitals und der Täter, der sämtliche Knochen gebrochen hat, ist an der Stoßstange festgebunden (!) und behauptet steif und fest Santa Claus hätte ihn so zugerichtet.
Alicia ist natürlich sehr erfreut über die schnelle Lösung des Problems und glaubt nun, dass Jack vielleicht auch der Richtige für ihr eigenes Problem sein könnte. Und tatsächlich findet Jack schon bald heraus, dass das Haus ein Geheimnis birgt, das die ganze Welt verändern könnte ...
°°°°°
Das Tempo dieses Roman ist äußerst rasant und hält immer wieder Überraschungen bereit. Auch wenn die Handlung manchmal ziemlich verrückt erscheint, könnte eigentlich alles so passiert sein.
Besonders interessant fand ich die Beschreibung des sogenanntem „Gebäude-Hacking“. D.h. dass Leute heimlich, in Lüftungs- und Fahrstuhlschächten rumturnen, um versteckte Ecken und „tote Räume“ zu finden. Die „Hacker“ wollen damit nicht etwa anderen schaden, oder aus ihren Entdeckungen Kapital schlagen. Nein, sie suchen eher den Kick und die Erfahrung etwas besonderes zu tun. Das ganze wäre zwar vielleicht weniger mein Ding, aber interessant ist es wohl doch ...
Außerdem schneidet das Buch auch das Aidsproblem bei Kindern an; diese werden schon mit dieser Krankheit geboren und müssen praktisch, kaum dass sie auf der Welt sind, schon um ihr Überleben kämpfen. Besonders hart trifft es da die „Crack-Babies“, die, weil ihre Mutter Drogen nahm, schon drogenabhängig sind und einen Entzug überleben müssen. Da ihr Gehirn durch die Drogen schon stark geschädigt ist, ist es ihnen außerdem oft nicht möglich Gefühle, wie andere Babies, zu zeigen.
Auch werden die Ängste der Menschen gegenüber den Aidsinfizierten vorgestellt. Diese haben Berührungsängste, weil sie fürchten sich anzustecken.
Ein weiteres Problem, auf das dieses Buch eingeht, ist Kindesmisshandlung und die daraus folgende Traumatisierung.
°°°°°°
Ich kann das Buch nur empfehlen. Wenn ihr gerne spannende Sachen lest, seid ihr hier bestimmt an der richtigen Adresse.
Mit acht anderen Anwälten wird er Opfer einer Geiselnahme durch den heruntergekommenen Obdachlosen, der sich Vorrechnen lässt wie viel die Anwälte an die Obdachlosenhilfe gespendet haben (das Ergebnis fällt ziemlich gering aus). Als Mister, wie Michael ihn nennt, durch eine Geisel die Tür öffnen lässt wird er von einem Scharfschützen erschossen.
Aus Neugier forscht Michael ein bisschen nach, was der Grund für die Tat gewesen sein könnte.
So stößt er auch auf Mordecai Greens, der Armenanwalt, der den obdachlosen Geiselnehmer vertreten hatte. Durch ihn findet herraus das Mister mit richtigem Namen DeVon Hardy hieß und ein ehemaliger Vietnam Soldat ist. Dieser hatte bis vor kurzem noch mit anderen in einer alten Fabrikhalle zur Miete gelebt. Das Geld, etwas 100$, wurde dem Zuhälter, dem die Halle gehört gezahlt. Dieser verkaufte die Fabrikhalle über ihrem Kaufswert dann an die Firma RiverOaks, die von Micheals Kanzelei vertreten wird. Da es aber keine Rechnungen oder Sonstiges über die Mietzahlungen gab, wurden die \"Mieter\" einfach als Besetzer bezeichnet und (von der Kanzelei) rausgeschmissen. Daher der Hass obdachlosen Geiselnehmer, der ihn zu seiner Tat trieb.
Morcedei nimmt ihn auch mit in eine Obdachlosenunterkunft. Dort lernt er auch obdachlose Failie kennen. Als er am nächsten morgen in der Zeitung liest, dass diese Familie gestorben ist, fasst er den Entschluss fortan in der Kanzelei von Morcedei zu Arbeiten und für das Recht der Armen zu kämpfen ...
Ich fand den Roman total spannend, auch wenn ich ihn nicht unbeding als Triller bezeichnen würde. Die Thematik ist einfach fesselnd. So beschreibt das Buch die Diskreminierung der Obdachlosen: zum Beispiel werden die Gelder für Hilfsorgansisationen geküzt, und den Obdachlosen so der Weg heraus schwer gemacht. Allerdings werden trotzdem Gesetze erlassen, die das obdachlos-sein praktisch verbieten.
Mit anderen Grisham-Büchern kann ich nicht vergleichen, da dieses erst mein zweites ist.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-15 17:13:47 mit dem Titel Die Zauberlehrlinge von Robert Goddard
Das Leben der Hauptperson, Harry Barnett, verläuft ohne Höhepunkte. Sein Leben hat keinen wirklichen Sinn und sein Leben hat ihn nicht wirklich mit Glück bedacht. Als Geschäftsmann ist er kläglich gescheitert und so arbeitet er in einer Tagstelle, um dann abends mit dem Geld das er so verdient seinen Frust zu ersäufen.
Das triste Leben hat ein Ende, als ihn die Nachreicht erreicht, sein Sohn David auf der Intensivstation des Krankenhauses liegt. Das Komische an der Sache: Harry weiß gar nichts von einem Sohn.
Seine Neugier bringt ihn dazu ihn zu besuchen, um herauszufinden wie er zu dem plötzlichen Nachkommen gekommen ist. So findet er heraus das sein Sohn mit vollem Namen David Vennig heißt und die Folge, der Affäre die er einst mit der Frau seines früheren Chefs hatte, ist. Auch erfährt er, dass sein Sohn ein genialer Mathematiker war und mit seinem Projekt „HYDRA“ kurz vor einer Entdeckung war, welche Macht verleihen, aber auch zu einem Fluch für die Menschheit werden könnte. Nun aber liegt der Diabetes-kranke David im Koma, das durch eine abnormale Überdosis Insulin verursacht wurde. Seine Überlebenschancen stehen nun gleich null. Die Ärzte denken es sei ein Selbstmordversuch gewesen. Auch viele andere, die mit diesem Projekt zu tun hatten verschieden spurlos, oder kommen plötzlich zu Tode.
Harry glaubt nicht an einen Selbstmordversuch seines Sohnes und versucht selbst herauszufinden, warum sein Sohn sterben musste. Denn außer seiner Verantwortung für seinen Sohn, treibt ihn außerdem noch die Aussicht so etwas sinnvolles in seinem Leben getan zu haben. Verdächtige gibt es einige: z.B. der Magier, mit dem sich David als letztem vor dem „Unfall“ unterhalten hatte, oder der Chef einer Firma (die Firma verdient Geld damit für andere Unternehmen die Zukunft zu berechnen), aus der David, und seine Projektmitarbeiter erst entlassen wurden.
So verstrickt sich Harry immer mehr in eine Geschichte, die ebenso komplex ist, wie die mathematischen Berechnungen, Formeln und Phänomene, um die sie sich dreht.
Auch in Szenen, in denen Harry seitenlang irgendwelche Mathematischen Folgerungen beschrieben werden, langweilen nicht. Denn dadurch das die Hauptperson Harry selbst nicht das geborene Genie ist, kapiert auch Otto-Normalverbraucher was Sache ist.
Sämtlich Personen in dem Buch fand ich sehr glaubwürdig, da sie alle Charakter beweisen. Die Hauptperson ist kein, alles-kapierender-Superheld, sondern eine gescheiterte Existenz, die selber Probleme hat mit dem Leben klar zu kommen, und trotzdem nicht im Selbstmitleid versinkt. Auch über David, der Harry anfangs als der perfekte Mensch schlechthin erscheint, erfährt man im Laufe der Geschichte einiges was gar nicht so heldenhaft ist. Oder der neue Mann von Davids Mutter, dem daran liegt, das die Maschinen die Davids Leben erhalten, endlich abgeschaltet werden, damit „seine Frau endlich wieder richtig funktioniert“. Sogar Nebenfiguren haben in diesem Buch ihren eigenen Charakter und werden nicht nur oberflächlich beschrieben.
Der Titel „Die Zauberlehrlinge“ spielt wohl auf ein Gedicht Goethes an, in dem ein Zauberlehrling, kaum ist sein Meister kurz weg, von seinen Kräften Gebrauch macht, was schließlich in einer Katastrophe endet. Im letztem Moment kehrt der „alte Meister“ zurück, und kann das Schlimmste schließlich verhindern. Der Titel stellt wohl die Frage, wer in diesem Buch, oder in unserer Welt die Rolle des „alten Meisters“ einnimmt, wenn wir Menschen in unserem Größenwahn mal wieder Mist bauen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-06 16:14:08 mit dem Titel Eine etwas abwegige Abenteuergeschichte
Die Rose von Tibet ist ein Abenteuer-Roman, der auf wahre Geschehnisse aufbaut, die sich ihm Jahre 1950 zugetragen haben. Da sich das ganze aber trotzdem ziemlich unglaublich anhört (ein Gutachter bezeichnete das Manustkript als ein „ ... wenig abwegig ...“), erzählt der Autor in einem Prolog und einem Epilog, die Geschichte um die Veröffentlichung und beschreibt die Probleme der Zeit, in der die Geschichte spielt.
Nun aber zum Inhalt der eigentlichen Geschichte:
Houston ist 27 Jahre alt, Lehrer einer Mädchenschule und ein verhinderter Künstler (er malt). Er lebt zusammen mit seinem Stiefbruder, mit dem er sich sehr gut versteht, obwohl sie total verschieden sind, in einer Wohnung in London. Als sein Bruder mit einem Filmteam nach Tibet aufbricht, scheint das Leben ziemlich langweilig für ihn zu verlaufen. Er feiert zwar Parties, aber das scheint ihn wenig zu erheitern und außerdem kommt es ihm so vor, als seien die Leute mit denen er zusammen ist mehr die Freunde seine Bruders, als die eigenen. so fängt er auch aus Langeweile eine Afaire mit einer Verheiraten Frau an.
Housten hält die ganze Zeit über brieflichen Kontakt mit seinem Bruder, doch plötzlich bricht dieser ab. Es kommt auch nur ein Teil des Filmteams zurück; sein Bruder ist nicht unter ihnen. Nach und nach werden die Hoffnungen immer kleiner, dass sein Bruder noch am Leben und als man die Nachricht erhält, das einige Engländer von einer Schneelawine begraben wurden, ist man sich eigentlich schon sicher, das sein Bruder tot ist. Da die Leiche seines Bruder nicht gefunden wurde, also kein Beweis vorhanden ist, dass sein Bruder tot ist, will die Versicherung keine Abfindung zahlen. Deshalb reist Houston nach Indien. Dort schnüffelt er ein bisschen herum, und findet so heraus, dass sein Bruder wahrscheinlich gar nicht tot ist, sondern dass er sich wahrscheinlich gerade in einem Frauenkloster aufhält.
Also versucht er, mit einem einheimischen Jungen als Führer, dorthin zu reisen. Doch das wird durch die Umstände erschwert; so ist die Einreise für „Leute des Westens“ eigentlich verboten, da Tibet noch außen total dicht macht. Auch bereiten Houston die extremen Höhen die zu Überwinden sind starke Probleme.
Als an dem Kloster ankommt, lernt er eine wundersame Welt kennen, die wenige Engländer vor ihm gesehen habe. Eine Welt voller Mythen und Geister, deren Teil er, wenn auch anfangs nicht freiwillig, wird. So hat die „Rose von Tibet, anscheinend schon seit Generation auf ihn gewartet ...“
Nachdem ich mir den Titel angeschaut, und die Kurzbeschreibung, auf der Rückseite gelesen hatte, dachte ich eigentlich zuerst, das sei gar nichts für mich: Das Ganze hörte sich stark nach einer schmalzigen Liebesgeschichte an. Auf Anraten meiner Mutter las ich das Buch dann doch und ich habe es bestimmt nicht bereut. Denn das Buch ist eher eine auf einer wahren Begebendheit basierende Abenteuergeschichte.
So sind einige Teile ziemlich genau beschrieben, während andere, eher persönliche, Erlebnisse der Hauptperson, diskret ausgelassen werden. Der Spannung dieses Roman tut das jedoch absolut nichts ab.
Auch erfährt man in diesem Buch, ganz nebenbei, einiges über die tibetanische Lebensweise und Mytologie, die sich von der Unseren wohl stark unterscheidet.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-07 15:41:32 mit dem Titel Der Mann für alles
Heute will ich euch von dem Buch Der Spezialist berichten. Es ist übrigens auch das erste Buch von F. Paul Wilson.
° Handlung
Die Kinderärztin Alicia Clayton steckt, seit sie von ihrem Vater ein dreistöckiges Backsteinhaus geerbt hat, bis zum Hals in Problemen. Ihr gehasster Halbbruder will das Haus unbedingt haben und wird dabei von irgendeinem unbekanntem Geldhaber dabei unterstützt. Und komischerweise kommen alle, die Alicia um Hilfe bittet unter seltsamen Umständen um.
Als dann auch noch dem Center for Children With Aids (Zentrum für Kinder mit Aids), wo Alicia als Ärztin arbeitet, die gesammelten Spielsachen, die eigentlich die Kinder dort zu Weinachten geschenkt bekommen hätten gestohlen werden, steht sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
Als Gia, eine freiwillige Helferin erklärt sie „kenne da jemanden der das Problem lösen könne“, kommt der „Spezialist“ ins Spiel. Dieser heißt nämlich Handyman Jack, oder „einfach nur Jack“ und hat es sich zum Beruf gemacht Probleme anderer zu lösen. Und das macht er besser als kein anderer. Eigentlich existiert er auch gar nicht, er besitzt weder eine Sozialversicherungsnummer, noch ist er irgendwie aktenkundig bei der Polizei. Und sollte er einmal einen Namen benötigen, hat er gleich mehrere Identitäten an der Hand.
Wie dem auch sei, Jack löst das Problem mit den Spielsachen bravourös und am nächsten Tag steht ein Wagen mit den Spielsachen vor der Tür des Hospitals und der Täter, der sämtliche Knochen gebrochen hat, ist an der Stoßstange festgebunden (!) und behauptet steif und fest Santa Claus hätte ihn so zugerichtet.
Alicia ist natürlich sehr erfreut über die schnelle Lösung des Problems und glaubt nun, dass Jack vielleicht auch der Richtige für ihr eigenes Problem sein könnte. Und tatsächlich findet Jack schon bald heraus, dass das Haus ein Geheimnis birgt, das die ganze Welt verändern könnte ...
°°°°°
Das Tempo dieses Roman ist äußerst rasant und hält immer wieder Überraschungen bereit. Auch wenn die Handlung manchmal ziemlich verrückt erscheint, könnte eigentlich alles so passiert sein.
Besonders interessant fand ich die Beschreibung des sogenanntem „Gebäude-Hacking“. D.h. dass Leute heimlich, in Lüftungs- und Fahrstuhlschächten rumturnen, um versteckte Ecken und „tote Räume“ zu finden. Die „Hacker“ wollen damit nicht etwa anderen schaden, oder aus ihren Entdeckungen Kapital schlagen. Nein, sie suchen eher den Kick und die Erfahrung etwas besonderes zu tun. Das ganze wäre zwar vielleicht weniger mein Ding, aber interessant ist es wohl doch ...
Außerdem schneidet das Buch auch das Aidsproblem bei Kindern an; diese werden schon mit dieser Krankheit geboren und müssen praktisch, kaum dass sie auf der Welt sind, schon um ihr Überleben kämpfen. Besonders hart trifft es da die „Crack-Babies“, die, weil ihre Mutter Drogen nahm, schon drogenabhängig sind und einen Entzug überleben müssen. Da ihr Gehirn durch die Drogen schon stark geschädigt ist, ist es ihnen außerdem oft nicht möglich Gefühle, wie andere Babies, zu zeigen.
Auch werden die Ängste der Menschen gegenüber den Aidsinfizierten vorgestellt. Diese haben Berührungsängste, weil sie fürchten sich anzustecken.
Ein weiteres Problem, auf das dieses Buch eingeht, ist Kindesmisshandlung und die daraus folgende Traumatisierung.
°°°°°°
Ich kann das Buch nur empfehlen. Wenn ihr gerne spannende Sachen lest, seid ihr hier bestimmt an der richtigen Adresse.
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