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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Natascha
Unseriöse und unqualifizierte Beratung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Jedenfalls in Bonn - über andere Standorte kann und möchte ich nichts sagen. Unter diesem Vorbehalt sind also die folgenden Bemerkungen zu gewichten.
Vor einiger Zeit interessierte ich mich für den Abschluß einer privaten Krankenversicherung sowie für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Üblicherweise wird letztere mit einer Lebensversicherung gekoppelt und nennt sich dann BUZ (Ber.unf.zusatz.vers. - blödes Wort, aber ich hab\'s ja nicht erfunden). Anders als im Normalfall (der auch von der Stiftung Warentest getestet worden ist) wollte ich aber keine Verbindung mit einer Risikolebensversicherung, sondern mit einer Kapitellebensversicherung/Rentenauszahlung (und das, obowohl da die Riester-Rente noch nicht im Gespräch war- unglaublich zukunftsweisend, meine Überlegungen!). Entsprechend gespannt war ich auf das, was mir von den diversen Maklern als Empfehlung angeraten wird - und natürlich auch auf die Beratung und Begründung.
Zuvor hatte ich mich im Internet sowie bei der Verbraucherzentrale/Stiftung Warentest selber kundig gemacht. Ich wußte also sowohl bie der Kranken- wie der BUZ-Versicherung schon recht gut Bescheid, worauf es generell ankommt, was mir wichtig ist, worauf ich Wert lege, wonach ich suche.
Mit diesen Vorstellungen im Hinterkopf habe ich mich dann beraten lassen, u.a. auch bei MLP in Bonn. Die starteten damals eine große Werbekampagne für \"junge Leute\" beim Berufseinstieg und in den ersten Berufsjahren - also dachte ich, genau das richtige für mich.
Fehl gedacht, kann ich nur sagen. Von allen Beratungsgesprächen (und ich habe eine Menge geführt!) war mit Abstand am schlechtesten und wirklich am inkompetentesten die Firma MLP in Bonn. Und das leider nicht nur mit einem Sachbearbeiter!
Nehmen wir zuerst die BUZ:
Die Beraterin war nicht in der Lage einzuschätzen und sich darauf einzustellen, daß ich ja bereits über gewissen Grundeinschätzungen Bescheid wußte und auch diesbezüglich entschieden war. Also hielt sie mir - unbeeindruckt von meinen Hinweisen darauf, daß mich das nicht betreffe, sondern ich anderes suche (und ich ihr das auch ausführlich begründete) - einen Vortrag über Kapitel- vs. Risikolebensversicherung. Eine halbe Stunde vertane Zeit, die mich zudem genervt hat.
Dann kam sie mit ihren Empfehlungen, die sie - nachdem sie endlich eingesehen hatte, daß ich keine Risikolebensversicherung haben wollte, für eine Kapitellebensversicherung gekoppelt an die BUZ: Das waren dann Versicherungen, die in der Branche nicht unbedingt als sehr empfehlenswert gelten, weil klein und offensichtlich fehlkalkulierend in der Vergangenheit, weshalb sie im Moment scheinbar günstige Programme fahren (um viele Neuverträge aufzutreiben, damit die Altverträge bedient werden können - was dann mit den jetzigen Neuverträgen ist, muß einen ja erst in ein paar Jahren kümmern).
AUf meine Frage, warum diese Versicherer denn so günstige Konditionen anbieten (was allerdings vorwiegend in den Preisen, nicht in den wirklichen Konditionen wie Verweisungsklausel etc. lag), laberte sie einen ziemlichen Stuß (Entschuldigug für diese Sprache, aber man kann es kaum anders als so drastisch bezeichnen) von \"wir bei MLP bekommen besonders gute Tarife\". Nur stimmte das leider überhaupt nicht - diese Tarife waren, vielleicht um 100 DM / Jahr mehr - auch als Privatperson beim Direktmakler der Versicherung zu bekommen! Auch wiederholte Nachfrage bis hin zum In-Den-Mund-Legen der Antwort erbrachte nichts. Dickes Minus!
Ähnliches dann bei der Privaten Krankenversicherung: Hier gab es von der Stiftung Warentest genaue Testergebnisse. MLP empfahl mir den Abschluß einer Versicherung, die 1. für meine Vorgeschichte nicht sonderlich gut war, da umfangreiche Ausschlüsse und 2. just die Versicherung war, die bei der Stiftung Warentest (und nicht nur dort!) ganz unten stand. Auf meinen Vorhalt, wieso denn sie just diese empfehlen würde (es folgte ein offener Verweis auf meine Vorinfo!), fing die Beraterin an, die Stiftung Warentest schlechtzumachen. Daß dort geschmiert würde, wisse jeder, das sei alles nicht seriös, etc. etc. Außerdem: Sie bei MLP machten ihre eigenen Tests, .... Okay, ich halte die Stiftung WT nicht für das non-plus-ultra - nur diese Argumentation ist nun wirklich nicht gerade sachlich! Und noch weniger überzeugend!
Also fragte ich nochmals nach, warum denn gerade diese Versicherung empfohlen würde. Schließlich hatten ja die glaubwürdigen MLP-Intern-Tests das ergeben, da würde sie mir ja wohl beschreiben können, was da getestet worden ist. Antwort: Das wisse sie auch nicht so genau, diese Analysen machten andere, aber sie sei ganz bestimmt ganz toll, weil MLP nur ganz tolle Analysen mache.
Also hakte ich noch ein letztes Mal nach, wie denn die Struktur dieser Versicherung sei, MItgliederzahlen, Potential, Rückversicherungen, Strukturen, Verwaltungsprozente, etc. Kenntnis auf Seiten der Beraterin: Null!
Das könnte man ja damit entschuldigen, daß die Arme gar nicht wußte, was auf sie zukommt. Aber leider, leider hatte ich bei der Anmeldung genau gesagt, was ich wollte - die MLP-Beraterin hätte sich vorbereiten können sollen.
Negativ gestimmt hat mich auch, daß die Provisionen nicht offengelegt wurden. Während der Makler, über den ich letztlich auch abgeschlossen habe, tatsächlich bereit war, zu benennen, daß er von der Vers. xy einen Jahresbeitrag Provision bekommt und von der Vers. z 1 1/2, tat die Beraterin so, als lebten sie von Luft und Liebe zum Mandanten: Ach, sie sei ja bloß angestellt ,und das spiele überhaupt keine Rolle in der Empfehlungspraxis, das wisse sie selbst gar nicht, wieviel da gezahlt würde.
Nun mag es diese Firmenphilosophie geben -ich kenne die internen Strukturen von MLP nicht. Was ich aber beurteilen kann, ist ob jemand kompetent über seine Produkte berät und dabei auch die negativen Seiten auf NAchfrage hin benennen kann. Wenn jemand aber dann noch nicht einmal die positiven Gründe erläutern kann, dann ist der Berater wohl fehl am Platze.
Nun handelt es sich dabei leider nicht um einen Einzelfall. Denn neulich ging es um eine Instrumentenversicherung, ein relativ kleines Feld, in dem auch nicht so furchtbar viel GEld zu verdienen ist, weshalb vor allem große Versicherungen und große Makler diese zur Abrundung anbieten. ALso habe ich doch noch einmal den Schritt zu MLP gewagt.
Anders als bei BUZ und privater KK ist diese Instrumentenversicherung eigentlich wie eine Haftpflichtversicherung ein denkbar beratungs-un-intensiver Bereich: Man erfragt die Konditionen, nennt den Wert des Instruments, erläutert etwaige Sonderbedingungen und erfährt dann den Preis, zu dem man das instrument versichert bekommen könnte.
Ich rief also bei MLP an, schilderte mein Anliegen, wurde durchverbunden zu einem Berater (die Telephondame war nur zur Vermittlung eingesetzt). Der hatte zunächst überhaupt keine Ahnung, worum es ging und wimmelte mich ab mit \"das ist doch in der normalen Hausratversicherung enthalten\". Als ich ihm erklärte, daß es darum nicht gehe, wollte er sich schlau machen und zurückrufen. Auf diesen Anruf würde ich wohl heute (Monate später) noch warten - hätte ich nicht nach zwei Wochen nochmals meinerseits angerufen. Er stotterte dann ein bißchen herum, bekannte, daß er es nicht \"geschafft\" habe (klar, 2 Wochen sind ja auch sehr knapp bemessen für eine einfache Rückfrage). ICh habe daraufhin beschlossen, diesem Laden wirklich den Rücken zu kehren.
Fazit: NIE WIEDER SOLCHE NICHT-BERATUNG!
Ich hoffe, das war für Euch auch ein bißchen hilfreich. Vielen Dank für\'s Lesen!
Eure
Natascha
Vor einiger Zeit interessierte ich mich für den Abschluß einer privaten Krankenversicherung sowie für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Üblicherweise wird letztere mit einer Lebensversicherung gekoppelt und nennt sich dann BUZ (Ber.unf.zusatz.vers. - blödes Wort, aber ich hab\'s ja nicht erfunden). Anders als im Normalfall (der auch von der Stiftung Warentest getestet worden ist) wollte ich aber keine Verbindung mit einer Risikolebensversicherung, sondern mit einer Kapitellebensversicherung/Rentenauszahlung (und das, obowohl da die Riester-Rente noch nicht im Gespräch war- unglaublich zukunftsweisend, meine Überlegungen!). Entsprechend gespannt war ich auf das, was mir von den diversen Maklern als Empfehlung angeraten wird - und natürlich auch auf die Beratung und Begründung.
Zuvor hatte ich mich im Internet sowie bei der Verbraucherzentrale/Stiftung Warentest selber kundig gemacht. Ich wußte also sowohl bie der Kranken- wie der BUZ-Versicherung schon recht gut Bescheid, worauf es generell ankommt, was mir wichtig ist, worauf ich Wert lege, wonach ich suche.
Mit diesen Vorstellungen im Hinterkopf habe ich mich dann beraten lassen, u.a. auch bei MLP in Bonn. Die starteten damals eine große Werbekampagne für \"junge Leute\" beim Berufseinstieg und in den ersten Berufsjahren - also dachte ich, genau das richtige für mich.
Fehl gedacht, kann ich nur sagen. Von allen Beratungsgesprächen (und ich habe eine Menge geführt!) war mit Abstand am schlechtesten und wirklich am inkompetentesten die Firma MLP in Bonn. Und das leider nicht nur mit einem Sachbearbeiter!
Nehmen wir zuerst die BUZ:
Die Beraterin war nicht in der Lage einzuschätzen und sich darauf einzustellen, daß ich ja bereits über gewissen Grundeinschätzungen Bescheid wußte und auch diesbezüglich entschieden war. Also hielt sie mir - unbeeindruckt von meinen Hinweisen darauf, daß mich das nicht betreffe, sondern ich anderes suche (und ich ihr das auch ausführlich begründete) - einen Vortrag über Kapitel- vs. Risikolebensversicherung. Eine halbe Stunde vertane Zeit, die mich zudem genervt hat.
Dann kam sie mit ihren Empfehlungen, die sie - nachdem sie endlich eingesehen hatte, daß ich keine Risikolebensversicherung haben wollte, für eine Kapitellebensversicherung gekoppelt an die BUZ: Das waren dann Versicherungen, die in der Branche nicht unbedingt als sehr empfehlenswert gelten, weil klein und offensichtlich fehlkalkulierend in der Vergangenheit, weshalb sie im Moment scheinbar günstige Programme fahren (um viele Neuverträge aufzutreiben, damit die Altverträge bedient werden können - was dann mit den jetzigen Neuverträgen ist, muß einen ja erst in ein paar Jahren kümmern).
AUf meine Frage, warum diese Versicherer denn so günstige Konditionen anbieten (was allerdings vorwiegend in den Preisen, nicht in den wirklichen Konditionen wie Verweisungsklausel etc. lag), laberte sie einen ziemlichen Stuß (Entschuldigug für diese Sprache, aber man kann es kaum anders als so drastisch bezeichnen) von \"wir bei MLP bekommen besonders gute Tarife\". Nur stimmte das leider überhaupt nicht - diese Tarife waren, vielleicht um 100 DM / Jahr mehr - auch als Privatperson beim Direktmakler der Versicherung zu bekommen! Auch wiederholte Nachfrage bis hin zum In-Den-Mund-Legen der Antwort erbrachte nichts. Dickes Minus!
Ähnliches dann bei der Privaten Krankenversicherung: Hier gab es von der Stiftung Warentest genaue Testergebnisse. MLP empfahl mir den Abschluß einer Versicherung, die 1. für meine Vorgeschichte nicht sonderlich gut war, da umfangreiche Ausschlüsse und 2. just die Versicherung war, die bei der Stiftung Warentest (und nicht nur dort!) ganz unten stand. Auf meinen Vorhalt, wieso denn sie just diese empfehlen würde (es folgte ein offener Verweis auf meine Vorinfo!), fing die Beraterin an, die Stiftung Warentest schlechtzumachen. Daß dort geschmiert würde, wisse jeder, das sei alles nicht seriös, etc. etc. Außerdem: Sie bei MLP machten ihre eigenen Tests, .... Okay, ich halte die Stiftung WT nicht für das non-plus-ultra - nur diese Argumentation ist nun wirklich nicht gerade sachlich! Und noch weniger überzeugend!
Also fragte ich nochmals nach, warum denn gerade diese Versicherung empfohlen würde. Schließlich hatten ja die glaubwürdigen MLP-Intern-Tests das ergeben, da würde sie mir ja wohl beschreiben können, was da getestet worden ist. Antwort: Das wisse sie auch nicht so genau, diese Analysen machten andere, aber sie sei ganz bestimmt ganz toll, weil MLP nur ganz tolle Analysen mache.
Also hakte ich noch ein letztes Mal nach, wie denn die Struktur dieser Versicherung sei, MItgliederzahlen, Potential, Rückversicherungen, Strukturen, Verwaltungsprozente, etc. Kenntnis auf Seiten der Beraterin: Null!
Das könnte man ja damit entschuldigen, daß die Arme gar nicht wußte, was auf sie zukommt. Aber leider, leider hatte ich bei der Anmeldung genau gesagt, was ich wollte - die MLP-Beraterin hätte sich vorbereiten können sollen.
Negativ gestimmt hat mich auch, daß die Provisionen nicht offengelegt wurden. Während der Makler, über den ich letztlich auch abgeschlossen habe, tatsächlich bereit war, zu benennen, daß er von der Vers. xy einen Jahresbeitrag Provision bekommt und von der Vers. z 1 1/2, tat die Beraterin so, als lebten sie von Luft und Liebe zum Mandanten: Ach, sie sei ja bloß angestellt ,und das spiele überhaupt keine Rolle in der Empfehlungspraxis, das wisse sie selbst gar nicht, wieviel da gezahlt würde.
Nun mag es diese Firmenphilosophie geben -ich kenne die internen Strukturen von MLP nicht. Was ich aber beurteilen kann, ist ob jemand kompetent über seine Produkte berät und dabei auch die negativen Seiten auf NAchfrage hin benennen kann. Wenn jemand aber dann noch nicht einmal die positiven Gründe erläutern kann, dann ist der Berater wohl fehl am Platze.
Nun handelt es sich dabei leider nicht um einen Einzelfall. Denn neulich ging es um eine Instrumentenversicherung, ein relativ kleines Feld, in dem auch nicht so furchtbar viel GEld zu verdienen ist, weshalb vor allem große Versicherungen und große Makler diese zur Abrundung anbieten. ALso habe ich doch noch einmal den Schritt zu MLP gewagt.
Anders als bei BUZ und privater KK ist diese Instrumentenversicherung eigentlich wie eine Haftpflichtversicherung ein denkbar beratungs-un-intensiver Bereich: Man erfragt die Konditionen, nennt den Wert des Instruments, erläutert etwaige Sonderbedingungen und erfährt dann den Preis, zu dem man das instrument versichert bekommen könnte.
Ich rief also bei MLP an, schilderte mein Anliegen, wurde durchverbunden zu einem Berater (die Telephondame war nur zur Vermittlung eingesetzt). Der hatte zunächst überhaupt keine Ahnung, worum es ging und wimmelte mich ab mit \"das ist doch in der normalen Hausratversicherung enthalten\". Als ich ihm erklärte, daß es darum nicht gehe, wollte er sich schlau machen und zurückrufen. Auf diesen Anruf würde ich wohl heute (Monate später) noch warten - hätte ich nicht nach zwei Wochen nochmals meinerseits angerufen. Er stotterte dann ein bißchen herum, bekannte, daß er es nicht \"geschafft\" habe (klar, 2 Wochen sind ja auch sehr knapp bemessen für eine einfache Rückfrage). ICh habe daraufhin beschlossen, diesem Laden wirklich den Rücken zu kehren.
Fazit: NIE WIEDER SOLCHE NICHT-BERATUNG!
Ich hoffe, das war für Euch auch ein bißchen hilfreich. Vielen Dank für\'s Lesen!
Eure
Natascha
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