Mehr zum Thema Private Rentenversicherung Allgemein Testbericht

No-product-image
ab 12,59
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von ghostwriterk

In Zukunft eine wichtige Sache

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Rente ist seit vielen Jahren ein Reizthema. Grund dafür ist zum einen die Tatsache, dass es in Zukunft kaum möglich sein wird, das bisherige Rentenniveau zu halten. Andererseits machen die Politiker seit Jahren Versprechungen, die sich in Zukunft immer schwerer Einhalten lassen. Und die Menschen, die jetzt in Rente gehen fürchten um ihre Altersbezüge, da sie meinen, auch von diesen Plänen betroffen zu sein.

Genau genommen sind sie auch betroffen, aber noch nicht so stark, wie es z. B. Meine Generation sein wird. Menschen die nach 1965 geboren sind, bezahlen mehr Geld in die gesetzliche Rentenversicherung ein, als sie später jemals zurückbekommen werden, Vorausgesetzt, sie sind in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Dieser Sachverhalt ist schon länger bekannt, einen entsprechenden Artikel habe ich schon vor 7 Jahren gelesen. Auch die damalige Bundesregierung war sich dieser Fakten bewusst, unternommen wurde damals nichts.

Zum einen hat dies seinen Grund in der Wiedervereinigung, die große finanzielle Mittel verschlungen hat. Zum anderen spielen dabei auch macht- und parteipolitische Interessen eine gewichtige Rolle. Wer es sich mit den Rentnern verscherzt, der hat kaum eine Chance, wiedergewählt zu werden. Nur werden dadurch die Entscheidungen verhindert, die rechtzeitig getroffen, noch eine gute Lösung für alle sein würden. So aber läuft das bisherige System weiter, mit dem bekannten Effekte. Dieser ist:
Steigende Sozialversicherungsabgaben und damit der Versuch, diese Last zu umgehen. Zum einen geschieht dies durch Verlagerung von gering qualifizierten Arbeitsstellen ins Ausland, zum anderen werden Arbeitnehmer in die Scheinselbstständigkeit gedrängt.

Beides hat die Folge, dass die Gelder der Sozialversicherungen immer knapper werden. Folglich müssen die Beiträge noch mehr steigen oder der Staat muss einspringen. Letzteres sollte eigentlich nicht der Fall sein, ist aber nötig, da die Kasse der Rentenversicherung ja von den Politikern geleert worden ist. Aber auch ohne diese Entwicklung ist das jetzige Rentensystem in Zukunft nicht zu halten, gleichgültig welche Versprechungen die Herren in Berlin machen. Da die Rentenversicherung das Geld, das sie einnimmt, gleich wieder an die Rentner auszahlt, sieht es in Zukunft wohl nicht allzu rosig aus. Denn die gesetzliche Rente wird wohl von immer weniger Beitragszahlern finanziert werden müssen.

Aus diesem Grund ist die private Vorsorge in letzter Zeit immer stärker in die Diskussion gerückt, dabei war das Thema schon vor 10 Jahren aktuell. Nur wurde es damals abgestritten. Die private Vorsorge sollte so aussehen, dass ich Geld anspare. Dieses Geld bringt ja auch Erträge, die den Wert der Einlage dann noch steigern. Bei einer Rendite von durchschnittlich 6 % habe ich nach etwa 25 Jahren die doppelte Summe. So sieht zumindest die Rechnung vieler Lebensversicherungen aus. Ich persönlich halte eine solche Versicherung aber für eine denkbar schlechte Vorsorgemöglichkeit, da die vergleichsweise wenig Rendite abwirft

Eine private Rentenversicherung mag da schon eine bessere Alternative sein. Jedoch ist auch dabei auf die Rendite zu achten. Meist handelte es sich nur um verkappte Lebensversicherungen, die in der Rendite kaum besser sind, als diese. In den letzten Jahren sind aber auch Produkte auf den Markt gekommen, die sich mehr an den heutigen Gegebenheiten orientieren und eine höhere Rendite bringen. Meist wird diese erreicht, indem ein größerer Aktienanteil von den Geldern der Klienten erworben wird. Auf Dauer von 20 bis 30 Jahren ist die Rendite dann um einiges höher. Natürlich ist auch das Risiko etwas größer, allerdings betrifft dieses ja nur den Ertragsanteil.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, selbst etwas zu tun. So könnte ich z. B. Jeden Monat einen festen Betrag in einen Fonds einzahlen. Natürlich ist das Risiko dabei noch größer, denn hier bekomme ich ja keine Mindestsumme garantiert. Dem steht dann in der Regel aber ein größerer Ertrag gegenüber, sodass ich später wahrscheinlich mehr Geld habe. Wer sein Geld für die Altersvorsorge selbst anlegen will, sollte aber beachten, das Risiko mit der Zeit herunter zu fahren. Je näher der Zeitpunkt des Ruhestandes rückt, desto mehr sollten sichere Anlagen gewählt werden.

Am besten geeignet sind meiner Ansicht nach festverzinsliche Wertpapiere, deren Anteil dann erhöht wird. Mit dieser Methode arbeiten auch die Pensionsfonds in den angelsächsischen Ländern. Dort steht die Altersvorsorge z. T. auf ganz anderen Beinen, als hier bei uns. Eine solche Strategie sollte auch mit Fonds möglich sein. Dabei sind dann noch steuerliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Denn wenn Vater Staat noch die Hand aufhält, wenn das Geld kommt, dann ist der Ärger darüber groß.

Unterm Strich halte ich es für wichtig, selbst etwas für meine Altersvorsorge zu machen. Leider hat der Gesetzgeber das erst in den letzten Jahren in Angriff genommen, sodass viele Leute weniger Zeit dafür haben. Eine bessere staatlich Förderung wäre darüber hinaus auch wünschenswert. Zumindest sollten diese Gelder steuerlich nicht belangt werden. Denn das Geld, von dem ich spare, habe ich verdient und schon einmal versteuert.

In wie weit eine solche Vorsorge gemacht wird, sollte aber jeder für sich selbst entscheiden.

© ghostwriterk
alias bugsbunny (ciao); trashwriter (dooyoo)

22 Bewertungen