Erfahrungsbericht von egonman
Riester-Rente für Rechenkünstler !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„Riester-Rente“
Ein Preis-Vergleich mehrerer Anbieter ist sehr schwierig - und die Kündigung wird teuer !
Der Wille des Gesetz-Gebers ist klar : Er verlangt im „Alters-Vorsorge-Verträge-Zertifizierungs-Gesetz“ transparente Verträge mit ausgewiesenen Kosten . Und doch unterscheiden sich die Angebote ganz gravierend , wenn es um die Angabe der Kosten der Produkte geht . Denn die Versicherer legen die gesetzlichen Vorgaben sehr unterschiedlich aus - oft zum Nachteil der Kunden .
Nach den bisher vorliegenden Verträgen ist die Darstellung der Kosten in der Praxis nicht geeignet , sie transparent und vergleichbar zu machen . Ein Beispiel : Im Grundsatz müssen die Kosten jährlich ausgewiesen werden , so will es das Gesetz - aber wie genau , ist wiederum nicht geregelt . Außerdem steht in dem Paragraphen , der die Kosten regelt , nicht genau , welche Kosten überhaupt erhoben werden dürfen . die Folge ist , dass viele verschiedene Kosten-Sätze angegeben werden , die sich auf unterschiedliche Bezugs-Größen und Zeiträume beziehen . Für Verbraucher ist es daher sehr schwer zu schätzen , was der Vertrag unter dem Strich kostet . Beim Abschluss eines Vertrags sollte sich der Kunde nach folgenden Kosten erkundigen : Vertriebs- und Abschluss-Kosten , laufende Verwaltungs-Kosten in der Anspar-Phase und später während des Renten-Bezugs . Darüber hinaus können bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter ebenso Kosten anfallen wie bei einem komplette Storno des Vertrags .
Vertriebs- und Abschluss-Kosten :
Sie können sich je nach Anbieter deutlich unterscheiden . So erheben manche Versicherungen einen bestimmten Prozent-Satz nur von den eigenen Beiträgen , andere wiederum von den gesamten Beiträgen - also inklusive der staatlichen Zulage . Die Höhe der Sätze unterscheidet sich sehr stark : so verlangt zum Beispiel die Allianz zwei Prozent der Eigen-Beiträge plus 0,12 Prozent jedes Eigen-Betrags pro Versicherungs-Jahr .
Die Provinzial Düsseldorf verlangt 5,5 Prozent aller gezahlten Beiträge .
Verwaltungs-Kosten während der Anspar-Phase :
Die Erhebung der Verwaltungs-Kosten erfolgt ähnlich wie eben beschrieben , die Sätze beziehen sich entweder nur auf die Beiträge oder sowohl auf die Beiträge als auch auf die Förderungen . Die Spanne reicht von ein bis sechs Prozent der beiträge zuzüglich 0,2 bis 0,5 Prozent vom Guthaben in der Anspar-Phase .
Zum Beispiel die Allianz : sie verlangt vier Prozent der Eigen-Beiträge plus sechs Prozent der Zulagen , plus 0,45 Prozent des Guthabens jährlich . Vor allem der letzte Punkt hat es in sich ,
was zunächst so harmlos klingt , führt aber zu einer dramatischen Belastung am Ende der Anspar-Phase . Zwei Drittel des letzten Jahres-Beitrags können so dann für Verwaltungs-Kosten draufgehen .
Alles andere als klar ist auch die Lage bei Storno- und Wechsel-Kosten zu einem anderen Anbieter :
Die Allianz zum Beispiel verlangt 100 Euro , die Citybank 150 Euro , die DBV Winterthur streicht bei einer Umstellung ein Prozent des Guthabens ein , mindestens jedoch 100 Euro .
Ein Manko ist auch , das die Wechsel- und Kündigungs-Kosten im Riester-Vertrag selbst nicht aufgeführt werden müssen , sondern auf „einem andern Blatt“ , zum Beispiel im Kleingedruckten versteckt werden könnten . Im übrigen ist der Fall einer vorzeitigen Kündigung vom Gesetz-Geber nicht gereglt worden . Dadurch sind vor allem Haushalte in Notlagen benachteiligt . Denn in einem solchen Fall muss der versicherte nicht nur nachträglich die Zuschüsse inklusive darauf entfallender Erträge zurück zahlen , sondern er bekommt eventuell nicht einmal die bereits gezahlten Beiträge zurück .Die Verbraucher sind daher gut beraten , abzuwarten , bis alle Angebote auf dem Markt sind , um dann in aller Ruhe auszuwählen . Damit hat man noch bis Ende diesen Jahres Zeit .
Fazit :
Unterm Strich kommt es zu Belastungen zwischen vier und 20 Prozent der Beitrags-Summe .
Weil aber die Kosten so schwer zu vergleichen sind , sollte man sich daher nicht nur auf die Broschüren verlassen , sondern stattdessen eine individuelle Verkaufs-Rechnung anfertigen lassen . Nur so lassen sich die einzelnen Anbieter am besten vergleichen . Außerdem sollte man nicht in Panik verfallen , man hat mit dem Abschluss ja noch bis Ende des Jahres 2002 Zeit . Wünsche allen , das sie für sich , die richtige Vericherungs-Lösung finden !
Ein Preis-Vergleich mehrerer Anbieter ist sehr schwierig - und die Kündigung wird teuer !
Der Wille des Gesetz-Gebers ist klar : Er verlangt im „Alters-Vorsorge-Verträge-Zertifizierungs-Gesetz“ transparente Verträge mit ausgewiesenen Kosten . Und doch unterscheiden sich die Angebote ganz gravierend , wenn es um die Angabe der Kosten der Produkte geht . Denn die Versicherer legen die gesetzlichen Vorgaben sehr unterschiedlich aus - oft zum Nachteil der Kunden .
Nach den bisher vorliegenden Verträgen ist die Darstellung der Kosten in der Praxis nicht geeignet , sie transparent und vergleichbar zu machen . Ein Beispiel : Im Grundsatz müssen die Kosten jährlich ausgewiesen werden , so will es das Gesetz - aber wie genau , ist wiederum nicht geregelt . Außerdem steht in dem Paragraphen , der die Kosten regelt , nicht genau , welche Kosten überhaupt erhoben werden dürfen . die Folge ist , dass viele verschiedene Kosten-Sätze angegeben werden , die sich auf unterschiedliche Bezugs-Größen und Zeiträume beziehen . Für Verbraucher ist es daher sehr schwer zu schätzen , was der Vertrag unter dem Strich kostet . Beim Abschluss eines Vertrags sollte sich der Kunde nach folgenden Kosten erkundigen : Vertriebs- und Abschluss-Kosten , laufende Verwaltungs-Kosten in der Anspar-Phase und später während des Renten-Bezugs . Darüber hinaus können bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter ebenso Kosten anfallen wie bei einem komplette Storno des Vertrags .
Vertriebs- und Abschluss-Kosten :
Sie können sich je nach Anbieter deutlich unterscheiden . So erheben manche Versicherungen einen bestimmten Prozent-Satz nur von den eigenen Beiträgen , andere wiederum von den gesamten Beiträgen - also inklusive der staatlichen Zulage . Die Höhe der Sätze unterscheidet sich sehr stark : so verlangt zum Beispiel die Allianz zwei Prozent der Eigen-Beiträge plus 0,12 Prozent jedes Eigen-Betrags pro Versicherungs-Jahr .
Die Provinzial Düsseldorf verlangt 5,5 Prozent aller gezahlten Beiträge .
Verwaltungs-Kosten während der Anspar-Phase :
Die Erhebung der Verwaltungs-Kosten erfolgt ähnlich wie eben beschrieben , die Sätze beziehen sich entweder nur auf die Beiträge oder sowohl auf die Beiträge als auch auf die Förderungen . Die Spanne reicht von ein bis sechs Prozent der beiträge zuzüglich 0,2 bis 0,5 Prozent vom Guthaben in der Anspar-Phase .
Zum Beispiel die Allianz : sie verlangt vier Prozent der Eigen-Beiträge plus sechs Prozent der Zulagen , plus 0,45 Prozent des Guthabens jährlich . Vor allem der letzte Punkt hat es in sich ,
was zunächst so harmlos klingt , führt aber zu einer dramatischen Belastung am Ende der Anspar-Phase . Zwei Drittel des letzten Jahres-Beitrags können so dann für Verwaltungs-Kosten draufgehen .
Alles andere als klar ist auch die Lage bei Storno- und Wechsel-Kosten zu einem anderen Anbieter :
Die Allianz zum Beispiel verlangt 100 Euro , die Citybank 150 Euro , die DBV Winterthur streicht bei einer Umstellung ein Prozent des Guthabens ein , mindestens jedoch 100 Euro .
Ein Manko ist auch , das die Wechsel- und Kündigungs-Kosten im Riester-Vertrag selbst nicht aufgeführt werden müssen , sondern auf „einem andern Blatt“ , zum Beispiel im Kleingedruckten versteckt werden könnten . Im übrigen ist der Fall einer vorzeitigen Kündigung vom Gesetz-Geber nicht gereglt worden . Dadurch sind vor allem Haushalte in Notlagen benachteiligt . Denn in einem solchen Fall muss der versicherte nicht nur nachträglich die Zuschüsse inklusive darauf entfallender Erträge zurück zahlen , sondern er bekommt eventuell nicht einmal die bereits gezahlten Beiträge zurück .Die Verbraucher sind daher gut beraten , abzuwarten , bis alle Angebote auf dem Markt sind , um dann in aller Ruhe auszuwählen . Damit hat man noch bis Ende diesen Jahres Zeit .
Fazit :
Unterm Strich kommt es zu Belastungen zwischen vier und 20 Prozent der Beitrags-Summe .
Weil aber die Kosten so schwer zu vergleichen sind , sollte man sich daher nicht nur auf die Broschüren verlassen , sondern stattdessen eine individuelle Verkaufs-Rechnung anfertigen lassen . Nur so lassen sich die einzelnen Anbieter am besten vergleichen . Außerdem sollte man nicht in Panik verfallen , man hat mit dem Abschluss ja noch bis Ende des Jahres 2002 Zeit . Wünsche allen , das sie für sich , die richtige Vericherungs-Lösung finden !
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