Mehr zum Thema VL-Sparen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Bartnick

HIER KANN DER STAAT MAL ZAHLEN

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da es hier eine extra Kategorie für Vermögenswirksame Leistungen gibt, will ich die Gelegenheit nutzen, ein paar Hinweise zu geben, ohne auf eine bestimmte Anlageform oder gar einen bestimmten Anbieter hinzuweisen

Viele Arbeitgeber zahlen, meist schon in der Ausbildung, Vermögenswirksame Leistungen - VL.
Meistens wird ein Betrag zwischen 6,65 Eur bis zu ca. 40 Eur im Monat gezahlt.

Das Geld geht direkt auf einen – vorher durch den Arbeitnehmer abgeschlossenen – Anlagevertrag.
Dieser sollte in der Regel für sieben Jahre gesperrt sein, um ggf. in den Genuß staatlicher Prämien zu kommen.

Denn der Staat hat sich verpflichtet, je nach Einkommen und Anlageform einen Bonus in Höhe von 10 oder gar 20 Prozent auf die jährlich eingezahlten Beträge hinzu zu tun.

Die Einkommensgrenze liegt Ledigen bei ca. 17 Tsd Euro ( zu versteuerndes Einkommen im Jahr ) bei Verheirateten ist es doppelt so hoch.

Bei Bausparverträgen wird bis zu einer jährlichen Sparleistung von ca. 500 EUR vom Staat eine 10prozentige Zulage ( sogenannte Arbeitnehmersparzulage ) gezahlt.

Bei Aktienfond Bausparverträgen wird bis zu einer jährlichen Sparleistung von ca. 400 EUR vom Staat eine 20prozentige Zulage gezahlt.

Ich habe also die Möglichkeit, insgesamt ählich bis zu ca. 900 Eur in Anlagen als VL fließen zu lassen.
Alles was hierbei nicht durch den Arbeitgeber gezahlt wird kann ich direkt von meinem Gehalt als Eigenleistung abgehen lassen.

Beantragt wird die Zulage über bzw. mit der Einkommenssteuererklärung.
Diese wird dann durch das Finanzamt berechnet und mit dem Steuerbescheid zugesagt.

Ausgezahlt wird die Zulage am Ende der Sperrfrist ( nach 7 Jahren ) in einem Betrag durch Überweisung auf den Vertrag.

Wer nun aufgepasst hat, wird schnell der Meinung sein, daß durch die 20prozentige Zulage auf Fondeinzahlungen, dies doch eindeutig die bessere Anlageform sei.
Doch hierbei ist zu beachten, dass die mögliche jährliche Sparleistung um einige weniger ist.
Mann würde also ca. 100 Eur. / Jahr an VL verschenken.

Bliebe also die Möglichkeit, die VL zu splitten / teilen.

Hiermit kommen wir dem Optimum schon ein wenig näher.
Was spricht dagegen, den möglichst optimalen Betrag ( zum Erlangen der vollen Prämie ) in einen Fondvertrag einzuzahlen und den Rest einfach in einen Bausparvertrag.
So zahle ich ca. 400 Eur jährlich in den Fondvertrag und bekomme hierauf 20 Prozent und weitere 100 Eur jährlich in den Bausparvertrag und bekomme hierauf auch noch mal 10 Prozent.

Doch was spricht dagegen, die volle Prämie zu erhalten.

Wenn ich schon zwei Verträge habe; einen Aktienfond und einen Bausparvertrag, so lasse ich hierauf doch einfach die ganzen Beträge zum Erhalt der bestmöglichen Prämie drauf gehen.
Ich und jeder andere auch hat nämlich die Möglichkeit, zum einen monatlich die ca. 35 Eur VL in den Aktienfond gehen zu lassen und zusätzlich weiter ca. 40 Eur in den Bausparvertrag gehen zu lassen.

Somit erhalte ich am Jahresende auf meine ca. 400 Eur im Fond die ganzen 20 Prozent und zusätzlich auf meine ca. 500 Eur im Bausparer die 10 Prozent Arbeitnehmersparzulagen

Der nicht zu verschweigende Nachteil ist jedoch, dass ich hierdurch monatlich bis zu ca. 75 Eur weniger habe und an das Geld zum Erlangen der staatlichen Zulage erst nach 7 Jahren heran komme.

Insbesondere den zweiten Nachteil habe ich dadurch etwas gelindert, dass ich in die Verträge nur 6 Jahre einzahle und sie dann ein Jahr ruhen lasse.
Gleichzeitig schließe ich aber schon einen neuen Vertrag ab. Da der Fond und Bausparvertrag dann noch in verschiedenen Jahren abgeschlossen wurden, habe ich mittlerweile alle 3 – 4 Jahre einen fälligen Vertrag.
Hierdurch verringert sich jedoch die Auszahlungssumme, da nur 6 Jahre eingezahlt wurde.

Jeder sollte also noch einmal seine VL Verträge – insbesondere wenn er unter die Einkommensgrenzen fällt – genau überprüfen