Mehr zum Thema Zahnersatz Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Herzwig
Zahnimplantate sind ne tolle Sache,
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
konnte ich inzwischen feststellen.
Nach einem kleinen Unfall in meinem Wohnmobil, ich bin ausgerutscht, auf frisch gewischtem Boden, bei dem Versuch die Liegefläche in Sitzfläche umzuwandeln. Dabei habe ich mir die hochgezogene Lehne der Sitzbank volles Brett in die Kauleiste gerammt. Aua, kann ich da nur sagen!!! Das Resultat war eine ziemlich heftige Platzwunde an der Oberlippe und ein, nach meiner Ansicht, lockerer Frontzahn!
Als dieser Frontzahn nach 3 Wochen noch nicht wieder festgeheilt war, begab ich mich mal zu meinem Zahnarzt, der mittels Röntgenbild dann feststelle, dass der Schneidezahn nicht etwa locker, sondern im Kiefer frakturiert war! Was nicht mehr heissen soll, als: Im Kiefer abgebrochen! Die Hiobsbotschaft meines Zahnarztes war dann, dass dieser Zahn nicht zu retten sei und entfernt werden muss!
Ach du gute Güte dachte ich mir, auch das noch, jetzt musst du eine Brücke über die Frontzähne bekommen!!
Trotz meines, schon eher fortgeschrittenen Alters, wurde ich bisher von Zahnersatz, in Form von Brücken und Kronen, verschont. Will sagen, mein Gebiss ist, bzw. war, noch absolut komplett!!
Auch will ich nicht unerwähnt lassen, dass dieser bisherige Umstand meiner Zahnarztphobie sehr entgegen kam!!
Und nun Zahn ziehen, Nachbarzähne abschleifen etc. Mir grauste es furchtbar bei dem Gedanken und mir kamen die Gruselgeschichten von erfahrenen Leidensgenossen in den Sinn!!
Mein Zahnarzt machte mir dann den Vorschlag ein Implantat zu setzen, so dass die Nachbarzähne unbeschädigt bleiben!
Ich erbat mir Bedenkzeit, weil mich die Situation ja auch eher überrumpelt hatte.
Meine erbeten Bedenkzeit änderte jedoch nichts an der Entschlossenheit meines Zahnarztes, mir sofort den oberen Teil des abgebrochenen Schneidezahnes zu entfernen. Unter der örtlichen Betäubung tat das auch nicht sonderlich weh, erst später, zu Hause, hatte ich dann einiges auszuhalten, als die Betäubung nachließ.
Vom Zahnarzt hatte ich eine Informationsbroschüre über Zahnimplantate mitbekommen, die zog ich mir nun rein! Was ich da lesen musste war meiner Phobie nicht gerade zuträglich.
Es würden für mich drei OPs anstehen:
1. OP möglichst schonend den Wurzelrest entfernen, um den Knochen nicht zu traumatisieren.
2. OP Kieferknochen freilegen, aufbohren, auffräsen, Gewinde reinfrähsen Titanwurzel einschrauben und wieder vernähen.
3. OP Nach 6 Monaten, Impalntat wieder freilegen, Hülse aufsetzen, wieder vernähen!
ZITTER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber was wäre die Alternative?? Es gab quasi keine!!
Also wieder hin zum Zahnarzt( noch am gleichen Tag) und alles perfekt machen.
Als ich kam, war schon meine vorläufige Lückenschließe fertiggestellt. Oh Graus, praktisch ein Plastikgaumen mit einem Schneidezahn dran!! Ach du Scheiße!!!! Ne, ne, es muß was passieren!!
Der Zahnarzt war einsichtig, erklärte mir, wir könnten eine OP zusammenlegen, also Wurzelrest raus und gleichzeitig Implantat rein!
Na gut, sofort anfangen, nach dem Motto: Jetzt oder nie!!
Leider ging das nicht!! Erst musste vermessen werden, Implantatgröße bestellt werden und, wichtigerweise, ein Kostenvoranschlag erstellt werden, denn, die Krankenkasse zahlt nix dazu.
Der Spass sollte 3000.- € kosten!! Egal, ich will keine Brücke!!
Nach 4 Wochen war es dann soweit, 1. OP Termin - vorher eine schlaflose Nacht!
Der Eingriff dauerte ca 2 Stunden, zwei Zahnärzte und zwei Helferinnen legten los. Nach der Lokalanästhesie wurde ich mit riesen Lochtuch abgedeckt und dann ging\'s los. Bis auf die irren Geräusche der verschiedenen Fräsen und Bohrer war für mich nur die Tatsache unangenehm, dass die Nase abgedeckt war, und ich echte Sauerstoffprobleme hatte!
Nach der OP bekam ich einen gelben Urlaubszettel für einen Tag. Antibiotika und einige Verhaltensregeln bekam ich noch mit auf den Weg, um einer Infektion vorzubeugen: Kein Kaffee, kein Tee, keine Milchprodukte und nicht Rauchen für 3 Tage!!
In meinem Wohnzimmer stellte ich mich nun darauf ein, dass die Narkose nachließ. Zu meinem Erstaunen empfand ich auch nach Abklingen der Betäubung so gut wie keine Schmerzen, und das ohne Schmerzmittel. Sicher spannte die Oberlippe etwas und das vernähte Zahnfleisch, aber es schmerzte echt nur sehr wenig, eigendlich war es nur ein unangenehmes Gefühl.
Nach 7 Tagen wurden die Fäden dann gezogen, 12 an der Zahl.
Ab jetzt wird alle 4 Wochen eine Kontrolle notwendig, ob das Implantat vom Knochen auch gut umschlossen wird und fest einheilt. Nach 3 Monaten gibt es ein neues Röntgenfoto, um Fortschritte der Einheilung zu dokumentieren!
An diesem Punkt bin ich jetzt! Ich warte also auf die 3. OP.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich absolut keine Probleme, weder mit der Einheilung des Titanimplantates noch mit den entstandenen Narben am Zahnfleisch. Nur diese vorübergehende Lösung mit meinem Zahnlückenfüller nervt bis zum Abwinken. Es drückt, ist unangenehm beim Essen und behindert echt die Artikulation!!
So freue ich mich also eher auf die nächste OP, damit das endlich ein Ende findet.
Ich kann allen, die es nötig haben, nur empfehlen, auch diesen Weg zu wählen. Besonders den Angsthasen unter euch sei gesagt: Wirklich schmerzfrei die ganze Angelegenheit. Eigene Erfahrung mit dem Abschleifen eines Zahnes habe ich nicht, aber meine Frau hatte danach erhebliche Schmerzen. Also ist es eine echte Alternative zur Brücke und wird von mir mit allen Sternchen versehen!
Zu gegebener Zeit werde ich diesen Bericht fortsetzen!
Ich hoffe mit diesem Bericht habe ich einigen von euch die Angst genommen, wäre schön!!
Bis dennse
Herzwig
Nach einem kleinen Unfall in meinem Wohnmobil, ich bin ausgerutscht, auf frisch gewischtem Boden, bei dem Versuch die Liegefläche in Sitzfläche umzuwandeln. Dabei habe ich mir die hochgezogene Lehne der Sitzbank volles Brett in die Kauleiste gerammt. Aua, kann ich da nur sagen!!! Das Resultat war eine ziemlich heftige Platzwunde an der Oberlippe und ein, nach meiner Ansicht, lockerer Frontzahn!
Als dieser Frontzahn nach 3 Wochen noch nicht wieder festgeheilt war, begab ich mich mal zu meinem Zahnarzt, der mittels Röntgenbild dann feststelle, dass der Schneidezahn nicht etwa locker, sondern im Kiefer frakturiert war! Was nicht mehr heissen soll, als: Im Kiefer abgebrochen! Die Hiobsbotschaft meines Zahnarztes war dann, dass dieser Zahn nicht zu retten sei und entfernt werden muss!
Ach du gute Güte dachte ich mir, auch das noch, jetzt musst du eine Brücke über die Frontzähne bekommen!!
Trotz meines, schon eher fortgeschrittenen Alters, wurde ich bisher von Zahnersatz, in Form von Brücken und Kronen, verschont. Will sagen, mein Gebiss ist, bzw. war, noch absolut komplett!!
Auch will ich nicht unerwähnt lassen, dass dieser bisherige Umstand meiner Zahnarztphobie sehr entgegen kam!!
Und nun Zahn ziehen, Nachbarzähne abschleifen etc. Mir grauste es furchtbar bei dem Gedanken und mir kamen die Gruselgeschichten von erfahrenen Leidensgenossen in den Sinn!!
Mein Zahnarzt machte mir dann den Vorschlag ein Implantat zu setzen, so dass die Nachbarzähne unbeschädigt bleiben!
Ich erbat mir Bedenkzeit, weil mich die Situation ja auch eher überrumpelt hatte.
Meine erbeten Bedenkzeit änderte jedoch nichts an der Entschlossenheit meines Zahnarztes, mir sofort den oberen Teil des abgebrochenen Schneidezahnes zu entfernen. Unter der örtlichen Betäubung tat das auch nicht sonderlich weh, erst später, zu Hause, hatte ich dann einiges auszuhalten, als die Betäubung nachließ.
Vom Zahnarzt hatte ich eine Informationsbroschüre über Zahnimplantate mitbekommen, die zog ich mir nun rein! Was ich da lesen musste war meiner Phobie nicht gerade zuträglich.
Es würden für mich drei OPs anstehen:
1. OP möglichst schonend den Wurzelrest entfernen, um den Knochen nicht zu traumatisieren.
2. OP Kieferknochen freilegen, aufbohren, auffräsen, Gewinde reinfrähsen Titanwurzel einschrauben und wieder vernähen.
3. OP Nach 6 Monaten, Impalntat wieder freilegen, Hülse aufsetzen, wieder vernähen!
ZITTER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber was wäre die Alternative?? Es gab quasi keine!!
Also wieder hin zum Zahnarzt( noch am gleichen Tag) und alles perfekt machen.
Als ich kam, war schon meine vorläufige Lückenschließe fertiggestellt. Oh Graus, praktisch ein Plastikgaumen mit einem Schneidezahn dran!! Ach du Scheiße!!!! Ne, ne, es muß was passieren!!
Der Zahnarzt war einsichtig, erklärte mir, wir könnten eine OP zusammenlegen, also Wurzelrest raus und gleichzeitig Implantat rein!
Na gut, sofort anfangen, nach dem Motto: Jetzt oder nie!!
Leider ging das nicht!! Erst musste vermessen werden, Implantatgröße bestellt werden und, wichtigerweise, ein Kostenvoranschlag erstellt werden, denn, die Krankenkasse zahlt nix dazu.
Der Spass sollte 3000.- € kosten!! Egal, ich will keine Brücke!!
Nach 4 Wochen war es dann soweit, 1. OP Termin - vorher eine schlaflose Nacht!
Der Eingriff dauerte ca 2 Stunden, zwei Zahnärzte und zwei Helferinnen legten los. Nach der Lokalanästhesie wurde ich mit riesen Lochtuch abgedeckt und dann ging\'s los. Bis auf die irren Geräusche der verschiedenen Fräsen und Bohrer war für mich nur die Tatsache unangenehm, dass die Nase abgedeckt war, und ich echte Sauerstoffprobleme hatte!
Nach der OP bekam ich einen gelben Urlaubszettel für einen Tag. Antibiotika und einige Verhaltensregeln bekam ich noch mit auf den Weg, um einer Infektion vorzubeugen: Kein Kaffee, kein Tee, keine Milchprodukte und nicht Rauchen für 3 Tage!!
In meinem Wohnzimmer stellte ich mich nun darauf ein, dass die Narkose nachließ. Zu meinem Erstaunen empfand ich auch nach Abklingen der Betäubung so gut wie keine Schmerzen, und das ohne Schmerzmittel. Sicher spannte die Oberlippe etwas und das vernähte Zahnfleisch, aber es schmerzte echt nur sehr wenig, eigendlich war es nur ein unangenehmes Gefühl.
Nach 7 Tagen wurden die Fäden dann gezogen, 12 an der Zahl.
Ab jetzt wird alle 4 Wochen eine Kontrolle notwendig, ob das Implantat vom Knochen auch gut umschlossen wird und fest einheilt. Nach 3 Monaten gibt es ein neues Röntgenfoto, um Fortschritte der Einheilung zu dokumentieren!
An diesem Punkt bin ich jetzt! Ich warte also auf die 3. OP.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich absolut keine Probleme, weder mit der Einheilung des Titanimplantates noch mit den entstandenen Narben am Zahnfleisch. Nur diese vorübergehende Lösung mit meinem Zahnlückenfüller nervt bis zum Abwinken. Es drückt, ist unangenehm beim Essen und behindert echt die Artikulation!!
So freue ich mich also eher auf die nächste OP, damit das endlich ein Ende findet.
Ich kann allen, die es nötig haben, nur empfehlen, auch diesen Weg zu wählen. Besonders den Angsthasen unter euch sei gesagt: Wirklich schmerzfrei die ganze Angelegenheit. Eigene Erfahrung mit dem Abschleifen eines Zahnes habe ich nicht, aber meine Frau hatte danach erhebliche Schmerzen. Also ist es eine echte Alternative zur Brücke und wird von mir mit allen Sternchen versehen!
Zu gegebener Zeit werde ich diesen Bericht fortsetzen!
Ich hoffe mit diesem Bericht habe ich einigen von euch die Angst genommen, wäre schön!!
Bis dennse
Herzwig
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