Mein Lieblingsessen! Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  niedrig
  • Kosten:  niedrig

Erfahrungsbericht von AustroError

Ein Genuss für Meerettich-Liebhaber(innen)...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Liebe Leserinnen, liebe Leser!


KURZE EINLEITUNG

Folgendes Gericht ist nicht sehr kompliziert - allerdings dachte ich bis vor kurzer Zeit, dass es nicht sehr verbreitet ist. In Österreich ähnelt es nämlich sehr dem \"Tafelspitz\". Das Grundrezept bekam ich von meiner Mutter (gebürtige Bayerin) und habe es laufend variiert. Abgesehen vom \"normalen Gulasch\" kenne ich kaum ein anderes Gericht, bei dem die Fantasie eine so große Rolle spielt wie beim Meerettich-Kloß (österr. Knödel). Wer Meerettich (österr. Kren) nicht mag, ist hier leider weniger gut bedient...


ZUTATEN

Für 2 Personen benötigen wir ca. 500 Gramm Rindfleisch zum Kochen (natürlich ist das Fleisch von Rinderschnitzeln qualitativ besser aber dafür etwas teurer), eine Packung Klöße, Weißbrot (falls man die Klöße mit getoasteten und kurz angebratenen Weißbrotwürfeln füllen möchte), mindestens 200 Gramm Meerettich und einen Becher Sahne. In Österreich verwende ich statt der beiden letzten Zutaten manchmal ca. 400 Gramm Oberskren (einer Mischung aus Meerettich und Sahne). Wer es etwas schärfer mag, sollte aber auch in Austria Kren und Schlagobers (Sahne) extra kaufen.

Das ist eigentlich schon alles, wenn man Senf, Mayonnaise, Salz, Pfeffer und Mehl (oder einen Ersatzstoff zum Andicken von Soßen) im Hause hat.


ZUBEREITUNG

Das Rindfleisch wird gesäubert und in einem halben Liter Fleischbrühe sowie unter Zugabe eines Bundes Suppengrün im Schnellkochtopf (SKT) gekocht. Und zwar WESENTLICH länger, als es z.B. die Bedienungsanleitung des SKT aussagt, nämlich gut und gerne 40 Minuten. Das Fleisch sollte sozusagen in seine Fasern zerfallen, wenn man es nach dem Herausnehmen zerkleinert (theoretisch sollte die Kraft unserer Fingern ausreichen, praktisch verwenden wir natürlich Messer und Gabel).
Andererseits kann man das Fleisch natürlich auch vor dem Kochen zerkleinern - macht zeitlich gesehen jedoch insgesamt keinen Unterschied.

In die verbliebene Flüssigkeit im SKT werden nun nacheinander der Meerettich, die Sahne und je zwei Esslöffel Senf und Mayonnaise eingerührt. Das ganze wir gut vermengt und sollte in etwa FAST die Konsistenz von Tomatenketchup besitzen. Bei Bedarf also entweder reduzieren oder mit Mehl (besser sind Bondamin oder Fix-Einbrenn von Knorr) andicken. Jetzt werden der Soße lediglich noch die Fleischfasern beigegeben.

Der umsichtige Hausmann hat in der Zwischenzeit natürlich das Kloßmehl (ich mag lieber das aus gekochten Kartoffeln, aber auch alle andere Variationen sind durchaus denkbar) mit einigen in Würfel geschnittenen Toastbrot-Würfeln versetzt, zu Klößen geformt, im siedenden Salzwasser kurz aufgekocht und mindestens 10 Minuten ziehen lassen...

Die Klöße nur noch auf den Teller geben, einige Löffel der Rindfleisch-Farce darüber und es schmeckt!


URTEIL

Es gibt - ähnlich dem Senf - viele Arten von Meerettich. Wer ihn gar nicht mag, sollte von diesem Gericht wohl besser die Finger lassen. Allen anderen empfehle ich, während der Zubereitung der Soße diese öfter mal zu kosten, bis die gewünschte Schärfe erreicht ist. \"Extremisten\" mögen es sogar, wenn während der Mahlzeit die Augen tränen und sie sich die Bissen unter die Zunge schieben müssen, andere bevorzugen einen eher dezenten Meerettich-Geschmack.
Aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass dieses Gericht in meinem gesamten Freundeskreis einen riesigen Anklang gefunden hat. Die Kosten als auch der Aufwand halten sich in Grenzen. Reste lassen sich problemlos aufbewahren (sollten aber zumindest spätestens am nächsten Tag verzehrt werden).


Ich wünsche Guten Appetit!

Liebe Grüße

Steffen

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