Men in Black II (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Klops

Es wird wieder kräftig geblitztdingst...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

1.Einleitung

Vor 5 Jahren präsentierte uns Regisseur und Produzent Barry Sonnenfeld einen der Kinohits des Jahres 1997, nämlich „Men in Black“. Am 18. Juli 2002 ist der Nachfolger „Men in Black 2“ in den deutschen Kinos angelaufen und ich habe ihn mir auch gleich angesehen. Ob der Film genauso mager ist, wie seine 88 Minuten Spielzeit erfahrt ihr in meinem Bericht.

2.Vorgeschichte aus Men in Black

Die Men in Black (im folgenden MIB genannt) ist eine geheime Organisation, die die auf der Erde lebenden Aliens überwacht. Die Agenten Kay und Jay haben im ersten Teil die Welt vor einer riesigen Schabe in Menschengestalt gerettet. Danach ließ sich Kay pensionieren. Er wurde „geblitzdingst“ und vergaß seine ganze Agentenlaufbahn bei der MIB.

Das ist das Vorwissen, mit dem man in Men in Black 2 gehen sollte. Es ist zwar nicht unbedingt nötig, aber so erschließen sich einige Zusammenhänge aus meiner Sicht einfach besser. Den gesamten ersten Teil muss man aus Verständnisgründen nicht sehen, aber natürlich ist er sehr sehenswert.

3.Die Story von Men in Black 2

Auf der Erde landet ein winziges Raumschiff mit einem winzigen, hässlichen Wurm (?), der Serleena heißt und gleich nach der Landung in den Körper eines Unterwäschemodels schlüpft und anscheinend nichts Gutes im Schilde führt. Sie tut sich mit dem zweiköpfigen Alien Scrad bzw. Charlie zusammen und sucht nach dem Licht von Zartha.

Nach der Pensionierung von Agent Kay ist Jay zu einem Topagenten aufgestiegen, dem sein Job ohne seinen ehemaligen Partner Kay keinen Spaß mehr macht, weil er keinen richtigen Partner mehr findet. Seinen momentanen Partner Tee „blitztdingst“ er, da Jay ihn nicht für den richtigen für den Job hält.

Als Zed, der Chef von Jay, gerade Franck, ein sprechender Hund und eine unglaubliche Nervensäge, zu Jays Partner bestimmt, erfährt Jay von einem Überfall auf ein Pizzageschäft, bei dem der Besitzer, ein Alien in Menschengestalt, getötet wurde. Es gibt sogar eine Augenzeugin, nämlich Laura Vasquez, die das alles gar nicht glauben kann. Jay verliebt sich sofort in sie und „blitztdingst“ sie auch nicht, da sie ihn dadurch sofort vergessen würde. Sie erzählt von einem Unterwäschemodel und einem zweiköpfigen Alien...

Da niemand mehr weiß, wo das Licht von Zartha ist, wird Agent Kay reaktiviert und wird Jays neuer Partner. Er ist inzwischen Chef bei einer kleinen Poststation in Massachusetts. Er ist jetzt ein richtiger Langweiler und kein cooler Agent mehr, wie noch vor 5 Jahren. Mit Hilfe eines Geräts werden seine Erinnerungen wieder zurück geholt. Inzwischen hat Serleena das Hauptquartier der MIB unter ihre Kontrolle gebracht und jetzt kommt es darauf an, wer das Licht eher findet, denn wird es nicht von der Erde entfernt, wird diese zerstört.

4.Meine Meinung

Ich fand den Film ziemlich gut, zwar kommt er nicht ganz an seinen Vorgänger heran, aber trotzdem wird man 88 Minuten sehr gut unterhalten und Langeweile kommt zu keiner Zeit auf. Der Film fängt sofort witzig und actionreich an und hält, das auch bis zum Ende durch. Natürlich wartet auch Men in Black 2 wieder mit sehr viel Kuriosem auf. Vor allem sind hier natürlich die sehr gut designten Aliens zu nennen, die noch ein bisschen besser aussehen, als noch in Teil 1. Alle haben ihren eigenen Stil und kaum ein Alien gleicht dem anderen. Die Kakerlaken-Aliens sind schon aus Teil 1 bekannt, aber ihre Rollen wurden in Teil 2 noch etwas ausgebaut und sie haben sogar eine eigene Wohnung. Sie kommen total cool rüber und machen den ganzen Tag anscheinend nichts anderes als feiern, faulenzen und Fernsehen gucken. Sehr cool fand ich auch den riesigen Wurm, der in den U-Bahnstationen sein Unwesen treibt. Zum anderen sind die sehr lustigen Waffen zu bemerken, die einfach nur sehr abgefahren aussehen.

Der Film bleibt über die gesamte Spielzeit sehr actionreich und lustig und ich habe mich zu keiner zeit gelangweilt. Die Story ist zwar ziemlich dünn und erinnert an Teil 1 (Alien in Menschengestalt), aber dadurch kommt sie auch ziemlich straff rüber und es gibt keinen Leerlauf. Aber auf die Story ist der Film ja auch gar nicht ausgelegt, es geht ja viel mehr um die Action, das Kuriose, die Aliens und den Humor und daran sollte man Men in Black 2 auch messen, denn hier ist der Film gut und besser. Es gibt zwar recht viel Action, aber nicht so viel, dass sie einem nach dem Film aus den Ohren raushängt und die Special Effects stehen auch nicht vor den Charakteren. Die Special Effects sind allerdings noch eine Spur besser, als die sowieso sehr guten aus Teil 1. Alles ist größer und noch hübscher anzusehen und auch die Kulissen können wieder überzeugen. Durch die teils sehr futuristischen, teils eher dunklen Kulissen kommen eine sehr gute Stimmung und Atmosphäre rüber, die einen bis zum Schluss fesseln. An Kuriositäten spart der Film auch nicht, ebenso wenig an den fantastisch aussehenden Aliens. Die Witze und die coolen Sprüche hingegen sind nicht mehr ganz so gut wie in Men in Black 1, was sie aber nicht schlecht macht. Den Hund Franck, mit seiner unglaublich nervigen Art fand ich auch ziemlich lustig und er war immer wieder gut für den einen oder anderen Lacher.

Der größte Kritikpunkt ist für mich eindeutig die sehr kurze Spielzeit von nur 88 Minuten, die zwar eine straffe Storyführung ermöglicht, aber durch die Kürze bleiben einige Zusammenhänge auf der Strecke, was ein bisschen schade ist.

5.Die Schauspieler

Die Schauspieler waren teilweise altbekannte Gesichter aus dem ersten Teil und auch in Teil 2 liefern sie souveräne und gute Vorstellungen ab. Agent Jay wird von Will Smith verkörpert und er bringt die Rolle des übercoolen, aber teilweise tollpatschigen Agenten sehr gut rüber. Man nimmt ihm diese ganz coole Art einfach ab. Für mich ist er auch hier wieder die Idealbesetzung und ich freue mich schon auf seinen nächsten Film „Ali“.

Der nächste Hauptdarsteller ist Tommy Lee Jones, der wieder den Partner von Jay, Agent Kay spielt. Auch er kommt nach seinem kurzen Auftritt als langweiliger Postbediensteter, wieder sehr cool und lustig rüber und man nimmt ihm seine Rolle einfach ab. Normalerweise ist Tommy Lee Jones ja eher für Rollen in Thrillern bekannt, aber in den beiden Men in Black spielt er auch mal in einem Film mit, der gar nicht so zu seinem Image passt, was ich sehr gut finde.

Der Chef aus Teil 1 Zed alias Rip Torn ist auch wieder mit von der Partie, allerdings ist seine Rolle noch kleiner als im ersten Teil, was ich ein bisschen schade finde. In seiner kurzen Spielzeit macht er allerdings, was er kann und bringt seine Rolle recht gut rüber.

Der Bösewicht ist diesmal eine Frau und zwar Lara Flynn Boyle, die neben ihrem guten Aussehen auch mit ziemlich guten schauspielerischen Leistungen ausgestattet ist. Sie fügt sich gut in den Film ein, ist allerdings nicht so herausragend wie Will Smith oder Tommy Lee Jones. Insgesamt ist ihre Besetzung aber auch kein Griff ins Klo, sie weiß durchaus zu überzeugen.

Sehr cool fand ich, dass Johnny Knoxville, den meisten wahrscheinlich bekannt aus der MTV-Serie „MTV Jackass“ eine Rolle bekommen hat. Er spielt das zweiköpfige Alien Scrad bzw. Charlie. Ich finde, dass er seinen Part sehr überzeugend und lustig rüberbringt, was ich ihm ehrlich gesagt, nicht unbedingt zugetraut hätte.

Eine andere Besetzung fand ich nicht so gut und zwar die von Michael Jackson, der Agent M werden möchte. Seine schauspielerische Leistung kann man in den 20 Sekunden zwar nicht beurteilen, aber die sehr merkwürdig klingende Synchronstimme, zieht den gesamten Kurzauftritt ins Lächerliche. Auch Regisseur Barry Sonnenfeld hat eine kurze Gastrolle, wobei er hier nichts zeigen muss, denn er sitzt nur auf der Couch und wird „geblitztdingst“.

6.Fazit

Der Film ist zwar nicht ganz so lustig wie Men in Black 1 und einige Sachen wurden auch einfach übernommen, aber trotzdem hat man hier eine gute Fortsetzung vorliegen, die die gesamte Spielzeit zu überzeugen weiß. Die Special Effects sind noch besser als in Teil 1 und auch die Aliens haben mir noch eine Spur besser gefallen. Zudem schafft es auch Teil 2 wieder, verschiedene Genres gut zu verbinden. Ich war von dem Film nicht enttäuscht, da ich nicht erwartet hatte, dass der Film Men in Black 1 übertrifft und mit dieser Einschätzung lag ich auch richtig. Trotzdem ist der Film überdurchschnittlich gut und für einen lockeren Kinoabend bestens geeignet. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Empfehlung.

Vielen Dank für das Lesen meines Berichtes. Über Kommentare und Gästebucheinträge freue ich mich immer.

Ciao, euer Stefan (Klops).

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