Men in Black II (VHS) Testbericht

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ab 19,95
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Erfahrungsbericht von chabo

Viel "Heck Mäck" um ein mittelmäßigen Film ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hi Community,

Neulich vor ein paar Tagen fand ich dass mal wieder die Zeit gekommen ist um ins kino zu gehen ... gedacht -> getan ... noch mal fix nen Kumpel angerufen und schon warn wir auch im Kino. Es war eigentlich von vornherrein schon klar welche Film wir uns anschauen würden und kauften auch gleich die Karten für MIB II.

Ich dachte mir dass ich ma wieder was für die Community tun könnte und verfasse nun, einige Tage später den entsprechenden Bericht.
Viel Spass beim Lesen ...



Agent Jay (Will Smith) ist der beste bei den Men in Black und ein Workaholic. Seine Partner „blitzdingst“ er regelmäßig, weil sie nicht seinen Anforderungen entsprechen. Doch während er alle ihm übertragenen Fälle bisher mit Leichtigkeit auch allein erledigen konnte, stellt ihn der jüngste Fall vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Er soll die böse Serleena (Lara Flynn Boyle) samt ihres bösen zweiköpfigen Helfers Scrad (Johnny Knoxville) in den Griff kriegen, die das Licht von Zartha suchen, welches sich angeblich auf der Erde befindet. Außerdem muss sich Jay auch um Laura (Rosario Dawson) kümmern, die offensichtlich irgendwie mit dem gesuchten Licht zu tun hat und um ihr Leben fürchten muss.

Also muss ein alter Bekannter zurückgeholt werden, der als einziger über dieses dubiose Licht Bescheid weiß. Agent Kay (Tommy Lee Jones), der nach seinem Ende bei den MIB aufs Land gezogen und dort Postmeister geworden ist, willigt schnell ein, zurückzukehren und bei diesem schwierigen Fall zu helfen. Doch zuerst muss er „deneuralisiert“ werden, das heißt, sein früheres Gedächtnis, welches ihm nach seinem Ausstieg bei den MIB genommen wurde (geblitzdingst), ist für die Aufklärung des Falles entscheidend und muss wiederhergestellt werden. Doch Serleena kommt Jay und Kay zuvor und dringt in das MIB-Gebäude ein.

Wie immer werde ich nicht die gesamte Story verraten, um jenen, die den Film noch ansehen wollen, nicht die Spannung zu nehmen. Allerdings könnte man in diesem speziellen Fall nicht viel Spannung nehmen, weil keine da ist, dazu aber später.



Will Smith als Agent Jay, wie schon im ersten Teil, damals allerdings witziger. Dieser Film wird wohl kaum als eines seiner schauspielerischen Highlights in die Analen eingehen. Zu abgedroschen sind leider die Dialoge und Sprüche die er von sich gibt (geben muss).

Tommy Lee Jones als Agent Kay, ebenfalls wie schon im ersten Teil und leider ebenfalls eher mäßig in der schauspielerischen Leistung.

Lara Flynn Boyle als Sarleena, schön aber sonst halt nix. Schauspielen kann sie einfach nicht, mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

Rip Torn als Agent Zed, wie schon im ersten Teil wieder in einer etwas kleineren Rolle, passt sich an die Leistungen der anderen an.

Darüber hinaus treffen wir einige alte Bekannte aus dem ersten Teil, wie etwa Jeebs, den kleinen Hehler, dessen Kopf immer wieder nachwächst, und den kleine Hund Frank, der kurzzeitig sogar zu Jay’s Partner avanciert. Frank ist es auch, der für die wenigen guten Sprüche sorgt.

Die Regie führte wie schon in Teil I Barry Sonnenfeld. Im großen und ganzen ist ihm dies auch recht gut gelungen – mehr war wohl aus dem Drehbuch nicht rauszuholen. Die Effekte sind recht gut gelungen, nur eben nicht mehr neu und deshalb wenig spektakulär. Zumindest sind mir keine gröberen Regiefehler aufgefallen.

Das Drehbuch stammt von Robert Gorden und Barry Fanaro und ist leider absolut schlecht. Obwohl der Film nur relativ kurze 88 Minuten dauert, scheint die Story auch für dies kurze Zeitspanne zu dünn zu sein. So bleiben nicht viel mehr als ein paar Pointen übrig. Das Gesamtkonzept der Story unterscheidet sich kaum vom Teil 1 und ist deshalb fad, vorhersehbar und absolut abgedroschen.

Die Musik zu MIB II schrieb wie schon beim ersten Teil Danny Elfman. Allerdings fällt die Film nicht allzu sehr auf und ist auch sehr stark jener des ersten Teils nachempfunden.



Wie man schon dem vorigen Kapitel entnehmen konnte, war und bin ich von diesem Film alles andere als begeistert. Es fehlt ganz einfach die Story und auch die Aliens, die viel zum besonderen Flair von Teil I beigetragen hatten, blieben uns in Teil II einiges schuldig. Die böse Serleena kann von Anfang an nie den Eindruck erwecken, ernsthaft den MIB gefährlich zu werden und die Agenten sind meiner Ansicht nach schon wieder eine Spur zu cool.

Gut, die Besetzung ist auf den ersten Blick hervorragend, denn neben den bereits erwähnten Hauptdarstellern kommt unter anderem auch Michael Jackson zu einem Kurzauftritt, der allerdings auch nicht wirklich witzig ist. So bleibt von MIB II nicht viel mehr übrig als vielleicht zwei gute Pointen und alles in allem ein sehr mäßiger Aufguss eines Topfilmes, der in keiner Weise überzeugen konnte.

Doch, in einem Punkt ist MIB II wohl genauso gut, wie der erste. In Sachen Werbung kann man nur sagen, Respekt. Die Strategie dürfte wieder voll aufgegangen sein und der Film wird wohl seine Kosten längst eingespielt haben und fette Gewinne abwerfen. Doch dass die Zahl der Kinobesucher noch nichts über die Qualität des Filmes Auskunft geben, wissen wohl alle Kinoliebhaber nur allzu gut.

Abschließend würde ich jedem abraten, sich diesen Film im Kino anzusehen. Es reicht sicher aus, sich den Film mal irgendwann in der Videothek zu leihen, weil der Film, wie schon so viele andere „zweite Teile“ weit hinter der Qualität des ersten Teils zurückbleibt.

Auf ein Wiederlesen,

Chabo

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