Mercedes-Benz CLK Testbericht
Abbildung beispielhaft
ab 70,40 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von ikaros
Auf der Autobahn nicht unbedingt ein Star
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Der Sportler-Klub von Mercedes Benz, dem namhafte „Mitglieder“ wie SLK, CLK, SL und CL angehören und sich dabei in so unterschiedlichen Variationen wie Cabrio, Coupe oder Roadster vorstellen, steht vor allem für eines: Faszination auf vier Rädern, die mit beinahe einzigartiger Präzision und Leistung über Stock und Stein zu führen ist.
So, wie es auch im Falle der jüngsten Neuaufnahme in diesen „elitären“ Klub der Fall ist: dem Sportcoupe aus der C-Klasse, die bis dato oftmals mehr mit Möchtegern-Kapitalisten und Angebern assoziert wurde, da doch die Fahrer der unteren C-Klasse-Modelle, insbesondere der älteren C-190-Wägen, mit zu den rüpelhaftesten und aufdringlichsten Exemplaren des homo automobilius germanicus gehören. Dabei, und da werden wohl nur die wenigsten widersprechen können, kommt den C-Klasse-Wägen, die von Spöttern schon mal als „Chauvi-Kübel“ verschrien werden, wohl längst nicht die Faszination wie dem neuen Sportcoupe zu.
Nicht umsonst haben sich die Schmiede dieses Wägelchens, das ganz ausgeschrieben C-Sportcoupe 230 Kompressor EVOLUTION genannt wird und mit zu den neuesten Entwicklungen der Schwaben gehört, vor allem den Vorlieben der jungen Generation angepaßt – auch wenn im meinem Fall das Fahren des Wagens mehr auf der Kaufentscheidung meines Onkels beruht, der die „schlappen“ 40.000 Euro Kaufpreis, die sich dank der umfangreichen Extraliste schnell gegenüber dem Basispreis von rund 28.500 Euro ansammeln, auch wesentlich leichter aufbringen konnte; sein Neffe (ich) darf hingegen ab und an mal eine Spitztour machen, als Reallohn für eine Autowäsche oder als kleines Geschenk! Somit glaube ich, nach mittlerweile so an die 6.000 Kilometer Fahrerfahrung auch ohne Eigentümer dieses Vehikels zu sein einen Erfahrungsbericht zu eben diesem Wagen verfassen zu können. Wer anderer Meinung ist, kann ja nun mit dem Lesen aufhören!
Für alle anderen zunächst einmal die technischen Details, damit ich diesen zum Teil zumindest für mich selbst nicht immer ganz nachvollziehbaren Kram zur Seite legen kann:
Die Leistung des Vierzylinder-Motors beträgt dank den 2,3 Litern Hubraum und den Sechzehnventilen beinahe 200 PS – ungefähr 150 kW – wodurch eine Tachohöchstgeschwindigkeit von mehr als 240 km/h erreicht werden kann, vorausgesetzt, Straße und fehlender Mitverkehr sind gegeben, wobei selbst dann eine gewisse Streßsituation auftritt, die mir zumindest Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h-Grenze wenig sinnvoll erschienen lassen. Aber egal, wer es braucht, kriegt es hier.
Der Verbrauch liegt im Stadtdurchschnitt so ungefähr bei rund 15 Litern (Super), auf Landfahrten hingegen bei „nur“ 8 Litern und schließlich im Autobahnbereich zwischen 12 und 14 Litern – je nach persönlicher Geschwindigkeitsaffinität. Dabei erfüllt der Wagen die sogenannte D4-Norm, was, so zumindest der Verkaufsprospekt, einige Steuervorteile mit sich bringen soll. Beschleunigung ist insofern kein Thema, da in knappen 8 Sekunden die 100-km/h-Marke auf dem Tacho überschritten werden kann, was für jeden Kavalierstart völlig ausreichend ist.
Sehr angenehm ist dabei im gesamten Fahrbetrieb das Sechsgang-Automatikgetriebe, das sich hervorragend an die Beschleunigungswünsche des Fahrers und die tatsächliche Straßenlage insoweit anpaßt, als bei Steigungen auch mal ein Rückschalten vorgenommen wird, damit die angeforderte Leistung schneller durchkommt, was mich persönlich schon fasziniert hat, da das normalerweise ja nur im manuellen Schaltbetrieb erfolgt.
Ebenso gelungen wie die Automatik ist aber auch die Einstellung der Stoßdämpfer sowie die Straßenlage des Wagens selbst, der auch bei engsten Kurven noch mit ordentlicher Geschwindigkeit durchgezogen werden kann, ohne daß die Seitenbegrenzungen unerwartet auf der Beifahrerseite oder der Rückbank landen. Lediglich ab Tempo 170 wird das Fahren ein wenig unkomfortabel, da zwar nach wie vor die Straßenlage top ist, dafür aber der Innenraumlärmpegel unschön Höhen erklimmt, bei denen man die Stereoanlage schon mal wie bei kleineren Festivals hochdrehen muß – ein Gespräch bei Tempo 200 ist schier nicht möglich, was für eine Benz eigentlich eine Schande ist!
Dem kann dann auch der geräumige Kofferraum, der im Normalzustand Mittelklasseausmeßungen hat, durch Umklappen der Rücksitzbank aber auch Kombi-Dimensionen anwächst, nicht so ganz begegnen, da zwar im vollgeladenen Zustand – erstaunlicherweise – der Lärm abnimmt, aber auf der anderen Seite ein ständiges Herumfahren mit rund 1.000 Litern Gepäck in Umzugskartons oder Koffern irgendwie auch nicht Sinn der Sache ist. Nutzen hingegen drei Erwachsene die Rücksitzbank, was ihnen dank der Breite und Höhe gut möglich ist, so muß schon abgewogen werden, ob man schneller am Ziel sein will oder aber noch eine Diskussion einschiebt, denn beides ist bei schnellerer Fortkommensart nicht möglich – permanentes Schreien muß ja nun auch wieder nicht sein.
Sicherheitsmäßig ist dagegen schon in der vergleichsweise „spartanischen“ Basisversion so ziemlich alles erforderliche an Bord: Airbags, ASP, ESP, BAS – wofür die beiden letzten auch immer stehen mögen! Die Sport-C-Klasse ist also auch familientauglich, da hier meistens ja erhöhte Anforderungen an die Sicherheit der Familie zuliebe gewünscht werden.
Zu fahren ist das Sportcoupe auf jeden Fall sehr angenehm, insbesondere Touren über Land sind eine echte (Sonntags-)Freude, da einerseits ein sehr guter Sitzkomfort geboten wird, andererseits aber auch natürlich Blickfang und Fahrkomfort mitgeliefert werden. Dennoch, das Lärmmanko, das bei den für einen Benz ja eigentlich typischen Geschwindigkeitssektor auftritt, ist eine echte Schwachstelle, die von den Ingenieuren wohl im Vertrauen auf einen ständigen Stau auf deutschen Straßen in Kauf genommen worden ist. Ich selbst würde mir daher, sofern ich das Geld hätte, den Kauf dieses an sich schön gestalteten Wagens insofern überlegen, als gerade im Hinblick auf die Motorisierung auch ein kleineres Modell ausreichen würde – 150 oder 200 PS sind im Stadt- und Landverkehr nicht so entscheidend!
Wer allerdings erst ab 230 km/h so richtig „in Fahrt“ kommt, fährt besser vom Händler direkt zu einer Apotheke oder Drogerie, um ordentlich Oropax einzukaufen, da sonst ein Dauergenerve bis hin zur vorübergehenden Gehörstörung in Kauf genommen werden muß! Radio bzw. CD bei 90 dB ist ja nun auch nicht Sinn der Sache!
So, wie es auch im Falle der jüngsten Neuaufnahme in diesen „elitären“ Klub der Fall ist: dem Sportcoupe aus der C-Klasse, die bis dato oftmals mehr mit Möchtegern-Kapitalisten und Angebern assoziert wurde, da doch die Fahrer der unteren C-Klasse-Modelle, insbesondere der älteren C-190-Wägen, mit zu den rüpelhaftesten und aufdringlichsten Exemplaren des homo automobilius germanicus gehören. Dabei, und da werden wohl nur die wenigsten widersprechen können, kommt den C-Klasse-Wägen, die von Spöttern schon mal als „Chauvi-Kübel“ verschrien werden, wohl längst nicht die Faszination wie dem neuen Sportcoupe zu.
Nicht umsonst haben sich die Schmiede dieses Wägelchens, das ganz ausgeschrieben C-Sportcoupe 230 Kompressor EVOLUTION genannt wird und mit zu den neuesten Entwicklungen der Schwaben gehört, vor allem den Vorlieben der jungen Generation angepaßt – auch wenn im meinem Fall das Fahren des Wagens mehr auf der Kaufentscheidung meines Onkels beruht, der die „schlappen“ 40.000 Euro Kaufpreis, die sich dank der umfangreichen Extraliste schnell gegenüber dem Basispreis von rund 28.500 Euro ansammeln, auch wesentlich leichter aufbringen konnte; sein Neffe (ich) darf hingegen ab und an mal eine Spitztour machen, als Reallohn für eine Autowäsche oder als kleines Geschenk! Somit glaube ich, nach mittlerweile so an die 6.000 Kilometer Fahrerfahrung auch ohne Eigentümer dieses Vehikels zu sein einen Erfahrungsbericht zu eben diesem Wagen verfassen zu können. Wer anderer Meinung ist, kann ja nun mit dem Lesen aufhören!
Für alle anderen zunächst einmal die technischen Details, damit ich diesen zum Teil zumindest für mich selbst nicht immer ganz nachvollziehbaren Kram zur Seite legen kann:
Die Leistung des Vierzylinder-Motors beträgt dank den 2,3 Litern Hubraum und den Sechzehnventilen beinahe 200 PS – ungefähr 150 kW – wodurch eine Tachohöchstgeschwindigkeit von mehr als 240 km/h erreicht werden kann, vorausgesetzt, Straße und fehlender Mitverkehr sind gegeben, wobei selbst dann eine gewisse Streßsituation auftritt, die mir zumindest Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h-Grenze wenig sinnvoll erschienen lassen. Aber egal, wer es braucht, kriegt es hier.
Der Verbrauch liegt im Stadtdurchschnitt so ungefähr bei rund 15 Litern (Super), auf Landfahrten hingegen bei „nur“ 8 Litern und schließlich im Autobahnbereich zwischen 12 und 14 Litern – je nach persönlicher Geschwindigkeitsaffinität. Dabei erfüllt der Wagen die sogenannte D4-Norm, was, so zumindest der Verkaufsprospekt, einige Steuervorteile mit sich bringen soll. Beschleunigung ist insofern kein Thema, da in knappen 8 Sekunden die 100-km/h-Marke auf dem Tacho überschritten werden kann, was für jeden Kavalierstart völlig ausreichend ist.
Sehr angenehm ist dabei im gesamten Fahrbetrieb das Sechsgang-Automatikgetriebe, das sich hervorragend an die Beschleunigungswünsche des Fahrers und die tatsächliche Straßenlage insoweit anpaßt, als bei Steigungen auch mal ein Rückschalten vorgenommen wird, damit die angeforderte Leistung schneller durchkommt, was mich persönlich schon fasziniert hat, da das normalerweise ja nur im manuellen Schaltbetrieb erfolgt.
Ebenso gelungen wie die Automatik ist aber auch die Einstellung der Stoßdämpfer sowie die Straßenlage des Wagens selbst, der auch bei engsten Kurven noch mit ordentlicher Geschwindigkeit durchgezogen werden kann, ohne daß die Seitenbegrenzungen unerwartet auf der Beifahrerseite oder der Rückbank landen. Lediglich ab Tempo 170 wird das Fahren ein wenig unkomfortabel, da zwar nach wie vor die Straßenlage top ist, dafür aber der Innenraumlärmpegel unschön Höhen erklimmt, bei denen man die Stereoanlage schon mal wie bei kleineren Festivals hochdrehen muß – ein Gespräch bei Tempo 200 ist schier nicht möglich, was für eine Benz eigentlich eine Schande ist!
Dem kann dann auch der geräumige Kofferraum, der im Normalzustand Mittelklasseausmeßungen hat, durch Umklappen der Rücksitzbank aber auch Kombi-Dimensionen anwächst, nicht so ganz begegnen, da zwar im vollgeladenen Zustand – erstaunlicherweise – der Lärm abnimmt, aber auf der anderen Seite ein ständiges Herumfahren mit rund 1.000 Litern Gepäck in Umzugskartons oder Koffern irgendwie auch nicht Sinn der Sache ist. Nutzen hingegen drei Erwachsene die Rücksitzbank, was ihnen dank der Breite und Höhe gut möglich ist, so muß schon abgewogen werden, ob man schneller am Ziel sein will oder aber noch eine Diskussion einschiebt, denn beides ist bei schnellerer Fortkommensart nicht möglich – permanentes Schreien muß ja nun auch wieder nicht sein.
Sicherheitsmäßig ist dagegen schon in der vergleichsweise „spartanischen“ Basisversion so ziemlich alles erforderliche an Bord: Airbags, ASP, ESP, BAS – wofür die beiden letzten auch immer stehen mögen! Die Sport-C-Klasse ist also auch familientauglich, da hier meistens ja erhöhte Anforderungen an die Sicherheit der Familie zuliebe gewünscht werden.
Zu fahren ist das Sportcoupe auf jeden Fall sehr angenehm, insbesondere Touren über Land sind eine echte (Sonntags-)Freude, da einerseits ein sehr guter Sitzkomfort geboten wird, andererseits aber auch natürlich Blickfang und Fahrkomfort mitgeliefert werden. Dennoch, das Lärmmanko, das bei den für einen Benz ja eigentlich typischen Geschwindigkeitssektor auftritt, ist eine echte Schwachstelle, die von den Ingenieuren wohl im Vertrauen auf einen ständigen Stau auf deutschen Straßen in Kauf genommen worden ist. Ich selbst würde mir daher, sofern ich das Geld hätte, den Kauf dieses an sich schön gestalteten Wagens insofern überlegen, als gerade im Hinblick auf die Motorisierung auch ein kleineres Modell ausreichen würde – 150 oder 200 PS sind im Stadt- und Landverkehr nicht so entscheidend!
Wer allerdings erst ab 230 km/h so richtig „in Fahrt“ kommt, fährt besser vom Händler direkt zu einer Apotheke oder Drogerie, um ordentlich Oropax einzukaufen, da sonst ein Dauergenerve bis hin zur vorübergehenden Gehörstörung in Kauf genommen werden muß! Radio bzw. CD bei 90 dB ist ja nun auch nicht Sinn der Sache!
Bewerten / Kommentar schreiben