Frontline Spot on Katze - 6 Pipetten Testbericht

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Erfahrungsbericht von LeaofRafiki

Flohzirkus im Katzenhaus

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Flohzirkus im Katzenhaus

Einen Flohzirkus im Katzenhaushalt wünsche ich nicht einmal meinem stärksten Feind! Sind diese Biester doch eine wahre Plage. Erst recht, wenn man wie ich, in einem alten Haus mit unzähligen Dielenritzen lebt. Nicht, daß diese Parasiten das Holz anknabbern würden, aber dort verstecken sie sich und warten auf ihre Opfer.

WAS SIND FLÖHE
Zuerst einmal sind sie Insekten. Sie haben einen 1-8 mm langer flügelloser Körper, der seitlich abgeflacht und meist braun gefärbt ist und besitzen 3 Beinpaare, von denen das dritte als sogenanntes Sprungbein ausgebildet ist. Wer schon einmal versucht hat, einen Floh zu fangen, weiß, daß sie damit akrobatische Meisterleistungen vollführen können.
Entgegen der allgemeinen Annahme beißen sie nicht sondern stechen und saugen sich dann an ihrem Opfer fest.
Es gibt über 2000 Floharten, von denen die 3 wichtigsten der sogenannte ,,Katzenfloh\" (Ctenocephalides felis), der ,,Hundefloh\" (Ctenocephalides canis) und der ,,Menschenfloh\" (Pulex irritans) sind. Bei diesen dreien ist nun anzumerken, daß es echte Artbezeichnungen sind, die ihre Wirte wechseln können. Das heißt, ein Hundefloh kann sich auf einer Katze niederlassen, ein Menschenfloh auf einem Hund und ein Katzenfloh kann auch einen Menschen als Nahrungsquelle ansehen, wobei der am häufigsten vorkommende Vertreter dieser Parasiten der Katzenfloh ist. Parasit auch deswegen, weil er sich von den Lebenssäften (Blut) seiners Wirtsorganismus ernährt.

IHRE AUSWIRKUNGEN
Zuallererst juckt es, wenn einen ein Floh \"gebissen\" hat, je nach Empfindlichkeit sogar recht heftig, was dazu führt, daß sich das leidgeplagte Opfer fürchterlich kratzen muß. Dies ist auch meist das, woran man als Tierhalter erkennt, daß der Liebling Untermieter hat. Aber nicht jedesmal, wenn sich die Katze hinterm Ohr kratzt, ist ein Floh daran schuld, es kann auch eine Verlegenheitsgeste, eine sogenannte Übersprungshandlung sein... Bei Menschen hingegen, die ja auch unter diesen Plagegeistern leiden können, fallen meist mehrere kleine Pusteln entweder in Reihe, oder gehäuft an einer Stelle, bevorzugt an den Beinen, auf.
Wer auch immer nun davon betroffen ist, ob Mensch oder Katze, jedesmal gilt: durch das (Auf)Kratzen können Krankheitserreger in die Wunde kommen, so daß sich diese dann entzündet.
Ein weiteres Problem ist das des Blutverlustes.
Ein Flohweibchen nimmt im Durchschnitt das 15-fache seines Körpergewichtes pro Tag an Blut auf, das ergibt hochgerechnet auf 72 Flöhchen 1 ml Blut, nicht viel? Wenn man aber weiter rechnet, \"daß 220 Flöhe etwa 10% des Blutes eines 0,5 kg schweren Welpen aufnehmen können\", wird vielleichtverständlich, daß gerade Kitten und Jungtiere dadurch schwere Gesundheitsschäden (Anämie) nehmen. Ja selbst Todesfälle sollen schon vorgekommensein.
Das häufigste Problem aber ist eine allergische Reaktion, die schon durch den Biß eines einzigen Flohs ausgelöst werden kann.
Diese ist im Grunde eine Allergie gegen die im Flohspeichel enthaltenen blutgerinnungshemmenden Substanzen (FAD = Flohallergiedermatitis) und führt zu schweren Hautveränderungen in Form von Rötungen, Pusteln und Quaddeln, Krusten, Haarausfall und oft heftigem Juckreiz, teilweise auch zu Sekundärinfektionen, die vereitern können. Gegen diese Flohstichdermatitis hilft nur, das Tier von allen Flöhen zu befreien.
Bei einer solchen allergischen Reaktion kann aber auch der ganze Organismus in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ich spreche da aus Erfahrung, denn mein Francis Gelbauge leidet unter dieser Allergie. Aufgefallen war mir dies erst, als er wegen eosinophiler Granulome am Mäulchen (sieht so ähnlich aus wie Herpesbläschen, aber auch die Oberlippe hatte einen blutigen Riß) in Behandlung mußte, die trotz Cortisongaben einfach nicht verschwinden wollten. Zufällig entdeckten wir später eine einzige Flohpustel an seinem Rücken...
Das Behandlungsproblem nun liegt darin, daß er gar nicht erst vom Floh gestochen werden darf, und somit systemisch wirkende Mittel, d.h. also solche, die den Floh erst töten, nachdem er gestochen und das Gift durch das Blut aufgenommen hat, in seinem Fall nicht hilfreich sind.

Bevor ich nun auf Gegenmaßnahmen eingehe, ein kurzer Abriß zum Entwicklungszyklus des Flohs, der unter normalen Bedingungen innerhalb von 3 - 4 Wochen vom Ei über mehrere Zwischenstufen zum ausgewachsenen Floh führt anhand des Beispiels von Laura, dem Flohweibchen, denn dieser ist notwendig, um die Wirkweisen der verschiedenen Flohvernichtungsmittel zu verstehen:

Laura lebt auf Miezmusch, dem Kater. Allen Vorurteilen zum Trotz ist sie sehr treu und anhänglich, und würde Miezmusch nur unfreiwillig und ungern für die nächsten drei Wochen bis maximal drei Monate verlassen. Gleich nach ihrer Ankunft begann sie innerhalb von Minuten mit der ersten Blutmahlzeit, bei der sie Laurius, einen stattlichen Floh traf. Seine erste Begattung erfolgte nach 8 bis 24 Stunden und schon am folgenden Tag begann Laura mit der Eiablage. Bis zu 100 Eier solcher 0,5 x 0,3 mm großer, permuttweißer Eier kann sie an einem Tag in Miezmuschs Fell ablegen, aus dem sie dann binnen weniger Stunden abfallen und sich so im ganzen Tätigkeitsbereich des armen Katers verbreiten. (Die Meinung, wonach der Floh selbst seine Eier in der Umgebung des Tieres ablegt, entspricht nicht mehr dem Stand der Forschung.) Das Blut, das Laura bei ihrer Mahlzeit aufgenommen hat jedoch, wird gleichzeitig in nur teilweise verdautem Zustand als sogenannter ,,Flohkot\" wieder ausgeschieden und fällt ebenfalls nach kurzer Zeit zu Boden.
Aus den aus Lauras aus Miezmuschs Fell gefallenen Eiern entwickeln sich je nach Umgebungsbedingungen nun binnen 1 - 10 Tagen 2-5 mm große Larven, sogenannte Drahtwürmer, die sich von den Hinterlassenschaften ihrer Mutter, nämlich dem schon erwähnten ,,Flohkot\" ernähren (dieser ist lebensnotwendig für sie) wie auch von anderem organischem Material. Da die Drahtwürmchen sehr empfindlich gegen Hitze und Austrocknung sind, verkriechen sie sich möglichst tief in Teppichen, Wolldecken, Lagerstätten und anderen Kuschelplätzen. etc. ein. Ein Freilandaufenthalt mit Überlebensbedingungen ist für sie nur schwer zu realisieren, und nur an schattigen, feuchten Plätzen möglich. Ihre weitere Entwicklung verläuft über zwei Häutungen zur sogenannten Drittlarve, die sich dann endlich verpuppt.
Unter optimalen Bedingungen (27 C und 80 % Luftfeuchtigkeit) dauert dieses Puppenstadium nur 5 Tage an, normal sind aber ca. 8-10 Tage Schönheitsschlaf. Zum Verlassen des Kokons brauchen sie bestimmte Wecksignale: Druck, Kohlendioxid und Wärme, teilweise auch die Vibrationen des Bodens durch darüber laufende potentielle Wirtstiere. Ohne diese Stimuli können Lauras nun fertig entwickelte Kinder problemlos bis zu 5 Monaten oder sogar noch länger auf den passendsten Moment warten, sind sie doch in ihrem Kokon gegen äußere Einflüsse wie vom Menschen bösartigerweise angewandte Insektizide am besten geschützt.
Aber irgendwann ist doch der Tag gekommen, sich auf ins richtige Leben zu machen, und Lauras Kinder verlassen die heimatlichen Gefilde und machen sich auf die Suche nach einem Wirtstier. Dieses finden sie auf ihrer Suche, gegen die Schwerkraft und hin zum Licht, unter Zuhilfenahme der Körpertemperatur, Bewegung und des ausgeatmeten Kohlendioxid der potentiellen Nahrungsquelle. Geschwächt, wie sie ohne Nahrung sind, ist ihr Radius nicht sehr groß, sie legen keine großen Strecken auf ihrer Suche zurück und wenn sie nicht innerhalb der ersten 2 Wochen nach dem Schlüpfen ein unschuldiges Opfer finden, verhungern sie. Um diesem schrecklichen Tod zu entgehen, in der Not frißt der Teufel Fliegen, nehmen sie aber auch schon mal mit einem anderen Wesen, wie z.B. dem Katzenhalter vorlieb. Nach dieser ersten Mahlzeit sind sie aber nur 24 Stunden ohne Nachschub überlebensfähig.
Haben sie es aber geschafft, so beherbergt Miezmusch mittlerweile die zweite Generation...
Dieser Generationenwechsel findet statt, bis die Tage kälter werden. Kein Entwicklungsstadium von Ctenocephalides felis überlebt heftige Kälteeinbrüche, wenn dann überwintern höchstens erwachsene Exemplare auf ihrem Wirtstier, was, bedingt durch Zentralheizung und andere Annehmlichkeiten der Zivilisation leider ganzjährig möglich ist.

Aus Lauras Geschichte nun wird deutlich, daß es verschiedene Möglichkeiten gibt, ihr und ihren Nachkommen Paroli zu bieten.

Die älteste, bekannte Art ist das Suchen der Flöhe am Tier mittels eines Flohkamms, gekoppelt mit dem Versuch, ihn zu schnappen, bevor sich mit einem bis zu einem halben Meter weiten Sprung in die lebensrettende Freiheit begibt. Hierbei braucht man neben der Katze noch eine Schüssel mit Seifenlauge, in der die gefangenen Flöhe ersäuft werden. Man sollte sie nicht mit den Fingern zerknacken, da dabei Krankheitserreger freigesetzt erden können (auf diesem Wege findet auch der Bandwurm manchmal seinen Weg in die Katze...) A propos Kämmen, bei dieser Tätigkeit rieselt dann auch der Flohkot (und die Eier) aus dem Fell, daher bei Gefahr im Verzuge am besten ein Handtuch (das später in die Kochwäsche muß) oder eine Zeitung darunter legen. Das, was an braunschwarzen Körnchen bei dem Wassertest zu einem braunroten Schmier auf der Zeitung entpuppt, WAR Flohkot, der Rest einfach Erde... Anschließend sollte gründlich gesaugt und der Staubbeutel in der am folgenden Tag abgeholt werdenden Mülltonne versenkt werden.

Auch ein Flohhalsband ist selten das Mittel der Wahl. Zum einen kann durch seine permanente Abgabe von Kontaktgift (meist wird ein Nervengift verwendet, was auch für die Katze, erst recht aber sie streichelnde Kinder gefährlich sein kann) am Hals der Katze zu Hautirritationen, zum anderen aber durch dessen mechanische Einwirkung zu Fellverlust führen - und fungiert für hungrige Flöhe meist nur noch als Stoppschild. Hinzukommt, das so manche Katze mit Recht unwirsch reagiert, wenn sie in gesetzterem Alter das erste Mal mit so einem Fremdkörper am Hals konfrontiert wird.

Wer schon einmal versucht hat, eine unkooperative Katze einzusprühen, einzupudern oder gar zu baden, versucht es auch kein zweites Mal.

Eine vor wenigen Jahren bekannt gewordene Wunderwaffe gegen Flöhe, nämlich das systemisch wirkende Mittel Program, erhältlich als Paste oder in Tablettenform, die man den Katzen ins Futter gibt, ist auch nur bedingt tauglich, vernichtet es doch nicht den Floh selber sondern greift derart in den Reproduktionszyklus des Flohs ein, daß Lauras Artgenossinnen quasi sterilisiert werden. Solche Insektenwachstumsregulatoren (IGR\'s-Insect growth regulators) sind sinnvoll bei Katzen, die sich ihre Flöhe beim Auslauf im Freien holen. Der Wirkstoff wird im Körperfett gespeichert und langsam abgegeben. Da die Wirkung über die Hemmung der Chitin-Synthese bei Eiern und Larven erfolgt, jedoch wie gesagt nicht beim erwachsenen Floh, ist Program nicht geeignet bei akutem, heftigem Flohbefall.

Bleiben also die mittlerweile sehr beliebten Spot-ons, die so heißen, weil der Inhalt einer kleinen Ampulle der Katze in den Nacken zwischen die Schulterblätter getropft wird. Diese Stelle übrigens deswegen, weil sie die einzige ist, wo die Katze sich nicht gleich wieder sauberlecken kann.
Auch hier unterscheidet man zwei Richtungen:
die, welche ein Gift enthalten, daß den Floh NACH der Nahrungsaufnahme, sprich nach dem Blutsaugen tötet wie z.B. Tiguvon
und solche
die als KONTAKTGIFT fungieren, das am Fell der Katze haftet, wie Advantage der Firma Bayer (sein Wirkstoff Imidachlorid konzentriert sich in den oberen Hautschichten und Haarwurzeln, bindet an die ACH-Rezeptoren auf den postsynaptischen Neuronen und wirkt selektiv gegen Flöhe. Der Wirkungseintritt ist schnell und hält etwa 4 Wochen an)
und
Frontline der Firma Merial

Womit ich endlich zum Kern dieses Textes vorgedrungen bin!
Frontline Spot on K (wie Ka für Katze, es gibt auch Frontline für den Hund) wird heute von der
Merial GmbH
Am Söldnermoos 6
D-85399 Hallbermoos
www.merial.de
hergestellt
(früher, jedenfalls das Pumpspray betreffend von der Rhone Merieux GmbH in 88471 Laupheim)
und wirkt gegen Flöhe und Zecken, wobei ich letztere außen vor gelassen habe, weil ich bislang weder Erfahrungen geschweige denn Probleme damit hatte.


Es handelt sich hierbei um, je nach Packungsgröße, aufklappbare Schachteln mit drei oder sechs Applikatoren mit je 0,50 ml Inhalt, auf der anstelle eines Beipackzettels alle wichtigen Informationen aufgedruckt sind. Und nun frage mich bitte niemand nachdem Preis, er dürfte so um und bei 5 Euro pro Applikator liegen, denn wenn dann hole ich immer gleich Anstaltsmonsterpackungen für meine Zehnerbande oder wie hier bei Frontline Spot on K nur eine einzelne Ampulle, die ich mir für meinen Allergiker auf Halde lege.

1 Applikator zu 0,5 ml enthält:
50 mg des Hauptwirkstoffes Fipronil
0,10 mg Butylhydroxyanisol
0,05 mg Butylhydroxytoluol
Polysorbat 80
Povidon K 17
Ethanol 99%
2- (2-Ethoxyethoxy) ethanol

Fipronil
ist ein hochwirksames Insektizid und Akarizid aus der Familie der Phenylpyrazole. Es ist ein Kontaktgift, das in den tieferen Hautschichten und Talgdrüsen der Katze gespeichert wird und dessen schnelle Kontakt- und eine langanhaltende Residualwirkung auf einer selektiven Hemmung des GABA-Rezeptors im Zentralnervensystem der Wirbellosen (GABA = Gamma- Amino-Buttersäure, ein wichtiger hemmender Neurotransmitter) beruht wodurch es durch Lähmung nachfolgend den Tod von Flöhen und anderen empfänglichen Arthropoden (Herbstgrasmilben, Zecken, Chaglietellemilben verursacht. Es ist schlecht wasserlöslich, im Wasser stabil und resistent gegenüber UV-Licht. Seine Resorption erfolgt über die Haut des behandelten Tieres und beträgt weniger als 5%, womit systemische Auswirkungen auf das Säugetier unterbleiben. Der Wirkungseintritt ist schnell und hält etwa 3 Wochen bis hin zu mehreren Monaten an. Zudem wirkt es nicht nur gegen den ausgewachsenen Floh sondern auch ovizid und larvizid.


Die Anwendung
erfolgt optimalerweise folgendermaßen:
Man sucht, findet und fixiert die Katze, zieht ihr zwischen den Schulterblättern vorsichtig einen Scheitel, bricht die Spitze des Applikators an der perforierten Stelle an und tropft seinen Inhalt an zwei verschiedene Stellen mit ca. 1 cm Abstand. Selbstredend versucht man natürlich, sich nicht zuviel der Lösung an die eigenen Finger oder sonst im Fell der sich unter Umständen windenden und strampelnden Katze zu verschmieren.
Es reicht aber auch, ihr mit einem Überraschungsangriff die ganze Portion auf einmal zu verabreichen...
Nach etwa 4 Stunden sollte die Lösung getrocknet sein, nu darf sich die Katze auch wieder Putzen. Tut sie es vorher, kann es zu vermehrtem Speichelfluß kommen, der aber nach einer Weile von selber abklingt. Zwei Tage nach dem bespottet worden sein, darf die Katze auch wieder baden - oder gebadet werden, so sie es denn mag - da es solange braucht, bis sich der Wirkstoff über das gesamte Fell der Katze verteilt hat.


Frontline Spot on K ist nicht geeignet
für Katzen, die jünger als 12 Wochen sind (da ist die Wirkstoffkonzentration zu hoch)
für Tiere, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen (na ja, normalerweise werden bei uns ja keine Katzen verspeist, oder?!? und trotz des \"K\"
für Kaninchen, da bei ihnen \"gelegentlich nicht weiter beschriebene Unverträglichkeiten beobachtet wurden\" (Packungsaufdruck Frontline. Nach Angaben des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie in Zürich jedoch ist Fipronil nicht angezeigt bei Hühnern, Igeln und Kaninchen).

Es sollte auch nicht auf verletzte Hautstellen getropft werden
nicht innerlich eingenommen werden (ich möchte die Katze sehen, die es freiwillig trinkt...),
nicht in die Augen geraten und während der Anwendung sollte man weder essen noch rauchen noch trinken (man hat ja auch bloß zwei Hände...) und sich hinterher die Hände waschen.

Hat man alles richtig gemacht, so soll die Anti-Floh-Wirkung bis zu 5 Wochen anhalten.

Da Spot ons von Frontline (wie auch Tiguvon/Advantage) nicht bei Jungtieren angewendet werden sollen, greift man hier doch besser auf das Frontline - Pumpspray zurück, mit dem auch Welpen und trächtige Tiere behandelt werden dürfen und das sich besser dosieren läßt, zumal Kitten in der Regel noch bedienerfreundlicher sind... Dieses sprüht man entweder direkt auf das Tier oder auf die eigenen (behandschuhten) Hände und massiert es dann dem Kätzchen ins Fell.
Hier richtet sich die Dosierung nach dem Gewicht des Kätzchens.
In Abhängigkeit von der Länge des Fells braucht es 7,5 bis 15 mg Fipronil/kg Körpergewicht, also 6 bis 12 Pumpstöße pro kg Körpergewicht bei 0,25 g Fipronil auf 100 ml Pumpspray- Lösung.

Immer aber ist eine zeitgleiche penible Reinigung der Umgebung der Katze, was meist den gesamten Haushalt bedeutet, angesagt. Sprich: Teppiche, Kissen, Matratzen, Kuschel- und Liegeplätze, Polstermöbel etc etc. Neben viel heißem Wasser und dem allgegenwärtigen Staubsauger gibt es auch Polyboratpuder (Axis Puder, für das ich leider keinen Herstellernachweis fand), oder Kieselgur Flohpulver HT (früher bei Spinnrad erhältlich). Diese Pulver haften an der Oberfläche der Floheiern und –Larven, ja sogar eventuell vorhandenen ausgewachsenen Flöhe fest und trocknen sie aus, indem sie den Chitinpanzer, speziell an den Gelenken, angreifen. Somit kann deren Weiterentwicklung bis zu einem Jahr unterbrochen werden. Aufgrund seiner elektrostatischen Ladung soll Polyboratpuder gut haften, sich aber jedem Staubsauger widersetzen. Beide Pulver sind aber für Mensch und Katze ungefährlich.

Wem das zuviel Aufwand ist, kann sich auch beim Tierarzt \"Räuchermittel\" holen, diese in der katzen- und menschenleeren Wohnung aufstellen - und muß doch hinterher putzen...


Fazit oder Conclusio:
Ich kenne Frontline (Fipronil) seit mehr als sechs Jahren, und habe es, genau wie Kieselgur, immer im Haus. Allerdings verwende ich es wie alle Anti-Floh-Mittel aus Kostengründen nur nach Bedarf. Sprich, hat sich ein Floh in unseren Dunstkreis verirrt, gibt\'s für alle ne Ladung Advantage (und da dann die Bernhardinergrößenhundeampulle auf mehrere Katzen verteilt), bloß Francis, mein empfindlicherAllergiker bekommt eine Frontline-Sonderbehandlung - wie auch bei Bedarf verflohte Kitten.
Wer aber nur eine oder zwei Katzen hat, dem würde ich immer Frontline als das Mittel der Wahl empfehlen.

Verwendete Literatur:
www.merial.de
www-vetpharm.unizh.ch/WIR/00012006/8373_01.htm.
www-vetpharm.unizh.ch/WIR/00012006/8373_08.htm.
www.parasiten.bayervital.de/menue/paraktz/cfelis1.htm
www.tjh.de/Tierarzt/floh.htm
www.miau.de/tips/gesund/floehe.html.

© LeaofRafiki 20.07.2002

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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick bei regelmäßig bei Ciao, häufig bei Dooyoo seltener bei Ecomments und Griasdi, so gut wie gar nicht mehr bei Hitwin, ab und an doch wieder bei Yopi und neuerdings bei myopinion24 *grins*

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