Einmal und immer wieder (gebundene Ausgabe) / Lisa Moos Testbericht
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Erfahrungsbericht von Sternegucker2005
Eine aussergewöhnliche Lebensgeschichte.
Pro:
sehr offen und direkt, es wird nichts beschönigt
Kontra:
manche Stellen sind doch teilweise etwas \"abstossend\"
Empfehlung:
Ja
Testbericht
Ich möchte euch ein Buch vorstellen das ich gerade erst vor kurzem gelesen habe. Es heißt „Das erste Mal und immer wieder. Die autobiografische Schilderung einer Prostituierten“ und ist von Lisa Moos. Das Buch stellt ihre Lebensgeschichte dar, erzählt von ihrem Leid und Glück, und wie sich jederzeit eine gute Zeit in eine schlechte verwandeln kann. Doch nun etwas näher zum Inhalt
Inhalt
Die Autorin Elisabeth »Lisa« Moos wurde in Göttingen, Niedersachsen geboren.
Sie arbeitet seit 20 Jahren als Prostituierte. Seit zehn Jahren lebt sie mit ihrem Sohn Christopher auf Mallorca, wo sie auch ihre Biografie geschrieben hat.
In ihrem Leben hatte die Autorin circa sechstausendmal sexuelle Handlungen jeder Art mit Männern vorgenommen. Fünfmal wurde ihr Gewalt angetan, davon zweimal in ihrer eigenen Familie.« An ihre Kindheit hat Lisa Moos keine guten Erinnerungen, weil sie geprägt sind durch Schicksalsschläge wie den frühen Tod ihres Vaters und die schwere Krankheit der Mutter. Sie im Leben früh auf sich allein gestellt. Traumatische Erfahrungen wie die Vergewaltigung durch den Großvater im Alter von elf Jahren und die Schläge des Stiefvaters zeigen ihr, dass dieses Leben von Gewalt, Sex und männlicher Dominanz geprägt sein wird.
Mit 16 Jahren verkauft sie dann das erste Mal ihren Körper. Sie ist schwanger und braucht das Geld für eine Abtreibung. Ohne Schulabschluss und ohne Berufsausbildung bieten sich ihr kaum Perspektiven. Der Weg in die Prostitution verläuft schleichend, in einem Bordell in ihrer kleinen Heimatstadt empfängt Lisa ihren ersten Freier. Viele weitere folgen.
Mit 26 Jahren hat Lisa schon alle Höhen und Tiefen des Hurenlebens kennen gelernt: Sie hat sich auf dem Strassenstrich angeboten, in schäbigen Bordellen »angeschafft«, aber auch als Edelhure in Luxus-Etablissements. Sie berichtet, wie sie ihren Körper für 50,00 Mark in Hinterhöfen verkauft hat, von Sex-Orgien mit reichen Geschäftsmännern, Sado-Maso-Partys und den Obsessionen und besonderen Wünschen ihrer zahlreichen Stammkunden und Freier.
Die Trennung von Beruf und Privatleben fällt Lisa nicht leicht, ihre zwei Ehen scheitern, um das Sorgerecht für ihre beiden Söhne muss sie immer wieder kämpfen. Nur der kleine Christopher bleibt ihr. Mit ihm möchte sie ein neues Leben im Süden beginnen. Doch auch hier, auf einer Ferieninsel im Mittelmeer, holt ihre Vergangenheit sie ein. Wieder arbeitet sie im Bordell, versucht sich als Domina und Sklavin und tut, was immer ihre Freier wünschen.
Heute, mit 36 Jahren, hat die Autorin alle Spielarten der Leidenschaft erfahren, Perversion und Erniedrigung, aber auch Freundschaft und Liebe in einer Welt, die ihren eigenen Regeln und Gesetzen folgt. Doch die Hoffnung auf die große Liebe hat sie nie aufgegeben.
Leseprobe
Bitte vergiss nicht die Kartoffeln zu holen Püppchen, mach\'s gut, bis nachher“, ich legte den Hörer auf die Gabel. Das obligatorische Telefonat wie jeden Nachmittag mit meiner Mutter von Zuhause ins Büro war beendet. Ich war oft alleine Zuhause. Mein Bruder war am Nachmittag oft unterwegs, meine Mutter arbeitete ganztags in der forstlichen Versuchsanstalt. Er arbeitete dort als Handwerker. Beide kamen nie vor 18 Uhr nach Hause, und mein Bruder oft erst einige Stunden später. Er war älter als ich und ein Junge. Hatte mir mein Vater früher immer die schönsten Stunden beschert, so war mein Bruder erklärter Liebling meiner Mutter.Ich öffnete die Wohnungstür, um ins Treppenhaus zu treten. Vorsichtig lauschte ich. Keine Geräusche außer dem dumpfen, tiefen Dröhnen vom Heizungskessel und leises Rattern der Nähmaschine von Opa Hans. So stieg ich die Steinstufen im Bogen zum Keller herab. Ein paar Schritte weiter war der Vorratsraum, in dem außer unseren Kartoffeln in dieser riesigen Holzvorrichtung nichts von uns eingelagert werden durfte. Ich öffnete die knarrende, alte Holztür, die mittels eines Riegels verschlossen war und an eine Stalltür erinnerte. Es roch muffig. Es roch immer muffig dort, und die kleinen, mit Spinnenweben fast völlig verdeckten kleinen Lüftungsfenster, taten nur schlecht ihren Dienste. Die Tüte raschelte in meinen Händen und mein Herz klopfte plötzlich bis zum Hals, kam ich mir wie ein Dieb vor, wenn ich mich dort bewegte und ich hatte Angst. Wovor hätte ich nicht sagen können, es blieb undefiniert, aber es war unglaublich stark. Schnell stopfte ich die gewünschte Anzahl Kartoffeln in das Plastik und verließ erleichtert den mit Eingemachtem, voll gestopften, finsteren Raum. Ich zog an der schweren Holztür, die Augen aber schon wieder auf die Treppe nach oben gerichtet. Plötzlich war er hinter mir, seine nach schwerem Nikotin stinkende, raue Hand auf meinem Mund, die andere zwischen meinen Beinen. Ich war starr vor Schreck, er drehte mich zu sich und ungläubig und entsetzt, schaute ich direkt in das verwitterte alte Gesicht von „Opa Hans“, Angetrauter von „Oma Rita“. Sein übler Atem stieg mir in die Nase. Bier- und Zigarettengemisch. Die Tüte fiel, er zerrte mich in sein Nähzimmer, sein Allerheiligstes, wo er täglich viele Stunden saß und nähte. Dicke kalte Rauchschwaden lagen in dem Raum und ich wurde fast ohnmächtig vor Angst und Beklemmung. Ich war sicher er wollte mich umbringen, konnte mir anderes gar nicht vorstellen, und begriff nicht, wieso er wild an meinem Kleidchen und Schlüpfer zerrte. „Opa Hans“. „Opa Hans“. Es kam dumpf und undeutlich aus meinem von seiner riesigen Hand verschlossenem Mund. Er zog mich auf sein Sofabett und ich schloss die Augen. Gewehrt, gestrampelt, gekämpft habe ich nicht, starr vor Schreck mit zugekniffenen Augen lag ich da und wusste nicht was ich denken sollte. Es war für ihn kein Problem 37 Kilo herumzudrehen, er legte mich auf den Rücken und setzte sich neben mich.
„Opa Hans ist doch hier, bei dir“, sagte er und lächelte mich an. Er war unrasiert und sah verwittert aus, und er kam mir mit meinen 11 Jahren uralt vor. Die eine Hand, lies er auf meinem Munde ruhen, nahm etwas Druck weg, mit der anderen bohrte zwischen meinen Beinen. Irgendwann, kam er unter meinen Schlüpfer und schob alles bis zu den Knien herunter.
Wie man aus dieser Leseprobe sieht, ist das Buch sehr direkt. Auch später im Buch werden alle Handlungen von Gruppenorgien bis zu SM-Spielen detailliert erläutert. Dies soll aber keineswegs „anreizend“ wirken, sondern zeigen wie es wirklich ist, und wie die Autorin mit den jeweiligen Situationen umgangen ist.
Fazit
Ich habe das Buch in 2 Tagen gelesen, es war eines der aussergewöhnlichsten Bücher die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Es ist erstaunlich wie gut die Autorin immer wieder ihre schweren Schickssalsschläge überwundne hat, welch unglaublichen Mut diese Frau hatte und auch heute noch hat. Allerdings sollte erwähnt werden das auch vor ausführlichen SM-Darstellungen im Buch nicht halt gemacht wird, und so war es doch teilweise leicht „abartig“ diese Stellen zu lesen. Aber so ist anscheinend das Leben. Also, wer mal wieder ein aussergewöhnliches Buch lesen möchte, dem sei dieses wärmstens empfohlen. Kosten tut es 9,95€ und ist so ziehmlich in jeder Buchhandlung erhältlich.
Danke fürs Lesen!
Ich möchte euch ein Buch vorstellen das ich gerade erst vor kurzem gelesen habe. Es heißt „Das erste Mal und immer wieder. Die autobiografische Schilderung einer Prostituierten“ und ist von Lisa Moos. Das Buch stellt ihre Lebensgeschichte dar, erzählt von ihrem Leid und Glück, und wie sich jederzeit eine gute Zeit in eine schlechte verwandeln kann. Doch nun etwas näher zum Inhalt
Inhalt
Die Autorin Elisabeth »Lisa« Moos wurde in Göttingen, Niedersachsen geboren.
Sie arbeitet seit 20 Jahren als Prostituierte. Seit zehn Jahren lebt sie mit ihrem Sohn Christopher auf Mallorca, wo sie auch ihre Biografie geschrieben hat.
In ihrem Leben hatte die Autorin circa sechstausendmal sexuelle Handlungen jeder Art mit Männern vorgenommen. Fünfmal wurde ihr Gewalt angetan, davon zweimal in ihrer eigenen Familie.« An ihre Kindheit hat Lisa Moos keine guten Erinnerungen, weil sie geprägt sind durch Schicksalsschläge wie den frühen Tod ihres Vaters und die schwere Krankheit der Mutter. Sie im Leben früh auf sich allein gestellt. Traumatische Erfahrungen wie die Vergewaltigung durch den Großvater im Alter von elf Jahren und die Schläge des Stiefvaters zeigen ihr, dass dieses Leben von Gewalt, Sex und männlicher Dominanz geprägt sein wird.
Mit 16 Jahren verkauft sie dann das erste Mal ihren Körper. Sie ist schwanger und braucht das Geld für eine Abtreibung. Ohne Schulabschluss und ohne Berufsausbildung bieten sich ihr kaum Perspektiven. Der Weg in die Prostitution verläuft schleichend, in einem Bordell in ihrer kleinen Heimatstadt empfängt Lisa ihren ersten Freier. Viele weitere folgen.
Mit 26 Jahren hat Lisa schon alle Höhen und Tiefen des Hurenlebens kennen gelernt: Sie hat sich auf dem Strassenstrich angeboten, in schäbigen Bordellen »angeschafft«, aber auch als Edelhure in Luxus-Etablissements. Sie berichtet, wie sie ihren Körper für 50,00 Mark in Hinterhöfen verkauft hat, von Sex-Orgien mit reichen Geschäftsmännern, Sado-Maso-Partys und den Obsessionen und besonderen Wünschen ihrer zahlreichen Stammkunden und Freier.
Die Trennung von Beruf und Privatleben fällt Lisa nicht leicht, ihre zwei Ehen scheitern, um das Sorgerecht für ihre beiden Söhne muss sie immer wieder kämpfen. Nur der kleine Christopher bleibt ihr. Mit ihm möchte sie ein neues Leben im Süden beginnen. Doch auch hier, auf einer Ferieninsel im Mittelmeer, holt ihre Vergangenheit sie ein. Wieder arbeitet sie im Bordell, versucht sich als Domina und Sklavin und tut, was immer ihre Freier wünschen.
Heute, mit 36 Jahren, hat die Autorin alle Spielarten der Leidenschaft erfahren, Perversion und Erniedrigung, aber auch Freundschaft und Liebe in einer Welt, die ihren eigenen Regeln und Gesetzen folgt. Doch die Hoffnung auf die große Liebe hat sie nie aufgegeben.
Leseprobe
Bitte vergiss nicht die Kartoffeln zu holen Püppchen, mach\'s gut, bis nachher“, ich legte den Hörer auf die Gabel. Das obligatorische Telefonat wie jeden Nachmittag mit meiner Mutter von Zuhause ins Büro war beendet. Ich war oft alleine Zuhause. Mein Bruder war am Nachmittag oft unterwegs, meine Mutter arbeitete ganztags in der forstlichen Versuchsanstalt. Er arbeitete dort als Handwerker. Beide kamen nie vor 18 Uhr nach Hause, und mein Bruder oft erst einige Stunden später. Er war älter als ich und ein Junge. Hatte mir mein Vater früher immer die schönsten Stunden beschert, so war mein Bruder erklärter Liebling meiner Mutter.Ich öffnete die Wohnungstür, um ins Treppenhaus zu treten. Vorsichtig lauschte ich. Keine Geräusche außer dem dumpfen, tiefen Dröhnen vom Heizungskessel und leises Rattern der Nähmaschine von Opa Hans. So stieg ich die Steinstufen im Bogen zum Keller herab. Ein paar Schritte weiter war der Vorratsraum, in dem außer unseren Kartoffeln in dieser riesigen Holzvorrichtung nichts von uns eingelagert werden durfte. Ich öffnete die knarrende, alte Holztür, die mittels eines Riegels verschlossen war und an eine Stalltür erinnerte. Es roch muffig. Es roch immer muffig dort, und die kleinen, mit Spinnenweben fast völlig verdeckten kleinen Lüftungsfenster, taten nur schlecht ihren Dienste. Die Tüte raschelte in meinen Händen und mein Herz klopfte plötzlich bis zum Hals, kam ich mir wie ein Dieb vor, wenn ich mich dort bewegte und ich hatte Angst. Wovor hätte ich nicht sagen können, es blieb undefiniert, aber es war unglaublich stark. Schnell stopfte ich die gewünschte Anzahl Kartoffeln in das Plastik und verließ erleichtert den mit Eingemachtem, voll gestopften, finsteren Raum. Ich zog an der schweren Holztür, die Augen aber schon wieder auf die Treppe nach oben gerichtet. Plötzlich war er hinter mir, seine nach schwerem Nikotin stinkende, raue Hand auf meinem Mund, die andere zwischen meinen Beinen. Ich war starr vor Schreck, er drehte mich zu sich und ungläubig und entsetzt, schaute ich direkt in das verwitterte alte Gesicht von „Opa Hans“, Angetrauter von „Oma Rita“. Sein übler Atem stieg mir in die Nase. Bier- und Zigarettengemisch. Die Tüte fiel, er zerrte mich in sein Nähzimmer, sein Allerheiligstes, wo er täglich viele Stunden saß und nähte. Dicke kalte Rauchschwaden lagen in dem Raum und ich wurde fast ohnmächtig vor Angst und Beklemmung. Ich war sicher er wollte mich umbringen, konnte mir anderes gar nicht vorstellen, und begriff nicht, wieso er wild an meinem Kleidchen und Schlüpfer zerrte. „Opa Hans“. „Opa Hans“. Es kam dumpf und undeutlich aus meinem von seiner riesigen Hand verschlossenem Mund. Er zog mich auf sein Sofabett und ich schloss die Augen. Gewehrt, gestrampelt, gekämpft habe ich nicht, starr vor Schreck mit zugekniffenen Augen lag ich da und wusste nicht was ich denken sollte. Es war für ihn kein Problem 37 Kilo herumzudrehen, er legte mich auf den Rücken und setzte sich neben mich.
„Opa Hans ist doch hier, bei dir“, sagte er und lächelte mich an. Er war unrasiert und sah verwittert aus, und er kam mir mit meinen 11 Jahren uralt vor. Die eine Hand, lies er auf meinem Munde ruhen, nahm etwas Druck weg, mit der anderen bohrte zwischen meinen Beinen. Irgendwann, kam er unter meinen Schlüpfer und schob alles bis zu den Knien herunter.
Wie man aus dieser Leseprobe sieht, ist das Buch sehr direkt. Auch später im Buch werden alle Handlungen von Gruppenorgien bis zu SM-Spielen detailliert erläutert. Dies soll aber keineswegs „anreizend“ wirken, sondern zeigen wie es wirklich ist, und wie die Autorin mit den jeweiligen Situationen umgangen ist.
Fazit
Ich habe das Buch in 2 Tagen gelesen, es war eines der aussergewöhnlichsten Bücher die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Es ist erstaunlich wie gut die Autorin immer wieder ihre schweren Schickssalsschläge überwundne hat, welch unglaublichen Mut diese Frau hatte und auch heute noch hat. Allerdings sollte erwähnt werden das auch vor ausführlichen SM-Darstellungen im Buch nicht halt gemacht wird, und so war es doch teilweise leicht „abartig“ diese Stellen zu lesen. Aber so ist anscheinend das Leben. Also, wer mal wieder ein aussergewöhnliches Buch lesen möchte, dem sei dieses wärmstens empfohlen. Kosten tut es 9,95€ und ist so ziehmlich in jeder Buchhandlung erhältlich.
Danke fürs Lesen!
50 Bewertungen, 2 Kommentare
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29.08.2005, 00:15 Uhr von destination47
Bewertung: sehr hilfreichdas Buch habe ich auch gelesen und bin der gleichen Meinung wie du! Schöner Bericht ;-)
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25.08.2005, 21:22 Uhr von Schnuffelinchen
Bewertung: sehr hilfreichvor der teilweisen sehr direkten Art der Autorin alles zu beschreiben. Gruß, Schnuffelinchen
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