Mozart! Testbericht
ab 13,07 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Musical-World
Der zweite Streich des erfolgreichen Elisabeth-Teams
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am 2.10.99 feierte im Theater an der Wien das neue Musical von Silvester Levay und Michael Kunze über das Musik-Genie Mozart seine Welturaufführung - jetzt ist Mozart bereits nach Hamburg weiter gereist.
Nach Elisabeth hat das Autoren- und Komponistenteam frei nach dem Motto "never change a winning team" wieder eine berühmte Persönlichkeit in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt, um die sich viele Gerüchte ranken. Ob der historische Mozart wirklich der in den Machtkämpfen unterlegene Mensch, der maskierte Narr oder das göttliche Genie war, bleibt dahingestellt. Gezeigt wird der zwischenmenschliche Konflikt Mozarts zu seinem tyrannischen Vater Leopold, der sorgenden Schwester Nannerl, dem machtgierigen Fürsterzbischofs Colloredo, der geldgierigen Familie Weber, seiner liebenden Frau Constanze und seinem überirdischen Ich Amadé.
Schon diese Personenkonstellation erinnert inhaltlich stark an das Erstlingswerk Elisabeth und das Musical beginnt ebenfalls auf einem Friedhof auf der Suche nach Mozarts Grab, um dann sein Leben als Rückblick aufrollen zu lassen. Die unverkennbaren Gemeinsamkeiten der Stücke lassen sich nicht nur thematisch und textlich festmachen (die Rolle des Emanuel Schikaneder mit "Ein Bisserl Für´s Hirn Und Ein Bisserl Für´s Herz" könnte als Luchenis "Kitsch" durchgehen, bei "Wie Wird Man Seinen Schatten Los?" fragt man sich wann die Schatten länger werden , Papa Leopold attackiert seinen Sohn wie Sophie ihre Schwiegertochter und man fragt sich ständig, wann Mozart ein gepflegtes "Ich Gehör Nur Mir" von sich gibt - passen würde es vorzüglich). Auch vom kompositorischen Stil der Musicalnummern gibt es viel bekanntes zu entdecken. Das durch Schlagzeug angereicherte klassische Orchester legt den Grundstein zum typischen Levay-Sound, bei dem die Sänger oftmals die übermäßige Textflut gegen den vorgegebenen Rhythmus singen. Dabei entstehen nicht die eingängigen Webber-Ohrwürmer, denn man muß einen Song schon mehrfach hören, bis sich sein Aufbau dem Hörer vollständig erschließt.
Aber ist das Stück deshalb ein Flop? Definitiv: nein! Denn was bei Elisabeth so beeindruckend funktioniert hat, klappt verblüffenderweise bei Mozart ebenso. Bestes Beispiel ist die grandiose Ensambelnummer "Hier In Wien!", dessen stakkatoartige Tonfolge mir nach mehrmaligem Hören einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Eigentlich verfügen alle Chorlieder fast über ein größeres Potential als die Solostücke, die aber auch mit "Schiess Dein Herz In Eisen Ein" und "Gold Von Den Sternen" überzeugen können. Und wer von den Booten in der Nacht nicht genug bekommen konnte, findet mit "Dich Kennen Heißt Dich Lieben" das passende Liebesduett...
Interpretiert werden alle Songs Wien-typisch von hochkarätigen Darstellern wie Yngve Gasoy-Romdal, Thomas Bochert, Uwe Kröger, Caroline Vasicek und Lenneke Willemsen, die gesangstechnisch kaum Anlaß zur Klage geben.
Fazit: Fans aufgepaßt: Mozart! ist Elisabeth, die Zweite!
Technische Daten:
Original Cast CD mit Yngve Gasoy-Romdal, Thomas Bochert, Uwe Kröger, Caroline Vasicek
Höhepunkte der Welturaufführung in Wien
Musik: Sylvester Levay
Texte: Michael Kunze
73 min, 36 sec
Polydor 1999
Nach Elisabeth hat das Autoren- und Komponistenteam frei nach dem Motto "never change a winning team" wieder eine berühmte Persönlichkeit in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt, um die sich viele Gerüchte ranken. Ob der historische Mozart wirklich der in den Machtkämpfen unterlegene Mensch, der maskierte Narr oder das göttliche Genie war, bleibt dahingestellt. Gezeigt wird der zwischenmenschliche Konflikt Mozarts zu seinem tyrannischen Vater Leopold, der sorgenden Schwester Nannerl, dem machtgierigen Fürsterzbischofs Colloredo, der geldgierigen Familie Weber, seiner liebenden Frau Constanze und seinem überirdischen Ich Amadé.
Schon diese Personenkonstellation erinnert inhaltlich stark an das Erstlingswerk Elisabeth und das Musical beginnt ebenfalls auf einem Friedhof auf der Suche nach Mozarts Grab, um dann sein Leben als Rückblick aufrollen zu lassen. Die unverkennbaren Gemeinsamkeiten der Stücke lassen sich nicht nur thematisch und textlich festmachen (die Rolle des Emanuel Schikaneder mit "Ein Bisserl Für´s Hirn Und Ein Bisserl Für´s Herz" könnte als Luchenis "Kitsch" durchgehen, bei "Wie Wird Man Seinen Schatten Los?" fragt man sich wann die Schatten länger werden , Papa Leopold attackiert seinen Sohn wie Sophie ihre Schwiegertochter und man fragt sich ständig, wann Mozart ein gepflegtes "Ich Gehör Nur Mir" von sich gibt - passen würde es vorzüglich). Auch vom kompositorischen Stil der Musicalnummern gibt es viel bekanntes zu entdecken. Das durch Schlagzeug angereicherte klassische Orchester legt den Grundstein zum typischen Levay-Sound, bei dem die Sänger oftmals die übermäßige Textflut gegen den vorgegebenen Rhythmus singen. Dabei entstehen nicht die eingängigen Webber-Ohrwürmer, denn man muß einen Song schon mehrfach hören, bis sich sein Aufbau dem Hörer vollständig erschließt.
Aber ist das Stück deshalb ein Flop? Definitiv: nein! Denn was bei Elisabeth so beeindruckend funktioniert hat, klappt verblüffenderweise bei Mozart ebenso. Bestes Beispiel ist die grandiose Ensambelnummer "Hier In Wien!", dessen stakkatoartige Tonfolge mir nach mehrmaligem Hören einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Eigentlich verfügen alle Chorlieder fast über ein größeres Potential als die Solostücke, die aber auch mit "Schiess Dein Herz In Eisen Ein" und "Gold Von Den Sternen" überzeugen können. Und wer von den Booten in der Nacht nicht genug bekommen konnte, findet mit "Dich Kennen Heißt Dich Lieben" das passende Liebesduett...
Interpretiert werden alle Songs Wien-typisch von hochkarätigen Darstellern wie Yngve Gasoy-Romdal, Thomas Bochert, Uwe Kröger, Caroline Vasicek und Lenneke Willemsen, die gesangstechnisch kaum Anlaß zur Klage geben.
Fazit: Fans aufgepaßt: Mozart! ist Elisabeth, die Zweite!
Technische Daten:
Original Cast CD mit Yngve Gasoy-Romdal, Thomas Bochert, Uwe Kröger, Caroline Vasicek
Höhepunkte der Welturaufführung in Wien
Musik: Sylvester Levay
Texte: Michael Kunze
73 min, 36 sec
Polydor 1999
16 Bewertungen, 2 Kommentare
-
12.04.2002, 15:18 Uhr von Pici16
Bewertung: sehr hilfreichAm kommenden Sonntag um 19 Uhr besuche ich dieses Musical hier in Hamburg - freue mich schon total darauf!
-
18.03.2002, 15:57 Uhr von MichaelW97614
Bewertung: sehr hilfreichwie immer , eine sehr gute meinung!
Bewerten / Kommentar schreiben