Music For The Masses (1987) - Depeche Mode Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von ewka78
Eine Reise durch die Zeit (Teil 2)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wir bewegen uns mal wieder in der Zeit zurück, genau genommen ins Jahr 1987. Ich selbst kann mich nur ein bisschen an diese Zeit erinnern, aber erstaunlich viele Zeitgeschehen aus diesem Jahr sind mir noch in Erinnerung, gepaart aber immer mit Musik, denn mit Musik kann ich immer etwas mehr verbinden, als ohne, denn irgendwie war das so, dass ich Musik immer sehr bewusst wahrgenommen habe, wahrscheinlich bewusster, als alles andere. So auch heute, wenn ich bestimmte Songs höre, zb. die Songs \'Voyage, voyage\',
\'La isla bonita\', \'Sweet sixteen\', oder auch \'China in your hand\', dann entstehen da manchmal fast schon wahre Bilderfluten von Erinnerungen an Dinge, die ich manchmal auch schon glaubte längst vergessen zu haben. Manchmal sind es Dinge, die aus dem Alltagsleben kommen, wie zb. die Art sich zu kleiden, die Frisuren, oder auch die allgemeine Stimmung im Land. Die Musik aus den 80ern hilft mir einfach oft ungemein mich an das Kindsein zu erinnern, Voraussetzung ist dabei dann ein guter 80\'s Sampler, wo viele Hits aus den vergangenen Zeiten drauf sind, weil an die meisten kann ich mich oft bestens erinnern.
Depeche Mode erfüllt also eigentlich beide Zwecke, zum einen als eine Art Zeitmaschine in die Vergangenheit mit ihren Alben aus den 80ern, zum anderen, weil mich schon seit über 10 Jahren ihre Musik einfach nur fasziniert. Ich fand bis heute kaum eine Gruppe, die auf eine solch eine lange Bandgeschichte, die ich mir jetzt sparen werde, nachlesen kann man die bei \'Some great reward\', zurückblicken kann, deren Musik von Zeit zu Zeit immer variiert, sich der Zeit auch anpasst, aber ohne ihren den Ursprung zu verlieren, mit anderen Worten also, es weiss Tradition mit Innovation zu verbinden. Ich glaube auch, dass es von der Sorte nur ganz wenige Bands überhaupt noch gibt, und diese Brücke zu schaffen und dabei erfolgreich zu bleiben, ist gar nicht mal so einfach. In den Anfängen nämlich schwamm die Musik auf der New Wave Welle, wo Künstler wie Alison Moyett, aka Yazoo [nicht verwechseln mit Yahoo!] (\'Don\'t go\'), oder Soft Cell (\'Tainted love\'), bekannt waren. Heute kann sich daran kaum noch einer wirklich erinnern, nur Depeche Mode eigentlich, als der Urgestein aus der Zeit blieben noch übrig. Auch, wenn ihre Musik sich auch den Wünschen des Publikums anpasste, um immer noch modern zu sein, blieben sie immer einer Tradition treu, nämlich Musik zu machen, die rein elektronisch ist. Es gibt keine Studioaufnahme von Depeche Mode, die nur ein konventionelles Instrument beinhalten würde.
Deshalb suchte ich mir dieses Album aus, denn dieses Album gehört auch zu meinen Lieblingsalben und irgendwie auf eine Art ist dieses Album zwar vom Stil her ähnlich dem, was in der ersten Hälfte der 80er von Depeche Mode zu hören war, aber irgendwie nicht ganz. Auffällig ist natürlich auch, wie sich die Technik der Synthesizer verändert hat, im Vergleich zu ihren Alben wie zb. \'Construction time again\' (1983), als die Erbauer dieser Instrumente sich immer mehr bemüht haben den Klang zu verbessern und auch ein bisschen echter zu machen, denn dieser absolut synthetische Klang war einfach total out und überhaupt nicht mehr gefragt.
Damit aber mal zum Album selbst, um das hier gehen soll:
1. Never let me down again
Der Anfang ist ein wunderbarer Song, indem die Freundschaft besungen wird, wobei man allerdings auch glauben kann, dass es hier darum geht, wie man sich fühlen mag, wenn man ein wenig verbotene Substanzen zu sich genommen hat, was man zb. auch folgenden Zeilen heraus interpretieren könnte:
We\'re flying high
We\'re watching the world pass us by
Never want to come down
Never want to put my feet back down
On the ground
Lyrics by M.L. Gore
Mmh, bleibt natürlich dem Hörer selbst überlassen, wie er den Song für sich interpretiert... Es ist auf jeden Fall ein angenehmer, leichter Song, der wohl auch Leuten gefallen könnte, die mit Depeche Mode sonst eigentlich nichts am Hut haben, es hat nämlich nicht diese Schwermütigkeit, die man von so einigen Depeche Mode Songs kennt.
Erschienen ist dieser Song als zweite Single zusammen mit dem Song \'Pleasure, litte treasure\'.
2. The things you said
Ein ziemlich langsamer Song erwartet den Hörer hier. Es ist mal wieder einer der Songs, die von Martin Gore gesungen werden, ein langsames Stück, dessen Text so ziemlich vorwurfsvoll auch zu sein scheint... Ungeachtet des Textes hätte ich aber gesagt, dass der Song so ziemlich schwer ist und recht dunkel vom Klang her ist...
3. Strangelove
Angenehm moderat, aber rhythmisch ist dieser Titel. Schneidender Beat ein bisschen untermalt von Synthiakkorden, aber dieser Titel hat eindeutig echte Ohrwurmqualität, denn es ist ein Song mit einer sehr bekömmlichen Melodie.
Zusammen mit dem Stück \'Pimpf\' erschien dieser Song als die erste Single.
4. Sacred
Im selben Tempo geht\'s gleich hier weiter, wenn auch der Song sich doch sehr von dem Vorgänger unterscheidet. Es ist einfach gesagt mal wieder einer der Songs, die auch diesen leicht düsteren Unterton haben.
5. Little 15
Nun zum dritten, oder vierten Mal setze ich bei dem Song ein und ich weiss irgendwie nicht, wie ich ihn beschreiben soll. Sagen wir einfach mal, dieser Song ist irgendwie nicht wirklich beschreibbar. Es ist ein ganz langsamer Song, der von so viel Sehnsucht und Melancholie geprägt ist, wie kein anderes Stück auf diesem Album. Ich denke mal, den muss man sich einfach mal selbst angehört haben...
Das war die letzte Single aus diesem Album, die zusammen mit dem Instrumentalstück \'Stjarna\' erschienen ist, dem wohl schönsten Song von Depeche Mode, den ich je gehört habe. - Gespielt wird der Song auf dem Klavier, zusammen mit ein wenig Begleitung aus dem Synthesizer, der allerdings eine so wunderschöne, aber auch zugleich unendlich traurige Melodie hat...
6. Behind the wheel
Eigenartig - Dieses Stück höre ich irgendwie am liebsten bei gemütlichen Fahrten durch das norddeutsche Flachland, also wo es nicht zu schnell geht. Vom Arrangement her ist der Song einfach genial. Fast hat man das Gefühl, als wären hier echte Instrumente am Werk, also eine E-Gitarre in einigen Riffs und ein echtes Schlagzeug, wenn der Rhythmus einsetzt, aber, nein, das ist es nicht, denn dafür ist der Klang einfach zu \'künstlich\'. Dennoch, der Song gehört einfach zu meinen Lieblingsstücken überhaupt.
Als dritte Single aus diesem Album erschien dieser Song zusammen mit der Elektrofassung des legendären Songs \'Route 66\' - Jener Song, der auch eine nicht geringe Rolle in dem Film \'101\' gespielt hat.
7. I want you now
Mit Atemzügen beginnt dieser Song, bei denen man natürlich gleich an etwas bestimmtes denken muss und, ja, es geht auch genau darum. Mal wieder ein Song, der Marke \'Martin Gore sings lovesongs\' und es ist einfach ein schöner Titel für Nächte, die man nicht allein verbringt :)
8. To have and to hold
Mit einer Art Funkspruch, oder Ansprache aus einem alten Radio in russischer Sprache, beginnt dieser Song, bis der schwere, bassreiche Klang einsetzt und gleich danach ebenso schwere Rhythmus. Genauso düster hört sich auch der Gesang dazu an. Es ist einfach ein Song, bei dem fast das Gefühl hat, als ob schwere Gewitterwolken am Himmel aufgezogen sind... Dauern tut er auch nicht lange und geht fast nahtlos über zu:
9. Nothing
Der Song hört sich vom Arrangement fast an, wie die ganzen alten Lieder aus der ersten Hälfte der 80er Jahre. Mich erinnert er jedenfalls sehr daran, so dass ich manchmal fast schon glaube, da hat man eben noch in der Kiste gekramt auf der Suche nach Songs, die man nie veröffentlicht hat und fand dieses Stück... Wenn ich an das letzte Stück dabei denke, dann erhärtet sich sogar der Verdacht :)
Dieser Song ist auch eine B-Side gewesen und zwar von der einzigen Single aus dem Album \'101\', \'Everything counts (live)\'.
10. Pimpf
Es ist einer der herrlichen instrumentalen Stücke, die ich zum Teil einfach genial finde.. Dieser wird nur auf einer Art Piano gespielt, es setzen Trommeln ein und im weiteren Lauf kommt noch ein Chor hinzu, eine Art Streicher und ein Glockenspiel. - Dann folgt Ruhe und es setzt sowas wie Cello ein. Also ein ganz eigenartiges Stück.
Ich weiss nicht, der Song hat irgendwie für mich irgendwas ziemlich apokalyptisches an sich, ich kann noch nicht mal wirklich die Bilder in Worte fassen, was ich mich bei dem Stück vorstelle.
11. Agent orange
Instrumental geht\'s hier weiter. Dieses Stück ist irgendwie noch schwerer zu beschreiben, als der Vorgänger. Es ist eigentlich ein recht angenehmes und leichtes Stück, aber auch nur eigentlich. Es ist einfach dieser Unterton vorhanden, wie bei fast allen Instrumentalstücken von Depeche Mode für den ich die auch so sehr mag...
12. Never let me down again (Aggro mix)
Wer hier irgendeine gesungen Remix des ersten Songs erwartet, der wird auf jeden Fall enttäuscht sein, denn bis auf das Thema und gelegentlich gesprochenes \'Never let me down again\', hat es sonst nichts damit gemeinsam. Im Grunde könnte man dies als Instrumentalstück bezeichenen.
13. To have and to hold (Spanish taster)
Welch ein Unterschied ist das zu dem eigentlichen Song. Wer gut jetzt aufgepasst hat, weiss nun, dass die O-Fassung des Songs eine wahrhaft schwere Komposition ist, hier begegnen aber einen fast schon zuckersüsse Klänge, wo der Text eigentlich nicht wirklich gesungen wird, sondern es ist eher Sprechgesang. Auf jeden Fall ein absoluter Kontrast zu dem Original.
14. Pleasure, little treasure (Glitter mix)
Mal wieder ein Song, der irgendwie zum Auto fahren einlädt, ich weiss nicht wieso. Vielleicht deshalb, weil er vom Arrangement ähnlich ist wie \'Behind the wheel\', nur ein bisschen schneller. Auf jeden Fall ein angenehmes und leichtes Ende.
-Zu guter Letzt-
Erschienen ist dieses Album am 27.09.1987, er brachte 4 Singles mit sich. Die Vinylplatte enthält Tracks von 1-10, die CD-Fassung hingegen alles von 1-14.
Wer das Album nicht hat - kaufen! Zu haben ist das Ding auch schon für nicht mehr ganz so viel Geld, ist schliesslich heute schon Nice Price, bei Amazon kann man es schon für 12,99 Euro bestellen, in Läden wie Saturn vielleicht sogar noch günstiger. Das Album enthält einfach viele Songs, die seinerzeit vielleicht keine Riesenhits waren, aber aber dennoch gewissen Bekanntheitsgrad hatten.
©ewka – 08.08.2002
\'La isla bonita\', \'Sweet sixteen\', oder auch \'China in your hand\', dann entstehen da manchmal fast schon wahre Bilderfluten von Erinnerungen an Dinge, die ich manchmal auch schon glaubte längst vergessen zu haben. Manchmal sind es Dinge, die aus dem Alltagsleben kommen, wie zb. die Art sich zu kleiden, die Frisuren, oder auch die allgemeine Stimmung im Land. Die Musik aus den 80ern hilft mir einfach oft ungemein mich an das Kindsein zu erinnern, Voraussetzung ist dabei dann ein guter 80\'s Sampler, wo viele Hits aus den vergangenen Zeiten drauf sind, weil an die meisten kann ich mich oft bestens erinnern.
Depeche Mode erfüllt also eigentlich beide Zwecke, zum einen als eine Art Zeitmaschine in die Vergangenheit mit ihren Alben aus den 80ern, zum anderen, weil mich schon seit über 10 Jahren ihre Musik einfach nur fasziniert. Ich fand bis heute kaum eine Gruppe, die auf eine solch eine lange Bandgeschichte, die ich mir jetzt sparen werde, nachlesen kann man die bei \'Some great reward\', zurückblicken kann, deren Musik von Zeit zu Zeit immer variiert, sich der Zeit auch anpasst, aber ohne ihren den Ursprung zu verlieren, mit anderen Worten also, es weiss Tradition mit Innovation zu verbinden. Ich glaube auch, dass es von der Sorte nur ganz wenige Bands überhaupt noch gibt, und diese Brücke zu schaffen und dabei erfolgreich zu bleiben, ist gar nicht mal so einfach. In den Anfängen nämlich schwamm die Musik auf der New Wave Welle, wo Künstler wie Alison Moyett, aka Yazoo [nicht verwechseln mit Yahoo!] (\'Don\'t go\'), oder Soft Cell (\'Tainted love\'), bekannt waren. Heute kann sich daran kaum noch einer wirklich erinnern, nur Depeche Mode eigentlich, als der Urgestein aus der Zeit blieben noch übrig. Auch, wenn ihre Musik sich auch den Wünschen des Publikums anpasste, um immer noch modern zu sein, blieben sie immer einer Tradition treu, nämlich Musik zu machen, die rein elektronisch ist. Es gibt keine Studioaufnahme von Depeche Mode, die nur ein konventionelles Instrument beinhalten würde.
Deshalb suchte ich mir dieses Album aus, denn dieses Album gehört auch zu meinen Lieblingsalben und irgendwie auf eine Art ist dieses Album zwar vom Stil her ähnlich dem, was in der ersten Hälfte der 80er von Depeche Mode zu hören war, aber irgendwie nicht ganz. Auffällig ist natürlich auch, wie sich die Technik der Synthesizer verändert hat, im Vergleich zu ihren Alben wie zb. \'Construction time again\' (1983), als die Erbauer dieser Instrumente sich immer mehr bemüht haben den Klang zu verbessern und auch ein bisschen echter zu machen, denn dieser absolut synthetische Klang war einfach total out und überhaupt nicht mehr gefragt.
Damit aber mal zum Album selbst, um das hier gehen soll:
1. Never let me down again
Der Anfang ist ein wunderbarer Song, indem die Freundschaft besungen wird, wobei man allerdings auch glauben kann, dass es hier darum geht, wie man sich fühlen mag, wenn man ein wenig verbotene Substanzen zu sich genommen hat, was man zb. auch folgenden Zeilen heraus interpretieren könnte:
We\'re flying high
We\'re watching the world pass us by
Never want to come down
Never want to put my feet back down
On the ground
Lyrics by M.L. Gore
Mmh, bleibt natürlich dem Hörer selbst überlassen, wie er den Song für sich interpretiert... Es ist auf jeden Fall ein angenehmer, leichter Song, der wohl auch Leuten gefallen könnte, die mit Depeche Mode sonst eigentlich nichts am Hut haben, es hat nämlich nicht diese Schwermütigkeit, die man von so einigen Depeche Mode Songs kennt.
Erschienen ist dieser Song als zweite Single zusammen mit dem Song \'Pleasure, litte treasure\'.
2. The things you said
Ein ziemlich langsamer Song erwartet den Hörer hier. Es ist mal wieder einer der Songs, die von Martin Gore gesungen werden, ein langsames Stück, dessen Text so ziemlich vorwurfsvoll auch zu sein scheint... Ungeachtet des Textes hätte ich aber gesagt, dass der Song so ziemlich schwer ist und recht dunkel vom Klang her ist...
3. Strangelove
Angenehm moderat, aber rhythmisch ist dieser Titel. Schneidender Beat ein bisschen untermalt von Synthiakkorden, aber dieser Titel hat eindeutig echte Ohrwurmqualität, denn es ist ein Song mit einer sehr bekömmlichen Melodie.
Zusammen mit dem Stück \'Pimpf\' erschien dieser Song als die erste Single.
4. Sacred
Im selben Tempo geht\'s gleich hier weiter, wenn auch der Song sich doch sehr von dem Vorgänger unterscheidet. Es ist einfach gesagt mal wieder einer der Songs, die auch diesen leicht düsteren Unterton haben.
5. Little 15
Nun zum dritten, oder vierten Mal setze ich bei dem Song ein und ich weiss irgendwie nicht, wie ich ihn beschreiben soll. Sagen wir einfach mal, dieser Song ist irgendwie nicht wirklich beschreibbar. Es ist ein ganz langsamer Song, der von so viel Sehnsucht und Melancholie geprägt ist, wie kein anderes Stück auf diesem Album. Ich denke mal, den muss man sich einfach mal selbst angehört haben...
Das war die letzte Single aus diesem Album, die zusammen mit dem Instrumentalstück \'Stjarna\' erschienen ist, dem wohl schönsten Song von Depeche Mode, den ich je gehört habe. - Gespielt wird der Song auf dem Klavier, zusammen mit ein wenig Begleitung aus dem Synthesizer, der allerdings eine so wunderschöne, aber auch zugleich unendlich traurige Melodie hat...
6. Behind the wheel
Eigenartig - Dieses Stück höre ich irgendwie am liebsten bei gemütlichen Fahrten durch das norddeutsche Flachland, also wo es nicht zu schnell geht. Vom Arrangement her ist der Song einfach genial. Fast hat man das Gefühl, als wären hier echte Instrumente am Werk, also eine E-Gitarre in einigen Riffs und ein echtes Schlagzeug, wenn der Rhythmus einsetzt, aber, nein, das ist es nicht, denn dafür ist der Klang einfach zu \'künstlich\'. Dennoch, der Song gehört einfach zu meinen Lieblingsstücken überhaupt.
Als dritte Single aus diesem Album erschien dieser Song zusammen mit der Elektrofassung des legendären Songs \'Route 66\' - Jener Song, der auch eine nicht geringe Rolle in dem Film \'101\' gespielt hat.
7. I want you now
Mit Atemzügen beginnt dieser Song, bei denen man natürlich gleich an etwas bestimmtes denken muss und, ja, es geht auch genau darum. Mal wieder ein Song, der Marke \'Martin Gore sings lovesongs\' und es ist einfach ein schöner Titel für Nächte, die man nicht allein verbringt :)
8. To have and to hold
Mit einer Art Funkspruch, oder Ansprache aus einem alten Radio in russischer Sprache, beginnt dieser Song, bis der schwere, bassreiche Klang einsetzt und gleich danach ebenso schwere Rhythmus. Genauso düster hört sich auch der Gesang dazu an. Es ist einfach ein Song, bei dem fast das Gefühl hat, als ob schwere Gewitterwolken am Himmel aufgezogen sind... Dauern tut er auch nicht lange und geht fast nahtlos über zu:
9. Nothing
Der Song hört sich vom Arrangement fast an, wie die ganzen alten Lieder aus der ersten Hälfte der 80er Jahre. Mich erinnert er jedenfalls sehr daran, so dass ich manchmal fast schon glaube, da hat man eben noch in der Kiste gekramt auf der Suche nach Songs, die man nie veröffentlicht hat und fand dieses Stück... Wenn ich an das letzte Stück dabei denke, dann erhärtet sich sogar der Verdacht :)
Dieser Song ist auch eine B-Side gewesen und zwar von der einzigen Single aus dem Album \'101\', \'Everything counts (live)\'.
10. Pimpf
Es ist einer der herrlichen instrumentalen Stücke, die ich zum Teil einfach genial finde.. Dieser wird nur auf einer Art Piano gespielt, es setzen Trommeln ein und im weiteren Lauf kommt noch ein Chor hinzu, eine Art Streicher und ein Glockenspiel. - Dann folgt Ruhe und es setzt sowas wie Cello ein. Also ein ganz eigenartiges Stück.
Ich weiss nicht, der Song hat irgendwie für mich irgendwas ziemlich apokalyptisches an sich, ich kann noch nicht mal wirklich die Bilder in Worte fassen, was ich mich bei dem Stück vorstelle.
11. Agent orange
Instrumental geht\'s hier weiter. Dieses Stück ist irgendwie noch schwerer zu beschreiben, als der Vorgänger. Es ist eigentlich ein recht angenehmes und leichtes Stück, aber auch nur eigentlich. Es ist einfach dieser Unterton vorhanden, wie bei fast allen Instrumentalstücken von Depeche Mode für den ich die auch so sehr mag...
12. Never let me down again (Aggro mix)
Wer hier irgendeine gesungen Remix des ersten Songs erwartet, der wird auf jeden Fall enttäuscht sein, denn bis auf das Thema und gelegentlich gesprochenes \'Never let me down again\', hat es sonst nichts damit gemeinsam. Im Grunde könnte man dies als Instrumentalstück bezeichenen.
13. To have and to hold (Spanish taster)
Welch ein Unterschied ist das zu dem eigentlichen Song. Wer gut jetzt aufgepasst hat, weiss nun, dass die O-Fassung des Songs eine wahrhaft schwere Komposition ist, hier begegnen aber einen fast schon zuckersüsse Klänge, wo der Text eigentlich nicht wirklich gesungen wird, sondern es ist eher Sprechgesang. Auf jeden Fall ein absoluter Kontrast zu dem Original.
14. Pleasure, little treasure (Glitter mix)
Mal wieder ein Song, der irgendwie zum Auto fahren einlädt, ich weiss nicht wieso. Vielleicht deshalb, weil er vom Arrangement ähnlich ist wie \'Behind the wheel\', nur ein bisschen schneller. Auf jeden Fall ein angenehmes und leichtes Ende.
-Zu guter Letzt-
Erschienen ist dieses Album am 27.09.1987, er brachte 4 Singles mit sich. Die Vinylplatte enthält Tracks von 1-10, die CD-Fassung hingegen alles von 1-14.
Wer das Album nicht hat - kaufen! Zu haben ist das Ding auch schon für nicht mehr ganz so viel Geld, ist schliesslich heute schon Nice Price, bei Amazon kann man es schon für 12,99 Euro bestellen, in Läden wie Saturn vielleicht sogar noch günstiger. Das Album enthält einfach viele Songs, die seinerzeit vielleicht keine Riesenhits waren, aber aber dennoch gewissen Bekanntheitsgrad hatten.
©ewka – 08.08.2002
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