Muskat Testbericht

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Erfahrungsbericht von ywo-1

Meine Gewürznüsse

Pro:

Feines Würzmittel

Kontra:

Im Übermaß Gesundheitsgefahren

Empfehlung:

Ja

Ich möchte euch heute mal über ein Gewürz berichten, welches meiner Meinung nach in keiner Küche fehlen sollte. Da dieses Gewürz den Geschmack verschiedener speisen erst richtig abrundet. Die Rede ist von der Muskantnuss bzw der Muskatblüte. Zunächst allerdings ein wenig Geschichte.

Die Herkunft:
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Wie Funde in Grabkammern und Sarkophagen war die Muskatnuss schon lange vor Christus bekannt. Manchmal brachten arabische und venezianische Händler das sehr kostbare aber auch seltene Gewürz nach Europa. Dies war etwa 400 nach Christi Geburt. Doch erst um das 16 Jahrhundert mit der Entdeckung des Seeweges nach Indien durch Vasco da Gama, begann die eigentliche Geschichte der Muskatnuss und des Gewürzhandels.
Die Holländer vertrieben zunächst die Portugiesen, diese hatten zuvor fast ein Jahrhundert verbittert das Monopol zum Gewürzhandel verteidigt. Die Holländer vertränkten jedoch die Portugiesen von ihrem südostasiatischen Besitzen. Das Monopol wurde durch die Holländer verschärft, so dass nur noch auf einigen Inseln Muskatnuss angebaut werden durfte. Alle anderen Muskatnuss Bestände wurden vernichtet. Jedoch wollten auch die Franzosen an dem so kostbaren Geschäft der Muskatnuss teilhaben, so sie ließen nichts unversucht um an lebende Muskatnuss Bäume heranzukommen. Um 1770 gelang dies den Franzosen durch einen Handstreich. Sie ergatterten Samen und Sprösslinge, welche in Réunion und Mauritius angepflanzt und streng kontrolliert und bewacht wurden.
Irgendwann vertrieben dann die Engländer die Hohlländer von der Gewürzinsel und sorgten für die Verbreitung nach Sumatra und Indien. Zwar eroberten die Holländer ihre Besitze zurück eroberten gab es doch kein so lange aufrecht erhaltenes Monopol mehr auf die Anpflanzung von Muskatnuss.

Heute werden Muskatnussbäume hauptsächlich in Mauritius, Madagaskar, Vorder- und Hinterindien, Westindien, Indonesien, Réunion, Neuguinea und Brasilien angebaut.

Der Anbau und die Gewinnung:
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Der Muskatnussbaum wächst in Plantaschen und wird auf eine Höhe von ca. 6 m gehalten. Erst im 8. Jahr fängt der Baum an Früchte zu tragen. Die Nussähnlichen Früchte werden 3 mal im Jahr geerntet. Ein Baum bringt im Jahr ca. 1500 bis 2000 Nüsse ein.
Die einzelnen Früchte sind nach dem aufplatzen der äußeren Schale reif und werden gepflückt. Es wird vorsichtig das Fruchtfleisch entfernt, so das der Fruchtkern nicht verletzt wird. Das müsst ihr euch in etwa wie bei einer Kastanie vorstellen. Die Kerne werden dann ca. 4 bis 8 Wochen in der Sonne oder in extra Trockenhäusern getrocknet.
Hat sich der Samen von der Schale gelöst, werden diese aufgeschlagen und die nun gewonnene Muskatnuss zum nachtrocknen ausgelegt.

Die Pflanze:
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Der immergrüne Baum kann eine Höhe von ca. 15 m erreichen. Außerdem wird er ca. 100 Jahre alt. Der Baum selber ist sehr stark verzweigt und hat Lorbeerblatt ähnliche Blätter. Die hell-gelben Blüten stehen in Trauben zu 5 bis 10 zusammengefasst und entwickeln fleischige Aprikosen ähnliche Früchte. Diese platzen zur Reifezeit auf.


Die getrocknete Muskatnuss:
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Die Nüsse sind in etwa 20 bis 35 mm lang und 10 bis 25 mm breit. Sie wiegen in etwa 5 bis 10 Gramm. Sie haben eine Netzartige Oberfläche und sind von hellbraunen bis dunkelbraunen vertreten.

Die Verwendung der Muskatnuss:
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Muskatnuss kann man zum würzen von,
° Blumenkohl
° Rosenkohl
° Schwarzwurzeln
° Wirsing benutzen. Aber auch ein Hauch in das Nudelwasser, im Kartoffelpüree oder zu Käse Gerichte, rundet das ganze Gericht wunderbar ab.
Muskat wird aber auch zum würzen von vielen Wurstsorten verwendet.



Warnung:
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Ich war eine ganze Zeit am überlegen ob ich diesen Teil in meinen Bericht berügsichtigen soll, aus Angst der eine oder andere Leser könnte das nun folgende versuchen. Habe mich dann jedoch dazu entschlossen die Leser darauf hinzuweisen das die Muskatnuss auch eine negative Seite hat.

Die Muskatnuss ist giftig:
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Da ich den unteren Hinweis sehr wichtig empfunden habe und nichts vergessen wollte habe ich diesen aus dem Netz entnommen.

Die Muskatnuss hat durch die Abbauprodukte ihrer Inhaltsstoffe eine geringe Bedeutung als Rauschgiftdroge. Eine Menge zwischen 5 - 30 g kann eine halluzinogene Wirkung entwickeln. Die Inhaltsstoffe werden zu mescalin- und amphetaminähnlichen Substanzen abgebaut. Im Gegensatz zur Mescalin- oder LSD-Vergiftung treten visuelle Halluzinationen weitaus weniger auf. Das Gefühl für die Zeit und den Raum geht aber, mit leichten Veränderungen des Bewusstseins, verloren. Als Nachwirkung des Rausches tritt meist eine derartige Aversion gegen den Geschmack der Muskatnuss ein, so dass sie meist nur ein- bis zweimal als Rauschmittel benutzt wird. Solche Vergiftungen können aber auch durch eine versehentliche Überwürzung von Speisen zustande kommen, wie mir persönlich berichtet wurde. Die Muskatnüsse sind für Kinder sehr giftig. Ein acht Jahre alter Junge verfiel nach dem Verzehr von zwei Nüssen in ein tiefes Koma und verstarb nach 20 Stunden. Bei Erwachsenen kommt es ab einer Menge von 5 g innerhalb von 1 - 7 Stunden zu brennenden Schmerzen im Bauchbereich, die zum Teil mit Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe und einer Reizung der Harnwege begleitet sind. Der Betroffene verspürt einen Druck auf der Brust und Todesangst. Der zunehmende Stumpfsinn wird durch periodisch auftretende Delirien und heftigen Bewegungen unterbrochen. Eine geringe Beschleunigung der Atmung, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma und unter Umständen ein Schock sind weitere Anzeichen. In einem Fall wurde der Verlust des Sehens und der Sprache über einen Zeitraum von zwei Tagen beobachtet. In der Regel tritt nach 24 Stunden, oder bei sehr hohen Dosen erst nach mehreren Tagen, eine vollkommene Erholung ein.

Also bitte nutzt die Muskatnuss nur zum würzen und macht auf keinen Fall irgendwelche Experimente.
Mein Fazit:
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Ich nutze Muskatnuss sehr gerne zum würzen von Speisen.
Allerdings kaufe ich Muskatnuss nicht gemalten, sondern als ganze Nuss und reibe mir die benötigte Menge selber mit einer kleinen Reibe. Dadurch ist das Aroma viel intensiver. Nach dem Reiben sollte man die Muskatnuss in ein luftdichtes Gefäß aufbewahren. So verfliegt kein Aroma.

By eure ywo

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