My Big Fat Greek Wedding (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von juillet
Von Toastbrot-Familien und vegetarischem Lamm
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ja, ihr seht richtig! Nach langer Schreib-Abstinenz bin ich endlich zurückgekehrt, um euch mal wieder mit einem Bericht zu beglücken! Nachdem ich gestern in „My Big Fat Greek Wedding“ war und mich auf dem Boden gewälzt hab vor Lachen, wusste ich sofort: ‚Das darfst du der Menschheit nicht vorenthalten!’ Denn was ich gestern zu sehen bekam, hat meinen Glauben in Romödien wieder gestärkt.
Handlung:
* * * * * * *
Die dreißigjährige Toula Portokalos (Nia Vardalos) lebt in Chicago und ist Griechin. An sich noch kein Beinbruch – wenn sie verheiratet wäre. Denn Vater Gus`(Michael Constantine) einziger Wunsch ist es, seine Tochter unter die Haube zu bringen. Unter die eines Griechen selbstverständlich. Es muss schließlich alles seine griechische Ordnung haben im griechischen Haus mit griechischen Statuen im griechischen Vorgarten und der griechischen Flagge am Garagentor...
Doch Toula hat es nicht gerade leicht bei der Männersuche: etwas pummelig, mit dicken Aschenbechergläsern, arbeitet sie im Familienrestaurant „Dancing Zorbas“ als Kellnerin, ähm „Tischanweiserin“. Die griechischen Gebote bekam sie schon in der Kindheit eingetrichtert: es wird griechisch geheiratet, es werden viele griechische Kinder gezeugt und alle werden mit griechischem Essen vollgestopft.
Irgendwann bringt Toula, oder besser Mama Maria (Lainie Kazan), Papa Gus tatsächlich dazu, einen Computer-Kurs am College zu erlauben. Der veranlasst Toula nicht nur zur Outfit-Änderung, sondern verhilft ihr außerdem zu einem Job im Reisebüro ihrer Tante Voula (Andrea Martin). Und zum Treffen mit Ian (John Corbett), dem Mann ihrer Träume. Vater Gus` ist alles andere als begeistert, wagt es sein Töchterchen doch tatsächlich einen Nicht-Griechen anzuschleppen! Seine konsequent ablehnende Haltung – er stellt Toula sogar ständig griechische Männer vor – verwandelt Ehefrau Maria nach und nach in Akzeptanz des zukünftigen Schwiegersohnes.
Schließlich ist Ian auch bereit, alle Strapazen auf sich zu nehmen, um seine Toula zu heiraten. Und sei es die griechisch-orthodoxe Taufe in einem ganz besonderen Taufbecken…
Humor:
* * * * * * * *
Einfach genial! Mit charmanter Selbstironie gibt der Film (Regie: Joel Zwick), zu dem Hauptdarstellerin Nia Vardalos das Drehbuch schrieb, Einblicke in die (hier: sehr amüsanten) Probleme, welche beim Aufeinandertreffen zweier Kulturen entstehen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vor allem bei der ersten Zusammenkunft der beiden Familien kommt dies zur Geltung: Da ist zum einen der ruhige Ian mit seinen reservierten, noch ruhigeren Eltern, die nach unzähligen Ouzos vor dem ach so heiligen Lammbraten kapitulieren müssen. Und zum anderen die laute, ausgelassene Großfamilie von Toula, deren Cousins irgendwie alle Nick heißen…und die Ian etwas Griechisch beibringt – selbstverständlich auf ihre Art und Weise. Und dann natürlich noch Großmutter, die ihre Familie als türkische Bastarde beschimpft und ständig vom Dach der Nachbarn herunter geholt werden muss.
Der lustigste Charakter ist eindeutig Papa Gus mit seinen herrlich überzogenen Eigenheiten. So zückt er bei jeglichem Leiden seinen Glasreiniger „Windex“, das für ihn ein wahres Wundermittel ist und gegen alles hilft. Sein Patriotismus schlägt den der Amerikaner um Längen: ständig prahlt er damit, welche tollen Errungenschaften die Griechen hervorgebracht haben. Noch witziger sind seine Versuche, den Ursprung sämtlicher Wörter in der griechischen Sprache zu finden – selbst „Kimono“ ist nicht davor gefeit hellenistisch zu werden. Dabei steht er doch eigentlich (insgeheim) unter der Fuchtel seiner Frau, die einen – wie ich finde - sehr weisen Spruch von sich gibt: „Der Mann ist das Oberhaupt der Familie, aber das Sagen hat die Frau.“
Mein Fazit:
* * * * * * *
Nach endlos vielen romantischen Komödie, die zwar immer ganz witzig, aber trotzdem letztendlich alle gleich sind, ist „My Big Fat Greek Wedding“ ein wahres Highlight. Trotz der sehr einfachen, geradlinigen Story kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Fast jeder Dialog löst mindestens ein Schmunzeln aus.
Das ursprünglich als Ein-Personen-Theaterstück aufgeführte und von Rita Wilson und Ehemann Tom Hanks produzierte Erstlingswerk von Nia Vardalos spielte in den USA nicht ohne Grund bisher 200 Mio. Dollar ein.
Auf jeden Fall gibt es von mir volle Punktzahl, da ich selten so einen lustigen Film gesehen hab, der ohne platten Humor auskommt und der bei allen Gags niemals die Grenze des Geschmacklosen auch nur annähernd erreicht.
Handlung:
* * * * * * *
Die dreißigjährige Toula Portokalos (Nia Vardalos) lebt in Chicago und ist Griechin. An sich noch kein Beinbruch – wenn sie verheiratet wäre. Denn Vater Gus`(Michael Constantine) einziger Wunsch ist es, seine Tochter unter die Haube zu bringen. Unter die eines Griechen selbstverständlich. Es muss schließlich alles seine griechische Ordnung haben im griechischen Haus mit griechischen Statuen im griechischen Vorgarten und der griechischen Flagge am Garagentor...
Doch Toula hat es nicht gerade leicht bei der Männersuche: etwas pummelig, mit dicken Aschenbechergläsern, arbeitet sie im Familienrestaurant „Dancing Zorbas“ als Kellnerin, ähm „Tischanweiserin“. Die griechischen Gebote bekam sie schon in der Kindheit eingetrichtert: es wird griechisch geheiratet, es werden viele griechische Kinder gezeugt und alle werden mit griechischem Essen vollgestopft.
Irgendwann bringt Toula, oder besser Mama Maria (Lainie Kazan), Papa Gus tatsächlich dazu, einen Computer-Kurs am College zu erlauben. Der veranlasst Toula nicht nur zur Outfit-Änderung, sondern verhilft ihr außerdem zu einem Job im Reisebüro ihrer Tante Voula (Andrea Martin). Und zum Treffen mit Ian (John Corbett), dem Mann ihrer Träume. Vater Gus` ist alles andere als begeistert, wagt es sein Töchterchen doch tatsächlich einen Nicht-Griechen anzuschleppen! Seine konsequent ablehnende Haltung – er stellt Toula sogar ständig griechische Männer vor – verwandelt Ehefrau Maria nach und nach in Akzeptanz des zukünftigen Schwiegersohnes.
Schließlich ist Ian auch bereit, alle Strapazen auf sich zu nehmen, um seine Toula zu heiraten. Und sei es die griechisch-orthodoxe Taufe in einem ganz besonderen Taufbecken…
Humor:
* * * * * * * *
Einfach genial! Mit charmanter Selbstironie gibt der Film (Regie: Joel Zwick), zu dem Hauptdarstellerin Nia Vardalos das Drehbuch schrieb, Einblicke in die (hier: sehr amüsanten) Probleme, welche beim Aufeinandertreffen zweier Kulturen entstehen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vor allem bei der ersten Zusammenkunft der beiden Familien kommt dies zur Geltung: Da ist zum einen der ruhige Ian mit seinen reservierten, noch ruhigeren Eltern, die nach unzähligen Ouzos vor dem ach so heiligen Lammbraten kapitulieren müssen. Und zum anderen die laute, ausgelassene Großfamilie von Toula, deren Cousins irgendwie alle Nick heißen…und die Ian etwas Griechisch beibringt – selbstverständlich auf ihre Art und Weise. Und dann natürlich noch Großmutter, die ihre Familie als türkische Bastarde beschimpft und ständig vom Dach der Nachbarn herunter geholt werden muss.
Der lustigste Charakter ist eindeutig Papa Gus mit seinen herrlich überzogenen Eigenheiten. So zückt er bei jeglichem Leiden seinen Glasreiniger „Windex“, das für ihn ein wahres Wundermittel ist und gegen alles hilft. Sein Patriotismus schlägt den der Amerikaner um Längen: ständig prahlt er damit, welche tollen Errungenschaften die Griechen hervorgebracht haben. Noch witziger sind seine Versuche, den Ursprung sämtlicher Wörter in der griechischen Sprache zu finden – selbst „Kimono“ ist nicht davor gefeit hellenistisch zu werden. Dabei steht er doch eigentlich (insgeheim) unter der Fuchtel seiner Frau, die einen – wie ich finde - sehr weisen Spruch von sich gibt: „Der Mann ist das Oberhaupt der Familie, aber das Sagen hat die Frau.“
Mein Fazit:
* * * * * * *
Nach endlos vielen romantischen Komödie, die zwar immer ganz witzig, aber trotzdem letztendlich alle gleich sind, ist „My Big Fat Greek Wedding“ ein wahres Highlight. Trotz der sehr einfachen, geradlinigen Story kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Fast jeder Dialog löst mindestens ein Schmunzeln aus.
Das ursprünglich als Ein-Personen-Theaterstück aufgeführte und von Rita Wilson und Ehemann Tom Hanks produzierte Erstlingswerk von Nia Vardalos spielte in den USA nicht ohne Grund bisher 200 Mio. Dollar ein.
Auf jeden Fall gibt es von mir volle Punktzahl, da ich selten so einen lustigen Film gesehen hab, der ohne platten Humor auskommt und der bei allen Gags niemals die Grenze des Geschmacklosen auch nur annähernd erreicht.
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