Naßrasierern von Wilkinson Testbericht

No-product-image
ab 6,67
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003

5 Sterne
(8)
4 Sterne
(3)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(2)
0 Sterne
(2)

Erfahrungsbericht von blokk

Mir fehlen die Worte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Schnittig stand er da und lachte mich an. Als wenn er mir sagen wollte, ich bin genau der richtige für dich. Und ich Döhsel lass mich von seinem Äußeren blenden.

Nicht, dass mir mein alter Rasierer nicht mehr gefallen hätte. Es gab nur keine Klingen mehr für ihn zu kaufen und dadurch war eine Neuanschaffung nicht mehr aufzuschieben. Mein erster Gang führt in solch einem Fall zum Discounter Phillip. Leider passten die Klingen nicht in den angebotenen Rasierer.

Der nächste Gang führte mich zu Real. Und dort passierte mir der bedauernswerte Missgriff. Anstatt eines würdigen Nachfolgers für meinen Nassrasierer erstand ich ein Produkt, das seinem Namen nur unzureichend gerecht wird: Den Wilkinson Protector 3D mit 007 Emblem.

Sollte einer der Helden aus den 007-Filmen auf eine Rasur mit diesem Gerät angewiesen sein, ist es aus mit Lustig bei weiblichen Gespielinnen.

Ich war es gewohnt, bei meinem alten Rasierer alle 2 bis 4 Wochen, bedingt vom Klima und somit von der Härte des Bartes, die Klinge zu wechseln. Früh morgends, so kurz nach dem ersten Kaffee, bin ich von haus aus noch nicht so richtig wach. Dementsprechend routiniert erledige ich die unabdingbaren Dinge des Lebens und erwarte von den mir zur Verfügung stehenden Hilfsmittelchen, dass sie die ihnen anvertrauten Aufgaben erledigen.

Von meinem Rasierer erwarte ich nichts anderes, als das er mir ohne Murren und Ziepen an den Bartwurzeln den unerwünschten Bewuchs aus dem Gesicht schabt. Das ist für mich so selbstverständlich, dass ich da gar nicht weiter hinsehe. Ich gehe blauäugigerweise stillschweigend davon aus, dass mit dem Rasierschaum auch der Bart aus meinem Gesicht verschwunden ist.

Zur teilweisen Rettung der Ehre dieses Versuchs eines Rasierers möchte ich anmerken, dass die erste Rasur tatsachlich erstaunlich glatt vonstatten ging. Der Scherkopf geht mit, wohin die noch unsichere Hand ihn auch führen mag. Kein Ziepen, kein Kratzer, nichts was den morgendlichen Trott aus dem Gleichgewicht bringen könnte.

Das böse Erwachen kam nach der dritten Rasur mit der gleichen Klinge. Ich saß schon beim Friseur auf dem Stuhl, um mir die Haare etwas stutzen zu lassen, als der mich fragte: „Haare schneiden oder rasieren?“

Erst da fiel mir auf, was für einen Versager ich mir mit dieser 007- Lachnummer eingefangen habe. Teils glatt wie ein Kinderpopo, teils struppig wie ein Tramp sah ich ungläubig in den Spiegel und konnte es kaum fassen.

So werde ich mich wohl bald wieder auf die Suche nach einem zuverlässigen Rasierer machen müssen. Schade um die 6 Euro 50. In der Pinte um die Ecke hätte ich mehr davon gehabt. Sogar mit Bart.

15 Bewertungen