Naturheilkunde Testbericht

Naturheilkunde
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Erfahrungsbericht von Anonym126

Tipps ohne Chemie !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Erwischen kann es jeden. Es fängt meist harmlos an aber wenn die Erkältung sehr hartnäckig und nach einer Woche noch keine Besserung eingetreten ist, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Dann wird man um apothekenpflichtige Medikamente wohl nicht herumkommen. Doch zuerst kann man es mit natürlichen Heilmitteln versuchen. Besser ist es allerdings schon vorbeugend etwas zu unternehmen. Bereits bei dem ersten Nieser oder dem leichtesten Halskratzen sollte man mit Naturheilmitteln beginnen. So hat man eine gute Chance, die Erkältung gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch was kann man tun, um das zu erreichen?

Zu aller erst einen Tipp von meiner Oma. Sie riet mir, immer ein Hustenbonbon in den Mund zu stecken, wenn man in der nasskalten Jahreszeit unterwegs ist und auf verschnupfte Mitmenschen trifft. Das Bonbon bewirkt, dass man, gezwungenermaßen, durch die Nase atmen muss. So gelangt nur bereits angewärmte Luft in die Bronchien und Lungen. Also habe ich immer ein paar Kräuterbonbons bei mir.

Inhalieren:
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Wenn die Nase dicht ist oder sogar die Nasennebenhöhlen in Mitleidenschaft gezogen sind, ist das Inhalieren eine gute Möglichkeit, sich Erleichterung zu verschaffen. Bei meinem Sohn saß sogar die Stirnhöhle zu und er hatte häufig Kopfschmerzen. So ließ ich ihn 4-5 Mal am Tag inhalieren. Dazu eignen sich echte, getrocknete Kamillenblüten, die im Reformhaus oder im Bioladen erhältlich sind. Doch es geht auch mit Kamilleaufgussbeuteln. Ich füllte etwa 1/2 Liter Wasser in einen kleinen Topf und gab 4 -5 Beutel Kamille dazu. Das Ganze ließ ich ein Mal aufkochen und dann noch ein paar Minuten ziehen. Nun neigt man den Kopf über den Topf und hängt sich ein großes Handtuch über. Und dann wird eingeatmet, abwechselnd durch Nase und Mund. Beim Einatmen wird langsam bis fünf gezählt. Das ist bei Kindern wichtig, damit sie die Dämpfe auch wirklich tief genug einziehen. 10-15 Minuten sollte so eine Sitzung schon dauern. Der Erfolg stellt sich sofort ein. Die Nase beginnt zu laufen und man kann besser atmen.

Duftlämpchen:
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Um die bessere Atmung zu unterstützen, stelle ich im Zimmer ein Duftlämpchen auf. Der Wasserbehälter wird aufgefüllt und man gibt etwa 15-20 Tropfen eines ätherischen Öles dazu. Besonders geeignet ist das Eukalyptusöl. Es macht die Atemwege langsam frei, wirkt beruhigend auf die Nasenschleimhaut und beschleunigt den Heilungsprozess. Fichtennadelnöl hat ebenfalls eine heilende Wirkung. Ich mische schon mal Beides, da ich dieses Duftgemisch gern mag.

Um das Einschlafen zu erleichtern kann in das Lämpchen auch Lavendelöl gegeben werden. Lavendel duftet sehr mild und angenehm, beruhigt und ist eine gute Einschlafhilfe.

Hustensaft:
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Sicher verschreibt der Arzt sofort einen Hustensaft. Doch es gibt eine wunderbare Alternative dazu. Man nimmt einfach eine oder zwei Zwiebeln und schneidet sie in kleine Stücke. Mit 1/2Liter Wasser werden die Zwiebeln weichgekocht. Dann wird der Sud in einer Kanne abgegossen und es wird Honig hinzugeben. Der Zwiebelsaft schmeckt bereits leicht süß, wird aber durch die Zugabe von Honig noch schmackhafter. 4-5 Mal am Tag trinkt man ein kleines Gläschen davon und das über mehrere Tage hinweg. Die Zubereitung ist wirklich sehr einfach und da der Saft sehr süß ist, wird er auch von Kindern gern genommen.

Verstopfte Nase:
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Es gibt auch ein altes Hausmitte gegen verstopfte Nasen. Dazu wird eine Pellkartoffel sehr weich gekocht, gepellt und mit einer Gabel fein zerdrückt. Etwas Milch sorgt für die Streichfähigkeit. Etwas dieser Masse gibt man auf ein kleines Stück Tuch, wickelt den Brei leicht ein und legt dieses Päckchen einfach auf die Nase. Wird die Masse kalt, muss sie erneuert werden. Sicher ist nicht jeder davon begeistert mit Kartoffelbrei auf der Nase da zu sitzen. Doch wenn es plötzlich hilft und die Nase frei ist, denkt man doch anders darüber. Nasentropfen oder Nasensprays sind nicht ganz so hilfreich wie viele vielleicht denken. Sie konnen die Nasenschleimhaut angreifen und echten Schaden anrichten. Dann lieber Kartoffelbrei!*g*

Hustenmittel:
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Dieses Mittel habe ich erst gestern angerührt und war von der Wirkung begeistert. Ich nahm einen guten Esslöffel Schweineschmalz und ließ es vorsichtig im Topf schmelzen. Dann ließ ich das Schmalz langsam wieder erstarren, wobei die Masse immer weißer wurde. Bevor sie ganz fest war gab ich 15 Tropfen Fichtennadelöl und 15 Tropfen Eukalyptusöl dazu und verrührte alles. Man verteilt abends, vor dem Zubettgehen, einen Teil dieser Masse auf Brust und Hals. Die ätherischen Öle beginnen während der Nacht ihre heilende und wohltuende Wirkung. Diese Behandlung sollte regelmäßig wiederholt werden. Die restliche Masse kann gut einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt und weiterverwendet werden. Ausprobieren kann nicht schaden.

Propolis:
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Ein Wort muss ich noch über mein Allheilmittel Propolis verlieren. Propolis ist im Bioladen erhältlich und es ist ein Produkt aus dem Bienenstock. Mit ihm halten die Bienen ihren Bau keimfrei. Deshalb nennt man Propolis auch \"natürliches Antibiotikum\". Man kann das Zahnfleisch bei Entzündungen damit behandeln oder auch unangenehme Pickel. Doch am häufigsten brauche ich es als Vorbeugung gegen Erkältungen. 1Teelöffel davon morgens und abends in den Tee stärkt das Abwehrsystem und schützt vor Ansteckung. Der Tee schmeckt dazu noch sehr gut.

Getränke:
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Bei Erkältungen ist das Trinken sehr wichtig, Vor allem wenn noch Fieber dazu gekommen ist. Mineralwasser ist immer gut. Doch Kräutertees lindern die Halsbeschwerden und frischgepresste Säfte bauen das Immunsystem wieder auf. Auch eine ausgepresste Zitrone, die mit heißem Wasser aufgefüllt und mit Honig gesüßt wird, ist ein großer Vitaminspender.

Hühnersuppe:
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Eine frisch gekochte Hühnersuppe aus einem richtigen Huhn, wirkt bei Erkältungen entzündungshemmend und fördert die Genesung. Dabei ist nicht von Fertigsuppen aus dem Glas die Rede. Diese Suppen haben nämlich in ihrem Suppenleben nie ein echtes Huhn gesehen. Es muss eine richtige, selbstgekochte Hühnersuppe sein. Nur die hilft.

Erkältungsbad:
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Die ätherischen Öle können auch als Badezusätze eingesetzt werden. Dazu gibt man einige Tropfen in das heiße Badewasser. Nun entspannt man darin einige Zeit und atmet ruhig und tief ein. Anschließend sollte man sich mit einer Wärmeflasche ins Bett oder aufs Sofa legen. Auf keinen Fall ist nach solch einem Bad noch Partytime angesagt! *gg*

Allgemeines:
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Bei den ätherischen Ölen gibt es preislich große Unterschiede und das hat seinen Grund. Wichtig ist, dass es sich um 100%ig naturreine ätherische Öle handelt. Dann kann man sicher sein, dass keine chemischen Zusätze oder Parfumstoffe zugegeben sind. Die anderen Öle können bereits beim Einatmen Allergien auslösen oder andere Reaktionen aufweisen. Im Bioladen kaufte ich für 4,80 Euro 30ml Eukalyptus und habe 4,60Euro für Fichtennadelöl bezahlt. Diese Öle kommen aus kontrolliert biologischem Anbau und sind deshalb etwas teurer. Bei Rossmann sah ich ebenfalls diese beiden Öle. Es war dieselbe Menge doch kosteten sie nur 2,80Euro. Diese Öle kamen jedoch aus dem konventionellen Anbau. Daher also der niedrige Preis. Da solche Öle wirklich sehr sparsam im Verbrauch sind, lohnt es sich, doch das bessere Produkt zu kaufen, denke ich. Doch das entscheidet wohl jeder für sich.

Eines sollte man aber immer berücksichtigen. Naturheilmittel brauchen ihre Zeit, bis sie wirken. Es reicht nicht, sie ein oder zwei Mal zu nehmen und sofort danach eine gravierende Besserung des Zustandes zu erwarten. Etwas geduldig sollte man schon sein und vor allem regelmäßig und diszipliniert mit der begonnen Behandlung fortfahren.

Fazit:
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Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sollten Naturheilmitteln schon eingesetzt werden. Doch sollte die Erkrankung sich nicht innerhalb einer Woche spürbar bessern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Ich hoffe allerdings, dass ihr von der augenblicklichen Grippewelle verschont bleibt.

Liebe Grüße

Catty

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