Need For Speed: Most Wanted (PC Rennspiel) Testbericht




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Erfahrungsbericht von ChaziChaz
Einfach mal einen fahren lassen...
Pro:
Grafik, Spielgefühl, Autos, Preis (25€) und und und . . .
Kontra:
Verfolgungsjagden nerven mit der Zeit
Empfehlung:
Ja
Ich bin schon seit dem zweiten Teil ein Fan der Need For Speed – Serie, habe die letzten Teile (Underground 1 & 2) jedoch höchstens gelegentlich bei Kumpels gezockt und mich kaum noch damit beschäftigt, obwohl ich besonders die Tuning-Funktionen sehr klasse fand. Vor ein paar Wochen dann habe ich mir den (noch [Anfang November kommt mit „Carbon“ das nächste NFS]) aktuellen Teil von einem Freund ausgeliehen und war davon in meinen Herbstferien wie gefesselt.
Need For Speed? Was ist das?
Need For Speed steht schon seit Beginn der Serie für ein Autorennspiel, das sich nicht durch realistisches Fahrgefühl, sondern durch den immens hohen Spielspaß auszeichnet. Man rast mit Geschwindigkeiten weit über 250km/h durch die Landschaften um am Ende als erster über die Ziellinie zu kommen. Ich erinnere mich an den Werbespruch „Wer bremst verliert“ (von Teil 3, kann das sein?), der auf NFS auf jeden Fall zutrifft. Denn hier kann man auf jede Straßenregel pfeifen, denn es zählt einzig und allein, wer am schnellsten um Kurven und Hindernisse kommt.
Und los geht’s... brumm brumm...
Nicht anders ist es bei „Most Wanted“. Das Spiel beginnt mit einer kleinen Einführung aus verschiedenen Kurzrennen, um sich erst einmal mit dem Spiel vertraut zu machen. Unterstützt wird der Einstieg durch mehrere Zwischensequenzen, die dem Spieler die Story klar machen und ihm einen Überblick verschafft, wo er gerade ist und was er zu tun hat. So lernt man Razor kennen, ein überheblicher Rennfahrer, der denkt er wäre der beste Fahrer den es gibt. Doch mich kennt er ja noch nicht. Im ersten Rennen (der Gewinner bekommt das Auto des Gegners) steuert man seinen schicken BMW M3 gen Ziellinie, ohne das Razor auch nur den Hauch einer Chance hat. Doch schon die vorhergehende Zwischensequenz hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Haben die was an der Karre gemacht? Tatsächlich... kurz vor Schluss gibt der Motor den Geist auf und man muss das Rennen abbrechen. Das geht nicht mit rechten Dingen zu. Der Spieler will den Wagen wieder haben, doch so einfach ist das nicht, denn den bekommt man erst beim nächsten gewonnen 1 gegen 1 Rennen mit Razor zurück. Doch der hat keine Lust gegen uns zu fahren, und so müssen wir jeden Charakter der sogenannten Blacklist besiegen, bevor Razor für eine Fahrt bereit ist. Die Blacklist ist eine Liste aus 15 Fahrern, die der Spieler nach und nach besiegen muss. Doch um gegen einen dieser Gegner fahren zu können, benötigt man mehrere Sachen: Zuerst natürlich eine Karre (dazu später mehr), abgeschlossene (also gewonnene, freie Rennen) und eine bestimmte Anzahl an Bounty, welches man bei Konflikten mit der Polizei sammelt (auch dazu später mehr). Die Anforderungen werden natürlich von Gegner zu Gegner höher; der langsam steigende Spielspaß soll für die dauerhafte Motivation sorgen.
Golf oder Cayenne?
Nach dem verlorenen Rennen gegen Razor stehen wir mit 25.000$ auf der Straße und müssen irgendwie an einen neuen Wagen kommen. Mithilfe von Mia, eine bildhübsche Fahrerin, kommt man an einen geheimen Unterschlupf, sowie kleine Einführungen in Sachen Orientierung. Man wird zum Autohändler gefahren, wo man sich für sein kleines Geld einen Neuwagen aussuchen kann. Hat man anfangs mit fünf Wagen kaum Auswahl, werden die Wagen mit steigendem Spielfortschritt und wachsendem Geldbeutelinhalt zahlreicher und besser. Von Fiat Punto oder Golf GTI über Porsche 911 und Mazda RX-8 bis hin zu einem Lamborghini Gallardo ist für jeden etwas dabei, immerhin gibt es insgesamt 36 verschiedene Boliden. In sogenannten Tuning-Shops kann man sein Auto dann nach eigenen Wünschen umgestalten oder aufmotzen. Entweder man verbessert die Leistung seiner Karre durch Motor-, Nitro oder (oder, oder...) Bremsen-Upgrades, oder man passt das Optische des Wagens an, je nachdem wie es einem gefällt. Mit Spoilern, Bodykits, Felgen, neuem Lack etc. kann man sein Auto anpassen wie man gerade Lust hat, vorrausgesetzt man hat das nötige Kleingeld dafür. Jedoch versüßen die optischen Umbauten nicht nur das Zockerherz: Umso mehr man am Wagen verändert, um so tiefer sinkt das sogenannte Heat-Level. Dieses gibt an, wie sehr die Polizei auf der Suche nach dem Wagen ist, und kann in höheren Stufen verheerend enden.
Was ein Geschwindigkeitsgefühl...
Ist man erst mal auf der Piste, will man so schnell gar nicht runter. Auch mit den, zu Beginn, noch (im Gegensatz zu den späteren Boliden) langsamen Autos spürt man regelrecht den Gegenwind, der aus dem Monitor kommt. Wegen des schönen Verwischungs-Effekt in der Umgebung will man Gaspedal am liebsten vergessen. Begeisternd: Jedes Auto fährt sich anders, an eine neue Karre muss man sich gewöhnen, bevor man direkt mit den nächsten Rennen durchstarten kann. Die Steuerung an sich ist sehr gut gelungen, denn schon mit Tastatur lässt es sich wunderbar steuern, die Tasten kann man sich selbst konfigurieren.
Als Highlight würde ich die beiden (schon aus den Vorgängern bekannten) Spezial-Tasten erwähnen. So startet man per Knopfdruck den Nitro, der einem für einen kurzen Zeitraum eine Turbo-Beschleunigung liefert. Oder der sogenannte Speedbreaker, eine Zeitlupenfunktion mit deren Hilfe man die Zeit, wie der Name schon sagt, für eine kurze Zeit verlangsam kann. Besonders hilfreich ist diese Funktion, wenn die Polizei so gemein ist und Straßensperren aufbaut. Mit dem Speedbreaker kann man in Ruhe anvisieren, die Schwachstelle in der Sperre ausfindig machen und durchbrettern.
Dreh ich mich nur im Kreis?
Auch in Sachen Rennen ist dem Spieler Abwechslung geboten. So gibt es nicht nur einfache Runden-Rennen, also im Kreisfahren und als erster ankommen, sondern sechs verschiedene Renntypen. Das wären die eben angesprochenen Rundkurse (Circuit), Rundkurse in denen der jeweils letzte der Runde ausscheidet (Lap Knockout), Sprint-Rennen (am schnellsten von A nach B kommen), Drag-Rennen, Radarfallenrennen (man muss mit einer höchstmöglichen Geschwindigkeit geblitzt werden) und Toolbooth-Sprints (Zeit läuft gegen den Fahrer). Das macht auch auf Dauer noch Spaß, besonders weil man für den ersten Platz immer ordentlich Kohle einfährt. Wenn man gegen einen Blacklist-Gegner fährt, sind das meist zwei Rennen dessen Wahl, jedoch meist Sprint- und Circuit-Rennen. Wenn man einen Blacklist-Gegner besiegt, bekommt man mit etwas Glück nicht nur Geld, sondern auch dessen Boliden.
Tatüü tataa...
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Spieles sind die Verfolgungsrennen, die man sich mit der Polizei liefern muss. Zu Beginn des Spiels sind diese noch leicht zu meistern, da man es nur mit wenigen, langsamen Streifenwagen zu tun bekommt. Im Laufe des Spiel steigt jedoch das eigene Heat-Level. Je höher dieses ist, desto schärfer ist die Polizei hinter einem her und versucht den Spieler dingfest zu machen. Die Polizisten fahren später schnelle Sportwagen oder versuchen mithilfe von schweren Boliden, den Fahrer von der Strecke zu schmeißen, um ihn dann festzuhalten. Zu guter Letzt kommt sogar noch der ein oder andere Hubschrauber hinzu, vor dem man sich nur in Tunneln verstecken kann. Um gegen einen Blacklist-Gegner fahren zu können, braucht man eine bestimmte Anzahl an Bounty. Bounty sind Punkte, die man für das Rammen oder gar Zerstörung von Polizeifahrzeugen oder das Durchbrechen von Straßensperren bekommt. Doch schon nach knapp sechs geschlagenen Blacklist-Gegnern wird das Bounty-Level zu einer Last, die einem den Spielspaß ein wenig versauen kann. Im Gegensatz zu den Rennen, die eigentlich immer leicht zu meistern sind, sind die Verfolgungsjagden auf Dauer unheimlich schwer. Und wenn zehn Boliden hinter einem her sind, ist das Entkommen auch nicht wirklich leicht. Letzteres fällt jedoch ein wenig leichter, wenn man durch sogenannte Pursuit-Breakers fährt. Das sind zum Großteil Tankstellen, wo man durch einen bestimmten Punkt durchfahren muss und diese damit zerstört. Wenn alles gut läuft, dann begräbt das Gebäude ein paar Ordnungswächter unter sich. Dennoch ist dieses Feature besonders gegen Ende des Spiels unheimlich nervtötend.
„Wir sind die coolsten, denn wir cruisen...“ haha
Wenn man mal keine Lust auf ein Rennen hat, kann man auch einfach so durch die Gegend fahren. Die Stadt, in der das Spiel spielt, ist in drei Bezirke unterteilt, von denen zwei erst im späteren Spielverlauf freigeschaltet werden. Diese Bezirke unterscheiden sich in Punkto Aussehen und Schwierigkeit. Gibt es in „Rosewood“ hauptsächlich breite, lange Straßen, sind diese in „Coastal“ relativ eng und sehr kurvenreich. „Downtown“ hingegen glänzt durch die vielen Hochhäuser und ein gut ausgebautes Straßennetz.
Über die Taste „M“ ruft man eine Spielkarte auf, die einem einen Überblick über die Gegend verschafft. Zu erkennen sind auf der Karte Unterschlüpfe, in denen man sein Spiel speichern und seine Autos wechseln kann, Tuning-Shops, Autohäuser und noch nicht abgeschlossene Rennen. Letztere kann man jedoch auch über den Unterschlupf erreichen, sodass man nicht für jedes Rennen durch die ganze Stadt fahren muss.
Auf Wunsch kann man während der freien Fahrt das GPS anschalten, das einen per Pfeil punktgenau zum Ziel weist.
Technisch einwandfrei
Optisch ist am Spiel überhaupt nichts auszusetzen, im Gegenteil. Die Landschaften und Städte sind liebevoll gestaltet, die Autos sehen (nicht nur, aber auch wegen des Glanz-Effekts) klasse aus und Wetter-Animationen, wie Tag- und Nachtwechsel, sowie Regen und Sonnenschein, versüßen das Gesamtbild. Der oben bereits angesprochene Verwischungs-Effekt sorgt für das Richtige Feeling beim Rasen.
Gönnt man seinem Fahrzeug im Rennen häufig eine Begegnung mit anderen Autos oder Leitplanken, sieht es später auch dementsprechend aus. So gegen Scheiben kaputt und der Lack muss ein paar Kratzer hinnehmen. Auf das Fahrgefühl wirkt sich das Ganze jedoch nicht aus, und nach einem Rennen ist das Auto wie von Geisterhand wieder in Ordnung.
Der Sound ist im Gesamten auch überzeugend. Die wuchtigen Motoren-Geräusche machen jeden Mann schwach, der gelungene Soundtrack bietet eine ausgewogene Mischung aus Rock, Alternativ und HipHop (u.a. mit Styles of Beyond, Static-X, Disturbed etc..), jedoch schalte ich beim Spielen immer mein WinAmp an. Denn zu meinen Rennen gehört Rammstein einfach noch mit dazu. Das muss richtig nach vorne gehen...
Für Freunde...
EA liefert in Most Wanted noch einen Mehrspielermodus für bis zu vier Mitspielern mit. Mit denen kann man dann über Internet oder LAN Curcuit-, Sprint- oder Drag-Rennen fahren, die Polizei gibt es in dem Modus leider nicht. Meiner Erfahrungen nach machen die Mehrspielerrennen um einiges mehr Spaß als die Rennen gegen die Computergegner. Bei letzteren sieht man diesen verärgerten Gesichtsausdruck ja nicht, wenn man sie mal wieder um Längen geschlagen hat.
Woher bekomm ich das? Für welchen Preis? Von wem ist das Spiel?
Mittlerweile gibt es Most Wanted für knapp 25€ in jedem Geschäft zu kaufen, das auch Computerspiele anbietet. Vertrieben wird das Spiel von Electronic Arts.
www.electronicarts.de
Brauch ich einen neuen Rechner für das Spiel?
Systemanforderungen laut Verpackung:
Betriebssystem: Windows XP or 2000
CPU: 1.4 GHz oder besser
RAM: 256 MB oder mehr
Laufwerk: 8x oder schnelleres CD/DVD Laufwerk
Festplatte: 3 GB oder mehr freienSpeicherplatz
Grafikkarte: DirectX 9.0c kompatibel
Soundkarte: DirectX 9.0c kompatibel
Steuerung: Tastatur, Maus, oder USB Lenkrad/Gamepad
Grafikkarte mit 32 oder mehr Speicher und einer dieser Chipsätze wird benötigt: ATI Radeon 7500 oder besser; ATI Radeon Xpress 200; NVIDIA GeForce2 MX/GTS oder besser; Intel 950/i915g; S3 GammaChrome S18 Pro
Multiplayer benötigt jeweils die Original CDs pro PC und eine eine Breitbandverbindung (Kabel, DSL oder schneller).
Internet oder LAN (2-4 players)
Ich selber kann das Spiel mit einem Athlon 64 3000+, 512 MB Ram und einer ATI x800 GTO fast ohne Einschränkungen zocken.
Fazit
Alles in allem bin ich hellauf begeistert von NFS: Most Wanted. Die Story, die durch das Spiel führt, ist genial. Die Grafik ist spitze. Die Autos und die Einstellungsmöglichkeit sind einsame klasse. Lediglich die Verfolgungsjagden nerven auf Dauer, doch das konnte mich dennoch nicht davon abhalten, dass Spiel durchzuzocken. Ich vergebe eine volle Empfehlung und vier Sterne.
Man liest sich,
Jonas.
41 Bewertungen, 10 Kommentare
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12.11.2006, 11:47 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg und schönen Sonntag panico:-)
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29.10.2006, 13:17 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß :-)) Marianne
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29.10.2006, 02:15 Uhr von pointofview
Bewertung: sehr hilfreich(Noch) nicht mein Genre - aber es interessiert mich schon ... ;) LG von POV
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28.10.2006, 23:36 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreich*sehr hilfreich*... Ich wünsche noch einen schönes Rest-Wochenende! Liebe Grüße Bine
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28.10.2006, 21:23 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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28.10.2006, 19:24 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! Liebe Grüsse Lisa :-)
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28.10.2006, 18:41 Uhr von dadolger
Bewertung: sehr hilfreichSH LG Mark
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28.10.2006, 18:34 Uhr von atrachte
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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28.10.2006, 17:50 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichGruss vom Etna - bernie
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28.10.2006, 17:47 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße :o)
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