Nescafé Xpress white Testbericht
Erfahrungsbericht von AlterPlunder
Mach dieses Zeug süchtig?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich komme nicht auf dem Zahnfleisch daher, sondern auf Knien! Was tu\' ich dagegen? Nesacfé X-press white trinken und flehen, dass dieser Bericht gelesen wird (was mich ja finanziell bevorteilen würde).
So lange ist es gar nicht her, dass die Energy Drink Welle über Deutschland hereinbrach. Ich weiss noch jene Zeiten, als Red Bull nur in Österreich erhältlich war und wir diesen quasi schmuggeln mussten. Eine zu grosse Anzahl von Büchsen wurde nämlich von den gestrengen Zöllnern nicht toleriert. Was allerdings beim österreichischen Red Bull ausser Frage stand, war bei der Deutschen Gummibärchensaftversion die grösste aller Fragen: Wirkt das Zeug?
\"Für Zeiten erhöhter körperlicher und geistiger Anstrengung\" sind Energy Drinks konzipiert. Und für jene Zeiten soff man in Deutschen Büros schon seit Jahren Kaffee. Nescafé - gar nicht blöd - liessen das \"kalter Kaffee aus Dosen\"-Konzept aus Japan einfliegen und verdienen sich mittlerweile eine goldene Nase dran. Denn was manch altmodischer Pragmatiker noch als Beschimpfung sehen würde (\"Das ist doch kalter Kaffee!\") wurde so gebraut und gestreckt, dass kalter Kaffee aus der Dose tatsächlich schmeckt und vor allem wirkt.
Nescafé X-Press white schmeckt wie starker würziger Kaffee mit viel Milch und noch mehr Zucker. Und exakt diese Zutaten sind auch drin zu finden, nebst den üblichen Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern versteht sich (die man der aufgedruckten Zutatenliste entnehmen kann).
Bis Anfang letzten Jahre wurde dieser Nescafé zum gewohnten Getränk auf den Weg zur Frühschicht. Es ist für mich nämlich gar nicht so einfach, um 6.30 Uhr anzutreten und dabei einen halbwegs motivierten Eindruck zu machen. Ich liess also die Gewohnheit einreissen, auf halber Strecke an der Tanke mir einen Nescafé White X-Press zu besorgen und diesen dann gemütlich auf den weiteren Weg zur Arbeit zu schlürfen. Dass ich kurz darauf frohgelaunt hinter meinem Rechner sass hat definitiv nichts mit Einbildung zu tun. Das Koffein des Kaffees scheint mir in der Tat einen entscheidenden Kick verpasst zu haben.
Somit also mal zu den positiven Aspekten dieses Getränks. Nescafé X-Press White schmeckt und wirkt. Toll! Wären da nicht ein paar Schattenseiten...
...zuerst fiel mir freilich auf, dass der Spass auf Dauer nicht ganz billig ist. An der Tankstelle war die 0,25 Dose um die 1,80 € teuer. Und im Supermarkt war der Nescafé nur selten erhältlich. Lediglich die Supercenter wie Wal-Mart oder Marktkauf boten die Dose für 1,29 € an.
Nach einem regelmässigen Konsum über mehrere Wochen fielen mir ein paar Dinge an meinem Körper auf. Mit der Zeit war es mit einer Dose für die 8 Stunden meiner Arbeitszeit nicht getan. Ich bin kein Mediziner. Aber ich hatte den Eindruck, dass mein Körper mir nach etwa 3 bis 4 Stunden das Aufputschen mit einem doppelten Zusammenbruch heimzahlte. Fast jeden Tag sass ich so gegen 10 Uhr morgens plötzlich total apathisch vor meinem Rechner. Dann war es Zeit, sich auf dem Zahnfleisch zum Kaffeeautomaten zu schleppen. Dies tat ich ein, zweimal. In der nächsten Woche nahm ich mir immer eine Dose auf Reserve mit und schüttete sie mir pünktlich in den Rachen. Die Wirkung blieb nicht aus, ich blieb länger fit - länger als ich mir wünschte:
Mittlerweile hatte ich mir auch angewöhnt, mich sogar in der Spätschicht mit diesem Getränk zu versorgen. Ich möchte nicht sagen, dass ich süchtig war. Ziemlich nah dran aber auf jeden Fall - ich brauchte das Zeug irgendwie. Die Quittung für die abnormale Menge an Koffein, die ich täglich konsumierte, bekam ich ganz drastisch nach etwa 2 Monaten zu spüren: Ich konnte nicht mehr schlafen. Sobald ich mich hinlegte oder zur Ruhe kommen wollte spürte ich mein Herz richtig rasen. Irgendwann fiel ich schliesslich in einen von Störungen unterbrochenen Schlaf, allerdings zu einer Zeit, zu der ich eigentlich schon bald wieder ans aufstehen denken musste.
Erschwerend hinzu kam, dass ich nach dem trinken des Nescafés starke Verdauungsprobleme bekam.
Letztlich habe ich mich dazu entschlossen, den Nescafé nicht mehr regelmässig zu trinken. Nur noch vorm ausgehen. Denn in diesem Zusammenhang hat mir mein Körper bei Red Bull einen anderen Streich gespielt: Irgendwie war ich nach dem Trinken von Red Bull in der Disco relativ lustlos und mies gelaunt. Mit dem Nescafé ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall.
Zur Erfrischung beim Sport würde ich den Red Bull wiederum den Nescafé vorziehen, da der Nescafé eher Nachdurst verursacht, als den Durst auf Dauer zu löschen.
\"WIR SIND DOCH ALLE INDIVIDUEN\"! So wie mein Körper muss nicht jeder Körper auf den Nescafé reagieren. Allerdings gelte ich laut Onkel Doc als relativ gesund. Vielleicht habe ich es mit dem Nescafé einfach nur übertrieben. Aber ich frage mich schon wie nahe ich eigentlich dran war, süchtig nach dem Zeug zu werden.
Nescafé wird wie der Name schon vermuten lässt vom Lebensmittelgiganten Nestlé hergestellt. Und ich glaube an die allseits bekannte Theorie, dass die ihre Lebensmittel mit leichten Suchtstoffen versetzen! Davon abgesehen sind mir solche weltumfassenden Trusts sowieso noch nie geheuer gewesen. Darum sehen die auch nur noch sehr sehr selten mein Geld für den Nescafé X-Press White...
Dieser Bericht wurde auch bei Ciao.com von LastHardMan veröffentlicht, welcher ich selbst bin!!
So lange ist es gar nicht her, dass die Energy Drink Welle über Deutschland hereinbrach. Ich weiss noch jene Zeiten, als Red Bull nur in Österreich erhältlich war und wir diesen quasi schmuggeln mussten. Eine zu grosse Anzahl von Büchsen wurde nämlich von den gestrengen Zöllnern nicht toleriert. Was allerdings beim österreichischen Red Bull ausser Frage stand, war bei der Deutschen Gummibärchensaftversion die grösste aller Fragen: Wirkt das Zeug?
\"Für Zeiten erhöhter körperlicher und geistiger Anstrengung\" sind Energy Drinks konzipiert. Und für jene Zeiten soff man in Deutschen Büros schon seit Jahren Kaffee. Nescafé - gar nicht blöd - liessen das \"kalter Kaffee aus Dosen\"-Konzept aus Japan einfliegen und verdienen sich mittlerweile eine goldene Nase dran. Denn was manch altmodischer Pragmatiker noch als Beschimpfung sehen würde (\"Das ist doch kalter Kaffee!\") wurde so gebraut und gestreckt, dass kalter Kaffee aus der Dose tatsächlich schmeckt und vor allem wirkt.
Nescafé X-Press white schmeckt wie starker würziger Kaffee mit viel Milch und noch mehr Zucker. Und exakt diese Zutaten sind auch drin zu finden, nebst den üblichen Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern versteht sich (die man der aufgedruckten Zutatenliste entnehmen kann).
Bis Anfang letzten Jahre wurde dieser Nescafé zum gewohnten Getränk auf den Weg zur Frühschicht. Es ist für mich nämlich gar nicht so einfach, um 6.30 Uhr anzutreten und dabei einen halbwegs motivierten Eindruck zu machen. Ich liess also die Gewohnheit einreissen, auf halber Strecke an der Tanke mir einen Nescafé White X-Press zu besorgen und diesen dann gemütlich auf den weiteren Weg zur Arbeit zu schlürfen. Dass ich kurz darauf frohgelaunt hinter meinem Rechner sass hat definitiv nichts mit Einbildung zu tun. Das Koffein des Kaffees scheint mir in der Tat einen entscheidenden Kick verpasst zu haben.
Somit also mal zu den positiven Aspekten dieses Getränks. Nescafé X-Press White schmeckt und wirkt. Toll! Wären da nicht ein paar Schattenseiten...
...zuerst fiel mir freilich auf, dass der Spass auf Dauer nicht ganz billig ist. An der Tankstelle war die 0,25 Dose um die 1,80 € teuer. Und im Supermarkt war der Nescafé nur selten erhältlich. Lediglich die Supercenter wie Wal-Mart oder Marktkauf boten die Dose für 1,29 € an.
Nach einem regelmässigen Konsum über mehrere Wochen fielen mir ein paar Dinge an meinem Körper auf. Mit der Zeit war es mit einer Dose für die 8 Stunden meiner Arbeitszeit nicht getan. Ich bin kein Mediziner. Aber ich hatte den Eindruck, dass mein Körper mir nach etwa 3 bis 4 Stunden das Aufputschen mit einem doppelten Zusammenbruch heimzahlte. Fast jeden Tag sass ich so gegen 10 Uhr morgens plötzlich total apathisch vor meinem Rechner. Dann war es Zeit, sich auf dem Zahnfleisch zum Kaffeeautomaten zu schleppen. Dies tat ich ein, zweimal. In der nächsten Woche nahm ich mir immer eine Dose auf Reserve mit und schüttete sie mir pünktlich in den Rachen. Die Wirkung blieb nicht aus, ich blieb länger fit - länger als ich mir wünschte:
Mittlerweile hatte ich mir auch angewöhnt, mich sogar in der Spätschicht mit diesem Getränk zu versorgen. Ich möchte nicht sagen, dass ich süchtig war. Ziemlich nah dran aber auf jeden Fall - ich brauchte das Zeug irgendwie. Die Quittung für die abnormale Menge an Koffein, die ich täglich konsumierte, bekam ich ganz drastisch nach etwa 2 Monaten zu spüren: Ich konnte nicht mehr schlafen. Sobald ich mich hinlegte oder zur Ruhe kommen wollte spürte ich mein Herz richtig rasen. Irgendwann fiel ich schliesslich in einen von Störungen unterbrochenen Schlaf, allerdings zu einer Zeit, zu der ich eigentlich schon bald wieder ans aufstehen denken musste.
Erschwerend hinzu kam, dass ich nach dem trinken des Nescafés starke Verdauungsprobleme bekam.
Letztlich habe ich mich dazu entschlossen, den Nescafé nicht mehr regelmässig zu trinken. Nur noch vorm ausgehen. Denn in diesem Zusammenhang hat mir mein Körper bei Red Bull einen anderen Streich gespielt: Irgendwie war ich nach dem Trinken von Red Bull in der Disco relativ lustlos und mies gelaunt. Mit dem Nescafé ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall.
Zur Erfrischung beim Sport würde ich den Red Bull wiederum den Nescafé vorziehen, da der Nescafé eher Nachdurst verursacht, als den Durst auf Dauer zu löschen.
\"WIR SIND DOCH ALLE INDIVIDUEN\"! So wie mein Körper muss nicht jeder Körper auf den Nescafé reagieren. Allerdings gelte ich laut Onkel Doc als relativ gesund. Vielleicht habe ich es mit dem Nescafé einfach nur übertrieben. Aber ich frage mich schon wie nahe ich eigentlich dran war, süchtig nach dem Zeug zu werden.
Nescafé wird wie der Name schon vermuten lässt vom Lebensmittelgiganten Nestlé hergestellt. Und ich glaube an die allseits bekannte Theorie, dass die ihre Lebensmittel mit leichten Suchtstoffen versetzen! Davon abgesehen sind mir solche weltumfassenden Trusts sowieso noch nie geheuer gewesen. Darum sehen die auch nur noch sehr sehr selten mein Geld für den Nescafé X-Press White...
Dieser Bericht wurde auch bei Ciao.com von LastHardMan veröffentlicht, welcher ich selbst bin!!
19 Bewertungen, 1 Kommentar
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21.03.2009, 12:15 Uhr von LiFo
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! Liebe Grüße, Lifo
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