Nestlé Smarties Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
- Geruch:
- Suchtfaktor:
- Anhalten der Frische nach Öffnen:
Erfahrungsbericht von schnappzicke
Ooooh, mach misch glücklisch Cherie !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Make me happy !
Heute werde ich es tun, ich werde mich outen.
Meine Schokoladen- und Marzipansucht ist Euch ja zwischenzeitlich hinreichend bekannt. Ich habe schließlich genug Kommentarspalten zu diesbezüglichen Meinungen vollgesabbert und nach eben diesen Produkten gebettelt. Was Ihr jedoch noch nicht wisst, ist folgendes:
Ich bin eine zwanghafte Smarties-Konsumentin.
Weit massiver als im Bezug auf Marzipan und Schoki ! Im Moment arbeite ich intensiv an der Gründung einer bundesweiten Selbsthilfegruppe mit dem Arbeitstitel ´Clever mit Smarties´.
Der Hersteller beschreibt diese kleinen Wunderdinger profan als „Leckere Schokolinsen mit knackigem Zuckerüberzug in acht verschiedenen lebendigen Farben“. Leuuuuute, wer hat denn den Werbetexter eingestellt ? Und wieso arbeitet der noch da ? Der muss mit dem Chef verwandt sein, anders kann ich mir das nicht erklären.
Kann man so den Sinn, Zweck und Unterhaltungswert von SMARTIES beschreiben ? Wohl kaum ! Smarties sind mehr als das...Smarties sind....ach, lest dieses Pamphlet und urteilt selbst.
`Der Einstieg in die Sucht ´ ODER ´Die Tante ist schuld !´
===================================
Die Sucht erfasste mich, Augenzeugenberichten zufolge, im hilflosen Alter von drei Jahren. Meine nichtsahnende Patentante zauberte bei einem Besuch der Schnappi-Familie die allen bekannte große Smarties-Papprolle aus den Tiefen Ihrer Handtasche hervor und überreichte sie dem damals schon gierig sabbernden Schnappi-Kleinkind. Gottseidank, konnte mein Schwesterherz die Barrikaden ihres Streichelzoo´s ...äääh Laufstalles noch nicht überwinden. Diese wunderbare Papprolle gehörte also ganz allein mir.
Meine kleinen Händchen konnte das runde bunte Ding kaum umfassen. Kein Wunder war und ist sie doch 3,8 cm im Durchmesser, stolze 23 cm lang und 150 Gramm schwer (bereits jetzt bitte ich den geneigten Leser von diesbezüglichen ferkeligen Kommentaren Abstand zu nehmen ;-). Am schönsten fand ich aber ohne Fragen das Rappeln und Klappern der Rolle, als ich damit glucksend und kichernd durch die Wohnung fitschte.
Eben dieses Rappeln nötigte meinen Vater zu einem leicht genervten ´mach mal jemand dem Kind die Packung auf, vielleicht wird es ruhiger wenn es was zu beißen hat´. Gesagt getan. Meine Mutti löste den über dem flachen Kunststoffdeckel angebrachten Tesastreifen (Kindersicherung ?) und drückte mir die Dose wieder in die Hand. Prima Idee !
Noch einmal kräftig geschüttelt, der Deckel poppte nur so aus der zusammengedrückten, recht flexiblen Papprolle und ein bunter Regen ergoß sich über die völlig faszinierte Birgit. Wow ! So viele kleine Bonbons in so vielen Farben ! Und so superkräftige, knallige und tolle Farben noch dazu. Ich war schon in ihrem Banne, ohne auch nur eins der kleinen Dinger probiert zu haben.
Doch genug der Vorgeschichte, jetzt kommen die Fakten, Fakten, Fakten.
Hier beziehe ich mich im wesentlich auf die oben angesprochenen sogenannten ´Smarties Classics´ in der großen 150 g Rolle.
PRODUKTVARIATIONEN
===============
Es gibt Smarties als kleine 40 g-Rolle (die handvoll zwischendurch) oder im Multipack mit drei 40 g-Rollen (drei handvoll zwischendurch). Auch wurden 1998 die Smarties Minis´ auf den Markt gebracht, die ungefähr ein Drittel des Volumens des guten alten Smartiesdrops haben und in 175 g oder 250 g-Beuteln angeboten werden. Im 250 g-Beutel sind Mini-Schächtelchen verpackt in denen dann die Mini-Smarties verpackt sind. Mir persönlich ist das ein bisschen zu viel Verpackung und ein bisschen zuwenig Smarties. Ich möchte den Deckel aufpoppen und die Smarties vernaschen und nicht erst einen Berg Verpackungsmüll produzieren um an die kleinen Wunderwerke heranzukommen. Seit vergangenen Jahr gibt es dann auch die Smarties-Riesenlinse aus Plastik mit den Drops drin (ich nenne sie immer Ufo). Die passen zwar besser in die Jackentasche als die große Rolle, die knallt mir aber bei der ´Entnahme´immer komplett auseinander und die guten Stücke kullern auf dem Boden rum. Auch doof !
Wie gesagt, ich möchte Euch die guten, alten, großen klassischen Smarties in der guten, alten, großen, klassischen umweltfreundlicheren 150 g-Rolle näher bringen. Meine heutige habe ich zum absolut passablen Preis von € 0,90 bei Otto Mess erstanden. Die Preise schwanken ansonsten, je nach Geschäft zwischen € 0,75 und €1,50
GESCHICHTE
=========
Smarties wurden bereits 1937 in Großbritannien eingeführt (eingeführt ? hihi). Erst 1962, also sieben Jahre bevor ich das Licht der Welt erblickte, kamen sie über den Kanal nach Deutschland (und Belgien, Holland, Frankreich und Italien). Inzwischen werden Smarties in über 100 Ländern verkauft.
Seit 1965 werden Smarties in Hamburg-Wandsbek im Chocoladenwerk Hamburg der Nestlé Deutschland AG hergestellt. Falls mal jemand von Euch dort Am Neumarkt 20 vorbeikommt, bringt mir doch bitte welche mit. Wenn Ihr vorher dort in der Zentrale unter 040 – 65 66 70 anruft, legt Euch einer der dort Beschäftigten 850 Mitarbeiter sicher ein oder zwei Säcke für mich raus. Sagt einfach, es wäre ein echter Notfall.
VISUELLE BETRACHTUNG (mit die Augen, also gucken)
================
Tja, außen rum ist die oben schon beschriebenen Rolle mit dem großen braunen, weiß umwölkten Schriftzug SMARTIES. Darunter die Zutaten in 9 verschiedenen Sprachen und in Winzschrift die Zutaten (dazu später mehr).
Und natürlich ganz viele bunte Schokolinsen, die sich um den Schriftzug scharen.
Auch sind für alle acht Länder (D, A, CH, F, B, NL, I, E, S, DK, N) Telefonnummern des Nestlé Info-Service aufgedruckt. Auf Anfrage gebe ich diese gerne bekannt ;-).
Die Rolle selbst ist vielseitig verwendbar. Mit Füllung als Rassel, rhythmisches Instrument, Nervtöter oder Schlagstock (unbedingt das Tesafilm auf dem Deckel lassen, sonst geht der Schuß nach hinten los !). Ohne Inhalt, und wenn man den Boden rausdrückt und den Deckel abnimmt, ist sie hervorragend geeignet um dem Nebenmann geräuschvoll ins Ohr zu tröten.
In der Rolle befinden sich in lockerer Anordnung die kleinen Objekte meiner Begierde. Hervorstechendstes Merkmal sind die unglaublich poppigen Farben der Schokolinsen.
Acht verschiedene sind es im ganzen. Aber das weiß ich erst jetzt, damals konnte ich ja noch nicht zählen. Das ich heute zählen kann, möchte ich nun unter Beweis stellen. In meiner, extra für diese Meinung erworbenen Testrolle befanden sich 156 Smarties in folgender farblichen Mischung:
- 32 Stück in Orangenorange
- je 20 Stück in anstaltsrasengrün und goenichsblau
- 19 Stück in mond(laub)gelb
- 18 Stück in backe-backe-kuchen-braun
- 17 Stück in schamesrot
- je 15 Stück in strapspink und letzter-Versuch-lila.
Macht nach Turnvater Jahn *rechnerechnerechne*..genau 156 Stück. Bis jetzt hab ich noch KEINS gegessen. Ich bin so tapfer. Aber gleich. Die einzelnen Drops (diese Bezeichnung finde ich persönlich ansprechender als Linsen) sind ca. 1,2 cm im Radius und flach, aber leicht gewölbt. Der Versuch die Linsen zu stapeln scheiterte kläglich an eben dieser Wölbung. Alle die runtergefallen sind, hab ich jetzt zur Strafe erst mal gegessen.
ZUSAMMENSETZUNG (lt. Hersteller)
=============
Zucker, Kakaomasse, Weizenmehl, Kakaobutter, Magermilchpulver, Butterreinfett, Milchzucker, Molkeerzeugnisse, modifizierte Stärke, Emulgator, Sojalecithine, Farbstoffe, Salz, Überzugsmittel aus Carnauba- und Bienenwachs, Aroma.
Für Allergiker hier die Farbstoffe im einzelnen: E 100 (gelb, Kurkumin), E101 (auch gelb, Lactoflavin/Riboflavin), E 120 (rot, Cochenille), E 132 (blau, Indigotin), E 160 e (Lycobin, Beta-Apo-8-Carotinal, wahrscheinlich für orange) und E 171 (weiß, Titanoxid).
Also, die ganzen Farbstoffe in den Drops machen mich nicht wirklich glücklich, sind aber lt. meinen Recherchen im Internet, für Nichtallergiker in der dort verwendeten Menge in keinster Weise gefährlich.
Um zu testen, ob dem wirklich so ist, hab ich natürlich schnell ein paar gegessen. Noch geht’s mir gut.
DAS AUFLÖSUNGSVERHALTEN UND DER GESCHMACK
=================================
Man kann die Drops, wie alle Bonbons oder Pralinen, lutschen oder zerbeißen. Bei jeder einzelnen nehme ich mir vor, sie genüsslich zu lutschen. Aber dann zerbeiß ich sie doch...
Aber jetzt, nur für Euch, werde ich mich in Disziplin üben. Also, Mund auf, eine einzige Linse rein und...hmm, sie ist ganz klein und sehr glatt und der Überzug schmeckt intensiv nach.....fast nix. Also, doch zerbeißen *gg*. Die Zuckerschicht gibt ganz leicht nach und knackt schön. Schon bin ich auf den Kern gestoßen. Der ist, natürlich, aus Vollmilchschokolade und nicht zu süß und nicht zu herb, genau richtig. Das ist für das, was die Smarties ausmacht. Dieses Gefühl und der Geschmack wenn man die ´Schale´ knackt. Außerhalb dieser Testreihe bleibt es natürlich nicht bei einem Smartie. Ich bevorzuge so drei bis vier auf einmal.
Zu weiteren Testzwecken halte ich fünf Smarties ca. 30 Sekunden in der geschlossenen Hand. Und ? Sie färben nicht ab und lösen sich nicht auf. Das ist doch auch was. Schnell in den Mund damit, bevor sie sich es anders überlegen, hihi.
Allerdings sollte man sie im Sommer nicht im Auto liegen lassen. Bei zu großer Hitzeeinwirkung fangen auch Smarties an zu matschen und bilden große bunte Klumpen, die dann nur sehr schwer aus ihrem natürlichen Lebensraum, der Papprolle, zu locken sind.
ANWENDUNGSGEBIETE
===============
Unlust, Motivationsschwäche, Antriebslosigkeit, schlechte Laune, Liebeskummer....
Nee, im Ernst. Mir machen Smarties einfach gute Laune. Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht morgens eine Schüssel Smarties auf dem Tisch stehen habe. Alleine die poppigen Farben muntern mich auf. Naja, lange stehen sie nicht da...erst einen roten, dann einen gelben, dann noch einen roten, nun einen blauen (für dich mein König !!!), und einen grünen (in Gedenken an den Anstaltsrasen), als nächstes einen braunen (jetzt bitte keine Assoziationen). Zwischendurch ein paar lästige Kollegen von der Schüssel vertreiben oder den Chef damit bestechen. Wirklich vielseitig verwendbar die kleinen Wunderpillen.
Smarties sind auch der Renner wenn es um das Dekorieren und Verzieren von Kuchen, Torten, Keksen, Puddings (Puddingen ? Wie zum Geier ist die Mehrzahl von Pudding ?) oder Lebkuchenhäusern geht. Meine Mutter buk uns zu unseren Geburtstagen immer einen flachen Schokoblechkuchen auf den sie dann mit Smarties wunderschöne Bilder zauberte (Indianerköpfe, Bilder aus dem Märchenbuch und ähnliches). Die Smarties aber bitte NICHT mitbacken, sondern erst hinterher auflegen. Der Backofen macht aus den wunderbar glänzend glatten Drops nämlich kleine, krusselige, bunte Klümpchen. Die schmecken zwar immer noch gut, sehen aber nicht sonderlich appetitlich aus.
Auch ohne Kuchen drunter habe ich mit Smarties natürlich Muster, Bilder oder Buchstaben gelegt. Ganz nebenbei, habe ich dabei noch die Farben erkennen und bezeichnen gelernt. Meine Eltern fragten dann, welcher Smartie z.B. gelb ist und wenn ich dann auf den richtigen gezeigt habe, durfte ich ihn essen. Wenn es der falsche war, habe ich so lange gezetert, bis ich ihn ebenfalls essen durfte. Ich bin halt ein Gewinnertyp *grins*.
FAZIT
====
Ich weiß, dass Smarties, wie alle Süßigkeiten, nicht unbedingt der Gesundheit, den Zähnen oder der Figur förderlich sind. Dadurch, dass die Drops jedoch so schön klein sind, hat man selbst nach Verzehr einer größeren Menge nicht das Gefühl fürchterlich vollgefuttert zu sein oder sehr viele Kalorien zu sich genommen zu haben. Ich weiß, das der Eindruck trügt, aber lasst mir bitte diesen Glauben ;-). Mich machen Smarties einfach happy, sie muntern mich auf und bringen Abwechslung in den manchmal sehr grauen Alltag. Da Schokolade glücklich macht brauche ich hier wohl nicht extra zu erwähnen *grins*.
Wegen der enthaltenen Farbstoffe gebe ich dem Produkt nur zwei Punkte. Hier sollte sich Nestlé evtl. einmal die Verwendung natürlich Farbstoffe überlegen.
So meine Versuchsrolle ist nun auch zur Gänze entleert und harrt der Entsorgung (Pappe in die blaue Tonne und Deckel in den Gelbmüll), ich bin glücklich, meine Zunge ist bunt und ich wieder ein Pfund schwerer.
Also, Ihr Lieben, wenn es Euch das nächste mal nicht so gut geht oder Euch Langeweile plagt, greift nicht zur Flasche oder in den Pillenschrank. Besorgt Euch lieber eine oder gleich mehrere Rollen Smarties, legt Figuren und Bilder, schreibt Eure Meinungen damit vor oder esst sie einfach. Glaubt mir, es hilft !!
Anmeldungen zur Smarties-Selbsthilfegruppe ab sofort in dieser Kommentarspalte.
Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Zeit !
Schnappi, im Januar 2003
Heute werde ich es tun, ich werde mich outen.
Meine Schokoladen- und Marzipansucht ist Euch ja zwischenzeitlich hinreichend bekannt. Ich habe schließlich genug Kommentarspalten zu diesbezüglichen Meinungen vollgesabbert und nach eben diesen Produkten gebettelt. Was Ihr jedoch noch nicht wisst, ist folgendes:
Ich bin eine zwanghafte Smarties-Konsumentin.
Weit massiver als im Bezug auf Marzipan und Schoki ! Im Moment arbeite ich intensiv an der Gründung einer bundesweiten Selbsthilfegruppe mit dem Arbeitstitel ´Clever mit Smarties´.
Der Hersteller beschreibt diese kleinen Wunderdinger profan als „Leckere Schokolinsen mit knackigem Zuckerüberzug in acht verschiedenen lebendigen Farben“. Leuuuuute, wer hat denn den Werbetexter eingestellt ? Und wieso arbeitet der noch da ? Der muss mit dem Chef verwandt sein, anders kann ich mir das nicht erklären.
Kann man so den Sinn, Zweck und Unterhaltungswert von SMARTIES beschreiben ? Wohl kaum ! Smarties sind mehr als das...Smarties sind....ach, lest dieses Pamphlet und urteilt selbst.
`Der Einstieg in die Sucht ´ ODER ´Die Tante ist schuld !´
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Die Sucht erfasste mich, Augenzeugenberichten zufolge, im hilflosen Alter von drei Jahren. Meine nichtsahnende Patentante zauberte bei einem Besuch der Schnappi-Familie die allen bekannte große Smarties-Papprolle aus den Tiefen Ihrer Handtasche hervor und überreichte sie dem damals schon gierig sabbernden Schnappi-Kleinkind. Gottseidank, konnte mein Schwesterherz die Barrikaden ihres Streichelzoo´s ...äääh Laufstalles noch nicht überwinden. Diese wunderbare Papprolle gehörte also ganz allein mir.
Meine kleinen Händchen konnte das runde bunte Ding kaum umfassen. Kein Wunder war und ist sie doch 3,8 cm im Durchmesser, stolze 23 cm lang und 150 Gramm schwer (bereits jetzt bitte ich den geneigten Leser von diesbezüglichen ferkeligen Kommentaren Abstand zu nehmen ;-). Am schönsten fand ich aber ohne Fragen das Rappeln und Klappern der Rolle, als ich damit glucksend und kichernd durch die Wohnung fitschte.
Eben dieses Rappeln nötigte meinen Vater zu einem leicht genervten ´mach mal jemand dem Kind die Packung auf, vielleicht wird es ruhiger wenn es was zu beißen hat´. Gesagt getan. Meine Mutti löste den über dem flachen Kunststoffdeckel angebrachten Tesastreifen (Kindersicherung ?) und drückte mir die Dose wieder in die Hand. Prima Idee !
Noch einmal kräftig geschüttelt, der Deckel poppte nur so aus der zusammengedrückten, recht flexiblen Papprolle und ein bunter Regen ergoß sich über die völlig faszinierte Birgit. Wow ! So viele kleine Bonbons in so vielen Farben ! Und so superkräftige, knallige und tolle Farben noch dazu. Ich war schon in ihrem Banne, ohne auch nur eins der kleinen Dinger probiert zu haben.
Doch genug der Vorgeschichte, jetzt kommen die Fakten, Fakten, Fakten.
Hier beziehe ich mich im wesentlich auf die oben angesprochenen sogenannten ´Smarties Classics´ in der großen 150 g Rolle.
PRODUKTVARIATIONEN
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Es gibt Smarties als kleine 40 g-Rolle (die handvoll zwischendurch) oder im Multipack mit drei 40 g-Rollen (drei handvoll zwischendurch). Auch wurden 1998 die Smarties Minis´ auf den Markt gebracht, die ungefähr ein Drittel des Volumens des guten alten Smartiesdrops haben und in 175 g oder 250 g-Beuteln angeboten werden. Im 250 g-Beutel sind Mini-Schächtelchen verpackt in denen dann die Mini-Smarties verpackt sind. Mir persönlich ist das ein bisschen zu viel Verpackung und ein bisschen zuwenig Smarties. Ich möchte den Deckel aufpoppen und die Smarties vernaschen und nicht erst einen Berg Verpackungsmüll produzieren um an die kleinen Wunderwerke heranzukommen. Seit vergangenen Jahr gibt es dann auch die Smarties-Riesenlinse aus Plastik mit den Drops drin (ich nenne sie immer Ufo). Die passen zwar besser in die Jackentasche als die große Rolle, die knallt mir aber bei der ´Entnahme´immer komplett auseinander und die guten Stücke kullern auf dem Boden rum. Auch doof !
Wie gesagt, ich möchte Euch die guten, alten, großen klassischen Smarties in der guten, alten, großen, klassischen umweltfreundlicheren 150 g-Rolle näher bringen. Meine heutige habe ich zum absolut passablen Preis von € 0,90 bei Otto Mess erstanden. Die Preise schwanken ansonsten, je nach Geschäft zwischen € 0,75 und €1,50
GESCHICHTE
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Smarties wurden bereits 1937 in Großbritannien eingeführt (eingeführt ? hihi). Erst 1962, also sieben Jahre bevor ich das Licht der Welt erblickte, kamen sie über den Kanal nach Deutschland (und Belgien, Holland, Frankreich und Italien). Inzwischen werden Smarties in über 100 Ländern verkauft.
Seit 1965 werden Smarties in Hamburg-Wandsbek im Chocoladenwerk Hamburg der Nestlé Deutschland AG hergestellt. Falls mal jemand von Euch dort Am Neumarkt 20 vorbeikommt, bringt mir doch bitte welche mit. Wenn Ihr vorher dort in der Zentrale unter 040 – 65 66 70 anruft, legt Euch einer der dort Beschäftigten 850 Mitarbeiter sicher ein oder zwei Säcke für mich raus. Sagt einfach, es wäre ein echter Notfall.
VISUELLE BETRACHTUNG (mit die Augen, also gucken)
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Tja, außen rum ist die oben schon beschriebenen Rolle mit dem großen braunen, weiß umwölkten Schriftzug SMARTIES. Darunter die Zutaten in 9 verschiedenen Sprachen und in Winzschrift die Zutaten (dazu später mehr).
Und natürlich ganz viele bunte Schokolinsen, die sich um den Schriftzug scharen.
Auch sind für alle acht Länder (D, A, CH, F, B, NL, I, E, S, DK, N) Telefonnummern des Nestlé Info-Service aufgedruckt. Auf Anfrage gebe ich diese gerne bekannt ;-).
Die Rolle selbst ist vielseitig verwendbar. Mit Füllung als Rassel, rhythmisches Instrument, Nervtöter oder Schlagstock (unbedingt das Tesafilm auf dem Deckel lassen, sonst geht der Schuß nach hinten los !). Ohne Inhalt, und wenn man den Boden rausdrückt und den Deckel abnimmt, ist sie hervorragend geeignet um dem Nebenmann geräuschvoll ins Ohr zu tröten.
In der Rolle befinden sich in lockerer Anordnung die kleinen Objekte meiner Begierde. Hervorstechendstes Merkmal sind die unglaublich poppigen Farben der Schokolinsen.
Acht verschiedene sind es im ganzen. Aber das weiß ich erst jetzt, damals konnte ich ja noch nicht zählen. Das ich heute zählen kann, möchte ich nun unter Beweis stellen. In meiner, extra für diese Meinung erworbenen Testrolle befanden sich 156 Smarties in folgender farblichen Mischung:
- 32 Stück in Orangenorange
- je 20 Stück in anstaltsrasengrün und goenichsblau
- 19 Stück in mond(laub)gelb
- 18 Stück in backe-backe-kuchen-braun
- 17 Stück in schamesrot
- je 15 Stück in strapspink und letzter-Versuch-lila.
Macht nach Turnvater Jahn *rechnerechnerechne*..genau 156 Stück. Bis jetzt hab ich noch KEINS gegessen. Ich bin so tapfer. Aber gleich. Die einzelnen Drops (diese Bezeichnung finde ich persönlich ansprechender als Linsen) sind ca. 1,2 cm im Radius und flach, aber leicht gewölbt. Der Versuch die Linsen zu stapeln scheiterte kläglich an eben dieser Wölbung. Alle die runtergefallen sind, hab ich jetzt zur Strafe erst mal gegessen.
ZUSAMMENSETZUNG (lt. Hersteller)
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Zucker, Kakaomasse, Weizenmehl, Kakaobutter, Magermilchpulver, Butterreinfett, Milchzucker, Molkeerzeugnisse, modifizierte Stärke, Emulgator, Sojalecithine, Farbstoffe, Salz, Überzugsmittel aus Carnauba- und Bienenwachs, Aroma.
Für Allergiker hier die Farbstoffe im einzelnen: E 100 (gelb, Kurkumin), E101 (auch gelb, Lactoflavin/Riboflavin), E 120 (rot, Cochenille), E 132 (blau, Indigotin), E 160 e (Lycobin, Beta-Apo-8-Carotinal, wahrscheinlich für orange) und E 171 (weiß, Titanoxid).
Also, die ganzen Farbstoffe in den Drops machen mich nicht wirklich glücklich, sind aber lt. meinen Recherchen im Internet, für Nichtallergiker in der dort verwendeten Menge in keinster Weise gefährlich.
Um zu testen, ob dem wirklich so ist, hab ich natürlich schnell ein paar gegessen. Noch geht’s mir gut.
DAS AUFLÖSUNGSVERHALTEN UND DER GESCHMACK
=================================
Man kann die Drops, wie alle Bonbons oder Pralinen, lutschen oder zerbeißen. Bei jeder einzelnen nehme ich mir vor, sie genüsslich zu lutschen. Aber dann zerbeiß ich sie doch...
Aber jetzt, nur für Euch, werde ich mich in Disziplin üben. Also, Mund auf, eine einzige Linse rein und...hmm, sie ist ganz klein und sehr glatt und der Überzug schmeckt intensiv nach.....fast nix. Also, doch zerbeißen *gg*. Die Zuckerschicht gibt ganz leicht nach und knackt schön. Schon bin ich auf den Kern gestoßen. Der ist, natürlich, aus Vollmilchschokolade und nicht zu süß und nicht zu herb, genau richtig. Das ist für das, was die Smarties ausmacht. Dieses Gefühl und der Geschmack wenn man die ´Schale´ knackt. Außerhalb dieser Testreihe bleibt es natürlich nicht bei einem Smartie. Ich bevorzuge so drei bis vier auf einmal.
Zu weiteren Testzwecken halte ich fünf Smarties ca. 30 Sekunden in der geschlossenen Hand. Und ? Sie färben nicht ab und lösen sich nicht auf. Das ist doch auch was. Schnell in den Mund damit, bevor sie sich es anders überlegen, hihi.
Allerdings sollte man sie im Sommer nicht im Auto liegen lassen. Bei zu großer Hitzeeinwirkung fangen auch Smarties an zu matschen und bilden große bunte Klumpen, die dann nur sehr schwer aus ihrem natürlichen Lebensraum, der Papprolle, zu locken sind.
ANWENDUNGSGEBIETE
===============
Unlust, Motivationsschwäche, Antriebslosigkeit, schlechte Laune, Liebeskummer....
Nee, im Ernst. Mir machen Smarties einfach gute Laune. Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht morgens eine Schüssel Smarties auf dem Tisch stehen habe. Alleine die poppigen Farben muntern mich auf. Naja, lange stehen sie nicht da...erst einen roten, dann einen gelben, dann noch einen roten, nun einen blauen (für dich mein König !!!), und einen grünen (in Gedenken an den Anstaltsrasen), als nächstes einen braunen (jetzt bitte keine Assoziationen). Zwischendurch ein paar lästige Kollegen von der Schüssel vertreiben oder den Chef damit bestechen. Wirklich vielseitig verwendbar die kleinen Wunderpillen.
Smarties sind auch der Renner wenn es um das Dekorieren und Verzieren von Kuchen, Torten, Keksen, Puddings (Puddingen ? Wie zum Geier ist die Mehrzahl von Pudding ?) oder Lebkuchenhäusern geht. Meine Mutter buk uns zu unseren Geburtstagen immer einen flachen Schokoblechkuchen auf den sie dann mit Smarties wunderschöne Bilder zauberte (Indianerköpfe, Bilder aus dem Märchenbuch und ähnliches). Die Smarties aber bitte NICHT mitbacken, sondern erst hinterher auflegen. Der Backofen macht aus den wunderbar glänzend glatten Drops nämlich kleine, krusselige, bunte Klümpchen. Die schmecken zwar immer noch gut, sehen aber nicht sonderlich appetitlich aus.
Auch ohne Kuchen drunter habe ich mit Smarties natürlich Muster, Bilder oder Buchstaben gelegt. Ganz nebenbei, habe ich dabei noch die Farben erkennen und bezeichnen gelernt. Meine Eltern fragten dann, welcher Smartie z.B. gelb ist und wenn ich dann auf den richtigen gezeigt habe, durfte ich ihn essen. Wenn es der falsche war, habe ich so lange gezetert, bis ich ihn ebenfalls essen durfte. Ich bin halt ein Gewinnertyp *grins*.
FAZIT
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Ich weiß, dass Smarties, wie alle Süßigkeiten, nicht unbedingt der Gesundheit, den Zähnen oder der Figur förderlich sind. Dadurch, dass die Drops jedoch so schön klein sind, hat man selbst nach Verzehr einer größeren Menge nicht das Gefühl fürchterlich vollgefuttert zu sein oder sehr viele Kalorien zu sich genommen zu haben. Ich weiß, das der Eindruck trügt, aber lasst mir bitte diesen Glauben ;-). Mich machen Smarties einfach happy, sie muntern mich auf und bringen Abwechslung in den manchmal sehr grauen Alltag. Da Schokolade glücklich macht brauche ich hier wohl nicht extra zu erwähnen *grins*.
Wegen der enthaltenen Farbstoffe gebe ich dem Produkt nur zwei Punkte. Hier sollte sich Nestlé evtl. einmal die Verwendung natürlich Farbstoffe überlegen.
So meine Versuchsrolle ist nun auch zur Gänze entleert und harrt der Entsorgung (Pappe in die blaue Tonne und Deckel in den Gelbmüll), ich bin glücklich, meine Zunge ist bunt und ich wieder ein Pfund schwerer.
Also, Ihr Lieben, wenn es Euch das nächste mal nicht so gut geht oder Euch Langeweile plagt, greift nicht zur Flasche oder in den Pillenschrank. Besorgt Euch lieber eine oder gleich mehrere Rollen Smarties, legt Figuren und Bilder, schreibt Eure Meinungen damit vor oder esst sie einfach. Glaubt mir, es hilft !!
Anmeldungen zur Smarties-Selbsthilfegruppe ab sofort in dieser Kommentarspalte.
Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Zeit !
Schnappi, im Januar 2003
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