Neue Nationalgalerie Testbericht
ab 23,79 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von StarlightII
-° Von außergewöhnlichen Bilder uns ewigem Warten -> das MoMA in Berlin °-
Pro:
die Bilder, der Eintrittspreis, nette Leute
Kontra:
das eeeeewige Warten
Empfehlung:
Ja
Hallöchen ihr Lieben!
Heute möchte ich mich mal wieder auf ein neues Gebiet wagen – und über das MoMA in Berlin schreiben, das dort gerade in der Zeit vom 20. Februar bis 19. September 2004 gastiert.
Da ich mit meinem Freund von Donnerstag bis Sonntag bei meiner Tante in Berlin war und zudem eine große Kunstliebhabern bin, konnte ich mit das MoMa natürlich nicht entgehen lassen.
-° Das MoMA °-
Das Museum of Modern Art aus New York gastiert nun schon seit Februar diesen Jahres in der Neuen Nationalgalerie in Berlin unweit von Sony Center entfernt. 200 der bedeutendsten Meisterwerke des Museum of Modern Art werden dort ausgestellt. Unter folgender Adresse kann das MoMA in Berlin angeschaut werden:
Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin-Tiergarten, Kulturforum-Potsdamer
Platz. Anfahrt : U-/S-Bahn Potsdamer Platz
U1 Kurfürstenstraße
U2 Mendelssohn-Bartholdy-Park
Bus 129/148/200/248/348
-° Neue Nationalgalerie °-
„Die Neue Nationalgalerie, nach Plänen von Ludwig Mies van der Rohe erbaut, wurde 1968 als erstes Museum am Kulturforum eröffnet. Es vereinigte die im Westteil der Stadt verbliebenen Bestände der Sammlung der Alten Nationalgalerie mit der Sammlung der Galerie des 20. Jahrhunderts. Nach der Wiedervereinigung erforderten die zusammengeführten Bestände der Nationalgalerie eine Neuordnung.“
Am 15. September 1968 wurde sie schließlich eröffnet. Die erste Ausstellung in der oberen Halle galt Piet Mondrian. Die Neue Nationalgalerie gleicht einem großen Glaswürfel mit schwarzem Dach, der schon von weitem gut zu sehen ist. Umgeben ist das Gebäude von einem riesigen Betonplatz und vereinzelten Bäumen. Rund um den Platz sind erhöhte Betonblöcke gebaut wurden, die sich bestens zum Liegen, Sitzen und Sonnen eignen. Schaut man bei der Hinterseite des Einganges einmal nach unten ist ein schöner, einbetonierte kleiner See zu sehen, den man von Untergeschoss des Galerie noch besser sehen kann. Bedenklich fand ich diese nur wenig erhöhten Sitzgelegenheiten schon, denn keine Absperrung verhindert das mögliche Herunterfallen, vor allem auf Seiten des kleinen Sees. Bei kleinen Kindern muss man dort wirklich auf der Hut sein. Alles in allem ist weder die Neuen Nationalgalerie noch der sie umgebene Platz als schön zu bezeichnen. Der Beton wirkt sehr hart und kühl.
-° Das MoMA, New York °-
Als einzige Station in Europa gastiert das MoMA New York sieben Monate lang in Berlin.
Der Grund, warum gerade Berlin als Gastort ausgesucht wurde, lässt sich leicht erklären:
„ im Berlin der 20er Jahre hat diese einzigartige Museumssammlung ihre geistigen Wurzeln. Dort, im ehemaligen Kronprinzenpalais Unter den Linden, in der Abteilung der neuen zeitgenössische Kunst der Nationalgalerie, entdeckte der legendäre erste Direktor des Museum of Modern Art, Alfred H. Barr Jr., die aktuelle Kunst seiner Zeit und fasste den Entschluss, in New York das beste Museum der Moderne zu gründen. Dieser zeigt die Ausstellung „Das MoMA in Berlin“, die mit den heroischen Malern der Jahrhundertwende beginnt. Cézannes Jüngling „Der Badende“ (ca. 1885) hängt neben van Goghs furioser „Sternennacht“ (1889) und Rousseaus geheimnisvollem „Traum“ (1910).“ Weite Künstler sind u.a. Pablo Picasso und Henri Matisse, Léger, Malewitsch und Mondrian mit der „Komposition Nr. 1“ von 1926. Fehlen darf da natürlich auch nicht der Surrealismus mit Dali als Vertreter, eben so wenig wie Miró und Tanguy. Viele weitere Künstler sind zu finden, nachfolgend natürlich auch die Pop-Art (Über Roy Lichtenstein habe ich meine Facharbeit geschrieben) mit einigen ihrer Vertretern wie Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Tom Wesselmann, Claes Oldenburg und Jasper Johns.
„Die Ausstellung der Sammlung des MoMA endet jedoch mit dem Werk eines deutschen Künstlers, mit Gerhard Richters Zyklus zur Roten Armee Fraktion, dem „18. Oktober 1977“ von 1988.“ Als „Großüberschrift“ werden die gezeigten Werke der Maler dem Kubismus und der Abstrakten Kunst zugeordnet, der Fantastische Kunst, dem Dada und dem Surrealismus,
den Neuen Menschenbildern, der Neuen amerikanischen Malerei, der Kunst des Realen und dem Offenen Ende. Die entsprechenden Künstler können unter www.das-moma-in-berlin.de nachgelesen werden.
-° Die Öffnungszeiten °-
Di/Mi 9-18 Uhr
Do/Fr 9-22 Uhr
Sa 10-22 Uhr
So 10-20 Uhr
Allerdings sind die Besucher schon weit früher als die Öffnungszeiten schon vor der Galerie und warten auf den Einlass. Dazu aber später mehr!
Infoline: Tel. 0180 - 522 10 34 (0,12 €/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom
-° Eintrittspreise °-
Di-Fr 10 Euro/5 Euro ermäßigt, Sa/So 12 Euro/6 Euro ermäßigt
Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres haben freien Eintritt
Ermäßigung für Schüler, Studenten, Grundwehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises sowie Besitzer einer
Jahreskarte Plus.
Zudem gibt es doch VIP-Karten. Diese Karten können vorher vorbestellt werden, sodass man nicht in der ewig langen Warteschlange anstehen muss. Eine Karte kostet dann allerdings 27 € und ist nur zu bestimmten Zeiten einsetzbar.
Die Preise finde ich vollkommen in Ordnung in Anbetracht der Tatsache, dass 200 Bilder des MoMA aus New York gezeigt werden.
-° Audio Führung °-
Zudem kann man eine Audio Tour in deutscher, englischer und französischer Sprache wählen, die vermutlich (wir haben es nicht getestet), Informationen zu bestimmten Bildern gibt. Ein Bild, zu dem man sich etwas anhören kann ist mit einer Art „Play-Knopf-Symbol“ auf der Informationskarte des jeweiligen Bildes beschriftet. Verständlicherweise ist nicht jedes Bild erklärt! Kosten: 4 Euro/3 Euro ermäßigt
-° Unsere Erlebnisse und Eindrücke des MoMAs °-
Zunächst wollten wir am Donnerstag zu dieser Ausstellung gehen. Vom Sony Center (Potsdamer Platz) gingen wir direkt die Potsdamer Str. hinunter. Schon auf den Grünstreifen n der Fahrbahnmitte waren die Schaukästen mit Bildern des MoMAs zu sehen, also gingen wir wohl in die richtige Richtung. Von weitem sahen wir dann auch schon die pinkfarbenen Kassencontainer, vor denen sich schon eine recht lange Menschenschlange gebildet hatte. Ich stellte mich also im Regen (ohne Schirm!) dort an, mein Freund wollte sich vor der Galerie schon einmal in die Schlange einreihen. Nach ca. 15 Minuten kam er allerdings zurück und meinte, dass es wohl mind. 3-4 Stunden dauern würde bis wir überhaupt reinkämen, und da es in Strömen regnete und wir keinen Schirm dabei hatten und ziemlich froren, entschieden wir uns dafür, am nächsten Morgen gleich vor der Öffnung dort zu sein. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr aus dem Haus, sodass wir ca. 10 Minuten vor 9 (die Öffnungszeit am Fr ist ab 9 Uhr!) bei der Neuen Nationalgalerie eintrafen. Aber die Schlage vor dem Kassencontainer war bereits so lang wie am Vortag. Mein Freund stellte sich an der Schlagen vor dem Eingang an. Als ich endlich bezahlen konnte, las ich am Kassencontainer, dass eine Wartezeit von 6-7 Stunden bevorstehe- ich habe es aber nicht wirklich geglaubt. Nachdem ich nun die Karten erworben hatte, machte ich mich auf die Suche nach meinen Freund. Die Menschenschlange ging bereits 2x mit großem Schlenker um die Glasgalerie herum. Das konnte ja heiter werden. Es waren bestimmt 2000 Leute, die dort ebenfalls warteten. Zu Beginn ging es recht zügig vorwärts, doch nach ca. 2 Stunden waren wir gerade einmal am Schlenker angekommen, sodass wir noch einmal das gesamte Gebäude umrunden müssten. Aber da das Wetter richtig schön war, taten wir uns auch das an. Während der Wartezeit wurden von den Veranstaltern Ikea-Sitzhocker verliehen, für einen Euro plus 10 Euro Pfand, welchen man am Eingang zurückbekommen sollte, konnte man eine Sitzgelegenheit ergattern. Zum Glück hatten wir uns ein Handtuch mitgenommen, sodass wir uns immer abwechselnd in die Sonne legen konnten. Zwischendurch wurden noch Laugenbrezeln verkauft, auch 2 Musikgruppen unterhielten die Wartenden, um die Zeit schneller rumgehen zu lassen. Getränke konnten an einem Stand des Café „Einstein“ erworben werden. Da man bei so lange Wartezeit auch mal auf die Toilette muss, wir aber beim MoMA direkt keine gefunden hatte (-) wurde damit auch die Wartezeit überbrückt, indem wir zum Sony Center zurückliefen oder in den Arkaden abwechselnd etwas aßen.
Nach geschlagenen 5 ½ Stunden waren wir nun auf der Endstrecke. Eine wirklich gute Band spielte Musik, sodass wir wieder fröhlicher wurde und schließlich nach 6 Stunden und 10 Minuten endlich die Galerie betreten konnten. Man, das war eine Wartezeit!
Zunächst sollten Mäntel, Rucksäcke, Fotoapparate etc. an der Garderobe abgegeben werden. Nur eine kleine Handtasche durfte mit reingenommen werden. Nun waren wir also in dem Glaswürfel. Mussten uns dann erst einmal umschauen, wo es genau zu der Ausstellung ging. Wir folgten dann den anderen Besuchern die Treppe hinunter und gelangten zur sehnsüchtig erwarteten Ausstellung. Nun hieß es nichts wie rein in den Eingang.
Nach und nach schauten wir uns die wundervollen Bilder der vielen unterschiedlichen Künstler an. Dabei ist die Übersichtlichkeit des Galeriegebäudes nicht ganz so gut, man verliert leicht den Überblick, in welcher Ecke man schon war. Wie schon erwähnt sind die Bilder nach den entsprechenden Epochen geordnet. Jedes Bild hat seinen Maßen nach einen gerechten Platz erhalten und wird entsprechend damit gewürdigt. Mit welchen Bilden es beginnt und in welcher Reihenfolge wir welche Bilder gesehen haben, werde ich an dieser Stelle nicht erwähnen, denn ich möchte euch nichts vorwegnehmen, falls ihr das MoMA auch besuchen solltet. Mein Freund lief relativ ziellos durch das Gebäude, da er sich nicht so für Kunst interessiert, aber ich schaute mir die meisten Bilder, die mich interessierten, sehr genau an. Am längsten schaute ich mir die Pop-Art-Bilder an, wobei ich das Bild „Die grüne Zielscheibe“ (Green Target, 1955) von Jasper Johns sehr interessant fand, da wir auch gerade einen „MoMAnizer“ erwischten (das sind Leute der Galerie, die mit pinkfarbenen T-Shirt herumlaufen und fragenden Gästen Rede und Antwort zu Bilder stehen).
Das Bild schaut zunächst wie mehrer große, grüne Kreise aus, welche nach und nach mit dem Pinseln und anderen Utensilien gemalt wurden. Doch ganz so einfach macht sich Johns dieses nicht. Der Untergrund für sein Bild ist eine vermutlich normale Zielscheibe in schwarz-weiß, die leicht erhaben aussieht. Die Technik dieses Bilder ist aber eine ganz andere: nämlich Enkaustik auf Zeitung und Stoff über Leinwand. Was ist nun Enkaustik?
„Enkaustik, Maltechnik, die die Pigmente durch reines Wachs bindet; hart oder flüssig aufgetragene Wachsfarben, die dann mit einem heißen Eisen-Spachtel bearbeitet werden. Die E. wurde in der griech. Antike hervorgebracht (4. Jh. v.Chr.); berühmt sind die Mumienporträts aus dem 1. und 4. Jh. aus Al Faijum; außerdem sind noch einige auf dem Sinai entstandene frühchristl. Ikonen erhalten. Diese Technik der E. wurde v.a. im 19. Jh. wiederbelebt.“ (www. http://www.infobitte.de/free/lex/artsLex0/e/enkaustik.htm)“
Somit liegt es im Interesse von Johns, diese Zielscheibe lange haltbar zu machen, denn er sieht sie vermutlich als etwas Vergängliches an, das er jedoch wahren möchte.
Der erste Eindruck wird also enttäuscht: das Bild wurde in sorgsamer Kleinarbeit und einem langwierigen Prozess hergestellt und nicht nur als grüne Farbkreise einfach so dahin aufgetragen.
Sehr faszinierend fand ich ebenfalls die Bilder des Surrealismus, und dabei vor allem das Bild „ Die erleuchteten Vergnügungen“ aus dem Jahre 1929 von Salvador Dali. Dieses Bild enthält unzählige Kleinigkeiten, die man entdecken kann, vor allem, das es sich um ein Bild aus Öl und Collage auf Karton handelt. Man muss schon ganz genau hinsehen um zu erkennen, welches Bildelement nun gemalt und welches aufgeklebt wurde.
Auch die Bilder Vincent van Goghs fand ich unbeschreiblich schön und sehr interessant.
Endlich fanden wir dann auch die Bilder Lichtensteins, wobei dort nur 3 (ich glaube, es waren drei, bei der Anzahl an Bildern verwechselt man schon einmal schnell etwas) ausgestellt wurden, was ich sehr schade fand. Unter anderem gab es dort „Mädchen mit Ball“ (1961) und „Ertrinkendes Mädchen“ (1963) zu sehen. Es hätte mich sehr gefreut, dort eins seiner letzen Bilder zu sehen, vor allem eine der „Nudes“, über die ich meine Facharbeit geschrieben habe oder aber eines der „Interiors“ zu sehen.
Am Schluss der Ausstellung waren schließlich noch sehr faszinierende Bilder eines mir unbekannten Künstler zu sehen, bei dem Tote abgebildet waren, wobei die Bilder wie verwackelte oder verwischte Fotografien aussahen – einfach fantastisch.
Alles in allem sind die ausgestellten Bilder sagenhafte Kunstwerke, die zum Schwärmen und Träumen, aber auch zum Nachdenken und Philosophieren anregen. Bei einigen Kunstwerken fragt man sich schon, ob es sich dabei wirklich um Kunst handelt, wenn dort einfach eine schwarze große Fläche zu sehen ist. Bei manchen dieser Bilder ist es sinnvoll, einmal seitlich auf das Bild zu schauen, meist sieht man dort, dass es unterschiedliche Farbflächen sind, die aus irgendwelchen Gründen beim geraden Betrachten eine simple schwarze Fläche erzeugen.
Auch die Größen manchen Kunstwerke, vor allem Monets Seerosenbild, lassen einen wirklich staunen, denn in so riesigen Dimensionen habe ich noch nie in Bild gesehen. Es ist schon etwas vollkommen anderes, ob man die Bilder in einem Buch oder auf einem Plakat sieht, oder ob das Original vor einem hängt...
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten :o)
Nach ca. 2 Stunden hatten wir die Ausstellung dann ganz angeschaut, wobei ich sagen muss, ich hätte auch noch 3 Stunden länger dort bleiben können um mir einiges Erklärungen zu einigen Bildern anzuhören, doch das wollte ich meinem Freund nach der langen Wartezeit dann nicht mehr antun, denn dann hätte er sich sicher gelangweilt.
Trotz des hohen Besucherandrangs war es im „Innenraum“ der Galerie nicht zu überfüllt, man konnte nach wenig Wartezeit ein Kunstwerk genau von vorne betrachten oder eben so, wie man wollte. Das empfand ich recht angenehm, denn hier noch einmal so ewig warten hätte einen dann doch den letzen Nerv geraubt. Man musste z.T. halt etwas aufpassen, dass man beim Zurücktreten niemanden über den Haufen trat, aber selbst wenn man mal einen anstieß oder jemandem aus Versehen auf den fuß trat, waren alle mehr als freundlich und verziehen einem :o)
Am Ende der Ausstellung konnte man über den Flur entweder noch zum Museumsshop gehen, um diverse Souvenirs des MoMAs, Poster einiger Bilder, Postkarten oder andere witzige Dinge wie z.B. ganz tolle bunte Frühstücksbrettchen kaufen. Allerdings sind hier die Preise relativ hoch. Auf der anderen Seite ist schließlich noch ein Café, in dem man sich nach der Ausstellung etwas ausruhen und gemütlich Kaffeetrinken kann, was wir allerdings nicht gemacht haben. Um die schönen Bilder nicht zu vergessen, kann im Museumsshop, an einem Stand mittig des Flures und draußen an den Kassencontainern ein Katalog für 29 bzw. 30€ erworben werden, der angesichts meines schon recht knappen Budgets nicht mehr gekauft werden konnte :o( Allerdings habe ich im Internet gelesen, dass man ihn auch so in der Buchhandlung erwerben kann. Ich weiß allerdings nicht, ob dem wirklich so ist.
Nun gingen wir die Treppen zur Garderobe wieder hinauf, holten unsere Sachen und verließen das Gebäude. Die Besucherschlage hatte sich mittlerweile sehr verkürzt, zu unserem Ärger, da wir extra so früh aufgestanden sind, um nicht so lange warten zu müssen.
Uns wurde schließlich gesagt, es wäre sinnvoll, um die Mittagszeit oder am Abend das MoMA zu besuchen – toll, hinterher bringt es uns das auch nicht mehr *grummel*
Naja, wie dem auch sei, nun wisst wir, dass, falls ihr dort einmal hinfahren wollt, ihr nicht früh morgens und vor allem nicht am Wochenende hingehen solltet, es sei denn, ihr habt Lust, auch 6 Stunden zu warten *gg*
-° Fazit °-
Was soll ich noch großartig sagen?! Jeder, der auch nur ein wenig Interesse an Kunst hat, sollte sich diese sagenhafte Ausstellung nicht entgehen lassen, vor allem, da sie hier in Berlin gastiert und man nach Amerika ja nun doch nicht so häufig kommt, um solche tollen Bilder im MoMA New York zu sehen. Die anfängliche Problematik mit der Orientierung legte sich schnell, da die Bilder schon säuberlich ihren Epochen zugeordnet sind und in ihrer Zusammengehörigkeit sich auch in einer zugewiesenen „Ecke“ befinden. Auch die Helligkeit der Galerie ist fast immer gerade richtig, sodass man die Bilder sehr schön betrachten kann. Die Bilder, die auf der Fensterseite zu kleinen einbetonierten „See“ hängen, kann man aufgrund der Sonnenspiegelung leider nicht so gut betrachten. Die ausgestellten Bilder haben mich wirklich fasziniert und mein Interesse an Kunst noch weiter gestärkt – außerdem kann ich nun meiner Lehrerin vorhalten, dass ich das MoMA gesehen habe *g*
Der Preis, vor allem die 5 Euro als Schüler, finde ich sehr günstig und hätte bei weitem höhere Preise erwartet. Also Leute, der Besuch lohnt sich wirklich!! Ich kann euch das MoMA in Berlin nur wärmstens empfehlen – ziehe aber aufgrund der eeeeewigen Wartezeit einen Stern ab und vergebe somit 4 wundervolle Sternchen :o)
Ich hoffe, ich konnte mit meinem Bericht euer Interesse wecken und euch ein paar nette Informationen dazu geben. Da es mein aller ersten „Museums“-Bericht ist, habt etwas Nachsicht mit mir – für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich gern zu haben!
PS: Die Zitate stammen von der Seite www.das-moma-in-berlin.de Dort könnt ihr euch noch weiter informieren!
Danke fürs Lesen, Bewerten und eventuelle Kommentare!
StarlightII am 26.o7.2oo4 für Ciao
am 26.o7.2oo4 für Yopi
Heute möchte ich mich mal wieder auf ein neues Gebiet wagen – und über das MoMA in Berlin schreiben, das dort gerade in der Zeit vom 20. Februar bis 19. September 2004 gastiert.
Da ich mit meinem Freund von Donnerstag bis Sonntag bei meiner Tante in Berlin war und zudem eine große Kunstliebhabern bin, konnte ich mit das MoMa natürlich nicht entgehen lassen.
-° Das MoMA °-
Das Museum of Modern Art aus New York gastiert nun schon seit Februar diesen Jahres in der Neuen Nationalgalerie in Berlin unweit von Sony Center entfernt. 200 der bedeutendsten Meisterwerke des Museum of Modern Art werden dort ausgestellt. Unter folgender Adresse kann das MoMA in Berlin angeschaut werden:
Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin-Tiergarten, Kulturforum-Potsdamer
Platz. Anfahrt : U-/S-Bahn Potsdamer Platz
U1 Kurfürstenstraße
U2 Mendelssohn-Bartholdy-Park
Bus 129/148/200/248/348
-° Neue Nationalgalerie °-
„Die Neue Nationalgalerie, nach Plänen von Ludwig Mies van der Rohe erbaut, wurde 1968 als erstes Museum am Kulturforum eröffnet. Es vereinigte die im Westteil der Stadt verbliebenen Bestände der Sammlung der Alten Nationalgalerie mit der Sammlung der Galerie des 20. Jahrhunderts. Nach der Wiedervereinigung erforderten die zusammengeführten Bestände der Nationalgalerie eine Neuordnung.“
Am 15. September 1968 wurde sie schließlich eröffnet. Die erste Ausstellung in der oberen Halle galt Piet Mondrian. Die Neue Nationalgalerie gleicht einem großen Glaswürfel mit schwarzem Dach, der schon von weitem gut zu sehen ist. Umgeben ist das Gebäude von einem riesigen Betonplatz und vereinzelten Bäumen. Rund um den Platz sind erhöhte Betonblöcke gebaut wurden, die sich bestens zum Liegen, Sitzen und Sonnen eignen. Schaut man bei der Hinterseite des Einganges einmal nach unten ist ein schöner, einbetonierte kleiner See zu sehen, den man von Untergeschoss des Galerie noch besser sehen kann. Bedenklich fand ich diese nur wenig erhöhten Sitzgelegenheiten schon, denn keine Absperrung verhindert das mögliche Herunterfallen, vor allem auf Seiten des kleinen Sees. Bei kleinen Kindern muss man dort wirklich auf der Hut sein. Alles in allem ist weder die Neuen Nationalgalerie noch der sie umgebene Platz als schön zu bezeichnen. Der Beton wirkt sehr hart und kühl.
-° Das MoMA, New York °-
Als einzige Station in Europa gastiert das MoMA New York sieben Monate lang in Berlin.
Der Grund, warum gerade Berlin als Gastort ausgesucht wurde, lässt sich leicht erklären:
„ im Berlin der 20er Jahre hat diese einzigartige Museumssammlung ihre geistigen Wurzeln. Dort, im ehemaligen Kronprinzenpalais Unter den Linden, in der Abteilung der neuen zeitgenössische Kunst der Nationalgalerie, entdeckte der legendäre erste Direktor des Museum of Modern Art, Alfred H. Barr Jr., die aktuelle Kunst seiner Zeit und fasste den Entschluss, in New York das beste Museum der Moderne zu gründen. Dieser zeigt die Ausstellung „Das MoMA in Berlin“, die mit den heroischen Malern der Jahrhundertwende beginnt. Cézannes Jüngling „Der Badende“ (ca. 1885) hängt neben van Goghs furioser „Sternennacht“ (1889) und Rousseaus geheimnisvollem „Traum“ (1910).“ Weite Künstler sind u.a. Pablo Picasso und Henri Matisse, Léger, Malewitsch und Mondrian mit der „Komposition Nr. 1“ von 1926. Fehlen darf da natürlich auch nicht der Surrealismus mit Dali als Vertreter, eben so wenig wie Miró und Tanguy. Viele weitere Künstler sind zu finden, nachfolgend natürlich auch die Pop-Art (Über Roy Lichtenstein habe ich meine Facharbeit geschrieben) mit einigen ihrer Vertretern wie Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Tom Wesselmann, Claes Oldenburg und Jasper Johns.
„Die Ausstellung der Sammlung des MoMA endet jedoch mit dem Werk eines deutschen Künstlers, mit Gerhard Richters Zyklus zur Roten Armee Fraktion, dem „18. Oktober 1977“ von 1988.“ Als „Großüberschrift“ werden die gezeigten Werke der Maler dem Kubismus und der Abstrakten Kunst zugeordnet, der Fantastische Kunst, dem Dada und dem Surrealismus,
den Neuen Menschenbildern, der Neuen amerikanischen Malerei, der Kunst des Realen und dem Offenen Ende. Die entsprechenden Künstler können unter www.das-moma-in-berlin.de nachgelesen werden.
-° Die Öffnungszeiten °-
Di/Mi 9-18 Uhr
Do/Fr 9-22 Uhr
Sa 10-22 Uhr
So 10-20 Uhr
Allerdings sind die Besucher schon weit früher als die Öffnungszeiten schon vor der Galerie und warten auf den Einlass. Dazu aber später mehr!
Infoline: Tel. 0180 - 522 10 34 (0,12 €/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom
-° Eintrittspreise °-
Di-Fr 10 Euro/5 Euro ermäßigt, Sa/So 12 Euro/6 Euro ermäßigt
Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres haben freien Eintritt
Ermäßigung für Schüler, Studenten, Grundwehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises sowie Besitzer einer
Jahreskarte Plus.
Zudem gibt es doch VIP-Karten. Diese Karten können vorher vorbestellt werden, sodass man nicht in der ewig langen Warteschlange anstehen muss. Eine Karte kostet dann allerdings 27 € und ist nur zu bestimmten Zeiten einsetzbar.
Die Preise finde ich vollkommen in Ordnung in Anbetracht der Tatsache, dass 200 Bilder des MoMA aus New York gezeigt werden.
-° Audio Führung °-
Zudem kann man eine Audio Tour in deutscher, englischer und französischer Sprache wählen, die vermutlich (wir haben es nicht getestet), Informationen zu bestimmten Bildern gibt. Ein Bild, zu dem man sich etwas anhören kann ist mit einer Art „Play-Knopf-Symbol“ auf der Informationskarte des jeweiligen Bildes beschriftet. Verständlicherweise ist nicht jedes Bild erklärt! Kosten: 4 Euro/3 Euro ermäßigt
-° Unsere Erlebnisse und Eindrücke des MoMAs °-
Zunächst wollten wir am Donnerstag zu dieser Ausstellung gehen. Vom Sony Center (Potsdamer Platz) gingen wir direkt die Potsdamer Str. hinunter. Schon auf den Grünstreifen n der Fahrbahnmitte waren die Schaukästen mit Bildern des MoMAs zu sehen, also gingen wir wohl in die richtige Richtung. Von weitem sahen wir dann auch schon die pinkfarbenen Kassencontainer, vor denen sich schon eine recht lange Menschenschlange gebildet hatte. Ich stellte mich also im Regen (ohne Schirm!) dort an, mein Freund wollte sich vor der Galerie schon einmal in die Schlange einreihen. Nach ca. 15 Minuten kam er allerdings zurück und meinte, dass es wohl mind. 3-4 Stunden dauern würde bis wir überhaupt reinkämen, und da es in Strömen regnete und wir keinen Schirm dabei hatten und ziemlich froren, entschieden wir uns dafür, am nächsten Morgen gleich vor der Öffnung dort zu sein. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr aus dem Haus, sodass wir ca. 10 Minuten vor 9 (die Öffnungszeit am Fr ist ab 9 Uhr!) bei der Neuen Nationalgalerie eintrafen. Aber die Schlage vor dem Kassencontainer war bereits so lang wie am Vortag. Mein Freund stellte sich an der Schlagen vor dem Eingang an. Als ich endlich bezahlen konnte, las ich am Kassencontainer, dass eine Wartezeit von 6-7 Stunden bevorstehe- ich habe es aber nicht wirklich geglaubt. Nachdem ich nun die Karten erworben hatte, machte ich mich auf die Suche nach meinen Freund. Die Menschenschlange ging bereits 2x mit großem Schlenker um die Glasgalerie herum. Das konnte ja heiter werden. Es waren bestimmt 2000 Leute, die dort ebenfalls warteten. Zu Beginn ging es recht zügig vorwärts, doch nach ca. 2 Stunden waren wir gerade einmal am Schlenker angekommen, sodass wir noch einmal das gesamte Gebäude umrunden müssten. Aber da das Wetter richtig schön war, taten wir uns auch das an. Während der Wartezeit wurden von den Veranstaltern Ikea-Sitzhocker verliehen, für einen Euro plus 10 Euro Pfand, welchen man am Eingang zurückbekommen sollte, konnte man eine Sitzgelegenheit ergattern. Zum Glück hatten wir uns ein Handtuch mitgenommen, sodass wir uns immer abwechselnd in die Sonne legen konnten. Zwischendurch wurden noch Laugenbrezeln verkauft, auch 2 Musikgruppen unterhielten die Wartenden, um die Zeit schneller rumgehen zu lassen. Getränke konnten an einem Stand des Café „Einstein“ erworben werden. Da man bei so lange Wartezeit auch mal auf die Toilette muss, wir aber beim MoMA direkt keine gefunden hatte (-) wurde damit auch die Wartezeit überbrückt, indem wir zum Sony Center zurückliefen oder in den Arkaden abwechselnd etwas aßen.
Nach geschlagenen 5 ½ Stunden waren wir nun auf der Endstrecke. Eine wirklich gute Band spielte Musik, sodass wir wieder fröhlicher wurde und schließlich nach 6 Stunden und 10 Minuten endlich die Galerie betreten konnten. Man, das war eine Wartezeit!
Zunächst sollten Mäntel, Rucksäcke, Fotoapparate etc. an der Garderobe abgegeben werden. Nur eine kleine Handtasche durfte mit reingenommen werden. Nun waren wir also in dem Glaswürfel. Mussten uns dann erst einmal umschauen, wo es genau zu der Ausstellung ging. Wir folgten dann den anderen Besuchern die Treppe hinunter und gelangten zur sehnsüchtig erwarteten Ausstellung. Nun hieß es nichts wie rein in den Eingang.
Nach und nach schauten wir uns die wundervollen Bilder der vielen unterschiedlichen Künstler an. Dabei ist die Übersichtlichkeit des Galeriegebäudes nicht ganz so gut, man verliert leicht den Überblick, in welcher Ecke man schon war. Wie schon erwähnt sind die Bilder nach den entsprechenden Epochen geordnet. Jedes Bild hat seinen Maßen nach einen gerechten Platz erhalten und wird entsprechend damit gewürdigt. Mit welchen Bilden es beginnt und in welcher Reihenfolge wir welche Bilder gesehen haben, werde ich an dieser Stelle nicht erwähnen, denn ich möchte euch nichts vorwegnehmen, falls ihr das MoMA auch besuchen solltet. Mein Freund lief relativ ziellos durch das Gebäude, da er sich nicht so für Kunst interessiert, aber ich schaute mir die meisten Bilder, die mich interessierten, sehr genau an. Am längsten schaute ich mir die Pop-Art-Bilder an, wobei ich das Bild „Die grüne Zielscheibe“ (Green Target, 1955) von Jasper Johns sehr interessant fand, da wir auch gerade einen „MoMAnizer“ erwischten (das sind Leute der Galerie, die mit pinkfarbenen T-Shirt herumlaufen und fragenden Gästen Rede und Antwort zu Bilder stehen).
Das Bild schaut zunächst wie mehrer große, grüne Kreise aus, welche nach und nach mit dem Pinseln und anderen Utensilien gemalt wurden. Doch ganz so einfach macht sich Johns dieses nicht. Der Untergrund für sein Bild ist eine vermutlich normale Zielscheibe in schwarz-weiß, die leicht erhaben aussieht. Die Technik dieses Bilder ist aber eine ganz andere: nämlich Enkaustik auf Zeitung und Stoff über Leinwand. Was ist nun Enkaustik?
„Enkaustik, Maltechnik, die die Pigmente durch reines Wachs bindet; hart oder flüssig aufgetragene Wachsfarben, die dann mit einem heißen Eisen-Spachtel bearbeitet werden. Die E. wurde in der griech. Antike hervorgebracht (4. Jh. v.Chr.); berühmt sind die Mumienporträts aus dem 1. und 4. Jh. aus Al Faijum; außerdem sind noch einige auf dem Sinai entstandene frühchristl. Ikonen erhalten. Diese Technik der E. wurde v.a. im 19. Jh. wiederbelebt.“ (www. http://www.infobitte.de/free/lex/artsLex0/e/enkaustik.htm)“
Somit liegt es im Interesse von Johns, diese Zielscheibe lange haltbar zu machen, denn er sieht sie vermutlich als etwas Vergängliches an, das er jedoch wahren möchte.
Der erste Eindruck wird also enttäuscht: das Bild wurde in sorgsamer Kleinarbeit und einem langwierigen Prozess hergestellt und nicht nur als grüne Farbkreise einfach so dahin aufgetragen.
Sehr faszinierend fand ich ebenfalls die Bilder des Surrealismus, und dabei vor allem das Bild „ Die erleuchteten Vergnügungen“ aus dem Jahre 1929 von Salvador Dali. Dieses Bild enthält unzählige Kleinigkeiten, die man entdecken kann, vor allem, das es sich um ein Bild aus Öl und Collage auf Karton handelt. Man muss schon ganz genau hinsehen um zu erkennen, welches Bildelement nun gemalt und welches aufgeklebt wurde.
Auch die Bilder Vincent van Goghs fand ich unbeschreiblich schön und sehr interessant.
Endlich fanden wir dann auch die Bilder Lichtensteins, wobei dort nur 3 (ich glaube, es waren drei, bei der Anzahl an Bildern verwechselt man schon einmal schnell etwas) ausgestellt wurden, was ich sehr schade fand. Unter anderem gab es dort „Mädchen mit Ball“ (1961) und „Ertrinkendes Mädchen“ (1963) zu sehen. Es hätte mich sehr gefreut, dort eins seiner letzen Bilder zu sehen, vor allem eine der „Nudes“, über die ich meine Facharbeit geschrieben habe oder aber eines der „Interiors“ zu sehen.
Am Schluss der Ausstellung waren schließlich noch sehr faszinierende Bilder eines mir unbekannten Künstler zu sehen, bei dem Tote abgebildet waren, wobei die Bilder wie verwackelte oder verwischte Fotografien aussahen – einfach fantastisch.
Alles in allem sind die ausgestellten Bilder sagenhafte Kunstwerke, die zum Schwärmen und Träumen, aber auch zum Nachdenken und Philosophieren anregen. Bei einigen Kunstwerken fragt man sich schon, ob es sich dabei wirklich um Kunst handelt, wenn dort einfach eine schwarze große Fläche zu sehen ist. Bei manchen dieser Bilder ist es sinnvoll, einmal seitlich auf das Bild zu schauen, meist sieht man dort, dass es unterschiedliche Farbflächen sind, die aus irgendwelchen Gründen beim geraden Betrachten eine simple schwarze Fläche erzeugen.
Auch die Größen manchen Kunstwerke, vor allem Monets Seerosenbild, lassen einen wirklich staunen, denn in so riesigen Dimensionen habe ich noch nie in Bild gesehen. Es ist schon etwas vollkommen anderes, ob man die Bilder in einem Buch oder auf einem Plakat sieht, oder ob das Original vor einem hängt...
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten :o)
Nach ca. 2 Stunden hatten wir die Ausstellung dann ganz angeschaut, wobei ich sagen muss, ich hätte auch noch 3 Stunden länger dort bleiben können um mir einiges Erklärungen zu einigen Bildern anzuhören, doch das wollte ich meinem Freund nach der langen Wartezeit dann nicht mehr antun, denn dann hätte er sich sicher gelangweilt.
Trotz des hohen Besucherandrangs war es im „Innenraum“ der Galerie nicht zu überfüllt, man konnte nach wenig Wartezeit ein Kunstwerk genau von vorne betrachten oder eben so, wie man wollte. Das empfand ich recht angenehm, denn hier noch einmal so ewig warten hätte einen dann doch den letzen Nerv geraubt. Man musste z.T. halt etwas aufpassen, dass man beim Zurücktreten niemanden über den Haufen trat, aber selbst wenn man mal einen anstieß oder jemandem aus Versehen auf den fuß trat, waren alle mehr als freundlich und verziehen einem :o)
Am Ende der Ausstellung konnte man über den Flur entweder noch zum Museumsshop gehen, um diverse Souvenirs des MoMAs, Poster einiger Bilder, Postkarten oder andere witzige Dinge wie z.B. ganz tolle bunte Frühstücksbrettchen kaufen. Allerdings sind hier die Preise relativ hoch. Auf der anderen Seite ist schließlich noch ein Café, in dem man sich nach der Ausstellung etwas ausruhen und gemütlich Kaffeetrinken kann, was wir allerdings nicht gemacht haben. Um die schönen Bilder nicht zu vergessen, kann im Museumsshop, an einem Stand mittig des Flures und draußen an den Kassencontainern ein Katalog für 29 bzw. 30€ erworben werden, der angesichts meines schon recht knappen Budgets nicht mehr gekauft werden konnte :o( Allerdings habe ich im Internet gelesen, dass man ihn auch so in der Buchhandlung erwerben kann. Ich weiß allerdings nicht, ob dem wirklich so ist.
Nun gingen wir die Treppen zur Garderobe wieder hinauf, holten unsere Sachen und verließen das Gebäude. Die Besucherschlage hatte sich mittlerweile sehr verkürzt, zu unserem Ärger, da wir extra so früh aufgestanden sind, um nicht so lange warten zu müssen.
Uns wurde schließlich gesagt, es wäre sinnvoll, um die Mittagszeit oder am Abend das MoMA zu besuchen – toll, hinterher bringt es uns das auch nicht mehr *grummel*
Naja, wie dem auch sei, nun wisst wir, dass, falls ihr dort einmal hinfahren wollt, ihr nicht früh morgens und vor allem nicht am Wochenende hingehen solltet, es sei denn, ihr habt Lust, auch 6 Stunden zu warten *gg*
-° Fazit °-
Was soll ich noch großartig sagen?! Jeder, der auch nur ein wenig Interesse an Kunst hat, sollte sich diese sagenhafte Ausstellung nicht entgehen lassen, vor allem, da sie hier in Berlin gastiert und man nach Amerika ja nun doch nicht so häufig kommt, um solche tollen Bilder im MoMA New York zu sehen. Die anfängliche Problematik mit der Orientierung legte sich schnell, da die Bilder schon säuberlich ihren Epochen zugeordnet sind und in ihrer Zusammengehörigkeit sich auch in einer zugewiesenen „Ecke“ befinden. Auch die Helligkeit der Galerie ist fast immer gerade richtig, sodass man die Bilder sehr schön betrachten kann. Die Bilder, die auf der Fensterseite zu kleinen einbetonierten „See“ hängen, kann man aufgrund der Sonnenspiegelung leider nicht so gut betrachten. Die ausgestellten Bilder haben mich wirklich fasziniert und mein Interesse an Kunst noch weiter gestärkt – außerdem kann ich nun meiner Lehrerin vorhalten, dass ich das MoMA gesehen habe *g*
Der Preis, vor allem die 5 Euro als Schüler, finde ich sehr günstig und hätte bei weitem höhere Preise erwartet. Also Leute, der Besuch lohnt sich wirklich!! Ich kann euch das MoMA in Berlin nur wärmstens empfehlen – ziehe aber aufgrund der eeeeewigen Wartezeit einen Stern ab und vergebe somit 4 wundervolle Sternchen :o)
Ich hoffe, ich konnte mit meinem Bericht euer Interesse wecken und euch ein paar nette Informationen dazu geben. Da es mein aller ersten „Museums“-Bericht ist, habt etwas Nachsicht mit mir – für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich gern zu haben!
PS: Die Zitate stammen von der Seite www.das-moma-in-berlin.de Dort könnt ihr euch noch weiter informieren!
Danke fürs Lesen, Bewerten und eventuelle Kommentare!
StarlightII am 26.o7.2oo4 für Ciao
am 26.o7.2oo4 für Yopi
Bewerten / Kommentar schreiben