Neuseeland Testbericht

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Erfahrungsbericht von ttp01

Neuseeland Tipps

Pro:

tolle Natur

Kontra:

teuere Anreise, wenig Stadtleben zur Abwechslung

Empfehlung:

Ja

Allgemeines:
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Wir unternehmen in der Regel selbst organisierte Rundreisen. Dazu kaufen wir ein möglichst günstiges Flugticket und buchen schon zu Hause einen Leihwagen. Um die Unterkunft kümmern wir uns dann vor Ort. Dies hat den Vorteil, daß man so lange an einem Ort bleiben kann wie man selbst will und nicht wie die Buchung vorgibt. Allerdings verliert man vor Ort immer etwas Zeit bei der Suche der Unterkunft und die besten Unterkünfte sind manchmal schon ausgebucht.

Reisezeit April 2003 (23 Tage, ohne Anreise):
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Das Wetter im April 2003 war kein Problem. Wir hatten Glück und nur an etwa 4 Tagen Regen. Mitte April konnten wir im Abel Tasman National Park noch ohne Probleme in Badehosen am Strand liegen. Dies war auch später in der Bay of Island der Nordinsel möglich. Ob man ins Wasser kann? Hmm - ist nicht kälter als der Atlantik in der Bretagne, d.h. wenn man mal drin ist, dann geht es. Zu dieser Jahreszeit ist es zudem kein Problem eine ansprechende Unterkunft zu finden. Dafür geht die Sonne bereits um ca. 18:00 unter. Man muß früh raus und los wenn man was sehen will. Aber das ist auch kein echtes Problem, da man ja wegen der Natur nach Neuseeland fährt. Ein „Nachtleben“ findet in den meisten Regionen eh nicht statt.
Als Empfehlung kann man sagen, daß man im April die Rundreise besser im Süden startet, um sie dann im wärmeren Norden zu beenden. So fährt man vor dem Herbst her.

Leihwagen:
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Man mietet den Wagen auf der Südinsel an und wenn man auf die Nordinsel wechselt, gibt man den Wagen vor der Fähre in Picton ab und bekommt auf der Nordinsel in Wellington ein neues Fahrzeug. Den Überfahrttermin muß man der Leihwagenfirma einige Tage zuvor endgültig durchgeben um sicherzustellen, daß das entsprechende Fahrzeug auf der anderen Seite auch vorhanden ist.
Mit dem Leihwagen darf man einige wenige Schotterpisten nicht fahren. Das ist aber keine echte Einschränkung. Nur an der 90 Miles Beach nach Cape Reinga ist es etwas Schade. Auf dem Strand hat man keinen Versicherungsschutz und so muß man eben auf der Straße fahren.
Wir hatten unser Fahrzeug bei Budget Neuseeland gemietet und schlechte Erfahrungen damit gemacht. Wir bestellten ein Fahrzeug der „Polo“-Klasse. Der erste Wagen (ein Toyota) den man uns gab war im Prinzip von dieser Größe, hatte aber so gut wie keinen Kofferraum. Dies obwohl Budget im Katalog angab, daß dieses Model Platz für 2 Erwachsene und Gepäck haben sollte. Ein anderes Fahrzeug dieser Klasse war nicht verfügbar. Ob dies einfach nur eine „ungeschickte“ Fahrzeugauswahl durch Budget war oder ob System dahinter steckt (damit die Leute auf eigene Rechnung dann ein größeres Fahrzeug wählen) weiß ich nicht. Wir haben dann eben das nächst größere Fahrzeug („Golf“-Klasse) genommen und die Zusatzkosten bezahlt. Zudem waren die Fahrzeuge von Budget in einem schlechten Zustand. Ob dies Zufall war oder typisch für Budget Neuseeland ist, kann ich aufgrund eine einzigen Reise schwer einschätzen. Es fällt nur unangenehm auf, wenn von 3 Fahrzeugen keines einwandfrei war. Wir hatten mal eine defekte Tankanzeige, mal kaputte Schlösser usw. - eben Kleinkram, der aber einfach nervt. Vor allem in Süd-Afrika hatten wir schon oft Fahrzeuge von Budget und waren immer mehr als zufrieden – in Neuseeland werden wir dagegen wohl kein Fahrzeug von Budget mehr mieten.

Unterkunft:
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Im April fanden wir eigentlich problemlos Unterkünfte. Sowohl „Bed and Breakfast“ als auch Motels stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Nur am Osterwochenende gab es Probleme – für diese Tage muß man reservieren oder von seine geplanten Route abweichen. Wir fanden z.B. am Ostersamstag kein Motel in Rotorua sondern nur 70km außerhalb im Westen.
Für 100 bis 120 NZ$ (2 Personen im Doppelzimmer ohne Frühstück) bekam man eine sehr ordentliche Unterkunft im Motel. Wenn man eine günstigere Unterkunft wähl, sind Betten oft durchgelegen und der Allgemeinzustand der Unterkunft wird schlechter. Da hilft nur das Zimmer ansehen und dann selbst entscheiden. Ab und zu findet man so ein echtes Schnäppchen (70NZ$). Die Motels haben in der Regel auch einen Waschraum mit Maschine und Trockner.
Während man beim Motel den Vorteil „schnell rein – schnell weg“ ausnutzen kann, bietet eine „Bed and Breakfast“ Unterkunft den Vorteil mehr über das Land zu erfahren. Da muß jeder einfach seine eigene Mischung finden. Die Preise liegen in der selben Größenordnung wie für Motels.
Es gibt gut „B&B“-Führer bei den „B&B“-Unterkünften für ca. 20NZ$ zu kaufen. Alle Hotels und Motels sind in einem Buch des Automobilklubs verzeichnet. Der Wälzer liegt meist kostenlos an den Touristeninformationständen im Flughafen aus.


Sehenswürdigkeiten:
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Die sind in etlichen Reisführern beschrieben. Deshalb will ich mich darüber nicht weiter auslassen sondern nur einige (sehr subjektive) Tips geben.
Die Waale in Kaikoura sind sicher ganz nett. Das Problem ist nur, daß Kaikoura einfach nicht richtig ins Konzept einer Rundreise über beide Inseln paßt. Falls man noch nie einen Waal gesehen hat und das unbedingt will, ist Kaikoura trotz der 110NZ$ pro Person für eine 3 Stunden Tour in Ordnung, da in Kaikoura ganzjährig Potwaale leben. Die liegen dann immer für ca. 8 Minuten zum Luftholen träge an der Wasseroberfläche, bevor sie dann wieder für ca. 35 Minuten tauchen. Man bekommt auf der Tour also etwa 3 Stück zu sehen. Falls man schon mal Waale gesehen hat, kann man sich die trägen Potwaale auch schenken.
Für die Überfahrt von Picton nach Wellington sollte man die langsame „Eisenbahnfähre“ nehmen und gleich rauf auf das Sonnendeck gehen. Die Fahrt durch die Marlborough Sounds ist, wenn das Wetter mitspielt, toll.
Was von vielen Rundreisenden vergessen wird, sind die zwei größten Kauri-Bäume auf der Nordinsel. Meiner Meinung nach eine echtes High-Light – und zwar beide! Wenn man diese Riesen des Waldes sieht, wird man richtig ehrfürchtig.

Sandfliegen:
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Die Biester sind zwar unbedenklich aber wirklich lästig. Bei uns hat sich gezeigt, dass sie eher auf dunkle Kleidung fiegen. Also man kann sich schon einiges an Chemie sparen, wenn man sich (vor allem im Regenwald der Südinsel) mit heller Kleidung bewegt.

Stop Over:
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Wir wählten Singapur. Wir hatten 2 Tage in Singapur und ich war nicht so begeistert. Irgendwie fand ich es nicht so toll – auch ohne die SARS Probleme, die gerade aktuell waren. Wenn ich das nächste mal über Singapur fliege, dann nur um direkt weiter zu fliegen. Wenn man ein paar Tage Großstadt will, geht man besser gleich nach Hong Kong.
Falls man eher noch etwas Kultur mitbekommen will, wäre Japan wohl der ideale Zwischenstopp. Bei einem Stop Over in Osaka kommt man schnell mit dem Zug nach Kyoto. In der alten Kaiserstadt Japans kann man dann problemlos eine Woche verbringen ohne daß einem die Sehenswürdigkeiten ausgehen.
Falls man als Stop Over nur Erholung wünscht, würde ich Thailand anfliegen. Dort war ich zwar selbst noch nie aber ich denke da kann man zu günstigen Preisen schon einen netten Strand für ein paar Tage finden.

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