Neuseeland Testbericht

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Erfahrungsbericht von DolphinSunshine

Delphine und schöne Buchten - Bay of Islands

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Unser „eigentliches“ Reiseziel war Neuseeland, wohin wir uns dann nach Verlassen von Sydney auch hin begeben haben! ;-) Der Flug verlief ruhig und mit 2 Stunden Zeitverschiebung (von Sydney aus) sind wir dann in Auckland gelandet.

Unsere erste Hürde war nun die Verleihfirma für unser Camper-Van zu finden. Cruise New Zealand (so hieß sie nämlich) war leider nicht am Flughafen vertreten und so mußten wir als erstes bei der Firma anrufen. Sie hatten allerdings für solche Fälle eine Toll-Free Nummer und so war das kein Problem (sonst wäre das ohne Münzen nämlich etwas schwierig geworden). Leider hatte die Firma gerade keinen Shuttlebus, den sie uns schicken konnten, also sollten wir mit dem Taxi kommen. Mit der Wegbeschreibung war das allerdings so eine Sache, da alles etwas versteckt lag und keiner (den Taxifahrer eingeschlossen) so richtig wußte, wo man hin sollte. Nach etwas suchen war es dann aber geschafft und wir konnten unserem Camper, der unser Zuhause für die nächsten 4 Wochen sein sollte, in Empfang nehmen. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten (wo bringen wir die Sachen unter, wie schaltet man mit Links und warum kommen uns so viele Geisterfahrer entgegen ;-)) haben wir uns dann auf den Weg Richtung Norden gemacht und in Orewa unser erstes Quartier aufgeschlagen, um alles auszupacken, den ersten Einkauf zu erledigen und uns erstmal zu einzugewöhnen. Der Campground (Puriri Park Holiday Complex) war zwar nicht der Schönste (dreckige Toiletten und Duschen und die Anlage selbst war nicht sehr schön gestaltet), aber für eine Nacht war es genug und sauber waren wir ja noch. ;-)

Am nächsten Morgen, nach dem der restliche Einkauf erledigt war (man vergißt ja immer die wichtigsten Sachen beim ersten Mal) sind wir dann State Highway 1 (SH1) entlang zur Bay of Islands nach Russell gefahren. Auf der Strecke fährt man durch viele grüne Hügel und einige bewaldete Gebiete, kann Kühe und Schafe sehen und vor allem die schöne Blumenpracht, welche immer wieder am Straßenrand auftaucht, bewundern. Wären nicht immer wieder am Straßenrand Palmen, große Farne und ab und zu auch mal Bambus aufgetaucht, könnte man auch denken man wäre in Irland oder so, aber die Vegetation weist einen immer wieder auf das tropischere Klima, das hier herrscht, hin. Wenn man wie wir mit einem Camper unterwegs ist und dann auf dem Weg vor der Wahl steht, wie man nach Russell kommen möchte (ob mit einer Fähre oder über eine Straße), da es vom SH1 nur diese 2 Möglichkeiten gibt, dann sollte man doch besser mit der Fähre fahren, auch wenn diese ca. 14N$ kostet. Wir sind die Strecke nach Russell auf dem Hinweg nämlich über die Straße gefahren und plötzlich hörte die geteerte Fahrbahn auf und für die nächsten 7 Kilometer erwartete uns eine Gravelroad. Das Geröll alleine wäre ja nicht schlimm gewesen, wenn diese Straße nicht so schmal (2 Autos kamen nur knapp an einander vorbei) und so kurvenreich (mit einem Camper auch nicht so einfach) gewesen wäre und sich an den Seiten (wechselweise) steile, ungesicherte Abhänge befunden hätten. Mit Leitplanken haben es die Neuseeländer nicht so, was bei den Straßen allerdings doch manchmal besser wäre. Zwischendurch auf der Strecke hat es sogar einen Unfall gegeben, wo jemand von der Straße abgekommen und ca. 5 Meter den Abhang hinuntergebrettert ist, bevor das Gestrüpp ihn gestoppt hat. Gott sei Dank ist den Leuten nichts passiert (außer daß das Auto halt etwas demoliert wurde), aber wir sind danach noch vorsichtiger weiter gefahren und haben auf dem Rückweg lieber die Fähre gewählt. Ansonsten konnte man auf der Strecke der Gravelroad einen schönen Eindruck von der Vegetation bekommen. Der Rand des Weges wurde von tollen Farnen, Palmen und anderen tropischen und für uns exotischen Pflanzen gesäumt. Wäre uns von dem Schaukeln des Campers und den Blicken den Abhang hinunter nicht so schlecht gewesen, hätten wir es bestimmt auch besser genießen können. Aber man kann halt nicht alles haben. ;-)

In Russell angekommen haben wir einen tollen Campground (Top 10 Holiday Park) bezogen haben. Wir hatten Glück und haben einen Platz am Hang bekommen, von dem aus wir einen wunderschönen Blick auf die Bucht von Russell hatten. Überall auf dem Weg und vor allem auch hier in der Stadt konnten wir schon die neuseeländischen „Weihnachtsbäume“ sehen. Den richtigen Namen der Bäume kenne ich nicht, aber sie blühen zur Weihnachtszeit (unserer Reisezeit) und haben rote puschelige Blüten und mit dem Grün der Blätter sieht es so aus, als wäre der Baum mit vielen roten Kugeln geschmückt worden.

Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt (sie ist nicht sehr groß) und der Buchung einer Schiffstour für den nächsten Tag, haben wir uns dann das Abendessen und ein kühles Bier genehmigt und die Aussicht genossen, da es schon relativ spät war. Die Strecke hatte sich mit dem Camper etwas länger hingezogen als erwartet, so daß dieser Tag dann schnell vorbei war.

Den nächsten Tag (Weihnachten) haben wir mit einem leckeren Frühstück mit frischem Orangensaft, leckeren Erdbeeren und leckerem frischen Brot begonnen, bevor wir dann um 9.30h unsere Bootstour begonnen haben. Wir sind mit dem Veranstalter „King’s“ gefahren und haben eine Tour gemacht, die zum Hole in the Rock ging und unterwegs auch Delphine und Wale beobachtet. Wir hatten richtig Glück und sahen nach ca. 20 Minuten die ersten Delphine, die an unserem Boot entlang schwommen. Für die nächsten 45 Minuten haben wir sehr viele Delphine zu sehen bekommen, welche wohl auch in Festtagsstimmung waren und uns mit ihren Sprüngen beeindrucken wollten. ;-) Sie planschten richtig um unser Boot herum und es war eine wahre Freude sie zu beobachten. Wale haben wir auf der Fahrt leider nicht gesehen, aber die Delphine haben uns dafür auch um so mehr erfreut. (Mich vor allem, weil ich ja Delphine liebe! *grins* Und dieser Urlaub hat meinem Nickname hier alle Ehre gemacht. Denn Delphine haben wir viele gesehen und Sunshine hatten wir auch die meiste Zeit!)

Dann wurde die Fahrt etwas unruhiger, da wir etwas mehr auf die stürmische See hinaus gefahren sind, um zum Hole in the Rock zu kommen. Das Loch befindet sich in der Piercy Insel, welche von Kapitän Cook nach dem ersten Admiralslord der damaligen Zeit benannt wurde. Im Volksmund heißt sie aber nur „Hole in the Rock“, da sie damit identifiziert werden konnte. Wir sind dann mit dem Boot durch das Loch gefahren, was uns bei der stürmischen See dort nicht so ganz geheuer war, aber es ist nichts passiert. Der Kapitän wußte schon was er tut. ;-) Deshalb ist er dann auch nicht mehr mit uns in die Höle in der gleichen Insel gefahren, da die Brandung dort einfach zu stark war. Auf dem Rückweg zu den Inselchen der Bay of Island wurde es dann wieder etwas stürmischer und eine hohe Welle machte uns alle (die wir an Deck und nicht im Inneren des Schiffes) waren mal so richtig naß. ;-) In der Sonne sind wir dann aber wieder relativ schnell getrocknet. Die Fahrt ging dann an vielen schönen Buchten von den einzelenen Inseln vorbei, die oftmals schöne Sandstrände mit türkisgrünem Meer hatten. Viele dieser Inseln werden als Ausflugsziel benutzt und viele Schiffe haben gerade da Weihnachten war, dort vor Anker gelegen. Einige der Inseln waren auch mit wenigen Häusern bewohnt (von reichen Leuten natürlich), eine davon hatte sogar einen Hubschrauberlandeplatz, damit sein Besitzer besser in sein Wochenendhaus kommen konnte.

Nach ca. 3 Stunden war unsere Tour dann leider schon zu Ende und wir mußten wieder an Land. Mein Vater mit viel Sonnenbrand, da er vergessen hatte sich einzucremen und meine Mom und ich mit etwas mehr Farbe im Gesicht!


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 06:54:19 mit dem Titel Der Kampf der Meere – Cape Reinga

Nachdem ich ja schon von unserem ersten Stop in Neuseeland (der Bay of Island) berichtet habe, ging es nun Richtung Norden nach Cape Reigna. Nach dem Übersetzen mit der Fähre von Russel nach Pahia ging es dann auf dem SH 10 Richtung Norden bis nach Waipapakauri, wo wir einen Campground (The Park 90 Mile Beach, auch ein Top 10 Holiday Park) in der Nähe des 90 Mile Beach bezogen haben. Zwar war diesmal die Aussicht nicht ganz so gut wie in Russell, aber auch hier konnten wir wieder das Meer von unserem Campingplatz aus sehen. Wir sind dann noch etwas an den Strand (des 90 Mile Beach) gegangen und haben es genossen uns dort die Beine zu vertreten und die Leute zu beobachten, die mit ihren Autos an dem Strand entlang gefahren sind (und zum Teil sogar versucht haben in die Dünen zu fahren, was ihnen allerdings trotz Geländewagen nicht gelungen ist).

Nach diesem „anstrengenden“ Spaziergang haben wir den Abend dann gemütlich ausklingen lassen, um uns für den nächsten Tag und die Fahrt nach Cape Reinga, dem nördlichsten (erreichbaren) Punkt von Neuseeland, zu erholen.

Die Fahrt am nächsten Tag ging wieder durch viele grüne Hügel mit vielen Kühen und diesmal mit noch mehr Schäfchen als bisher, so daß Neuseeland jetzt wirklich seinem Spitznamen als Schäfchenland alle Ehre gemacht hat (so wie auch auf der kompletten weiteren Reise! ;-). Die letzten 20 Kilometer nach Cape Reigna sind nur über eine Geröllstraße zu erreichen, was mit dem Camper doch immer wieder Spaß macht. ;-) Wir hatten richtiges Glück mit dem Wetter. Zwar gab es ein paar Wolken, aber am Cape angekommen, hatten wir einen tollen Blick auf lange Strände, das tobende Meer und schöne Felsen, da sich die Wolken doch einigermaßen verzogen hatten. Eine Wolke wollte zwar absolut nicht über eine kleine Klippe kommen und versperrte uns für den Panoramablick die Sicht, aber auch mit dieser Wolke war die Aussicht einfach atemberaubend. Natürlich haben wir auch den Leuchtturm fotografiert (wie sich das als Tourist gehört) und uns die Schilder angesehen, die anzeigen, wie weit es bis zu verschiedenen Städten in aller Welt von diesem Punkt aus ist.

Von Cape Reinga aus kann man wunderbar beobachten, wie die Meere (Pacific Ocean und Tasman Sea) aufeinander stoßen und ein Machtkampf austragen, wer stärker ist. Bei unserem Besuch hat das tasmanische Meer gewonnen, aber das ist bestimmt nicht immer so. Die Wellen sind jedenfalls sehr kraftvoll und man kann gut erkennen, wie zuerst die eine Welle ihren Weg geht und dann aus einer anderen Richtung die nächste Welle kommt, je nachdem von welchem Meer die Welle gerade angetrieben wird.

Die Fahrt zurück, da es ja jetzt Richtung Süden ging, führte als erste die Ganze Strecke von heutigen Morgen wieder zurück (ca. 110 km), da es auf dem nördlichsten Stück nicht allzu viele Straßen gibt und eigentlich auch wirklich nur eine, die man richtig für diesen Zweck gebrauchen kann. Wir entschieden uns, dann den Weg nach Süden über die Ostküste zu beschreiten und uns die Kauriküste anzusehen. Da wir allerdings nicht den ganzen Weg bis fast nach Kawakawa zurückfahren wollten, um den SH 1 zu nutzen, welcher auch zeitweise eine ziemlich Serpentinenstraße war (würg), sind wir nach Mangamuka auf eine kleinere Landstraße abgefahren und sind dann mit einer Fähre nach Rawene übergesetzt. Das hat zwar 24 N$ gekostet, uns aber einen großen Umweg erspart.

Kleine Anmerkung noch zu den Städtenamen in Neuseeland, da sie fast alle ihre Namen von den Maori (den Einheimischen) bekommen haben, klingen sie für unsere Ohren doch recht ungewöhnlich. Wir hatten einen heiden Spaß uns zwischendurch noch anderen neue Namen auszudenken, die je nach Aussprache doch eine ziemlich witzige Bedeutung bekommen konnten. So war unsere Lieblingsstadt (die es NICHT gibt) dann Mutukaka! ;-) Aber auch die wirklich existierende Stadt Motupipi war ein richtiger Brüller. Wir haben uns im Laufe der Reise noch viele weitere ausgedacht, aber die lasse ich jetzt hier mal lieber weg! ;-)

Zwischendurch auf dieser Landstraße konnten wir dann noch beobachten, wie eine Kuh von ihrer Herde ausreißen wollte, aber der Wachhund hat sie schnell wieder zurückgeholt, bevor sie uns vor den Camper gelaufen konnte. An einer anderen Stelle war eine ganze Herde kurz davor die Straße zu überqueren, als wie vorbei kamen. Wir hatten aber Glück und waren schon wieder weg, als sie die Straße betraten, so daß wir nicht Country Roads singen mußten. (Oder darf man das sowieso nur, wenn man in einer Herde Schäfchen steht? ;-) Das Kitkat hätten wir jedenfalls dabei gehabt, für alle Fälle!)

Einen Campground haben wir dann in Opononi an der Küste bezogen. In dieser Gegend herrschte (wie wohl immer im Sommer) ziemliche Wasserknappheit, so daß uns gleich beim Bezug des Platzes mitgeteilt wurde, daß wir dort das Wasser für unseren Camper nicht auffüllen könnten. Zu dieser Zeit war es allerdings nicht so schlimm, wie es wohl im Januar sein würde, denn der Hausmeister erzählte uns, daß normalerweise im Januar das Wasser gerade noch als Trinkwasser reichen würde und sowohl das Duschen als auch das Wäsche waschen dann ausfallen müßte. Wir hatten also noch Glück, denn Wäsche mußten wir ganz dringend waschen! ;-) Das schöne an diesem Campground war auch, daß er eine schöne Hanglage hatte, so daß man von jedem Platz aus auf die riesigen Sanddünen blicken konnte. Und der Platz war auch sehr naturverbunden und hatte seine eigenen Ziegen, die über den Platz verstreut angebunden waren und meckerten! ;-)

Den Abend haben wir dann in Opononi, nach einen Strandspaziergang, in einem schönen Campground mit Blick auf große Sanddünen bei einem kühlen Glas Wein ausklingen lassen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-10 06:24:12 mit dem Titel Blubbernde Schlammlöcher und dampfende Erde

Nach einem Stop um weiteren Diafilme (in Neuseeland sehr teuer, also lieber genug von zu Hause mitbringen) und Lebensmittel zu kaufen, haben wir dann den Weg nach Rotorua fortgesetzt, wo wir dann auch am frühen Nachmittag eingetroffen sind. Diesmal haben wir einen Campground in der Nähe des Rotorua Sees (Cosy Cottage) genommen, da es hieß man könnte in 20 Minuten bis ins Stadtzentrum laufen. Das stimmt zwar auch, aber nach den 20 Minuten erreicht man gerade den Anfang des Stadtgebiets und der Sehenswürdigkeiten, so daß man dann noch einiges weiterläuft, um wirklich etwas zu sehen. Wer also gut zu Fuß und noch frisch erholt ist, der kann gut vom Campground aus laufen, allen anderen sei geraten, vielleicht doch lieber das Auto zu nehmen.

Wir haben dann den Weg zu nächst am Wasser entlang gewählt, wo man als erstes auf das Ohinemutu Marae trifft, ein Versammlungshaus der Maori. Geht man weiter am Wasser entlang (viel weiter) kommt als nächstes das ehemalige Badehaus „Tudor Towers“, welches ein Museum und ein Cafe enthält. Um das Gebäude herum erstrecken sich schöne Parkanlagen, Bowling- und Cricketplätze und ein schönes Badehaus (Blue Baths), in dem man heute auch noch schön Baden kann, wenn man an den Badeanzug und ein Handtuch gedacht hat und sich den Eintritt gönnen möchte (ca. 7 NZ$). Etwas weiter die Parkanlage runter befinden sich dann die Polynesian Pools und der exotisch angehauchte Teil des Parks.

Schon hier kann man ein paar der heißen Thermal-„Quellen“ sehen (wie auch schon am Campground oder eigentlich überall in dieser Gegend verteilt). Eine bessere Erkundungsstelle bot sich uns aber, nachdem wir nach einem kurzen Bummel durch die Innenstadt, auf unserem Rückweg zum Camper im Kuirau Park. In diesem Park hat man die Möglichkeit viele verschiedene „Schlammlöcher“, Dampfquellen oder heißen Pools anzusehen. Und das alles kostenlos, denn dieser Park kostet keinen Eintrittt. Im großen und ganzen dampft es aber in der ganzen Stadt an allen Ecken und Enden.

Nach diesem Ausflug in die Welt der „Thermalquellen“ beschlossen wir uns einfach etwas zu erholen und sind zum Campground zurückgekehrt, um ein wenig im Pool zu plantschen und den „Hot pools“ dort zu entspannen. Mehr dieser heißen, schlammigen Welt erkundeten wir dann erst am nächsten Tag.

Nachdem es schon die ganze Nacht in Strömen geregnet hatte, wurde es leider auch am nächsten Morgen nicht besser. So haben wir uns im Regen auf den Weg nach Whakarewarewa, einem Maori Dorf mit gut erschlossenem Thermalquellen-Feld gemacht, um uns den Dampf und das Geblubber noch etwas genauer anzusehen. Zwischenzeitlich hat der Regen auch mal etwas nachgelassen, so daß wir doch einiges dort sehen konnte. Allerdings kostete es 15N$ Eintritt sich in dem Dorf und dem ganzen Gebiet umzusehen und einen aktiven Geysir konnte man nur von einer Plattform aus der Ferne betrachten, da dieser sich auf dem Gebiet des nächsten Maori-Stammes befand. Wollte man ihn genauer sehen, hätte man beim nächsten Dorf wieder Eintritt zahlen müssen, was wir uns dann lieber erspart haben.

Aufgrund der Wetterlage haben uns die Thermalseen nicht sonderlich beeindruckt, da die verschiedenen Farben der Seen (einer war grün, einer schwarz, ein anderer türkis) nicht besonders gut zur Geltung kamen. Um ca. 11h fand dann im Versammlungshaus der Maori eine Darbietung statt, um uns Touristen mal zu zeigen, wie eine richtige Maori Begrüßung aussieht und was für Spiele Maori so spielen. Alles war sehr touristisch aufgezogen. Nach dieser „Show“ hatte sich das Wetter noch mehr verschlechtert, so daß wir auf dem Weg zum Auto bis auf die Knochen naß wurden. Insgesamt betrachtet, hätten wir uns das Maori Dorf bei diesem Wetter gut ersparen können. Bei schönem Wetter kann man die Gegend bestimmt gut erkunden und das Schauspiel der Natur genießen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-15 19:32:56 mit dem Titel Waitomo - Natur und Glühwürmchen

Unsere Rundreise in Neuseeland sollte eigentlich von Rotorua aus weiter nach Lake Taupo gehen, aber da es immer noch wie aus Eimer gegossen hat und sich auch keine Wetterbesserung abzeichnete und es dann in die Berge hinaufgegangen wäre, haben wir kurzfristig beschlossen eine anderen Route Richtung Süden zu wählen und uns lieber die Waitomo Caves (mit vielen Glühwürmchen) anzusehen, auch wenn dies noch einen kleinen Abstecher bedeutet.

In Waitomo angekommen, wurde uns allerdings erzählt, daß die Höhlen aufgrund der Regenfälle an diesem Tag geschlossen seien (zumindest der schöne Teil mit den Glühwürmchen), aber daß es vielleicht am nächsten Tag besser wäre. Da wir eh etwas Zeit hatten und eine Übernachtung in Waitomo eingeplant hatten, haben wir einfach unser Glück versucht und sind an diesem Tag nur ein wenig in dem kleinen Ort rumgelaufen (ein Restaurant, ein Shop, ein Museum) und haben es einfach ruhig angehen lassen.

In der Nacht fing es leider wieder an zu regnen, so daß wir auch am nächsten Tag kein Glück hatten, bei einer Tour durch die Waitomo Caves Glühwürmchen zu sehen, deshalb beschlossen wir die Besichtigung der Höhlen komplett zu streichen. Tropfsteinhöhlen haben wir schließlich schon einmal zu Hause gesehen und 20N$ Eintritt pro Person (als Familienticket) war uns das alles dann nicht wert, wenn die Hauptattraktion nicht zu sehen ist.

Wir hatten leider auch den Bush-Walk, den man uns empfohlen hatte nicht am Tag zuvor gemacht, wo es noch trocken war, so daß wir nun in strömenden Regen aufbrechen mußten, um wenigstens etwas von Waitomo zu erkunden. Der Walk fängt ca. 4 km von Waitomo entfernt an und ist ein Rundweg, der in der Nähe der Aranui Höhle (einer weiteren Tropfsteinhöhle, welche man auch besichtigen kann) liegt. Der Bush-Walk soll einer der schönstens von Neuseeland sein und ist auch leicht begehbar. In circa 40-50 Minuten führt er durch schöne Natur, neuseeländischen Regenwald mit vielen Farnen, an einem wilden Fluß vorbei (und auch darüber), durch mehrere kurze Höhlen bzw. Tunnel und bietet tolle Ausblicke auf den Fluß und die Entstehung von natürlichen Höhlen bzw. Gesteinsablagerungen. Man muß zwischen durch ein paar Mal Treppen steigen, aber ansonsten ist der Weg relativ eben und leicht zu laufen. Am Ende war dann noch die Mutprobe für mich und meine Mom, da man über eine Hängebrücke mußte, um zurück zum Parkplatz zu kommen. Wir hassen solche Brücken und waren froh, daß sie relativ kurz war und wir heil auf der anderen Seite angekommen sind. ;-)

Hätte es nicht so wahnsinnig doll geregnet als wir diesen Wanderweg gelaufen sind, hätten wir die Natur auch bestimmt noch mehr genossen, denn der Weg war wirklich sehr schön. (Sogar für mich Stadtpflanze, die sich im Bush nicht unbedingt wohl fühlt! ;-)) Aber der Regen hat uns bis auf die Knochen naß gemacht, so daß wir froh waren, als wir uns im Camper trockene Sachen anziehen konnten.

Wegen des Wetters und weil wir ja irgendwann zur Fähre, die uns zur Südinsel bringen sollte, kommen mußten, sind wir dann weiter die Westküste entlang gefahren, bis nach New Plymouth, wo wir auf einem etwas „alternativen“ Campground übernachtet haben. Alternativ deshalb, weil dort die meisten Leute wohl fest gebuchte Plätze hatten und zum Teil mit sehr alten Bussen oder kuriosgeschmückten Wohnwagen standen. Auf dem kleinen Hügel hinter uns stand ein Wagen, der aussah wie ein Eisenbahwagen im Schwarzwald-Look und weiter die Straße runter stand ein Bus, der einen kleinen Erker mit zwei aufklappbaren Fensterchen über der Fahrerkabine hatte. Ansonsten hat es gegossen wie aus Eimer, so daß wir den Strand (der auch nicht sehr schön war) nicht erkundet haben. Zwar hatte man einen schöne Aussicht auf zwei Felsen, welche vor New Plymouth aus dem Meer ragen, aber der dritte Felsen (auf dem Festland) war leider durch die Gebäude einer großen Fabrik verschandelt. Aber auch Neuseeland kann halt nicht nur aus Natur bestehen!


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-22 12:29:26 mit dem Titel Kaikoura - Wale, Robben, Delphine und Mee(h)r

Die Fahrt von Picton die Küste runter nach Kaikoura führte uns als erstes durch eine sehr öde Gegend. Die armen Schäfchen hier mußten sich von Gras ernähren, daß eigentlich schon Heu war bevor es gemäht oder geerntet wurde. Und zu allem Übel noch dazu war wohl vor kurzem ein riesiges Feuer durch die Gegend getobt, welches einen großen Teil der Hügel verwüstet und schwarz verbrannt hat. Es sah richtig gespenstig und ungemütlich dort aus. Uns taten die Schäfchen richtig leid, denn nachdem wir auf der Nordinsel fast die ganze Zeit von grünen saftigen Wiesen umgeben waren, war dieser Gegensatz doch schon sehr krass. Den Schäfchen selbst hat es wohl nicht so viel ausgemacht! ;-)

Später führte die Straße dann die Küste entlang und schon ein paar Kilometer vor Kaikoura sah ich auf einmal Robben auf den Felsen im Wasser. (Circa auf der Höhe der „Stadt“ Clarence) Auf vielen weiteren Felsen tummelten sich auch noch Robben und es gab zwischen durch an der Straße auch einen Parkplatz, von dem aus man die Tiere wunderbar beobachten konnte. Viele Robben waren sogar nur wenige Meter von einem entfernt am Ufer. Da es schon ziemlich spät und uns auch sehr kalt war (wir hatten noch die Shorts vom sonnigen Tag in Wellington an und auf der Südinsel war es doch um einiges kühler), verließen wir unseren Beobachtungsposten und fuhren nach Kaikoura weiter, wo wir auf einem Top 10 Holiday Park unser Quartier für die nächsten 3 Nächte bezogen.

Als erstes machte ich mich am nächsten Morgen auf, um unseren geplanten Whale-Watching Trip zu buchen, welches etwas schwieriger als vermutet war. Die Touren sind sehr beliebt und auch schnell ausgebucht. Wir bekamen also keinen Platz mehr für diesen Tag, sondern nur noch für die Tour am nächsten Nachmittag um 15:00h. Da wir es eh ein wenig gemütlich angehen wollten, war dieses Verzögerung nicht weiter schlimm. Wir haben uns dann stattdessen erstmal auf den Weg zum Informationscenter gemacht und die Stadt erkundet. Es gab endlich mal wieder einen Laden (eine Drogerie) in der es auch Dia-Filme zu kaufen gab, die sogar etwas billiger waren und mein Vater hat dann erstmal zu geschlagen! ;-)

Danach haben wir uns noch die diversen Touristen-Läden mit den T-Shirts und Fleece-Jacken angesehen, bevor wir uns dann wegen Regen erstmal wieder auf den Campingplatz zu einem kleinen gemütlichen Nickerchen zurückzogen. Nachmittags haben wir dann die Halbinsel von Kaikoura erkundet. Es gibt einige sehr schöne Wanderwege dort die Küste entlang, die je nach Läge zwischen 1 Stunde und bis zu 3-4 Stunden dauern. Wir entschieden uns für den Weg über die Klippen, da er uns am besten gefiel und wie sich später herausstellte auch am besten geeignet war, um wirklich etwas zu sehen. Der Weg führt zwar erst relativ steil vom Ausgangspunkt des Parkplatzes an der Robben-Kolonie auf die Klippen (man muß ja auch irgendwie hinaufkommen), ist dann aber doch sehr gemütlich. So führt er recht nah an der abfallenden Küste vorbei, durch Schäfchenherden, die dort grasen. Von oben kann man auch die Robben gut beobachten und etwas weiter sieht man die Vogelkolonie, die unten an der Küste wohnt auch sehr gut. Zwischendurch führt auch ein sehr steiler Weg noch einmal herunter an die Küste, aber das haben wir uns erspart, da wir von oben sowieso die bessere Sicht auf alles hatten. Wir sind dann auf ca. halben Wege wieder Richtung Parkplatz durch die weidenden Schäfchen zurück spaziert. Unser Ausflug hat ca. 2 Stunden (mit vielen Pausen und viel Gucken) gedauert und als wir unten wieder ankamen, sind wir dann noch auf die Felsen hinausgelaufen, um die Robben noch ein wenig zu beobachten.

Sollte man den Weg unten an der Küste wählen, um die Gegend zu erkunden, ist es ratsam sich vorher nach den Gezeiten zu erkunden, da man sonst auf einmal vom Wasser gefangen werden kann und die Felsen zu stark überflutet sind, als das der Weg noch gut begehbar wäre. Auch sieht man von unten weniger als von oben, da sich die Robben sehr schnell zurückziehen, wenn ihnen die Menschen zu nah kommen. (Man soll sowieso mind. einen Abstand von 10 Metern zu den Tieren halten, was aber leider viele Leute nicht einhalten.)

Am nächsten Morgen war wunderbares Wetter, strahlender Sonnenschein und die Wolken hatten sich soweit verzogen, daß man einen schönen Blick auf die Bergkette vor Kaikoura hatte. Deshalb haben wir als erstes dann auch nochmal einen Ausflug zu unserem Lieblingswanderweg an den Klippen der Halbinsel gemacht, von wo aus man die Berge besonders gut sehen konnte (und wo vor allem die Tafel war, auf der die Namen der Berge vermerkt waren! ;-)). Danach hatten wir noch etwas Zeit zu vertrödeln bis unsere Whale-Watching Tour starten sollte, also sind wir einmal um die Halbinsel herum auf die andere Seite gefahren (dort sah es auch ganz nett aus, aber auf der Stadtseite war es wesentlich schöner und dort war auch mehr los) und anschließend noch ein wenig durch die Stadt gebummelt.

Da das Wetter so schön war, haben wir dann noch auf dem Campground ein Päuschen zum Mittagessen und Sonne tanken eingelegt, bevor wir zum Whale-Watching Sammelpunkt gefahren sind. Leider mußten wir dann sehr zu unserem Bedauern feststellen, daß das Meer trotz des tollen Wetters zu rau war und unsere Tour gecancelt wurde. Wir waren dann doch etwas sehr sauer, denn es lag nur an der Art, wie das Boot gebaut war, daß wir nicht fahren durften. Ein anderes Boot fuhr sehr wohl um 15:30h wie geplant, aber das war leider ausgebucht. Man bot uns dann an entweder noch einen Tag zu warten (was für uns, da wir ja schon einen Tag vertrödelt hatten, nicht in Frage kam) oder mit dem Flugzeug Wale zu beobachten. Aber das wollten wir auch nicht. Irgendwie ist das aus der Luft nicht dasgleiche.

Wir waren also sehr enttäuscht und ich kann nur jedem raten, direkt eine Fahrt auf dem stabileren Boot zu buchen, wenn er die Wahl hat (die fahren meist um 11:30h und 15:30h oder so), da diese am ehestens auch wirklich fahren. Die anderen scheinen doch sehr oft gecancelt zu werden. Da wir jetzt schon soviel Zeit in Kaikoura vertrödelt hatten beschlossen wir direkt aufzubrechen, um Richtung Abel Tasman Nationalpark zu kommen. Der Campgroundbesitzer war so nett uns wenigstens die Hälfte der schon bezahlten Übernachtung (die wir nun nicht nutzten) wieder zu erstatten und so sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein wieder den Weg zurück zunächst Richtung Picton gefahren. Bei diesem schönen Wetter konnte man die geniale Farbe des Pazifik hier so richtig bewundern. Wir haben dann noch mal einen kurzen Stop an der Robben-Kolonie eingelegt (sie heißt übrigens Ohau Point Seal Colony und hat einen eigenen Lookout am Highway 1) und sind dann bis Picton durch gefahren. Dort beschlossen wir über die Scenic Route nach Havelock zu fahren, welche eigentlich sehr schön, aber auch sehr kurvenreich ist. Mit dem Camper war das mal wieder kein allzu großes Vergnügen (zumindest für uns Angsthasen), aber die Ausblicke über den Marlborough Sound waren schon wirklich schön.

Genächtigt haben wir dann auf einem relativ neuen Campground in Linkwater an der Scenic Route und zwar der Smith Farm Holiday Park. Der Platz war richtig schön und man wurde herzlich Willkommen geheißen. Die Frau brachte uns warme frische Muffins und Saft als Willkommensgruß und man hätte am nächsten Morgen auch noch einen geführten Farm-Walk machen können, wenn man gewollt hätte. All dies wäre noch im Preis (normaler Übernachtungspreis) enthalten gewesen, aber wir wollten ja weiterkommen, so haben wir auf die Farm-Führung verzichtet. Ansonsten war der Campingplatz auch sehr ansprechend mit einzelnen Duschen und Toiletten (die so richtig einzelne Räume waren, was ja nicht gerade die Norm ist).


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-23 18:59:19 mit dem Titel Abel Tasman - Traumhafte Strände und tolle Tracks

Nach einer ruhigen Nacht ging es dann wirklich zum Abel Tasman National Park. Der Weg führte zunächst wieder über eine wildromantische kurvenreiche Straße mit Ausblick auf den Marlborough Sound und anschließend durch eine Gebirgskette (dort hieß die Straße zwar wieder Highway, war aber nur unwesentlich gemütlicher als die Straße vorher! ;-)). Um Nelson herum ging die Straße an der Küste entlang und bot wieder schöne Ausblicke auf das Meer, bevor sie uns ins Land der Obstplantagen und des Weinbaus der Gegend führte. Leider war keine richtige Obstsaison, so daß man zwar vereinzelt etwas Obst an den Ständen der Straße kaufen konnte, aber die anderen Stände größten Teils nur leer und verlassen waren.

Wir machten uns dann auf den Weg nach Kaiteriteri, wo wir übernachten wollten. Unser gewünschter Campingplatz war leider schon mittags als wir ankamen voll (das Kaiteriteri Beach Motor Camp muß also unbedingt vorgebucht werden, wenn man dort hin will!!!), so daß wir auf das Bethany Park Camp ausweichen mußten, welches erstens nicht schön ist, zweitens nicht mal in der Nähe des Strandes liegt (ok, man kann schon hinlaufen, aber es ist trotzdem ein relativ weiter Weg) und außerdem ein relativ religiöses Camp ist, auf dem man keinen Alkohol trinken darf, egal wie alt man ist. Für eine Nacht war es allerdings ok, denn es war auch direkt in der Nähe vom Kaiteriteri Strand, wo am nächsten Morgen unsere Bootstour zum Abel Tasman Park losgehen sollte.

Den Tag haben wir dann am Strand verbracht, ein wenig in der Tasman Sea geplanscht (nach der ersten Kälte war das Wasser richtig angenehm und das Wasser war glasklar) und an der Bucht entlang gelaufen. Danach sind wir in den Ort Motueka gefahren, wo wir ein wenig eingekauft und uns die Beine vertreten haben, um uns dann auf den „tollen“ Campground für den Abend zurückzuziehen.

Am nächsten Morgen sind wir dann mit dem Boot (so eine Art Fähre) am Abel Tasman National Park entlang getuckert und haben den Park betrachtet. Meiner Mom und mir war nicht danach uns einen Teil des Tracks durch den Wald und am Strand entlang zu beschreiten, deshalb sind wir an Bord geblieben und haben die Aussicht und das schöne Wetter genossen. Ich mußte es hinterher mit einem Sonnenbrand auf dem Kopf bereuen (aber nur ein bischen), da ich leider keinen Hut auf hatten und mein Kopf nach ca. 6 Stunden Sonne doch meinte, es wäre etwas viel gewesen! ;-) Die Fahrt führte vorbei an einer Robbenkolonie, wo man die süßen Dinger beim Sonnen und Plantschen beobachten konnte. Und außer dem haben wir viele wunderschöne Buchten an uns vorbei ziehen lassen, die nur so dazu einluden an ihnen im Meer zu baden. Einfach traumhaft. Hier konnte man einfach mal ein paar Wochen Urlaub machen und jeden Tag in eine andere Bucht erkunden oder zum Baden nutzen.

Mein Dad ist in der Bark Bay (eine der Haltestellen) der Fähre ausgestiegen und hat einen 2 Stunden Weg auf dem Abel Tasman Track zur Torrent Bay zurück gelegt. Der Weg führte ihn durch sehr viel Urwald und hatte relativ viele steile Anstiege, die den Weg dann etwas erschwert haben und man schonmal nach Luft schnappen mußte. Er mußte über eine ca. 25-30 Meter lange „Swingbridge“ (Hängebrücke), was für mich schon wieder nichts gewesen wäre, da ich die Dinger ja nicht so sehr mag! ;-) Auf der Brücke konnte auch niemand überholen, sprich, wenn jemand in die andere Richtung wollte, dann mußte er warten bis der Gegenverkehr die Brücke passiert hatte und der Weg wieder frei war. Ansonsten bot der Weg schöne Aussichten auf einzelne Buchten und die Küsten und hat meinem Dad sehr gut gefallen. Der Track selbst ist allerdings relativ schmal und man muß eigentlich immer stehenbleiben, wenn Gegenverkehr (sprich: anderen Leute) kommt, was doch ziemlich häufig der Fall ist, da dort sehr viel Betrieb herrscht.

Auf der Rückfahrt der Fähre, haben wir meine Dad dann an der Torrent Bucht wieder eingesammelt und sind zurück nach Kaiteriteri gefahren, von wo wir gestartet sind. Da es noch früher Nachmittag war sind wir nach einer Stärkung mit Fish & Chips dann weiter gefahren, um Richtung Westküste zu kommen. Eine Übernachtung haben wir in Murchison auf einem Kiwi Holiday Park eingelegt, der wirklich sehr schön gelegen war. Wir hatten direkt neben unserem Camperplatz eine Bank stehen auf der wir es uns dann für den Abend gemütlich gemacht haben und das Licht- und Schattenspiel genossen haben, daß die Sonne auf die umliegenden Hügel und Berge geschmissen hat.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-29 13:58:25 mit dem Titel Wanaka

Nach dem Haast Paß änderte sich die Landschaft dann irgendwann und wir fuhren in eine Region mit vielen Seen. Zuerst ging es eine ganze Zeit lang am Lake Wanaka vorbei, der auch viele landschaftlich schöne Blicke bot und uns zum Fotografieren auch herrliche Blümchen, nette kleine Uferstücke oder Klippen und ähnlich reizvolle Motive bot. Danach gab es einen Seitenwechsel und die Fahrt ging am Lake Hawea vorbei, bis wir dann in der Stadt Wanaka ankamen. Die Stadt ist nicht sehr groß, aber dafür ganz nett. Viele kleinere Läden, Restaurants und Cafes bieten sich in der Nähe des Sees an und laden zum Verweilen ein. Wir suchten uns aber erstmal einen Campground und fanden auch ein herrliches Plätzchen.

Und zwar auf einem 5-Sterne Campervan-Park „Aspiring View“ (oder so ähnlich), der die Sternchen auch alle verdient hat. Der Park hat nur ca. 30-35 Stellplätze für Campervans und nimmt keine Zelter oder Wohnwagen auf, so daß man wirklich seine Ruhe hat. Die Anlage ist noch sehr neu und hat viele netten Service. So ist das Toiletten- und Duschhäuschen mit einer Bodenheizung ausgestattet und immer wohltemperiert, damit man weder morgens noch abends frieren muß, wenn man geduscht hat. Außerdem befindet sich in dem Häuschen ein Whirlpool, den man kostenlos benutzen darf (was wir dann zur Erholung abends auch genutzt haben). Außerdem gibt es einen überdachten Grillplatz mit kostenlos zu benutzenden Gasgrills, welche wir auch genutzt haben, da das Wetter so schön war und wir bisher während des Urlaubs nie in den Genuß eines so schönen Grillplatzes gekommen waren (mit Blick auf schneebedeckte Berge, die Stadt und den See). So ein Panaroma bekommt man nicht überall geboten. Ansonsten hatte der Park auch eine gemütliche Küche mit Aufenthaltsraum und Fernsehecke (Videos konnte man an der Rezeption auch leihen) und einen Computer mit Internet-Anschluß, den ich für einen kurzen Gruß in die Heimat genutzt habe.

Uns hat der Platz wirklich sehr gut gefallen und wenn man beim Reisen mit dem Campervan mal ein wenig Luxus haben möchte, dann kann ich diesen Platz nur wärmstens empfehlen.

Am Morgen haben wir uns überlegt, daß es wohl nicht schlecht wäre, wenn wir die Bootstour, welche wir auf dem Milford Sound in den nächsten Tagen machen wollten vorbuchen würden. Also sind wir vor unserer Abfahrt noch kurz in die Rezeption des Campervan-Park gegangen und haben uns dort erkundigt. Der Inhaber war auch sehr nett und kompetent und hat uns alles sehr gut erklärt und die Buchen gut gemanagt. Er hat uns sogar den Campground in Te Anau vorgebucht, so daß wir beruhigt Richtung Queenstown aufbrechen konnten.

Die Fahrt dorthin verlief recht Ereignis los, da es regnete und uns auch sonst nicht viel zum Anhalten angeregt hätte. Einzig die Bungy Sprung-Anlage von Hackett (welches die wohl erste kommerzielle Bungy Anlage war) an einer alten Brücke konnte uns aus dem Camper locken. Allerdings nicht um einen Sprung zu wagen (uaaahhh), sondern nur um den Wahnsinnigen (und sehr mutigen Leuten) bei ihren Sprüngen zu zusehen. Sogar der Regen hielt die Menschen nicht davon ab sich von der Brücke zu stürzen.

Danach fuhren wir dann in die Stadt, bezogen unseren Campground (Top 10) und machten uns zu Fuß bei Nieselregen auf in die City, um ein wenig zu Shoppen und uns Queenstown anzusehen. Sehr viel gab es nicht zu sehen, aber einige nette T-Shirts und Souvenirs haben wir erstanden.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-27 09:46:00 mit dem Titel Die Südalpen

Die Westküste der neuseeländischen Südinsel bietet einem tolle Küstenbilder mit zerklüfteten Klippen und schönen Stränden. Einige Teile erinnerten uns an Big Sur in Kalifornien, nur das hier in Neuseeland der Küstenstreifen noch länger war und dementsprechend noch mehr Ausblicke bot.

Ein Stop haben wir dann in Panukaiki eingelegt und uns die Pancake-Rocks angesehen. Ein schöner Weg ist dort angelegt worden, um einem die Felserosionen zu zeigen, die dazu geführt haben, daß diese Felsen heute so aussehen, als wären viele Pfannkuchen übereinander gestapelt worden. Der Weg ist nicht sehr lang (vielleicht ca. 15 Minunten Rundweg), aber sehr schön gemacht. Es gibt in diesen Felsen auch einige Blowholes aus denen bei Flut jede Menge Wasser schießt. Allerdings waren wir nicht zu einer Flutzeit dort, so daß uns dieses Spektakel vorenthalten blieb (was uns aber nicht weiter gestört hatte). Will man das spritzende Wasser allerdings sehen, dann sollte man sich beim Visitor Center erkundigen wann die nächste Flut ist.

Weiter ging unsere Fahrt auf dem SH 6 dann entlang der Küste bis nach Hokitika, wo wir in der Nähe des Strands genächtigt haben. Den ersten Stop am nächsten Tag haben wir dann in der Stadt Hokitika eingelegt, weil wir ein wenig shoppen wollten. Hier gibt es nämlich sehr viele Shops, die sich auf Jade- und Bone-Carving spezialisiert haben und tollen Schmuck anbieten. Ich habe dann auch einen wunderschönen Kettenanhänger gefunden, der zwar nicht gerade billig war, aber sehr schön und aus Jade ist. (Ich habe ihn dann auch sofort zu meinem neuen Lieblingsstück erklärt und die Kette umgelegt. ;-))

Dann ging die Fahrt weiter am SH 6 entlang zum Franz Josef Glacier. Wir haben uns überlegt, ob wir einen Flug über die Gletscher und zum Mount Cook machen sollten, da es aber doch relativ stark bewölkt war und die Sonne nur selten durchblitzte, haben wir es dann doch lieber sein lassen (da es ziemlich teuer ist). Wir haben dann nur den kurzen Weg zum Aussichtspunkt auf den Franz Josef Glacier gewählt und ein schnelles Foto gemacht. Der Weg bis nahe an diesen Gletscher heran gefiel uns nicht sonderlich, so daß wir gleich zum Fox Glacier weiter gefahren sind.

Dort angekommen sind wir dann den 1 Stundenweg (hin und zurück) bis an den Gletscher herangelaufen und der hat uns auch sehr gut gefallen. Zwar mußte man über jede Menge Schotter laufen und zwischendurch einen Fluß auf wackeligen Steingen überqueren (die Fotos sind bestimmt zum Schießen, wie wir darüber eiern! ;-)), aber eigentlich war der Weg gut zu bewältigen. Während wir dann die Eismassen bewundert haben, brach dann ein Stück auf der „Eishöhle“ unten mit einem lauten Knall heraus und krachte auf den Boden. Da wurde einem richtig bewußt, was für eine Kraft und eine Menge an Druck diese Eishöhle aushalten muß, denn mittlerweile hatten sich die Wolken auch etwas gelichtet und boten einen tollen Ausblick auf den dahinterliegenden Berg und weitere Teile des Gletschers. Ist schon Wahnsinn. Vor allem wenn man auch sieht, wie weit diese Gletscher in das Tal und an den Regenwald, der sich zu seinen Füßen erstreckt, herunter kommen. ßte man über jede Menge Schotter laufen und zwischendurch einen Fluß auf wackeligen Steingen überqueren (die Fotos sind bestimmt zum Schießen, wie wir darüber eiern! ;-)), aber eigentlich war der Weg gut zu bewältigen. Während wir dann die Eismassen bewundert haben, brach dann ein Stück auf der „Eishöhle“ unten mit einem lauten Knall heraus und krachte auf den Boden. Da wurde einem richtig bewußt, was für eine Kraft und eine Menge an Druck diese Eishöhle aushalten muß, denn mittlerweile hatten sich die Wolken auch etwas gelichtet und boten einen tollen Ausblick auf den dahinterliegenden Berg und weitere Teile des Gletschers. Ist schon Wahnsinn. Vor allem wenn man auch sieht, wie weit diese Gletscher in das Tal und an den Regenwald, der sich zu seinen Füßen erstreckt, herunter kommen. Sehr beeindruckend.

Nach einem kleinen Absacker (mit einem kühlen Blonden) in einer kleinen Bar im Ort am Fox Glacier haben wir uns dann für die Nacht zurückgezogen, da wir unser Glück am nächsten Morgen versuchen wollten, um in aller Frühe einen Blick auf den Mount Cook zu erhaschen, der sich bei unsere Ankunft leider in Wolken hüllte. Vom Lake Mathewson aus, soll man nämlich tolle Aufnahmen mit Spiegelung des Mount Cook in diesem See machen können, aber das geht natürlich nur, wenn man diesen auch wirklich sehen kann! ;-)

Am nächsten Tag hat uns die Fahrt über eine tolle Route bei strahlendem Wetter an vielen Seen und anderen landschaftlich sehenswerten Sachen vorbei geführt. Der erste Teil der Fahrt ging an den Alpen vorbei und am Haast Paß dann auch durch die Alpen. Zwischendurch konnte man am Wegesrand immer wieder anhalten und Wanderwege oder kurze Spaziergänge zu Wasserfällen und Einblicken in tiefe Schluchten machen. Den ersten Weg, den wir beschritten, war der Weg zum Roaring Billy Wasserfall. Der Spaziergang dauerte nur ca. 20-25 Minuten hin und zurück und die Sicht auf den Wasserfall war Dank des schönes Wetters sehr nett. Was nicht so nett war, waren die Scharen von Sandflies, die sich über uns her machten. ;-) Meine Mom und ich hatten uns Gott sei Dank vorher mit Insektenspray eingemüffelt, so daß wir noch glimpflich davon kamen (mit nur 1-2 Bissen). Mein Vater allerdings, der ja meinte, daß die Viehcher nicht so schlimm sein könnten und das Zeug eh nichts nützen würde (und der sich deshalb auch nicht damit eingesprüht hatte) wurde von den Viehchern nur so geliebt. (Er hatte danach ca. 20 Bisse und hat dann freiwillig das Spray auch benutzt, damit es nicht noch mehr werden! ;-)) Die Sandfly-Bisse haben es nämlich wirklich in sich und vor allem hat man lange etwas davon (2-4 Wochen hat es schon gedauert bis auch die letzten sichtbaren Spuren von den Bissen verschwunden waren).

Relativ kurz vor dem Haast Paß gab es dann einen weiteren sehenswerten Wasserfall und zusätzlich noch einen tollen Blick auf einen Gletscherfluß, der sich den Weg durch das Gebirge über viele schöne große Stein suchte. Das Tal war hier auch recht tief, so daß den Blick lieber aus sicherer Entfernung genossen habe, statt mich an den Rand des Abgrunds zu stellen. Aber sehr schön war es trotzdem (fanden außer uns auch 1000 andere Touristen).


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-30 06:19:24 mit dem Titel Queenstown - Die Stadt für den Nervenkitzel

Die Fahrt nach Queenstown von Wanaka aus verlief recht Ereignis los, da es regnete und uns auch sonst nicht viel zum Anhalten angeregt hätte.

Was uns allerdings unterwegs immer wieder aufgefallen ist (nicht nur auf der Fahrt nach Queenstown, sondern eigentlich ständig), sind die Vögel am Straßenrand. Ich bin mir zwar nicht sicher wie sie heißen (wir vermuten „Noisy Miner“, genau kann ich das allerdings nicht sagen), aber man findet sie eigentlich überall. Auf jeden Fall, wenn diese Vögel am Straßenrand sitzen oder auf der Fahrbahn herumspazieren und es kommt ein Auto, dann sind sie recht faul. Sie fliegen nicht weg, wie normale Vögel das tun würden, sondern sie gehen in aller Seelenruhe an den Rand, da sie wohl zu faul zum Fliegen sind. Oder sie haben einfach wie auch die Bewohner von Neuseeland die Ruhe weg und lassen sich durch nichts aus der Fassung bringen. ;-) Wir fanden diese Vögel jedenfalls recht lustig und waren froh, daß sie immer so flott zu Fuß sind, daß sie nicht überfahren werden. In wirklich dringenden Fällen können sie auch wirklich fliegen! Wirklich!!! *grins*

Die einzige Attraktion, die uns bei der langweiligen Fahrt und dem schlechten Wetter aus dem Camper locken konnte, war die Bungy Sprung-Anlage von Hackett (welches die wohl erste kommerzielle Bungy Anlage war) an einer alten Brücke. Allerdings nicht um einen Sprung zu wagen (uaaahhh), sondern nur um den Wahnsinnigen (und sehr mutigen Leuten) bei ihren Sprüngen zu zusehen. Sogar der Regen hielt die Menschen nicht davon ab sich von der Brücke zu stürzen. Für mich wäre das ja nichts, aber es waren einige sehr mutige Frauen dabei, obwohl die doch wesentlich mehr geschriehen haben bei den Sprüngen als die männlichen Springer! ;-)

Nach diesem Stop sind wir dann in die Stadt gefahren und haben unseren Campground (Top 10) bezogen. Da es noch früh am Tag war, haben wir uns dann uns zu Fuß bei Nieselregen auf den Weg in die City gemacht, um ein wenig zu Shoppen und uns Queenstown anzusehen. Sehr viel gab es nicht zu sehen, aber einige nette T-Shirts und Souvenirs haben wir erstanden. Ansonsten gibt es einige sehr nette Restaurants in Queenstown, ein Casino und eine schöne Fußgängerzone zum Bummeln. Das ist zwar alles nicht wahnsinnig aufregend, aber dafür ist Queenstown ja auch nicht bekannt. Eigentlich geht es in Queenstown schließlich um Fun und Action. Bungy ist dabei nicht die einzige Attraktion. Mit Jet-Booten über einen Fluß durch eine enge Felsenschlucht zu düsen, einen Fallschirmsprung zu wagen oder Paragliding zu machen, das sind die Sachen wofür Queenstown berühmt ist. Für alle diese Sachen (und mehr) gibt es dort Tausende von Angeboten. Wir haben bei diesen Attraktionen aber lieber nur zugesehen, obwohl mich ein Fallschirmsprung ja doch einmal reizen würde. Irgendwann werde ich auch mal einen Tandemsprung wagen. (Wenn die nur nicht so teuer wären.) Die Welt im freien Fall von oben zu betrachten muß schon der Wahnsinn sein.

Nach dem Shopping war dann allerdings erstmal der nervige Teil des Tages dran... wir mußten nämlich mal wieder waschen und da der Campground dafür sehr gute Möglichkeiten bot (er hatte mal mehr als 2 Waschmaschinen – nämlich ca. 8, verteilt auf 2 Häuser - so daß man auch wirklich eine freie erwischen konnte!), waren wir dann für den Rest des Tages beschäftigt. Bei dem Wetter war es aber auch nicht schlimm, sich nicht noch länger draußen rumtreiben zu müssen.

Der Regen hat dann über Nacht Gott sei Dank nachgelassen, so daß wir uns an diesem Morgen bei zwar bedecktem Himmel aufmachten, um zunächst die Jet Boote am Arthur`s Point bei ihrer rasanten Fahrt an den Felsen vorbei zu beobachten. Das war zwar ganz nett anzusehen, aber selber wollte ich nicht in so einem Boot sitzen. (Mein Vater wäre allerdings wohl gerne gefahren, traute sich aber alleine auch nicht. ;-)) Zu den anderen Bungy-Anlagen durften wir leider nicht mit unserem Wohnmobil selbst fahren (und ich glaube auch die meisten Mietwagenfirmen haben etwas dagegen, wenn man mit dem Auto in den Skipper Canyon fährt), da die Straße dort nicht befestigt ist und man die ganze Zeit auf Schotter fahren muß. So haben wir und dann gegen Mittag auf den ziemlich langweiligen Weg nach Te Anau gemacht. Die Fahrt dorthin dauert ca. 2 Stunden von Queenstown und es gibt wirklich nichts auf dieser Strecke zu sehen. Landschaftlich recht nichtssagend und auch keine Attraktionen weit und breit. Man kann sich also ruhig erst am späten Nachmittag auf den Weg nach Te Anau machen, wenn man den Campground in Te Anau vorgebucht hat (der ist nämlich immer recht voll) und lieber den Tag noch in Queenstown mit Nervenkitzel-Aktionen oder Shoppen verbringen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-08 17:46:31 mit dem Titel Dunedin - Albatrosse, Straßencafes und lausige Winde

Eine Station kurz vor Ende unserer Neuseeland-Rundreise war die Stadt Dunedin, wo wir uns einen Campground in Portobello auf der Otago Peninsula ausgesucht hatten. Was wir beim Aussuchen noch nicht wußten war, daß die Straße dort hin führte direkt am Wasser entlang ging und sehr kurvenreich war. Das allein wäre ja nicht so schlimm gewesen, aber sie war auch verdammt schmal und führte immer ziemlich knapp am Wasser vorbei. Es war recht anstrengend die Strecke zu fahren (vor allem nach der ganzen Gravelroad, die wir an diesem Tag schon auf der Southern Scenic Route zurückgelegt hatten). Der Campground war dann allerdings ok und lag in der Nähe der Albatross-Kolonie am Nordende der Insel, welche wir am nächsten Tag besuchen wollten. Der Weg am nächsten Tag war also nicht mehr so weit.

Die Albatross Kolonie haben wir dann auch am nächsten Morgen ohne Probleme gefunden. In meinem Reiseführer war ein sehr nützlicher Tip vorhanden, wie man sich das Eintrittsgeld für das Nistgebiet der Albatrosse sparen kann und diese aber trotzdem zu sehen bekommt. Und zwar gibt es einen kleinen Trampelpfad, der vom Parkplatz Richtung Ostende der Klippen führt. Dort ist eine Möwenkolonie und unten an der Bucht wohl auch Niststellen von Pinguinen (soweit führt der Weg aber nicht). Das besondere an dieser Stelle ist, daß die Albatrosse diese Stelle als Einflugschneise benutzen und man sie von dort aus der Nistsiedlung heraus und hinein fliegen sehen kann.

Wir haben dort ein paar Minuten gewartet und hatten Glück und bekamen auch wirklich einen Albatross zu Gesicht. Ist schon Wahnsinn was für eine Spannweite diese Vögel haben. Nach ein paar weiteren frostigen Minuten sind wir dann aber wieder von der Beobachtungsstelle abgezogen, da der Wind uns sämtliches Leben aus Finger, Zehen und Nasen zog! Um uns aber noch besser über die Albatrosse kundig zu machen sind wir anschließend zum Informationsbüro an der Albatrosskolonie gegangen, wo wir dann erfuhren, daß in dieser Saison ganze 11 Albatroße in der Kolonie hausten. Zwar sollten ca. 20 Nester vorhanden sein, wie das mit nur 11 Vögeln allerdings funktionieren sollte, ist uns ein Rätsel geblieben. Es war also gut, daß wir uns den Eintritt gespart haben, denn mehr als auf unserem Beobachtungsposten hätten wir bestimmt in der Kolonie auch nicht gesehen und im Informationszentrum konnte man ein paar Nester per Kamera auch beobachten. Wir haben uns letztendlich noch ein wenig in der Ausstellung umgesehen und sind dann weiter in die Stadt Dunedin gefahren.

Dunedin ist eine nette Stadt, die auch wirklich mal den Namen Stadt verdient hat (was in Neuseeland meistens nicht unbedingt der Fall ist bei den vielen winzigen Dörfern). Es war nur lausig kalt an diesem Tag, so daß das Sightseeing nicht so ganz viel Spaß gemacht hat. Erwähnenswert ist auf jeden Fall der Bahnhof, welcher wunderschön ist, auch wenn er heute kaum noch als Bahnhof genutzt wird. Einzig die Scenic Railway – eine Art Touristen-Zug – fährt hier noch, aber trotzdem ist das Gebäude gut erhalten und beherbergt ein nettes Restaurant.

Ansonsten ist der Octagonplatz der Ort wo sich das Leben in Dunedin abspielt. Hier steht das Rathaus und einige Kirchen sind auch rund um den Platz angesiedelt, welcher ansonsten jede Menge Restaurants und Straßencafes beherbergt. Rund um den Octagonplatz gehen einige Straßen ab, welche meist mit Einkaufspassagen, Elektroläden und Supermärkten besiedelt sind. Nach der ganzen Natur, die wir auf der Neuseelandreise gesehen haben, kam uns die Abwechslung mal wieder das Stadtleben zu genießen ganz recht und wir sind eine Weile die Straßen entlang geschlendert und haben und die Schaufenster angesehen.

Vor unserem Aufbruch zur Weiterfahrt haben wir dann noch eins der Straßencafes am Octagonplatz genutzt, um uns bei Cappucino und Riesen-Muffin zu stärken (von dem einen Muffin wurde die ganze Familie satt ;-)).


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-07 06:15:31 mit dem Titel Southern Scenic Route

Und weiter geht es auf unserer Tour durch Neuseeland. Nach dem Trip zum Milford Sound geht es nun weiter an die südliche Küste der Südinsel.

Am nächsten Morgen war der Himmel wieder wolkenbedeckt, aber vor der Abfahrt haben wir trotzdem noch dem Wildlife Center in Te Anau einen Besuch abgestattet, um einen Blick auf ein paar für Neuseeland typische Vögel zu erhaschen. Meist bekommt man die Vögel in der Freiheit ja nicht zu Gesicht (außer vielleicht, wenn man einen der vielen Tracks bewandert), so daß wir für diese Möglichkeit dankbar waren. Man soll sich jetzt aber keinen Vogelpark, darunter vorstellen. Denn hier werden nur Vögel gehalten, die entweder krank sind und gesund gepflegt werden oder die so krank sind, daß sie für die Wildnis nicht mehr tauglich sind und dort umkommen würden.

Anschließend ging unsere Fahrt dann Richtung Süden auf der Southern Scenic Route. Leider war das Wetter nicht so doll, so daß die Schönheit der Landschaft nicht ganz so zur Geltung gekommen ist, wie dies bei schönem Sonnenschein der Fall gewesen wäre, aber gut gefallen hat uns die Fahrt trotzdem.

In Invercargill haben wir dann die Straßenbauweise bewundert. Die Stadt wurde nach amerikanischem Vorbild errichtet und bietet riesige breite Straßen (zum Teil 4 Spuren in jede Richtung) und wurde mit altenglischer Architektur gefüllt. Wir haben diese einzige Großstadt (ca. 50.000 Einwohner) an diesem Tag dazu genutzt, um unsere Einkäufe für die nächsten Tage zu erledigen, bevor wir dann weiter nach Bluff gefahren sind, um den Gegenpol zu Cape Reigna im Norden anzusehen. In Bluff befindet sich nämlich das Ende vom SH 1 und auch wenn dies nicht der südlichste Punkt von Neuseeland ist, war es doch schon einen Gedenkmoment wert sich vor Augen zu führen, daß man Neuseeland nun von Norden nach Süden erkundet hatte.

Danach sind wir noch ein Stück weiter auf der Southern Scenic Route gefahren, um in strömendem Regen einen Campground an der Curio/Purpoise Bay anzufahren. Begeistert waren wir in diesem Moment von unserem billigsten Campround (nur 15 N$ für 3 Erwachsene mit Strom) nicht, aber da er der einzige für die nächsten – ich weiß nicht wievielen – Kilometer war, mußte er einfach gut genug sein. Wir sahen im ersten Moment nur die zugigen Toiletten und Duschen und waren bedient für den Moment. Der Regen veranlaßte uns auch nicht nur einen Fuß vor die Tür zu setzen und es war so lausig kalt, daß wir sogar zum ersten und einzigen Mal die Heizung in unserem Camper angemacht haben.

Nach dem Abendessen hatte der Regen dann aufgehört und meine Mom und ich sind losgegangen uns die Füße zu vertreten. Wir standen dann so an Informationstafeln in der Nähe des Shops/Office auf denen etwas davon stand, daß Delphine sich oft hier in der Bucht tummeln, als wir auch schon den ersten im Wasser erspähten. Es war wirklich Wahnsinn wie nahe die Delphine hier an den Strand kamen. Da sie recht ungestört waren, sind sie bis zu 1-2 Meter an den Strand im Wasser. Wir haben das Geschehen also weiter beobachtet und auch meine Vater geholt, damit er sich das ansieht. Auf einmal fing ein Delphin dann an richtig in den Wellen zu plantschen und zu springen. Und während des weiteren Beobachtens sahen wir dann 5 Delphine auf einmal in einer Welle „surfen“. Einfach genial! Damit war der Tag gerettet und der Campground wurde einstimmt (trotz der schlechten Waschräume) zu einem der besten auf unserer Route gekürt. ;-)

Die Delphine schwammen in der Purpoise Bay. Von dem Campgound konnten wir aber auch in die Curio Bay hineinschauen, in der bei Ebbe ein “Petrified Forest” also ein alter versteinerter Wald zu sehen sein soll. Wir haben ihn leider nicht gesehen, da wir eigentlich immer bei Flut bzw. dem Anfang der Ebbe unterwegs waren, aber wenn man dort ist, kann man halt einfach 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Die Fortsetzung der Scenic Route an diesem Tag war nicht so schön und erholsam wie bisher. Landschaftlich war es sehr schön, aber leider war die Strecke oft für mehrere Kilometer (zwischen 23-40 km) nicht geteert, so daß die Gravelroad uns ziemlich zu schaffen machte. Einen Abstecher zu den Purakaunui Falls (sehr schönen Wasserfällen, die oft als Postkartenmotiv herhalten müsen) führte auch über Gravelroad, war den Weg aber wert.

Der nächste Punkt war der Nugget Point, ein schöner Leuchtturm, bei dem man wunderbar von den Klippen aus Seelöwen und Robben beobachten kann (Fernglas empfehlenswert). Leider war auch dieser Punkt wieder nur über Gravelroad aus erreichbar. Auf der Strecke zum Leuchtturm lag dann auch die Roaring Bay an der sich ein Beobachtungsstand für Yellow-Eyed Pinguins befindet. Es war allerdings erst 15 h als wir dort vorbei kamen und die Pinguine kommen erst so ab ca. 18 h (bzw. den letzten beiden Stunden des Tageslicht) an Land. Wir sind dann lieber direkt weiter gefahren bis Dunedin.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-09 11:49:04 mit dem Titel Oamaru - Pinguine

Nachdem wir Dunedin verlassen hatten, sind wir weiter die Küste entlang gefahren bis Oamaru, einem netten Ort mit historischem Stadtkern, der komplett wiederhergerichtet worden ist und in dessen alten Gebäuden sich sogar so für Neuseeland „exotische“ Läden wie eine Naturkostbäckerei gibt, in der man richtiges, festes Brot kaufen kann. Aber das war nicht der Grund warum wir unbedingt nach Oamaru wollten. Zunächst haben wir uns einen Campground gesucht, da es schon auf den Abend zu ging und wir ein Plätzchen zum Schlafen organisieren mußten, bevor wir uns zu der eigentlichen Attraktion des Ortes begaben. Und das sind Pinguine. An der Küste dieses Ortes gibt es nämlich einige Niststellen von verschiedenen Pinguinarten und da wir bisher immer zu früh dran waren, um anders wo Pinguine zu beobachten, wollten wir diese Chance nun auf jeden Fall nutzen. Auf dem Campground haben wir uns also direkt erkundigt, wann denn die Pinguine am besten zu beobachten seien. Da es schon Abend war (ca. 18:30h), hat man uns sofort weiter geschickt, um die Yellow-Eyed Pinguins zu beobachten, da diese am späten Nachmittag noch bei Tageslicht zurück vom Fischen kommen und in ihre Nester zurückkehren. Der Beobachtungsstand an den Klippen ist kostenlos und man konnte die Pinguine schön aus dem Wasser an den Strand kommen und in der Botanik verschwinden sehen, wo sie ihre Nester hatten und sich für die Nachtruhe zurückzogen. Der Beobachtungsstand ist allerdings meist überfüllt, da jede Menge Leute kommen, um die Pinguine zu sehen. Auch ist dieser Küstenabschnitt sehr windig und wir haben uns trotz Fließhemden und dicker Jacke halb tot gefroren. Aber die kleinen Viehcher zu beobachten war uns die blaugefrorenen Finger und Zehen wert.

Es gibt in Oamaru auch noch eine Kolonie von Blue Pinguins (eine kleinere Sorte), die auch dort nisten. Diese kommen allerdings erst bei Dunkelheit (so gegen 21:45h im Sommer) an Land und sind nicht kostenlos zu beobachten, sondern man muß eine geführte Tour buchen, welche so um die 8N$ pro Person kostet. Da es bei den Yellow-Eyed Pinguins aber so bitterkalt war und wir trotz des strahlenden Sonnenscheins Frostbeulen hatten ;-), haben wir uns dann den Besuch bei den blauen Pinguine geschenkt und sind lieber zum Aufwärmen wieder auf den Campground zurückgekehrt und uns einen schönen Abend gemacht.

Der nächste Tag verlief nicht sehr harmonisch mit unserer Familie. Zunächst war geplant die Route nach Christchurch über den Mount Cook (also einen Schlenker landeinwärts) zu fahren. Kurzfristig haben wir uns aber wegen den schönen Wetters dazu entschlossen an der Küste zu bleiben und lieber noch ein paar Tage bis zum Abflug am Strand zu verbringen. Das war ein böser Fehler. ;-)

Wir sind zunächst bis nach Timaru gefahren, wo laut meinem Reiseführer ein schöne sichere Bucht zum Schwimmen und Sonnenbaden sein sollte. Nur als wir dort ankamen entpuppte sich die Bucht zwar als sandig und sicher, lag aber direkt neben einem Industriehafen mitten in der Stadt und war nicht gerade sehr schön. (Auf der Reise hatten wir so viele schöne Strände gesehen, daß mein Vater bei Erspähen dieser Bucht erstmal einen Anfall bekommen hat, was ich denn für einen Schrott ausgesucht hatte.) Wir haben dann zwar einen Zwangsaufenthalt von einer Stunde dort an der Bucht gemacht, waren aber alle ziemlich sauer (auf einander, wegen des Anschreiens und Gemuffels und der unschönen Bucht! ;-))

Wegen der schlechten Stimmung sind wir dann lieber gleich weiter nach Christchurch gefahren, wo wir einen Campground in New Brighton gefunden hatten, der nur 300 m vom Strand entfernt war, in der Hoffnung, daß wir dann den Tag doch noch an einem schönen Strand verbringen könnten und alle wieder besser gestimmt würden. Der Campground war auch so weit ok, aber ziemlich verlassen (die Reisesaison der Neuseeländer war vorbei und die meisten Touristen auch auf dem Weg nach Hause). Der Strand war zwar ganz nett, aber sehr windig und kalt. Nach einer stürmischen Nacht (das unser Camper nicht durch den Wind den Stellplatz gewechselt hat, grenzte schon fast an ein Wunder ;-)) beschlossen wir dann am nächsten Tag uns einen anderen Übernachtungsplatz zu suchen.

25 Bewertungen, 5 Kommentare

  • AndreaK.

    02.10.2002, 15:38 Uhr von AndreaK.
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo DolphinSunshine! Für jemanden, der noch nie in Neuseeland war und folglich auch nichts von Oamaru gehört hat, ist der Artikel mit Deinen persönlichen Erfahrungen zwar wunderschön zu lesen, aber es fehlen einfach wesentliche Inform

  • Calini

    09.05.2002, 18:12 Uhr von Calini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Neuseeland muss wirklich klasse sein, da will ich auch noch hin :-)

  • aroza

    09.05.2002, 14:05 Uhr von aroza
    Bewertung: sehr hilfreich

    das ist doch so weit weg!

  • ArthurDent

    09.05.2002, 14:02 Uhr von ArthurDent
    Bewertung: sehr hilfreich

    werde im November nach NZ fliegen und suche noch Anregungen, werde mich bei Dir mal umschauen

  • elektronaut

    09.05.2002, 13:49 Uhr von elektronaut
    Bewertung: sehr hilfreich

    klingt verdammt gut...da möcht ich jetzt auch hin ;)