Niederegger Marzipan Ei Testbericht

ab 8,55
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
5 Sterne
(2)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Grad der Süße:  hoch
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Anhalten der Frische nach Öffnen:  kurz
  • Aus biologischer Erzeugung:  nein

Erfahrungsbericht von Anonym114

DAS Marzipan

Pro:

das beste Marzipan, dass ich kenne hervorragende Qualität

Kontra:

viel zu teuer!

Empfehlung:

Ja

Vor ein paar Jahren war ich noch ziemlich skeptisch: Marzipan? Ach nein, dann doch lieber etwas Schokoladiges pur. Aber inzwischen habe ich gutes Marzipan schätzen gelernt. Und das beste, das ich kenne, wird von der Lübecker Firma Niederegger produziert! Es gibt es in Form von Barren und in der Osterzeit als Ei!

VERPACKUNG:
Auch die hat bei Niederegger Tradition: Das Ei (oder auch der Barren) ist in metallisch glänzendes rotes Staniolpapier eingewickelt, das sehr edel wirkt. Rund herum ist dann noch eine Klarsichtfolie, die im Fall des Eies dann auch noch an den Enden wie bei einem Bonbon zusammen gedreht ist. Eigentlich kann man daran die Niederegger-Produkte schon aus der Entfernung erkennen. Wer aber ganz sicher gehen will, kann dann noch auf das Etikett achten. Im Fall des Eies ist es auch oval und goldig umrandet. Oben sieht man zunächst das Niederegger Symbol (Holstentor in rot und göldlich) sowie ein roter und ein goldiger Streifen, die überkreuzt sind. In roten Buchstaben folgt Niederegger Lübeck. Auf einem goldigen Band, das sich unter den unteren Teil des Etikett-Eis legt, liest man dann noch: Marzipan mit Zartbitter Schokolade. Ganz unten folgt zu guter letzt die Gewichtsangabe. Die Eier sind in unterschiedlicher Schwere zu haben, in meinem Fall sind es 150 g.

DAS EI:
Es ist zunächst einmal unten abgeflacht, so dass man es längs hinlegen kann. Schon wenn man das noch verpackte Ei in die Hand nimmt, merkt man: Die Schokoladenschicht ist sehr fest. Und das zeigt sich dann auch, wenn die Verpackung entfernt ist: Die tief braune Zartbitter-Schokolade bildet eine harte, knackige Schicht, ist zwar nicht endlos dick, aber auch nicht hauchdünn. Ich würde sie auf etwa zwei Millimeter schätzen. Sie schmeckt sehr qualitätsvoll, nicht zu bitter, aber auch nicht zu süß und zergeht sehr angenehm auf der Zunge. Allerdings das erst, nachdem man sie und das Marzipan knackig an- und abgebissen hat.
Das Marzipan ist dann naturgemäß cremefarben und scheint durchaus etwas locker. Die Mischung aus Mandeln und Zucker ist einfach unwiderstehlich, die Süße wirkt nicht penetrant, was vielleicht auch der Kombination mit der sehr hochwertig wirkenden Schokolade liegt.
Auf alle Fälle hat man mit diesem Ei keinen Hohlkörper sondern genau die Menge an von Schokolade überzogenem Marzipan, die man auch schon nach dem Entfernen der Folie vor sich sieht.

WIE ESSEN?
Grade weil dieses Ei komplett gefüllt ist, besteht die Frage, wie man es am besten ißt. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich es am besten genießen kann, wenn ich es in Scheiben schneide. So kann man sich Schokolade und Marzipan ganz langsam gönnen.

ZUTATEN:
Leider sind da die Angaben auf der Verpackung mager:
49 % Mandeln mit Zartbitter-Schokolade (15 %)

WOHER STAMMT EIGENTLICH MARZIPAN?
Da gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Einerseits könnte man es aus dem Italienischen ableiten, nämlich von marzapane. Das Konfekt aus Mandeln und Zucker, so heißt es dort weiter, soll eigentlich aus dem Orient stammen und durch die Kreuzzüge seinen Weg nach Spanien und Portugal gemacht haben
Doch vielleicht gibt es auch eine naheliegendere Erklärung. Die kriegt man zumindest in Lübeck zu hören: Bei einer Belagerung der Stadt im 14. Jahrhundert soll es zu einer Hungersnot gekommen sein. Nur noch Mandeln und Honig waren übrig geblieben, heißt es der Legende nach. Am Tag des heiligen Markus beschlossen die Lübecker, aus diesen Zutaten ein marci panis, ein Markusbrot herzustellen. Allerdings nahmen auch die Venezianer eine ähnliche Entdeckung für sich in Anspruch.
Eigentlich gefällt mir ja die Lübeck-Geschichte am besten. Doch wie es scheint, kam das Marzipan dann doch aus dem Orient und gelangte um 800 ins heutige Europa.

NIEDEREGGER:
Weil dieses Unternehmen für Qualität spricht, kann ich es einmal mehr empfehlen und nur wiederum den Tipp geben, bei einem Lübeck-Besuch unbedingt mal in das Kaffee von Niederegger zu gehen und dort eine köstliche Lübecker-Nusstorte mit Marzipan zu genießen. Wer mag, kann auch bei diversen anderen Produkten zugreifen oder sich in den oberen Etagen über die Geschichte des Familienunternehmens informieren lassen.

WAS KOSTET DER SPASS:
Die Qualität hat leider einen (sehr) hohen Preis: Für das 150 g-Ei zahlt man 3,85 Euro. Die 50 g sind für 1,30 zu haben, 100 g kosten 2,55 Euro, 200 g 5,10.

FAZIT:
In der Zwischenzeit habe ich Marzipan von verschiedenen Herstellern schon mal probiert. Doch keines ist nach meinem Geschmack so gut wie dieses. Man merkt, dass Niederegger besonders gute Zutaten verwendet und das Marzipan sehr sorgfältig und gut herstellt. Die Eier und Barren sind eine Köstlichkeit zum selber kaufen und vor allen Dingen ein gutes Geschenk. Leider ist der Preis relativ gesalzen! Trotzdem: Von mir gib es für dieses Marzipan eine 1!

26 Bewertungen