Niemetz Schwedenbomben Testbericht

ab 16,12
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Anhalten der Frische nach Öffnen:  lang

Erfahrungsbericht von jozeil

Schaum in meinem Munde

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich will, ich will, ich will sofort so eine Bombe haben. So oder so ähnlich verstand ich es schon in jungen Jahren meiner Mutter beim Einkauf in den Ohren zu liegen. Immer wenn ich sie sa, die kleinen ovalen Dinger, teils Vollmilch, teils mit Koskosflocken bestreut wurde gebettelt auf Teufel komm raus um so einen sechser Pack im Einkaufswagen wieder zu finden.

Freilich, jetzt kauf ich sie mir selber und eben das tat ich heute bei Merkur, wo die Niemetz Schwedenbomben gerade vor der Kassa als Aktionsartikel auf sich aufmerksam machen.

Allerdings, nicht in der mickrigen sechser Packung, nein gleich im Karton, in dem ganze 20 Stück der Köstlichkeit Platz finden.

Seit ich zurück denken kann, ist der ansonsten weiße Karton in abwechselnd beige-braunen Streifen gehalten, von einem gezeichneten Zuckerbäcker, haltend in beiden Armen eine überdimensionale Schwedenbombe, geschmückt. Im Inneren der wiederverschließbaren Verpackung sind dann die durch ein Papiergitter voneinander getrennten Schweden schön brav aneinander gereiht und warten darauf, schön langsam, Stück für Stück gegessen zu werden.
Die bei Weitem öfter zu bekommende sechs-Stück Ausführung hingegen ist aus Kunststoff ähnlich einer Eierschachtel, in dem es sich die Bomben in einzelnen Fächern gemütlich machen, um so vor Deformationen geschützt zu sein.

Gut 5 cm Schaum, gebettet auf einer knusprigen Waffel und umhüllt von köstlicher Schokolade, wahlweise mit oder ohne weißes Kleid aus Kokosflocken, so stehen sie nun vor mir, die Köstlichkeiten meiner Begierde.

Eigentlich passen die Dinger ja wunderbar auf einen Schlag in den Mund. Doch dann wüsst ich ja nicht mal, dass der feine, mit Luftbläschen durchzogene Schaum nicht weiß, sondern in leicht goldener Farbe schimmert.

Anders als bei anderen mir bekannten Schokoküssen ist dieses, wirklich nach Eiklar schmeckendes Innenleben nicht von künstlichen Eindrücken begleitet und viel luftiger. Keineswegs so eine klebrige und im Vergleich feste Masse wie beispielsweise bei den allerorts bekannten Dickmanns. Kein Bisschen überzuckert, vermischt mit der dunklen und leicht herben Schokolade merkt man richtig, wie sich die Luftlöcher verflüchtigen und der Schaum, leicht durch Speichel verflüssigt, sich aufzulösen vermag. Auch die Waffel, sprich der Boden, schmeckt weder fad noch outet sich als eine aufgeweichte und zähe Masse, sondern ist knusprig und knackt geradezu zwischen den Zähnen.

Das kommt jetzt natürlich nicht von irgendwo. Pocht Niemetz doch auf seine „Hausgemachte“ Qualität und verwendet für diese Leckereien entstanden und verbessert durch gesammelte Erfahrungen mehrerer Generationen nur beste Zutaten wie, Zucker, reines Hühnereiweiß, Glucosesirup, Pflanzenfett, Kokosraspel, Haferkakao, Waffelblatt, Sojamehl, Magermilchpulver, Agar-Agar und Vanillin.

Gekauft wie schon mal wo erwähnt bei Merkur, sind diese Gupferl aber auch in den meisten anderen Supermärkten zu finden, wo ihr für den Sixpack etwa 99 Cent und für den 20 er „billige“ 2,80 Euro aus eurer Brieftasche zu angeln habt.

Zusatz
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Die Bombenidee hat natürlich auch einen Ursprung. Es war in der Zeit, als in Wien die Kaffeehauskultur immer größere Ausmaße erreichte. Schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts gab es ja bekanntlich die ersten Konditoren, die es verstanden, vor allem am kaiserlichen Hof die heute auf der ganzen Welt bekannten Mehlspeisen und Schokoladen zu produzieren. Unter diesem Einfluss wuchs der Gründer Edmund Niemetz auf und eröffnete 1890 seine erste eigene Konditorei.
Sohn Walter gründete dann 1930 mit seiner Frau die Süßwarenmanufaktur Niemetz, wodurch dann die Spezialität „Niemetz Schwedenbomben“ ihren Siegeszug antraten. Auch die in Österreich sicher jedem bekannten Köstlichkeiten Swedy und Manja stammen aus dieser Hand und werden von 100 Mitarbeitern im Stammsitz Aspangstrasse 27 in Wien produziert.

Für die deutschen Freunde guter Qualität wird auch in 82515 Wolfratshausen am Erlenweg 4
Produziert und sogar die Amis, werden durch stetige Expansion von New York, NY 10019, 730 Fifth Avenue, 9th Floor bedient.

Fazit:
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Meine Empfehlung geht ganz deutlich Richtung kaufen. Wer diese Schaumküsse einmal sein eigen genannt hat, der wird sehr schnell auf Dickmanns und Co. verzichten und nur noch zu dieser Machart greifen. Nicht zu süß und ohne Konservierungsstoffe schlägt eine Bombe auch gerademal mit humanen 70 kcal auf den Magen, was angesichts dieses Genusses geradezu eine Lappalie ist. Besonders gern geb ich sie vorher in den Kühlschrank, denn gut gekühlt und eiskalt auf der Hand sind sie nochmal so gut und bleiben länger auf der Zunge.

Die Konditorei in Wien so denke ich wird heute noch betrieben, dort war ich allerdings noch nicht. Dafür, und das ist fix, gibt es in Linz, Ecke Fadingerstr. 23 / Mozartstr. 24 und am Neuer Markt am Südbahnhof sowie in Salzburg, Herbert von Karajan Platz 11 drei wunderschöne, im Stil um die Jahrhundertwende gehaltene Niemetz Konditorei-Cafés

Geheimtipp am Rande: „In diesen Konditoreien kann ein jeder billigere Bruchware kaufen, die es dann zu einem Preis von 15 Cent/Stück gleich im 60 Bomben fassenden Karton zum Mitnehmen gibt ;-).

Verabschieden möchte ich mich mit einem Zitat von der Homepage http://www.sweet-niemetz.com, welches lautet:
„In Österreich gehören SCHWEDENBOMBEN zum täglichen Leben, so wie Cola und Hamburger in Amerika.
Was Original Niemetz SCHWEDENBOMBEN so besonders macht, ist ihr feiner, leichter Geschmack. Wie eine zarte Wolke aus reinstem Eiweiß mit einem Hauch Schokolade auf einer feinen, dünnen Waffel.“

Ad rem

Euer Jörg

© by Jozeil 1/2003

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