Eternal Darkness: Sanity's Requiem (GameCube Spiel) Testbericht
ab 9,46 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 08/2010
Auf yopi.de gelistet seit 08/2010
Summe aller Bewertungen
- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
Erfahrungsbericht von fenikso
Geisteszustand zweifelerregend
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nachdem Capcom mit seiner Resident Evil-Reihe weltweit für Furore gesorgt hat, hat man bei Nintendo den Entschluss gefasst, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, das im selben Bereich um die Krone kämpft. Diesmal hat man es aber nicht nur mit Untoten zu tun, auch sehr lebendige Gegner erwarten einen im Kampf gegen die ewige Finsternis...
Alexandra Roivas ist eine Rationalistin. Nicht umsonst studiert sie erfolgreich „Abstrakte Mathematik“ und „Theorie der Zahlen“. Eines Tages wird sie nach Rhode Island gerufen – zum Familiensitz der Roivas’. Ihr Großvater Edward wurde im eigenen Haus umgebracht. Aber nicht genug – sein Kopf wurde ihm abgetrennt und fehlt nun. Alex, stur, stolz und sauer, beschließt, da die Bullerei ja keine Fortschritte verbuchen kann, selbst im Haus nach Spuren zu suchen. Und langsam dämmert ihr: es geht nicht nur um das Leben ihres Großvaters, sondern um etliche vor ihm – und alle nach ihm...
Alex kommt einer uralten Macht auf die Spur, die vor Äonen diesen Planeten regiert hat. Nun wollen sie zurück, und Verbündete haben die Alten, wie sie sich nennen, anscheinend überall. Möglich macht dies alles eine besondere Planetenkonstellation. Alex beginnt, sich im „Tome of Eternal Darkness“, einem aus Menschenhaut bestehendem Buch, einzuarbeiten. Seiten daraus sind überall im Haus verteilt. Und nun der Clou: Während Alex sich in ein Kapitel einarbeitet, erlebt der Spieler hautnah die Geschichte – indem er sie selbst spielt...
Das erste Kapitel ist das kürzeste: Pius Augustus, Centurio im Jahre 26 v. Chr., findet in Persien eine geheime Grotte. Darin befinden sich drei Artefakte. Als er eines davon berührt, ergreift eine uralte, lange auf Beute lauernde Macht von ihm Besitz: Pius wird erster Diener der Alten. Und er macht seine Aufgabe perfekt...
Später erlebt Alex und damit der Spieler das Leben und vor allem den Tod von zahlreichen Personen, die Spuren auf die Alten entdeckt haben. Und langsam keimt ihn ihr ein Verdacht: Hat auch Edward versucht, die Alten aufzuhalten, und wurde er deswegen so grausam abgeschlachtet...?
Soweit zur Rahmenhandlung, in der sich das Geschehen bewegt. Kommen wir nun zu ein paar Eigenheiten dieses Spiels:
Neben der Tatsache, dass man ein gutes Dutzend Charaktere in ihren Untergang begleiten darf, hat Eternal Darkness noch weitere Finessen auf Lager.
1. Das [B]Tome of Eternal Darkness[/B]
Dieses aus Menschenhaut bestehende Buch enthält neben den Aufzeichnungen über die Versuche, die Macht der Alten zu brechen, auch alle Zaubersprüche, die die Protagonisten zusammensuchen. Zaubersprüche bestehen aus mehreren Runen, die der Spieler beliebig kombinieren kann. Neben Heilungs- und Schutzzaubern kann man auch Zombies herbeirufen und dem Gegner eine reinwürgen – auf die magische Art eben. Etwas sauberer, aber nicht weniger schmerzhaft... Mit Hilfe verschiedener Machtzirkel lässt sich dann noch die Stärke regulieren, mit Ausrichtungsrunen der Anwendungsbereich.
2. Der [IB]Verstand[/IB]
In diesem Spiel ist es erstmals möglich, nicht nur Energie und Mana/Zauberkraft zu verlieren, sondern auch den Verstand. Der wird durch einen grünen Balken dargestellt. Sinkt dieser, so dreht der Charakter langsam durch: er fantasiert. Angefangen bei leichten Einbildungen, wie eine Büste, die einen immer anstarrt, über Blackouts und richtigen Wahrnehmungsstörungen ist alles drin. Mal bildet man sich ein, den Raum verlassen zu haben und wird plötzlich abgeschlachtet, ein anderes mal versinkt man im Boden... Einfach genial, was sich Nintendo da hat einfallen lassen. Aber es kommt noch besser...
3. Der eigene Verstand
Wer es lustig findet, wie die Figuren langsam durchdrehen, der wird gelegentlich ganz schön auf die Nase fallen. Nicht nur den Protagonisten werden Illusionen vorgegaukelt, auch dem Spieler... Wer nicht auf mehrere geniale Schockeffekte verzichten will, überliest einfach den folgenden Absatz...
-----------------[B] Nicht lesen, wenn Spannung erhalten werden soll[/B]---------------------------
Mehrmals bekommt man, mitten im Spiel, den Abspann zu sehen. Meist, nachdem ein Gegner getötet oder ein neuer Raum betreten wurde. Gelegentlich tauchen auch schlichtweg geniale Fehlermeldungen auf: Einmal, kurz vor einem Gegner, mit wenig Energie, tauchte beim daraufhin entsetzten fenikso die Meldung auf: „Controller nicht verbunden“ – und der Zombie hat mich voll zerlegt...
------------------ [B]Weiterlesen[/B]---------------------------- [B]Weiterlesen[/B]-------------------------
Kommen wir nun zur Umsetzung der Ideen. Fangen wir mit dem Augenscheinlichen an, der Grafik:
Nintendo hat sich noch nie vorhalten lassen, die Grafik vernachlässigt zu haben. So erwartet einen auch hier ein grafischer Augenschmaus, an dem auch die glasverstärkten Augen feniksos ihre Freude hatten. Aber es wäre noch bestimmt der eine oder andere grafische Höhenflug drin gewesen. Zumindest bei den Charakteren, die etwas „flach“ wirken. Dafür aber wird der Spieler mit genialen Landschaften und einer erstklassigen Kamera belohnt. Tolle Lichteffekte, die bereits in „Luigis Mansion“ zu bestaunen waren, kehren hier in verbesserter, realistischerer Version zurück...
Der Sound:
Stöhnen, Keuchen, Wimmern, Flüstern, düstere Musik – alles da, was das Gruselherz will. Besonders die Zaubersprüche jagen einem immer wieder eine leichte Gänsehaut über den Körper... Dazu kommt eine sehr gelungene Sprachausgabe – leider nur in Englisch. Dafür aber mit super übersetzten deutschen Untertiteln, die zwar den Wortlaut, aber nie den Inhalt „aus den Ohren“ verlieren... [email protected]
Die Steuerung:
Wer eine Steuerung a la Resident Evil fürchtet, kann diesmal beruhigt sein. Eine saubere Steuerung, die schnell in Fleisch und Blut übergeht, den Rumble-Effekt schön ausnutzt, ohne den Controller aus der Hand zu reißen – so will man Figuren durch Levels dirigieren.
Einzig etwas nervig: Zaubersprüche lassen sich auf das Steuerkreuz legen. Oben + unten + links + rechts = 4, mit der Y-Taste sind es 5 Sprüche, die sofort zugänglich sind. Da allerdings sowohl Ausrichtung als auch Stärke nicht regelbar sind, muss man sich oft im Menü zu dem gewünschten Spruch durcharbeiten – nervt etwas, vor allem, wenn man gerade vor einem Untoten steht und merkt, dass der Verstand alle ist...
feniksos fazit:
Einsame Spitze, was Nintendo hier vom Stapel lässt. Neue Ideen, soweit das Auge reicht. Wechsel der Spielfiguren, die eigene Eigenschaften wie Stärke, Ausdauer, Magie und Verstand besitzen. Der Verstand, mit dem nicht nur gespielt wird, den man auch verlieren kann. Eine erstklassige Steuerung und eine astreine Gruselatmosphäre machen Eternal Darkness zu einem Schmuckstück jeder Sammlung. Die abwechslungsreichen Epochen, viele kleine Rätsel und ein großes Puzzle im Hintergrund lassen den Spieler eintauchen in eine Welt voller Überraschungen. Den Vergleich mit Resident Evil braucht man nicht zu scheuen. Während sich jedoch Resident Evil auf Schockeffekte begrenzt – diese aber massenweise – spielt Eternal Darkness lieber mit dem Verstand und einem subtilem Grusel, der einen eigenen Charme besitzt.
Negativ fällt die Tatsache auf, Zaubersprüche recht umständlich auszuwählen, wenn erst die Schnellspruch-Tasten belegt sind. Auch wäre eine deutsche Sprachausgabe drin gewesen. Ein paar grafische Mängel, die kaum auffallen, machen jedoch, trotz der zwei Negativpunkte, eine brillante Spielidee mit liebe-/gruselvoller Umsetzung nicht zunichte. Der 60Hz-Modus rettet noch mal die volle Punktzahl für das Gruselgame schlechthin.
Alexandra Roivas ist eine Rationalistin. Nicht umsonst studiert sie erfolgreich „Abstrakte Mathematik“ und „Theorie der Zahlen“. Eines Tages wird sie nach Rhode Island gerufen – zum Familiensitz der Roivas’. Ihr Großvater Edward wurde im eigenen Haus umgebracht. Aber nicht genug – sein Kopf wurde ihm abgetrennt und fehlt nun. Alex, stur, stolz und sauer, beschließt, da die Bullerei ja keine Fortschritte verbuchen kann, selbst im Haus nach Spuren zu suchen. Und langsam dämmert ihr: es geht nicht nur um das Leben ihres Großvaters, sondern um etliche vor ihm – und alle nach ihm...
Alex kommt einer uralten Macht auf die Spur, die vor Äonen diesen Planeten regiert hat. Nun wollen sie zurück, und Verbündete haben die Alten, wie sie sich nennen, anscheinend überall. Möglich macht dies alles eine besondere Planetenkonstellation. Alex beginnt, sich im „Tome of Eternal Darkness“, einem aus Menschenhaut bestehendem Buch, einzuarbeiten. Seiten daraus sind überall im Haus verteilt. Und nun der Clou: Während Alex sich in ein Kapitel einarbeitet, erlebt der Spieler hautnah die Geschichte – indem er sie selbst spielt...
Das erste Kapitel ist das kürzeste: Pius Augustus, Centurio im Jahre 26 v. Chr., findet in Persien eine geheime Grotte. Darin befinden sich drei Artefakte. Als er eines davon berührt, ergreift eine uralte, lange auf Beute lauernde Macht von ihm Besitz: Pius wird erster Diener der Alten. Und er macht seine Aufgabe perfekt...
Später erlebt Alex und damit der Spieler das Leben und vor allem den Tod von zahlreichen Personen, die Spuren auf die Alten entdeckt haben. Und langsam keimt ihn ihr ein Verdacht: Hat auch Edward versucht, die Alten aufzuhalten, und wurde er deswegen so grausam abgeschlachtet...?
Soweit zur Rahmenhandlung, in der sich das Geschehen bewegt. Kommen wir nun zu ein paar Eigenheiten dieses Spiels:
Neben der Tatsache, dass man ein gutes Dutzend Charaktere in ihren Untergang begleiten darf, hat Eternal Darkness noch weitere Finessen auf Lager.
1. Das [B]Tome of Eternal Darkness[/B]
Dieses aus Menschenhaut bestehende Buch enthält neben den Aufzeichnungen über die Versuche, die Macht der Alten zu brechen, auch alle Zaubersprüche, die die Protagonisten zusammensuchen. Zaubersprüche bestehen aus mehreren Runen, die der Spieler beliebig kombinieren kann. Neben Heilungs- und Schutzzaubern kann man auch Zombies herbeirufen und dem Gegner eine reinwürgen – auf die magische Art eben. Etwas sauberer, aber nicht weniger schmerzhaft... Mit Hilfe verschiedener Machtzirkel lässt sich dann noch die Stärke regulieren, mit Ausrichtungsrunen der Anwendungsbereich.
2. Der [IB]Verstand[/IB]
In diesem Spiel ist es erstmals möglich, nicht nur Energie und Mana/Zauberkraft zu verlieren, sondern auch den Verstand. Der wird durch einen grünen Balken dargestellt. Sinkt dieser, so dreht der Charakter langsam durch: er fantasiert. Angefangen bei leichten Einbildungen, wie eine Büste, die einen immer anstarrt, über Blackouts und richtigen Wahrnehmungsstörungen ist alles drin. Mal bildet man sich ein, den Raum verlassen zu haben und wird plötzlich abgeschlachtet, ein anderes mal versinkt man im Boden... Einfach genial, was sich Nintendo da hat einfallen lassen. Aber es kommt noch besser...
3. Der eigene Verstand
Wer es lustig findet, wie die Figuren langsam durchdrehen, der wird gelegentlich ganz schön auf die Nase fallen. Nicht nur den Protagonisten werden Illusionen vorgegaukelt, auch dem Spieler... Wer nicht auf mehrere geniale Schockeffekte verzichten will, überliest einfach den folgenden Absatz...
-----------------[B] Nicht lesen, wenn Spannung erhalten werden soll[/B]---------------------------
Mehrmals bekommt man, mitten im Spiel, den Abspann zu sehen. Meist, nachdem ein Gegner getötet oder ein neuer Raum betreten wurde. Gelegentlich tauchen auch schlichtweg geniale Fehlermeldungen auf: Einmal, kurz vor einem Gegner, mit wenig Energie, tauchte beim daraufhin entsetzten fenikso die Meldung auf: „Controller nicht verbunden“ – und der Zombie hat mich voll zerlegt...
------------------ [B]Weiterlesen[/B]---------------------------- [B]Weiterlesen[/B]-------------------------
Kommen wir nun zur Umsetzung der Ideen. Fangen wir mit dem Augenscheinlichen an, der Grafik:
Nintendo hat sich noch nie vorhalten lassen, die Grafik vernachlässigt zu haben. So erwartet einen auch hier ein grafischer Augenschmaus, an dem auch die glasverstärkten Augen feniksos ihre Freude hatten. Aber es wäre noch bestimmt der eine oder andere grafische Höhenflug drin gewesen. Zumindest bei den Charakteren, die etwas „flach“ wirken. Dafür aber wird der Spieler mit genialen Landschaften und einer erstklassigen Kamera belohnt. Tolle Lichteffekte, die bereits in „Luigis Mansion“ zu bestaunen waren, kehren hier in verbesserter, realistischerer Version zurück...
Der Sound:
Stöhnen, Keuchen, Wimmern, Flüstern, düstere Musik – alles da, was das Gruselherz will. Besonders die Zaubersprüche jagen einem immer wieder eine leichte Gänsehaut über den Körper... Dazu kommt eine sehr gelungene Sprachausgabe – leider nur in Englisch. Dafür aber mit super übersetzten deutschen Untertiteln, die zwar den Wortlaut, aber nie den Inhalt „aus den Ohren“ verlieren... [email protected]
Die Steuerung:
Wer eine Steuerung a la Resident Evil fürchtet, kann diesmal beruhigt sein. Eine saubere Steuerung, die schnell in Fleisch und Blut übergeht, den Rumble-Effekt schön ausnutzt, ohne den Controller aus der Hand zu reißen – so will man Figuren durch Levels dirigieren.
Einzig etwas nervig: Zaubersprüche lassen sich auf das Steuerkreuz legen. Oben + unten + links + rechts = 4, mit der Y-Taste sind es 5 Sprüche, die sofort zugänglich sind. Da allerdings sowohl Ausrichtung als auch Stärke nicht regelbar sind, muss man sich oft im Menü zu dem gewünschten Spruch durcharbeiten – nervt etwas, vor allem, wenn man gerade vor einem Untoten steht und merkt, dass der Verstand alle ist...
feniksos fazit:
Einsame Spitze, was Nintendo hier vom Stapel lässt. Neue Ideen, soweit das Auge reicht. Wechsel der Spielfiguren, die eigene Eigenschaften wie Stärke, Ausdauer, Magie und Verstand besitzen. Der Verstand, mit dem nicht nur gespielt wird, den man auch verlieren kann. Eine erstklassige Steuerung und eine astreine Gruselatmosphäre machen Eternal Darkness zu einem Schmuckstück jeder Sammlung. Die abwechslungsreichen Epochen, viele kleine Rätsel und ein großes Puzzle im Hintergrund lassen den Spieler eintauchen in eine Welt voller Überraschungen. Den Vergleich mit Resident Evil braucht man nicht zu scheuen. Während sich jedoch Resident Evil auf Schockeffekte begrenzt – diese aber massenweise – spielt Eternal Darkness lieber mit dem Verstand und einem subtilem Grusel, der einen eigenen Charme besitzt.
Negativ fällt die Tatsache auf, Zaubersprüche recht umständlich auszuwählen, wenn erst die Schnellspruch-Tasten belegt sind. Auch wäre eine deutsche Sprachausgabe drin gewesen. Ein paar grafische Mängel, die kaum auffallen, machen jedoch, trotz der zwei Negativpunkte, eine brillante Spielidee mit liebe-/gruselvoller Umsetzung nicht zunichte. Der 60Hz-Modus rettet noch mal die volle Punktzahl für das Gruselgame schlechthin.
Bewerten / Kommentar schreiben