Nintendo Super Nintendo Entertainment System (SNES) Testbericht

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ab 25,49
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Funktionalität & Handhabung:  sehr gut
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Design:  sehr gut
  • Support & Service:  sehr gut
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Bravehart

Terranigma - ein Kultklassiker

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als wieder einmal der PC von meiner Frau besetzt war und ich Lust hatte etwas weiter am Adventure \"Realms Of The Hunting\" spielen wollte, da griff ich in den Schrank und holte den Super Nintendo heraus. Eigentlich bin ich nicht gerade ein Fan von Spielekonsolen, doch als ich anfing das SNES-Adventure Terranigma zu spielen, war ich irgendwie von diesem Spiel fasziniert.

Euch zu erzählen wie so ein Spiel auf dem Super Nintendo gestartet wird, lasse ich lieber. Es ist gan einfach kinderleicht. Spiel rein, anschalten und los geht´s. Wie auch in anderen Adventures steuert man auch hier den Helden durch die Handlung. Man kann ihm am Anfang einen selbstausgedachten Namen geben. In einem PC-Adventure hat man meistens Rätsel zu lösen, doch hier braucht man nur Ausdauer und man muß seinen Helden durch verschiedene Welten und Gegenden rennen lassen und damit er stärker und erfahrener wird eine Vielzahl von Kämpfen über sich ergehen lassen. In jeder Stadt gibt es ein Speicherungspunkt an dem ihr den Spielstand speichern und eure Kraftpunkte auffrischen könnt. Dies kann man immer in den Gasthöfen und Hotels verrichten.

Mit dem Select-Knopf auf dem SNES-Controller gelangt ihr ins umfangreiche Inventar. Hier gibt es vier verschiedene Räume:
+ Bibliothek + ----- Hier erfährt man welche Attacken man in den Kämpfen (Blitzschlag usw.) ausführen kann und welche Aktionen (Springen, kriechen, usw.). Außerdem habt ihr hier eine Zaubertruhe in der ihr eure Magie einsehen könnt, die ihr bei den verschiedensten Magiern mit den von eurem Helden gefundenen Kristallen entauschen könnt. Eine magische Karte zeigt Euch wo der kleine Held sich gerade befindet. Diese funktioniert aber nur in Labyrinthen und anderen Gebäuden. Der Egospiegel zeigt wie stark der Held momentan ist und wann er (anhand von Punkten) er das nächste Level erreicht. Unter Optionen kann man einige Einstellungen vornehmen wie z.B. das ändern der Controller-Tasten.

+ Utensilien + ----- Hier werden die gekauften und erhalten Dinge aufbewahrt, die alle sehr wichtig sind um im Spiel weiter zu kommen. Vor allem sollte man hier immer genug Heil-, Wunder- und Glücksknollen aufbewahren um eure Kraftpunkte auffüllen zu können. Dies ist vor allem wichtig wenn ihr gegen sogenannte Endgegner antreten müßt. In den unteren Feldern der Utensilienkammer werden Dinge abgelegt, die ihr immer benutzen könnt ohne sich damit ausrüsten zu müssen.

+ Rüstungskammer + ----- Wie der Name schon sagt, werden hier die Rüstungen aufbewahrt. Ihr müßt immer eine der Lage entsprechende Rüstung anlegen. Einige werdet ihr im Spielverlauf in Schatzkisten finden, andere wiederrum müßt ihr beim Händler kaufen. Händler gibt es an mehreren Stellen. Mit der L-Taste kann man sehen wie stark die Rüstung ist und welche Abwehrpunktzahl sie besitzt.

+ Waffenkammer + ----- Je weiter ihr im Spiel kommt, desto mehr Waffen findet und müßt ihr kaufen. Manche Waffen sind Speziell für bestimmte Dinge gemacht worden, wie z.B. der Granitspeer mit dem man Felsen zerstören kann. Dies funktioniert aber nur mit dieser Waffe. Ansonsten sollte man sich immer mit der besten (stärksten) Waffe ausrüsten.

Mit der Zeit werden sich die Utensilien-, Rüstungs-, und Waffenkammer ganz schön füllen. Man kann auch Dinge in ein sogenanntes schwarzes Loch werfen um Platz in den Kammern zu bekommen, doch sollte man es sich dies vorher genau überlegen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist die Bedienung der Kammern überhaupt kein Problem mehr.

Doch nun zur Handlung. Ganz einfach gesagt, es geht um Gut und Böse. Unser Held lebt in der Unterwelt in einem Dorf namens Krysta. Im Keller des Dorf-Weisen findet er eine Truhe die er eigentlich nicht öffnen sollte (man muß dies aber tun, sonst geht das Spiel nicht weiter!). Somit nimmt das Schicksal seinen Lauf und alle Personen in Krysta werden zu Stein. Um sie wieder zu beleben muß er sich nun aufmachen und in fünf verschieden Türmen die Seelen der versteinerten Personen befreien. Hat er dies geschafft, wird er auf die Oberwelt geschickt, denn dort ist alles ausgestorben. Nach und nach muß er Flora und Fauna wiederherstellen, die Gegenden mit Tieren füllen und versuchen aus kleinen Dörfern Städte zu machen. Auf seiner Reise lernt er hilfreiche Freunde kennen, aber auch böse und hinterhältige Personen. Die Geschichte endet mit der Befreiung der Oberwelt vom Bösen und die Unterwelt verschwindet.

Die Story ist eigentlich recht interessant gemacht, doch stellenweise etwas verwirrend. Kinder werden einige Handlungen garnicht verstehen, doch nimmt dies nichts vom Spielspass. Die Grafik ist recht ansprechend und die Musik passt sich immer der Situation an (mal beruhigend, dann wieder dramatisch). Um in eine andere Gegend zu gelangen, muß man überwiegend erst einmal eine bestimmte Sequenz beenden (Unterwelt) um weiter zu kommen. In der Oberwelt sieht dies schon anders aus. Hier kann man sich je länger man spielt und vorwärts kommt sich dann auch mit einem Schiff und einem Flugzeug bewegen.

Mir hat es einen Heidenspass gemacht, auch wenn es, wie ich finde ein Kinderspiel ist. Es ist nicht gerade sehr schwer, aber man sollte es sich auch nicht zu leicht machen. Ich schloß Terranigma mit Level 36 ab und benötigte für das gesamte Spiel 25 Stunden und 43 Minuten. Fans des SNES werden es sicher schon gespielt haben, die die es noch nicht haben sollten einmal auf dem heimischen Flohmarkt (zwischen 7 und 12 Euro) oder im Auktionshaus Ebay (zwischen 5 und 10 Euro) nachgucken. Wer es sich einfach machen will, kann sich auch noch den Terranigma-Spieleberater besorgen, aber den braucht man wirklich nicht um dieses Spiel zu meistern.

Spielt es einmal
rät Euch
Bravehart
21.04.2003

15 Bewertungen