The Legend of Zelda: The Wind Waker (GameCube Spiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2010
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Summe aller Bewertungen
- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
Erfahrungsbericht von The_Wishmaster
Wenn der Wind erwacht...
Pro:
...
Kontra:
...
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Für die Zelda-Spieler der ersten Stunde war es eine Offenbarung, als man die ersten Bilder des neuen Zelda-Games für Nintendos Gamecube sah. Der junge Link duellierte sich dabei in einer phänomenalen grafischen Pracht mit seinem Widersacher Ganondorf: Die Schwerter klirrten, Lichtreflexe brachen sich in der Kamera, wir durften einen Blick auf einen beeindruckenden Thronsaal werfen - doch das alles sollte sich als reine Grafik-Präsentation herausstellen. Denn die ersten wirklichen Bilder des neuen Zelda-Adventures holten viele auf den harten Boden der Tatsachen zurück: Statt Render-Optik war Comic-Look angesagt und die ersten Stimmen wurden laut, die den Titel als Kinderspiel verteufelten. Immer wieder keimten die Hoffnungen auf, das alles wäre nur eine Arbeitsversion und in Wahrheit wolle man dann mit einer grandiosen Optik alle überraschen.
Dem war aber nicht so und Zelda - The Windwaker erschien mit eben jener Knuddel-Optik im Land der aufgehenden Sonne. Aber was passierte dann? Die Nippon-Gemeinde stand vom einen auf den anderen Tag Kopf, die Wertungen überschlugen sich und im größten japanischen Videospielmagazin, Famitsu, heimste das Game als viertes überhaupt in der langjährigen Geschichte des Mags die perfekte Wertung von 40/40 ein. Zudem wurde das Spiel insofern es vorbestellt wurde mit einer Bonus-Disc ausgeliefert: Diese enthielt die optisch leicht überarbeitete Version des N64-Titels "Ocarina of Time" sowie das "Master Quest", eine etwas schwerere "Ocarina of Time"-Variante. Ob es wirklich an den zahlreichen Aufrufen im Internet lag oder von Nintendo von vorherein so geplant war kann ich nicht sagen, jedenfalls erwartete uns in unseren Breitengraden am 03.05. - ein Jahr nach dem Gamecube-Start - der Windwaker samt der Bonus-Disc in limitierter Auflage. Kann das Game wirklich überzeugen oder sind die Japaner lediglich mal wieder einem Wahn verfallen? Wie gut ist Zelda wirklich?
~ Story ~
Beginnen wir also erst einmal mit der Story des Spiels, die den Gesetzen der Serie entsprechend wieder darauf hinausläuft, dass eine junge Maid entführt und gerettet werden will. Am Anfang feiert Ihr aber erst mal nicht als Link, sondern als namenloser Jüngling Euer zwölftes Wiegenfest. Dabei ist es auf Eurer Heimatinsel Präludium so üblich, dass das Geburtstagskind das Gewand des legendären Helden einen Tag lang trägt. Dieses - ein grüner Wams samt Zipfelmütze in derselben Farbe - bekommt Ihr (nennt Euren Protagonisten beispielsweise "Fritz", "Bubi" oder "Kasper") von Eurer Oma verliehen und zieht sie anfangs etwas widerwillig an. Nachdem Ihr Eure Schwester Aril auf dem Aussichtsmasten besucht habt werdet Ihr Zeuge, wie ein riesiger Greifvogel eine junge Dame in den Klauen hält. Der Vogel wird von einem Piratenschiff aus beschossen und lässt seine Beute in den nahe gelegenen Wald fallen. Sofort steht für Fritz fest, dass er sie retten muss und nach einige Lektionen in der Kunst des Schwertkampfes bei einem alten Lehrmeister macht Ihr Euch mit Schwert und Schild ausgerüstet auf in den Wald, um dort Eure eben erlernten Fähigkeiten an den ersten Gegner zu testen.
Diese sollten kein Problem darstellen und so ist die zickige Piratenbraut bald gerettet. Anstatt sich aber zu bedanken, macht sie sich aus dem Staub und während Bubi sie verfolgt, muss er mit ansehen wie der große Greifvogel erneut einen Angriff startet. Diesmal aber erwischt es nicht die kecke Seemansfrau, sondern Kaspers Schwester Aril. Die Piraten können sie auch nicht mehr retten, zu schnell wurde sie entführt und so liegt es nun an Fritz, sie zurückzuholen. Dazu begibt er sich nach einer allgemeinen Verabschiedungsrunde mit den Piraten zur See und macht sich auf den Weg zur versteckten Bastion. Dort soll Aril gefangen gehalten werden und ein kühner Katapult-Einsatz befördert Bubi auf die finstere Insel - jedoch nicht in das gewünschte Fenster, sondern unsanft auf einen großen Platz. Etwas unkoordiniert und ohne Schwert - das ging bei der harten Landung verloren - seid Ihr von nun an auf Euch selbst gestellt und ein fantastisches Abenteuer beginnt...
~ Steuerung ~
Was sich wie ein gigantisches Intro anhört, wird von Euch bereits selbst gespielt. Denn nach einer kurzen Einführung in die Legende des heldenhaften Link und seinen Taten übernehmt Ihr sofort die Steuerung Eures Protagonisten auf dessen Inselchen. Die Steuerung gestaltet sich dabei anfangs recht einfach und wird im Laufe des Games immer mehr erweitert - bleibt aber stets übersichtlich und ist leicht zu habdhaben. Bewegt wird Kasper präzise mit dem Analog-Stick, der ihn laufen, rennen oder schleichen lässt und Euch die volle Kontrolle über all seine Schritte gewährt. Die A-Taste ist nicht fest belegt, steht somit für alle möglich Aktionen zur Verfügung. Mit "Start" gelangt man in das übersichtliche Menü, von dort aus lassen sich auch die Tasten X, Y und Z mit Gegenständen belegen, die dann je nach Bedarf eingesetzt werden können. Mit L werden Gegner/ansprechbare Personen ins Visier genommen, R kommt beim Greifen von Felsen oder Kisten, beim Ducken oder im Kampf zum Einsatz, um Euren Schild zu zücken. Beinahe vergessen hätte ich die B-Taste, mit der Fritz geschwind das Schwert zieht und seine Opponenten mit diversen Schlägen und Combos beharken kann. Damit man immer alles im Blick hat, darf mit dem C-Stick die Kamera jederzeit justiert werden, hiermit kann man um Ecken kucken oder in seltenen Fällen mal unübersichtliche Situationen in den Griff bekommen.
Orientiert hat man sich bei der Steuerung an dem N64-Vorgänger "Ocarina of Time" und man hat gut daran getan. Denn zum einen werden so alte Hasen in sekundenschnelle mit den Bewegungsabläufen vertraut, zum anderen ist die Steuerung einfach so perfekt durchdacht, dass man sie sich auch als absoluter Neuling in Rekordzeit einverleibt hat. Es dauert also nicht lange und man kann problemlos diverse Schwert-Combos oder Roll-Attacken vollführen, presst sich in Stalker-Manier an Hauswände heran, erklimmt Felsen und Leitern, hangelt sich an Abgründen entlang oder trägt diverse Gegenstände wie Hocker, Kisten oder Schweine (*oink*) durch die Gegend. Gesprungen wird übrigens intuitiv, sobald man einen Abgrund erreicht, somit wird man nicht mit einem zusätzlich erforderlichen Button belästigt. Die frei justierbare Kamera rückt das Geschehen dabei wirklich nahezu perfekt ins rechte Licht und muss nur selten korrigiert werden. Lobenswert ist auch die in klein wiedergegebene Übersicht über die Steuerung am rechten oberen Bildschirmrand. Hier sieht man stets sämtliche aktuell möglichen Aktionen, so dass man in knifflig erscheinenden Situationen vor allem zu Beginn Eurer Reise diese Anzeige auch mal beachten sollte.
~ Spielprinzip ~
Das Grundprinzip des Games ist eigentlich schnell erklärt, denn es ist Eure Aufgabe mit Eurem sprechenden Boot die verschiedenen Inseln zu besuchen, dort mit den Bewohnern zu reden um somit Eure weiteren Ziele mitgeteilt zu bekommen. Dazwischen hetzt Ihr durch finstere Dungeons und durchforstet diese nach wertvollen Rubinen, versteckten Amuletten, Schatzkarten und anderen Geheimnissen, säubert sie von fiesen Monstern und trefft letztendlich auf den jeweiligen Obermotz, der gewaltig eine vor den Latz geknallt haben will. Was sich nach einem relativ straighten Gameplay anhört, entpuppt sich aber nicht zuletzt dank der vielen Subquests zu einer abwechslungsreichen Angelegenheit. Denn wer sich in den Städten einmal richtig umhört, findet zahreiche Aufgaben, die man erfüllen kann, aber nicht muss. Wer sich jedoch die Zeit nimmt und hilft den Dorfbewohnern, wird in der Regel gut entlohnt. Oftmals gibt es wertvolle Rubine, teils sogar lebenswichtige Herzteile - vier davon erhöhen Eure Energieanzeige konstant um ein Herz - zu gewinnen.
Die Subquests sind dabei an Abwechslungsreichtum kaum zu übertreffen. Alleine auf der ersten Insel auf Eurem Weg, in Port Monee (man beachte den verstecken Wortwitz im Namen dieser Handelsstadt), könnt Ihr Euch etliche Stunden damit beschäftigen, eine kleine Rasselbande zur Vernunft und damit zurück in die Schule zu bringen, dürft Euch als Assistent für den örtlichen Fotografen bewerben und in seinem Auftrag diverse Situationen knipsen oder Euch als Meister im Schiffe versenken versuchen. Später wollen dann vertrockente Bäumchen bewässert sowie ein Weitflugwettbewerb gewonnen werden und in Eurem eigenen Anwesen dürft Ihr Euch die Zeit mit etlichen Bilder-Schieberätseln vertreiben. Habt Ihr Eurer Meinung nach alles Notwendige erledigt, könnt Ihr zur nächsten Insel aufbrechen und Eure Reise fortführen, man kann aber natürlich auch immer wieder auf bereits besuchte Inseln zurückkehren.
Einer der wichtigsten Gegenstände des Games ist sicherlich der Windwaker selbst, der Taktstock des Windes. Mit ihm kann man verschiedene Melodien spielen und somit den Wind verändern. Weht er aus der korrekten Richtung, rauscht Ihr mit wehenden Segeln ziemlich flott über die weite See, wobei immer die Wind- und die Fahrtrichtung bedacht werden muss. Ansonsten herrscht Flaute und Ihr kommt nicht so recht vorwärts. Dann heißt es den Wind erneut zu verändern, bevor die Reise weitergehen kann. Wenn Ihr schon mal auf hoher See seid, so könnt Ihr dort übrigens auch nach Schätzen angeln - vorausgesetzt Ihr habt den Enterhaken aus dem ersten Dungeon bereits gefunden. Mit diesem kann man entweder auf gut Glück fischen gehen oder man orientiert sich an einer der zahlreichen Schatzkarten, die man in Schatztruhen finden oder für erledigte Aufgaben bekommen kann. Somit lassen sich aus den Tiefen der Meere interessante Schätze bergen, die Euch auf Eurem Weg sicher weiterhelfen werden. Und Ihr werdet alle Hilfe brauchen, denn die Verließe werden immer größer und vertrackter, beherbergen schwierigere Rätsel und stärkere Gegner. Und letztlich ist es die Ausgeburt des Bösen, Ganondorf, der die Welt ein weiteres Mal bedroht...
~ Grafik & Sound ~
Kommen wir endlich mal zum Wohl strittigsten Punkt des Spiels, der Grafik. Eines gleich vorweg: Allen Unkenrufen zum Trotz ist sie einfach genial und passt perfekt zum Spiel. Nachdem Shigeru Miyamoto nämlich auf dem N64 einen recht reifen und optisch nahezu perfekten Link durch Hyrule hat streifen lassen, ist der Sprung in die bunten Comic-Gefilde des Windwakers nicht nur nachvollziehbar, sondern beinahe logisch. Eine noch realistischere Welt wäre nahezu utopisch gewesen, deswegen erscheint uns das Spiel nun im knuddligen Cel Shading-Look mit japanophiler Optik. Alle Elemente des Games bestechen durch simple, knallige Farben, wirken wie gerade einem Zeichentrickfilm entsprungen. Dank der flüssigen Animationen, der vielfältigen Charaktere und der fehlerfreien Darstellung denkt man manchmal sogar, man würde eben diesen "Comic" selbst steuern. Kein Nebel trübt wie auf dem N64 die Sicht, ganz im Gegenteil:
Mit dem Item des Fernrohrs kann man auf hunderte Spiel-Meter entfernte Gegenstände in brillianter Optik betrachten, von erhöhten Positionen aus lässt sich eine gesamte Insel überblicken und alles ist gestochen scharf. Etliche Effekte - nette Explosionen, Lichtblitze beim Kämpfen, der Wechsel der Tageszeiten auf hoher See oder aufblitzende Sonnenstrahlen - perfektionieren den überragenden Gesamteindruck. Abgerundert wird das Ganze noch mit der einzigartigen Mimik Fritz', dem beispielsweise die Augen überquellen, wenn er eine schwere Kiste hebt, der mit forschem Blick geheimnisvoll um die Ecken lugt oder entsetzt die Augen verdreht, wenn er an einem Abgrund zu stürzen droht. Diese - nennen wir sie ruhig Slapstick-Einlagen - lockern das Spielgeschehen gewaltig auf und machen selbst vor Euren Gegner nicht halt. Es ist einfach zu putzig anzusehen, wie eine der fiesen Ratten auf einer Hängebrücke das Gleichgewicht verliert, seitlich herabstürzt und sich nur mit Mühe und Not heftig schwitzend am Rand festhalten und wieder hochziehen kann.
Der Sound passt sich dem Spielgeschehen dazu in jeder Situation perfekt an. So erklingen auf den verschiedenen Inseln entspannte, teils verträumte Melodien mit folkigen Touch oder Karibik-Flair, in den Dungeons wird's entsprechend mysteriöser und bei den Endbossen dann entsprechend dramatisch und bedrohlich. Die Soundeffekte verdienen noch ein besonderes Lob und werden wie die Musik auch in Dolby Pro Logic Sound 2 präsentiert. Rauschende Wasserfälle, wuchtige Explosionen, heulender Wind, raschelnde Büsche, kreischende Vögel, grunzende Unholde - alles was das Abenteurer-Herz begehrt, wird hier geboten. Und wenn Ihr Euch beispielweise ein Schwein schnappt und dieses über Eurem Kopf transportiert, grunzt es dezent im Takt Eurer Schritte - zum Brüllen komisch!
Da manche eine fehlende Sprachausgabe bemängelt haben, möchte ich dazu auch noch ein paar Worte verlieren: Ich persönlich vermisse die Sprachausgabe nicht, immerhin wurden einige Gefühlsregungen vertont und laut Meister Miyamoto wollte er es einfach verhindern, dem imaginären Link eine Stimme zu verpassen. Verständlich, denn jeder hat seine eigene Vorstellung von seinem Protagonisten und eventuell würde eine subjektiv als unpassend empfundene Stimme den Spielspaß trüben. Um dem vorzubeugen hat man wie gesagt komplett auf eine Sprachausgabe verzichtet, stattdessen gibt es die Dialoge in einer gelungenen Übersetzung eingeblendet zum mitlesen.
~ Sonstiges ~
Damit ich mit dem Bericht hier nicht noch den Rahmen sprenge, möchte ich hier nur einen ganz kleinen Vergleich mit den alten Zelda-Games anbringen. Denn Fans der Vorgänger werden etliche Male ein kleines Déja-vú erleben. Das bezieht sich jetzt weniger auf die Story, sondern vielmehr auf Kleinigkeiten wie die Herz-Container, die Rubine als Zahlungsmittel oder die verwendeten Waffen (Schwert, Enterhaken, Bumerang, Bomben, etc.). Auch der Spielablauf in den Dungeons dürfte bereits bekannt sein: Man such erst etliche kleine Schlüssel, die man durch das Betätigen von Schaltern, das Entzünden von Fackeln oder das Vernichten aller Gegner eines Raumes erhält. Somit kann man immer weiter in die Verließe vordringen, findet die Karte des Labyrinths sowie den alle Schätze anzeigenden Kompaß und letztlich auch den großen Schlüssel, welcher die Türe zum Obermotz öffnet. In Verbindung mit den bekannten "Tatarrataaaa!" und "Plingplingpling"-Jingles fühlt man sich als Zelda-Veteran schnell heimisch und warum sollte man nicht in dieser Beziehung auch auf Bewährtes setzen? Immerhin gewinnt das Game dadurch an Wiedererkennungswert und wirkt sympathisch.
~ Bonus-Disc ~
Ein paar Worte möchte ich auch noch zur anfangs bereits erwähnten Bonus-Disc verlieren, auf der sich neben dem N64-Klassiker "Ocarina of Time" noch das dazugehörige "Master Quest" befindet. Spieltechnisch reist man hier als Link durch die Zeit, um Hyrule vor dem finsteren Ganondorf zu beschützen. Kenner des Originals dürfen sich auf eine grafisch minimal verbesserte Umsetzung des Titels freuen, bei dem lediglich die Auflösung erhöht wurde. Das "Master Quest" wurde bisher nicht veröffentlicht, ähnelt aber "Ocarina of Time" bis auf die Tatsache, dass es eine Ecke schwieriger gehalten ist. Als Dreingabe zur limitierten Erstauflage sind die beiden Titel wahrlich ein Schmankerl, denn nicht jeder hatte ein N64 und kann somit endlich in den Genuss des überragenden "Ocarina of Time" kommen. Wer dieses Game bereits kennt und locker durchspielt, darf sich dann am merklich schwereren "Master Quest" die Zähne ausbeißen. Zu den gut 50 Stunden Spielspaß des Windwakers - ohne alle Secrets, wohl gemerkt - gesellt sich somit in etwa dieselbe Anzahl für die beiden Zusatz-Games, na wenn das mal nicht "Value for Money" ist! Aber aufgepasst - die Bonus-Disc läuft nur auf Fernsehern, die den 60 Hz-Modus unterstützen!
~ Kurzübersicht ~
Titel: The Legend of Zelda - The Windwaker
Hersteller: Nintendo
Genre: Action-Adventure
Speicherblöcke: 12
Schwierigkeitsgrad: Anfänger - Profis
Spieler: 1
Preis: ca. 54,90
~ Bonus-Disc \_
Titel: The Legend of Zelda - Ocarina of Time/Master Quest
Hersteller: Nintendo
Genre: Action-Adventure
Speicherblöcke: 15
Schwierigkeitsgrad: Anfänger - Profis
Spieler: 1
~ Fazit ~
Um das alles mal zusammenzufassen: "The Legend of Zelda - The Windwaker" ist ein gnadenlos genialer Titel, der für jeden Gamecube-Besitzer absolute Pflicht ist. Selten erreichte ein Spiel eine dermaßen perfekte Spielbarkeit, dass selbst Nintendos Klempner Mario dagegen alt aussieht. Alle Vorurteile gegenüber der Knuddel-Optik sollte man sofort wieder fallen lassen, denn die Grafik überzeugt mit grandioser Technik und wird fehlerfrei präsentiert, hinzu kommt der stets passende und abwechslungsreiche Soundtrack. Und auch wenn mit der Zeit das Schippern von Insel zu Insel etwas lästig werden kann - dies als einziger wirklicher Kritikpunkt spricht eigentlich schon Bände, denn abgesehen davon kann man den Windwaker als nahezu perfekt bezeichnen. Wer einen Cube hat, muss dieses Spiel einfach haben, daran führt kein Weg vorbei. Und wer bisher noch keinen Nintendo-Würfel zuhause hat und auch nur im Ansatz auf Adventures oder Rollenspiele steht, muss spätestens jetzt zugreifen, immerhin gibt es das limitierte Spiel mit Bonus-Disc zusammen mit der Platinum Edition der Konsole momentan für sagenhafte 199 Euro - der Wind ist erwacht, lasst Euch von ihm verführen!
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Windmaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von einem Orkan hinfort gerissen werden... ;)
Shake Heads!
Für die Zelda-Spieler der ersten Stunde war es eine Offenbarung, als man die ersten Bilder des neuen Zelda-Games für Nintendos Gamecube sah. Der junge Link duellierte sich dabei in einer phänomenalen grafischen Pracht mit seinem Widersacher Ganondorf: Die Schwerter klirrten, Lichtreflexe brachen sich in der Kamera, wir durften einen Blick auf einen beeindruckenden Thronsaal werfen - doch das alles sollte sich als reine Grafik-Präsentation herausstellen. Denn die ersten wirklichen Bilder des neuen Zelda-Adventures holten viele auf den harten Boden der Tatsachen zurück: Statt Render-Optik war Comic-Look angesagt und die ersten Stimmen wurden laut, die den Titel als Kinderspiel verteufelten. Immer wieder keimten die Hoffnungen auf, das alles wäre nur eine Arbeitsversion und in Wahrheit wolle man dann mit einer grandiosen Optik alle überraschen.
Dem war aber nicht so und Zelda - The Windwaker erschien mit eben jener Knuddel-Optik im Land der aufgehenden Sonne. Aber was passierte dann? Die Nippon-Gemeinde stand vom einen auf den anderen Tag Kopf, die Wertungen überschlugen sich und im größten japanischen Videospielmagazin, Famitsu, heimste das Game als viertes überhaupt in der langjährigen Geschichte des Mags die perfekte Wertung von 40/40 ein. Zudem wurde das Spiel insofern es vorbestellt wurde mit einer Bonus-Disc ausgeliefert: Diese enthielt die optisch leicht überarbeitete Version des N64-Titels "Ocarina of Time" sowie das "Master Quest", eine etwas schwerere "Ocarina of Time"-Variante. Ob es wirklich an den zahlreichen Aufrufen im Internet lag oder von Nintendo von vorherein so geplant war kann ich nicht sagen, jedenfalls erwartete uns in unseren Breitengraden am 03.05. - ein Jahr nach dem Gamecube-Start - der Windwaker samt der Bonus-Disc in limitierter Auflage. Kann das Game wirklich überzeugen oder sind die Japaner lediglich mal wieder einem Wahn verfallen? Wie gut ist Zelda wirklich?
~ Story ~
Beginnen wir also erst einmal mit der Story des Spiels, die den Gesetzen der Serie entsprechend wieder darauf hinausläuft, dass eine junge Maid entführt und gerettet werden will. Am Anfang feiert Ihr aber erst mal nicht als Link, sondern als namenloser Jüngling Euer zwölftes Wiegenfest. Dabei ist es auf Eurer Heimatinsel Präludium so üblich, dass das Geburtstagskind das Gewand des legendären Helden einen Tag lang trägt. Dieses - ein grüner Wams samt Zipfelmütze in derselben Farbe - bekommt Ihr (nennt Euren Protagonisten beispielsweise "Fritz", "Bubi" oder "Kasper") von Eurer Oma verliehen und zieht sie anfangs etwas widerwillig an. Nachdem Ihr Eure Schwester Aril auf dem Aussichtsmasten besucht habt werdet Ihr Zeuge, wie ein riesiger Greifvogel eine junge Dame in den Klauen hält. Der Vogel wird von einem Piratenschiff aus beschossen und lässt seine Beute in den nahe gelegenen Wald fallen. Sofort steht für Fritz fest, dass er sie retten muss und nach einige Lektionen in der Kunst des Schwertkampfes bei einem alten Lehrmeister macht Ihr Euch mit Schwert und Schild ausgerüstet auf in den Wald, um dort Eure eben erlernten Fähigkeiten an den ersten Gegner zu testen.
Diese sollten kein Problem darstellen und so ist die zickige Piratenbraut bald gerettet. Anstatt sich aber zu bedanken, macht sie sich aus dem Staub und während Bubi sie verfolgt, muss er mit ansehen wie der große Greifvogel erneut einen Angriff startet. Diesmal aber erwischt es nicht die kecke Seemansfrau, sondern Kaspers Schwester Aril. Die Piraten können sie auch nicht mehr retten, zu schnell wurde sie entführt und so liegt es nun an Fritz, sie zurückzuholen. Dazu begibt er sich nach einer allgemeinen Verabschiedungsrunde mit den Piraten zur See und macht sich auf den Weg zur versteckten Bastion. Dort soll Aril gefangen gehalten werden und ein kühner Katapult-Einsatz befördert Bubi auf die finstere Insel - jedoch nicht in das gewünschte Fenster, sondern unsanft auf einen großen Platz. Etwas unkoordiniert und ohne Schwert - das ging bei der harten Landung verloren - seid Ihr von nun an auf Euch selbst gestellt und ein fantastisches Abenteuer beginnt...
~ Steuerung ~
Was sich wie ein gigantisches Intro anhört, wird von Euch bereits selbst gespielt. Denn nach einer kurzen Einführung in die Legende des heldenhaften Link und seinen Taten übernehmt Ihr sofort die Steuerung Eures Protagonisten auf dessen Inselchen. Die Steuerung gestaltet sich dabei anfangs recht einfach und wird im Laufe des Games immer mehr erweitert - bleibt aber stets übersichtlich und ist leicht zu habdhaben. Bewegt wird Kasper präzise mit dem Analog-Stick, der ihn laufen, rennen oder schleichen lässt und Euch die volle Kontrolle über all seine Schritte gewährt. Die A-Taste ist nicht fest belegt, steht somit für alle möglich Aktionen zur Verfügung. Mit "Start" gelangt man in das übersichtliche Menü, von dort aus lassen sich auch die Tasten X, Y und Z mit Gegenständen belegen, die dann je nach Bedarf eingesetzt werden können. Mit L werden Gegner/ansprechbare Personen ins Visier genommen, R kommt beim Greifen von Felsen oder Kisten, beim Ducken oder im Kampf zum Einsatz, um Euren Schild zu zücken. Beinahe vergessen hätte ich die B-Taste, mit der Fritz geschwind das Schwert zieht und seine Opponenten mit diversen Schlägen und Combos beharken kann. Damit man immer alles im Blick hat, darf mit dem C-Stick die Kamera jederzeit justiert werden, hiermit kann man um Ecken kucken oder in seltenen Fällen mal unübersichtliche Situationen in den Griff bekommen.
Orientiert hat man sich bei der Steuerung an dem N64-Vorgänger "Ocarina of Time" und man hat gut daran getan. Denn zum einen werden so alte Hasen in sekundenschnelle mit den Bewegungsabläufen vertraut, zum anderen ist die Steuerung einfach so perfekt durchdacht, dass man sie sich auch als absoluter Neuling in Rekordzeit einverleibt hat. Es dauert also nicht lange und man kann problemlos diverse Schwert-Combos oder Roll-Attacken vollführen, presst sich in Stalker-Manier an Hauswände heran, erklimmt Felsen und Leitern, hangelt sich an Abgründen entlang oder trägt diverse Gegenstände wie Hocker, Kisten oder Schweine (*oink*) durch die Gegend. Gesprungen wird übrigens intuitiv, sobald man einen Abgrund erreicht, somit wird man nicht mit einem zusätzlich erforderlichen Button belästigt. Die frei justierbare Kamera rückt das Geschehen dabei wirklich nahezu perfekt ins rechte Licht und muss nur selten korrigiert werden. Lobenswert ist auch die in klein wiedergegebene Übersicht über die Steuerung am rechten oberen Bildschirmrand. Hier sieht man stets sämtliche aktuell möglichen Aktionen, so dass man in knifflig erscheinenden Situationen vor allem zu Beginn Eurer Reise diese Anzeige auch mal beachten sollte.
~ Spielprinzip ~
Das Grundprinzip des Games ist eigentlich schnell erklärt, denn es ist Eure Aufgabe mit Eurem sprechenden Boot die verschiedenen Inseln zu besuchen, dort mit den Bewohnern zu reden um somit Eure weiteren Ziele mitgeteilt zu bekommen. Dazwischen hetzt Ihr durch finstere Dungeons und durchforstet diese nach wertvollen Rubinen, versteckten Amuletten, Schatzkarten und anderen Geheimnissen, säubert sie von fiesen Monstern und trefft letztendlich auf den jeweiligen Obermotz, der gewaltig eine vor den Latz geknallt haben will. Was sich nach einem relativ straighten Gameplay anhört, entpuppt sich aber nicht zuletzt dank der vielen Subquests zu einer abwechslungsreichen Angelegenheit. Denn wer sich in den Städten einmal richtig umhört, findet zahreiche Aufgaben, die man erfüllen kann, aber nicht muss. Wer sich jedoch die Zeit nimmt und hilft den Dorfbewohnern, wird in der Regel gut entlohnt. Oftmals gibt es wertvolle Rubine, teils sogar lebenswichtige Herzteile - vier davon erhöhen Eure Energieanzeige konstant um ein Herz - zu gewinnen.
Die Subquests sind dabei an Abwechslungsreichtum kaum zu übertreffen. Alleine auf der ersten Insel auf Eurem Weg, in Port Monee (man beachte den verstecken Wortwitz im Namen dieser Handelsstadt), könnt Ihr Euch etliche Stunden damit beschäftigen, eine kleine Rasselbande zur Vernunft und damit zurück in die Schule zu bringen, dürft Euch als Assistent für den örtlichen Fotografen bewerben und in seinem Auftrag diverse Situationen knipsen oder Euch als Meister im Schiffe versenken versuchen. Später wollen dann vertrockente Bäumchen bewässert sowie ein Weitflugwettbewerb gewonnen werden und in Eurem eigenen Anwesen dürft Ihr Euch die Zeit mit etlichen Bilder-Schieberätseln vertreiben. Habt Ihr Eurer Meinung nach alles Notwendige erledigt, könnt Ihr zur nächsten Insel aufbrechen und Eure Reise fortführen, man kann aber natürlich auch immer wieder auf bereits besuchte Inseln zurückkehren.
Einer der wichtigsten Gegenstände des Games ist sicherlich der Windwaker selbst, der Taktstock des Windes. Mit ihm kann man verschiedene Melodien spielen und somit den Wind verändern. Weht er aus der korrekten Richtung, rauscht Ihr mit wehenden Segeln ziemlich flott über die weite See, wobei immer die Wind- und die Fahrtrichtung bedacht werden muss. Ansonsten herrscht Flaute und Ihr kommt nicht so recht vorwärts. Dann heißt es den Wind erneut zu verändern, bevor die Reise weitergehen kann. Wenn Ihr schon mal auf hoher See seid, so könnt Ihr dort übrigens auch nach Schätzen angeln - vorausgesetzt Ihr habt den Enterhaken aus dem ersten Dungeon bereits gefunden. Mit diesem kann man entweder auf gut Glück fischen gehen oder man orientiert sich an einer der zahlreichen Schatzkarten, die man in Schatztruhen finden oder für erledigte Aufgaben bekommen kann. Somit lassen sich aus den Tiefen der Meere interessante Schätze bergen, die Euch auf Eurem Weg sicher weiterhelfen werden. Und Ihr werdet alle Hilfe brauchen, denn die Verließe werden immer größer und vertrackter, beherbergen schwierigere Rätsel und stärkere Gegner. Und letztlich ist es die Ausgeburt des Bösen, Ganondorf, der die Welt ein weiteres Mal bedroht...
~ Grafik & Sound ~
Kommen wir endlich mal zum Wohl strittigsten Punkt des Spiels, der Grafik. Eines gleich vorweg: Allen Unkenrufen zum Trotz ist sie einfach genial und passt perfekt zum Spiel. Nachdem Shigeru Miyamoto nämlich auf dem N64 einen recht reifen und optisch nahezu perfekten Link durch Hyrule hat streifen lassen, ist der Sprung in die bunten Comic-Gefilde des Windwakers nicht nur nachvollziehbar, sondern beinahe logisch. Eine noch realistischere Welt wäre nahezu utopisch gewesen, deswegen erscheint uns das Spiel nun im knuddligen Cel Shading-Look mit japanophiler Optik. Alle Elemente des Games bestechen durch simple, knallige Farben, wirken wie gerade einem Zeichentrickfilm entsprungen. Dank der flüssigen Animationen, der vielfältigen Charaktere und der fehlerfreien Darstellung denkt man manchmal sogar, man würde eben diesen "Comic" selbst steuern. Kein Nebel trübt wie auf dem N64 die Sicht, ganz im Gegenteil:
Mit dem Item des Fernrohrs kann man auf hunderte Spiel-Meter entfernte Gegenstände in brillianter Optik betrachten, von erhöhten Positionen aus lässt sich eine gesamte Insel überblicken und alles ist gestochen scharf. Etliche Effekte - nette Explosionen, Lichtblitze beim Kämpfen, der Wechsel der Tageszeiten auf hoher See oder aufblitzende Sonnenstrahlen - perfektionieren den überragenden Gesamteindruck. Abgerundert wird das Ganze noch mit der einzigartigen Mimik Fritz', dem beispielsweise die Augen überquellen, wenn er eine schwere Kiste hebt, der mit forschem Blick geheimnisvoll um die Ecken lugt oder entsetzt die Augen verdreht, wenn er an einem Abgrund zu stürzen droht. Diese - nennen wir sie ruhig Slapstick-Einlagen - lockern das Spielgeschehen gewaltig auf und machen selbst vor Euren Gegner nicht halt. Es ist einfach zu putzig anzusehen, wie eine der fiesen Ratten auf einer Hängebrücke das Gleichgewicht verliert, seitlich herabstürzt und sich nur mit Mühe und Not heftig schwitzend am Rand festhalten und wieder hochziehen kann.
Der Sound passt sich dem Spielgeschehen dazu in jeder Situation perfekt an. So erklingen auf den verschiedenen Inseln entspannte, teils verträumte Melodien mit folkigen Touch oder Karibik-Flair, in den Dungeons wird's entsprechend mysteriöser und bei den Endbossen dann entsprechend dramatisch und bedrohlich. Die Soundeffekte verdienen noch ein besonderes Lob und werden wie die Musik auch in Dolby Pro Logic Sound 2 präsentiert. Rauschende Wasserfälle, wuchtige Explosionen, heulender Wind, raschelnde Büsche, kreischende Vögel, grunzende Unholde - alles was das Abenteurer-Herz begehrt, wird hier geboten. Und wenn Ihr Euch beispielweise ein Schwein schnappt und dieses über Eurem Kopf transportiert, grunzt es dezent im Takt Eurer Schritte - zum Brüllen komisch!
Da manche eine fehlende Sprachausgabe bemängelt haben, möchte ich dazu auch noch ein paar Worte verlieren: Ich persönlich vermisse die Sprachausgabe nicht, immerhin wurden einige Gefühlsregungen vertont und laut Meister Miyamoto wollte er es einfach verhindern, dem imaginären Link eine Stimme zu verpassen. Verständlich, denn jeder hat seine eigene Vorstellung von seinem Protagonisten und eventuell würde eine subjektiv als unpassend empfundene Stimme den Spielspaß trüben. Um dem vorzubeugen hat man wie gesagt komplett auf eine Sprachausgabe verzichtet, stattdessen gibt es die Dialoge in einer gelungenen Übersetzung eingeblendet zum mitlesen.
~ Sonstiges ~
Damit ich mit dem Bericht hier nicht noch den Rahmen sprenge, möchte ich hier nur einen ganz kleinen Vergleich mit den alten Zelda-Games anbringen. Denn Fans der Vorgänger werden etliche Male ein kleines Déja-vú erleben. Das bezieht sich jetzt weniger auf die Story, sondern vielmehr auf Kleinigkeiten wie die Herz-Container, die Rubine als Zahlungsmittel oder die verwendeten Waffen (Schwert, Enterhaken, Bumerang, Bomben, etc.). Auch der Spielablauf in den Dungeons dürfte bereits bekannt sein: Man such erst etliche kleine Schlüssel, die man durch das Betätigen von Schaltern, das Entzünden von Fackeln oder das Vernichten aller Gegner eines Raumes erhält. Somit kann man immer weiter in die Verließe vordringen, findet die Karte des Labyrinths sowie den alle Schätze anzeigenden Kompaß und letztlich auch den großen Schlüssel, welcher die Türe zum Obermotz öffnet. In Verbindung mit den bekannten "Tatarrataaaa!" und "Plingplingpling"-Jingles fühlt man sich als Zelda-Veteran schnell heimisch und warum sollte man nicht in dieser Beziehung auch auf Bewährtes setzen? Immerhin gewinnt das Game dadurch an Wiedererkennungswert und wirkt sympathisch.
~ Bonus-Disc ~
Ein paar Worte möchte ich auch noch zur anfangs bereits erwähnten Bonus-Disc verlieren, auf der sich neben dem N64-Klassiker "Ocarina of Time" noch das dazugehörige "Master Quest" befindet. Spieltechnisch reist man hier als Link durch die Zeit, um Hyrule vor dem finsteren Ganondorf zu beschützen. Kenner des Originals dürfen sich auf eine grafisch minimal verbesserte Umsetzung des Titels freuen, bei dem lediglich die Auflösung erhöht wurde. Das "Master Quest" wurde bisher nicht veröffentlicht, ähnelt aber "Ocarina of Time" bis auf die Tatsache, dass es eine Ecke schwieriger gehalten ist. Als Dreingabe zur limitierten Erstauflage sind die beiden Titel wahrlich ein Schmankerl, denn nicht jeder hatte ein N64 und kann somit endlich in den Genuss des überragenden "Ocarina of Time" kommen. Wer dieses Game bereits kennt und locker durchspielt, darf sich dann am merklich schwereren "Master Quest" die Zähne ausbeißen. Zu den gut 50 Stunden Spielspaß des Windwakers - ohne alle Secrets, wohl gemerkt - gesellt sich somit in etwa dieselbe Anzahl für die beiden Zusatz-Games, na wenn das mal nicht "Value for Money" ist! Aber aufgepasst - die Bonus-Disc läuft nur auf Fernsehern, die den 60 Hz-Modus unterstützen!
~ Kurzübersicht ~
Titel: The Legend of Zelda - The Windwaker
Hersteller: Nintendo
Genre: Action-Adventure
Speicherblöcke: 12
Schwierigkeitsgrad: Anfänger - Profis
Spieler: 1
Preis: ca. 54,90
~ Bonus-Disc \_
Titel: The Legend of Zelda - Ocarina of Time/Master Quest
Hersteller: Nintendo
Genre: Action-Adventure
Speicherblöcke: 15
Schwierigkeitsgrad: Anfänger - Profis
Spieler: 1
~ Fazit ~
Um das alles mal zusammenzufassen: "The Legend of Zelda - The Windwaker" ist ein gnadenlos genialer Titel, der für jeden Gamecube-Besitzer absolute Pflicht ist. Selten erreichte ein Spiel eine dermaßen perfekte Spielbarkeit, dass selbst Nintendos Klempner Mario dagegen alt aussieht. Alle Vorurteile gegenüber der Knuddel-Optik sollte man sofort wieder fallen lassen, denn die Grafik überzeugt mit grandioser Technik und wird fehlerfrei präsentiert, hinzu kommt der stets passende und abwechslungsreiche Soundtrack. Und auch wenn mit der Zeit das Schippern von Insel zu Insel etwas lästig werden kann - dies als einziger wirklicher Kritikpunkt spricht eigentlich schon Bände, denn abgesehen davon kann man den Windwaker als nahezu perfekt bezeichnen. Wer einen Cube hat, muss dieses Spiel einfach haben, daran führt kein Weg vorbei. Und wer bisher noch keinen Nintendo-Würfel zuhause hat und auch nur im Ansatz auf Adventures oder Rollenspiele steht, muss spätestens jetzt zugreifen, immerhin gibt es das limitierte Spiel mit Bonus-Disc zusammen mit der Platinum Edition der Konsole momentan für sagenhafte 199 Euro - der Wind ist erwacht, lasst Euch von ihm verführen!
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Windmaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von einem Orkan hinfort gerissen werden... ;)
Shake Heads!
36 Bewertungen, 1 Kommentar
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28.12.2006, 19:20 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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