Nissan Bluebird Testbericht

Nissan-bluebird
Abbildung beispielhaft
ab 26,98
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  sehr großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von NorthPole76

Er läuft und läuft und läuft und läuft und.....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Um ehrlich zu sein:
Ich habe nie sehr viel von Nissan gehalten und habe nie vor gehabt mir einen Nissan zu zulegen.
ABER als ich in L.A. gelebt habe und einen billigen fahrbaren Untersatz benötigte, da hat sich mir ein Nissan Stanza (= Nissan Bluebird) angeboten.
Auf die technischen Daten kann ich leider nicht so genau eingehen, da diese in Amerika, vor allem bei Gebrauchtwagen, eher vernachlässigt werden. Ich würde mal sagen das Gerät hatte 2.0 Liter Hubraum und um die 115 PS. Aber wie gesagt, ich kann da auch falsch liegen.

Naja, da hatte ich nun also meinen Nissan, Bj. 1988 und mit bereits 160.000 Meilen (!), das sind also sage und schreibe so ca. 256.000km!!!
Die Ausstattung war nicht gerade rosig, aber was will man von einem Auto das gerade mal $800 gekostet hat. Allerdings hatte es eine manuelle Klimaanlage und bereits 4 Scheibenbremsen. Diese haben diesem Auto zu einer Bremskraft verholfen, die in L.A. absolute Spitze war. Anscheinend ist eine effiziente Bremskraft nicht so hoch angesehen, denn die meisten anderen Fahrzeuge hatten eine eher etwas weiche Bremsanlage.

Elektrische Fensterheber waren allerdings eine Fehlanzeige und auch nach, in Amerika schon früher als bei uns, gängigen Sicherheitsmerkmalen wie Airbags musste man vergeblich suchen.
Die Verarbeitung der Innenausstatung war zwar ebenfalls ganz ok, obwohl bei mir schon einiges klapperte. Dies lag aber sicher auch an der Vorbesitzerin, die nicht gerade nett mit dem Auto umgegangen ist.

Da dieser Stanza natürlich mit der US-typischen Automatikschaltung versehen war, waren absolute Raketenstarts nicht möglich. Obgleich ich sagen muss, dass die Schaltung im grossen und ganzen recht fein funkioniert hat. Einzig bei langen Bergaufstücken (death valley) war sie überfordert und sprang zwischen den Gängen herum.

Da in CA das schnelle Fahren so und so keine Gewohnheit ist, sondern eher das cruisen, war der Bluebird eher weich abgestimmt. Bodenwellen, und davon gibt es genug auf den californischen Highways, bügelte er recht nette beiseite. Klar, mit einem Cadillac konnte er nicht mithalten, aber hier in Europa wäre er schon ganz ok gewesen.
Der Benzinverbrauch, der in Amerika in etwa so einen Stellenwert hat, wie bei uns der Verbrauch des Scheibenwaschwassers, war realtiv gering. Ich sage absichtlich relativ, denn unter 3.5 gallons/100km kam ich nie (= ca. 13.6 Liter), das war schon das absolute Minimum.
Der Rostbefall lag ebenfalls im erlaubten Bereich, was vielleicht auch daran lag, dass man in LA mit keinem Winter rechnen muss, sprich der Wagen nie mit Salz in Berührung kommt (naja, ausser wenn man bei McDonalds ist, und die Pommes ausleert)

Im grossen und ganzen muss ich eingestehen war ich von diesem Auto fasziniert. Es hat mich auf 10.000 Meilen in 6 Monaten niemals im Stich gelassen und ist gelaufen wie eine Maschine. Bis auf einen kaputten Starter, der allerdings relativ einfach zu reparieren war, hatte ich nie Probleme.
Ich muss aber auch eingestehen, dass ich mir in Europa niemals einen Bluebird zulegen würde. Warum, weiss ich eigentlich nicht, wahrscheinlich deshalb, weil es hier zuviele bessere Alternativen gibt.

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