Nokia 3410 Testbericht
Erfahrungsbericht von ClaudiaRetzmann
Mein Umstieg auf Nokia
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Seit knapp 5 Jahren kann ich mich nun zu den „stolzen“ Handy-Besitzern zählen und in diesen 5 Jahren hat sich auf dem Handy-Markt eine ganze Menge getan. Ich kann mich noch gut an mein erstes Handy erinnern, es war das Siemens S6, im Vergleich zu den heutigen handlichen Teilen ein unhandliches großes Gerät. Nach zwei Jahren verlängerte ich den Vertrag und bekam gleichzeitig ein neues Handy – der Marke blieb ich treu, es war wieder ein Siemens, diesmal das C 35i. Wiederum zwei Jahre später lief auch dieser Vertrag aus. Diesmal wechselte ich nicht nur den Anbieter, sondern gleichzeitig auch die Handy-Marke. Alle in meinem Bekanntenkreis hatten ein Nokia-Handy und waren recht begeistert, also wollte ich auch einmal ein Nokia ausprobieren;-). Und wurde stolze Besitzerin des Nokia 3410 silber.
Da es sich hier ja um einen Erfahrungsbericht handelt, werde ich darauf verzichten, sämtliche technischen Details und die einzelnen zahlreichen Menüpunkte von der Bedienungsanleitung abzuschreiben und mich lediglich auf meine persönliche Erfahrung im Alltag mit dem Nokia 3410 beziehen. Da es für mich das erste Nokia-Handy ist, kann ich natürlich in einzelnen Punkten nur mit meinen Erfahrungen der vorigen Siemens-Handys vergleichen.
MEINE ERFAHRUNG / MEINUNG und MEIN FAZIT:
Seit November des letzten Jahres besitze ich nun dieses Handy und hatte inzwischen genügend Zeit, um es meinen persönlichen Bedürfnissen an ein Handy entsprechend zu testen. Hierzu sei gesagt, dass für mich persönlich ein Handy in erster Linie dazu da ist, um in dringenden Fällen zum einen jederzeit erreichbar zu sein und zum anderen auch selbst – wenn es denn nötig ist – damit draußen telefonieren zu können.
Was mir – nachdem ich das Nokia 3410 zugeschickt bekam – als erstes positiv auffiel, war sein äußeres. Dabei rede ich nun nicht von der Farbe, denn es besitzt ja wie alle Nokia-Modelle ein auswechselbares Xpress-On-Cover, d.h. wem die silberne Farbe nicht gefällt, der kann sich ein anderes Cover kaufen und somit die Farbe seines Handys wechseln. Hier war es vielmehr so, dass das Nokia 3410 im Gegensatz zu meinem alten Siemens C 35i eine integrierte Antenne besitzt. Für mich eindeutig ein Vorteil, denn die kleine – beim Siemens C 35i - noch herausragende Antenne, war manchmal schon recht störend, wenn sich das Handy in der Handtasche neben den üblichen äußerst wichtigen Utensilien einer Frau *gg* in meiner Handtasche befand.
Das Einsetzen des mitgelieferten Akkus sowie der SIM-Karte gestaltet sich sehr einfach, indem man die rückwärtige Abdeckung nach Entriegelung abschiebt. Zunächst wird nun die SIM-Karte (richtig herum!) eingesetzt, danach kann das Akku eingesetzt werden. Ich persönlich habe hier gegenüber dem Siemens C 35i jedoch ein wenig das Gefühl, dass die rückwärtige Abdeckung etwas locker sitzt, allerdings hat sie sich noch nicht selbständig geöffnet und es mag sein, dass es nur ein subjektives Gefühl meinerseits ist. Das Akku selbst wird vom Hersteller mit einer Leistung von 260 Std. im Stand-by-Betrieb bzw. 4 Std. Gesprächszeit angegeben. Meine persönliche Erfahrung hier ist, dass das Nokia 3410 eine gute Woche – also genau 8 Tage – betriebsbereit ist, bevor sich das Akku mit einem Warnton meldet. Ich persönlich habe das Handy immer eingeschaltet, telefoniere aber recht selten. Ob die angegebenen 4 Stunden Gesprächszeit zutreffen, kann ich nicht sagen, da ich es mir aus finanziellen Gründen *gg* tunlichst verkneife soo lange Gespräche zu führen. Über die Akkuleistung an sich kann ich aber auf jeden Fall nichts nachteiliges sagen, im Gegenteil das Nokia 3410 ist hier meinem alten Siemens C35i klar im Vorteil.
Um das Handy einzuschalten, muß man die sich am oberen Rand befindliche schwarze längliche Taste eindrücken. Hier sehe ich persönlich im Vergleich zum Siemens C 35i einen Nachteil, denn es ist für mein Empfinden nicht so einfach, das Handy damit auch gleich einzuschalten, zumal ich es von meinem Siemens-Handy gewohnt war, lediglich die rote Taste, die auch gleichzeitig zum Beenden eines Gespräches dient, zu drücken. Beim Nokia 3410 muß ich schon mal länger auf den Einschaltknopf drücken, bevor sich am Handy etwas tut.
Komme ich nun zum Tastenfeld des Nokia 3410. Hier sehe ich gegenüber dem Siemens ein eindeutiges Plus. Bei meinem C 35i war es so, dass die Tasten einzeln angeordnet waren und eingedrückt werden mußte, wobei es mir schon einmal passiert ist, dass ich wohl zu feste auf die Taste drückte und diese „in der Versenkung“ verschwand. Beim Nokia 3410 sind zumindest die jeweiligen drei Zahlentasten miteinander verbunden, dennoch ist es kein Problem, einzelne Zahlen bzw. Buchstaben beim SMS-Verkehr zu drücken, ohne evtl. gleichzeitig eine andere Taste mit zu betätigen. Hier ist es mir zumindest noch nicht passiert, dass ich eine Taste zu fest eingedrückt habe. Kurz das Tastenfeld ist überaus übersichtlich angeordnet und leicht zu bedienen.
Das beleuchtete Display ist sehr übersichtlich gestaltet und z.B. empfangene SMS lassen sich gut ablesen. Gewöhnungsbedürftig war für mich zunächst einmal die Menüwahl, da sie etwas anders verläuft als beim C 35i von Siemens, aber das ist letztendlich kein Negativpunkt, da ich persönlich die Menüwahl des Nokia 3410 einfacher und übersichtlicher finde. Um im Menü zu „blättern“ brauche ich dieses nur mit der linken Taste anwählen und dann mit denn beiden Pfeiltasten entweder nach oben oder unten scrollen.
Die für mich wichtigste Funktion bei einem Handy ist natürlich in erster Linie die Sprach- und Empfangsqualität. Diese kann ich persönlich nur als sehr optimal bezeichnen. Bislang hatte ich noch keinerlei Empfangsschwierigkeiten und auch die Stimme des Anrufenden kommt klar und deutlich rüber. Hier war ich anfangs doch ein wenig skeptisch in Anbetracht der Tatsache, dass die Antenne nunmehr ja im Gerät integriert ist und somit von außen nicht sichtbar. Aber die von mir anfangs vermuteten Empfangsschwierigkeiten durch die integrierte Antenne haben sich nicht bewahrheitet.
Neben dem Telefonieren nutze ich mein Nokia 3410 ab und an auch zum Empfangen und Versenden von SMS. Im Gegensatz zu meinem Siemens-Handy habe ich hier die Möglichkeit längere SMS zu verschicken, da mir hierzu bis zu 459 Zeichen zur Verfügung stehen. Allerdings sollte man dabei beachten, dass eine allzulange SMS zwar in einem geschrieben wird, jedoch als zwei SMS verschickt wird. Sehr nützlich finde ich beim Schreiben von SMS die integrierte T9-Funktion. D.h. hier brauche ich jeweils nur einmal die Taste mit dem zu nutzenden Buchstaben antippen, die T9-Funktion erkennt die meisten Wörter dann und schreibst sie automatisch richtig. Wörter, die im Wörterbuch bislang noch nicht vorhanden sind, kann man selbst hinzufügen. Zwar besitzt auch das C 35i diese T9-Funktion, doch war mir die damals irgendwie zu kompliziert, zumindest habe ich sie beim Siemens-Handy nie genutzt. Und auch hier macht sich die Anordnung des Tastenfeldes positiv bemerkbar, da das Eintippen sich recht schnell und umkompliziert handhaben läßt.
Zum Schreiben könnte ich theoretisch auch die integrierten Vorlagen nutzen, als da z.B. wären „Bin im Meeting“ oder „Ruf mich bitte an“, hierauf habe ich jedoch bislang noch nicht zurückgegriffen. Des weiteren kann ich meiner SMS auch eines der 8 enthaltenen Bilder oder der 6 verschiedenen Clip-Arts beifügen – eine nette Spielerei, die ich persönlich jedoch eher für unnötig halte.
Wenn man eine SMS empfangen hat, so wird einem dies mittels selbst unter Einstellungen wählbarem Ton akkustisch sowie mittels eines kleinen Briefchens im Display mitgeteilt. Hier kann ich keine besonderen Unterschiede zum Siemens feststellen. Wer möchte, kann empfangene SMS auch speichern, hierzu stehen einem jedoch lediglich 10 Speicherplätze zur Verfügung. Mir persönlich reichen diese 10 Plätze jedoch aus, da ich eh die meisten SMS gleich nach Empfang oder Beantwortung wieder lösche.
Unter dem Menüpunkt Einstellungen läßt sich u.a. auch der Anrufton einstellen. Hierzu habe ich die Auswahl unter 35 bereits vorgegebenen Ruftönen, wem dies noch nicht genug ist, der kann sich noch weitere Ruftöne herunterladen. Letzteres habe ich jedoch noch nicht ausprobiert, da mir die vorgegebenen Töne vollkommen ausreichen und ein Herunterladen eines neuen Ruftones eh nur unnötiges Geld kostet.
Das Nokia 3410 besitzt zudem – wie auch das Siemens C 35i – einen Vibrationsalarm. Dies finde ich äußerst praktisch, da es nicht immer angebracht ist – je nachdem wo man sich gerade befindet – durch einen lauten durchdringenden Ton darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass gerade jemand anruft oder eine SMS angekommen ist. Hier habe ich jedoch festgestellt, dass der Vibrationsalarm um einiges schwächer ist, als bei meinem alten Siemens. Allerdings sehe ich auch hierin keinen großen Nachteil, denn wenn man das Handy in der Jackentasche hat, ist der Vibrationsalarm auf jeden Fall noch spürbar (und ich spreche hier extra von der Jacken- und nicht Hosentasche *gg*).
Im Telefonbuch lassen sich bis zu 200 Namen speichern, für mich mehr als ausreichend, da ich die kompletten 200 Speicherplätze wohl eh nie belegt bekommen werde. Auch das Finden einer gespeicherten Nummer ist einfach. Man drückt den rechten oberen Knopf unter dem im Display befindlichen Wort „Namen“, geht auf Suchen und tippt den Anfangsbuchstaben ein, schon werden alle unter diesem Buchstaben gemachten Einträge nacheinander wählbar angezeigt. Wer möchte kann auch bis zu 8 Rufnummern der Kurzwahlfunktion zuweisen. Dies hab ich persönlich allerdings nicht gemacht, was auf mein im Alter immer schlechter werdendes Gedächtnis zurückzuführen ist *lach*, denn ich müßte mir entweder merken, welcher Nummer ich welche Kurzwahltaste zugeführt habe oder diese einzeln durchgehen. Bei letzterem bin ich über die Suchfunktion des Telefonbuches dann doch schneller.
Wie ich eingangs erwähnte, handelt es sich hier um einen Bericht mit meinen rein persönlichen Erfahrungen mit diesem Handy, die nunmehr denn auch schon enden. Denn zu mehr als zum Telefonieren und SMS verschicken nutze ich das Nokia 3410 nicht. Deswegen gebe ich hier bereits mein Fazit bekannt, bevor ich nachstehend noch kurz auf einige weitere Funktionen und Details eingehe bzw. diese zumindest für alle die es interessiert angebe.
Mein Fazit fällt hier doch sehr positiv aus. Denn für meine Belange bietet mir das Nokia 3410 alles. Es sieht gut aus, ist handlich klein (113 mm x 48 mm x 13 mm) und mit etwas über 100 g auch sehr leicht. Die Handhabung und Bedienung gestaltet sich für jedermann einfach, auch ohne dass man zuvor die komplette Bedienungsanleitung lesen mußte. Die Akkuleistung konnte mich persönlich überzeugen und auch Sprach- und Empfangsqualität lassen nichts zu wünschen übrig. Alles in allem ein perfektes Handy für diejenigen, die es nur zum Telefonieren oder SMS-Verschicken nutzen. Was die Robustheit des Nokia 3410 angeht, so kann ich hier zumindest sagen, dass es bereits einen unfreiwilligen Sturz aus ca. 50 cm Höhe auf den Laminatboden unbeschadet überstanden hat.
Den genauen Preis kann ich leider nicht nennen, da ich es durch den Abschluß eines Vertrages kostenlos bekam, ich habe es aber schon für knapp 250,-- € ohne Kartenvertrag gesehen.
Ich persönlich bin also sehr zufrieden mit dem Nokia 3410 und bereue den Umstieg vom Siemens C 35i auf keinen Fall. Sicher kann das Nokia 3410 gegenüber neueren Handy-Modellen mittlerweile nicht mehr so richtig mithalten, wenn einem das Versenden von selbst geschossenen Fotos mittels eingebauter Kamera wichtig ist, denn dies fehlt dem Nokia 3410. Allerdings sind diese neuen technischen Möglichkeiten für mich persönlich eher nur Spielerei und nicht unbedingt notwendig.
Lediglich die Tatsache, dass ich einige Probleme mit dem Ein- und Ausschalten des Handys habe und dies beim Siemens viel einfacher war, führt hier zu einem halben Punktabzug und auch die Tatsache, dass ich persönlich das Gefühl habe, dass die rückwärtige Abdeckung doch ein wenig locker sitzt führt zu einem weiteren halben Punktabzug, so dass ich letztendlich insgesamt einen Punkt bei der Bewertung abziehe.
Und nun für alle, denen obiges noch zu wenig war: Natürlich kann man mit dem Nokia 3410 nicht nur telefonieren und SMS verschicken. Es bietet u.a. zusätzlich die Möglichkeit mittels WAP ins Internet zu gehen. Hierüber kann ich jedoch keine Erfahrung weitergeben, da mir dieser Dienst dann doch immer noch zu teuer ist und ich lieber von zu Hause mit meinem PC das Internet besuche.
Viele nutzen ihr Handy ja auch, um nebenbei ein bißchen zu spielen. Für diejenigen sind bereits die Spiele SnakeII, Space Impact, Bumper, Bantumi und Link5 auf dem Handy enthalten, man kann sich jedoch noch zusätzliche Spiele aus dem Internet herunterladen. Auch hierzu kann ich keinerlei Erfahrungswerte weitergeben, da ich bislang noch nicht einmal eines der o.g. Spiele gemacht habe.
Unter dem Menüpunkt Erinnerungen kann man sich von seinem Handy an bestimmte Termine oder Daten erinnern lassen, dies habe ich selbst ebenfalls noch nicht ausprobiert. Allerdings ist dies für so manchen Ehemann vielleicht ganz nützlich, kann er sich doch hier seinen Hochzeitstag eintragen und wird so jedesmal rechtzeitig daran erinnert *lach*.
Unter Extras findet man dann u.a. neben der Erinnerungsfunktion (mit der man sich auch wecken lassen kann) noch einen Rechner (ist mir persönlich zu kompliziert, da hab ich längst auf einem Blatt Papier oder im Kopf die Aufgabe ausgerechnet, bevor ich mit dem Rechner soweit bin), eine Stoppuhr, einen Countdown-Zähler, einen Ton-Editor (um seine musikalische Ader unter Beweis zu stellen, hier kann man nämlich eigene Ruftöne komponieren), einen Bild-Editor (um für Bildmitteilungen neue Bilder selbständig zu zeichnen oder bereits vorhandene zu verändern) und einen Bildschirmschoner (hier kann man ein Bild oder eine Animation wählen, die nach einer gewissen Zeit im Display ersichtlich ist).
Natürlich hat auch das Nokia 3410 die sogenannten Ruflisten. D.h. hier kann ich nachschauen, welche Anrufe ich verpaßt oder empfangen habe, bzw. welche Anrufe ich selbst getätigt habe. Desweiteren habe ich auch einen Einblick auf die Gesprächsdauer und die –kosten, beides nutze ich jedoch nicht.
Sicherlich gibt es noch einige Dinge mehr, die ich nun hier anfügen könnte, doch denke ich, dass dies den Rahmen dieses Berichtes mehr als sprengen würde, zumal ich hier eh keine weiteren Erfahrungen mehr mitteilen könnte und ich es dann doch für zu stupide halte, die jedem Handy beigefügte Bedienungsanleitung wortgetreu abzutippen. Drum beschließe ich nunmehr den doch recht lang gewordenen Bericht und hoffe dem ein oder anderen ein wenig bei der Entscheidung über ein neues Handy weitergeholfen zu haben.
© by Claudia Südkamp-Retzmann 2003
Da es sich hier ja um einen Erfahrungsbericht handelt, werde ich darauf verzichten, sämtliche technischen Details und die einzelnen zahlreichen Menüpunkte von der Bedienungsanleitung abzuschreiben und mich lediglich auf meine persönliche Erfahrung im Alltag mit dem Nokia 3410 beziehen. Da es für mich das erste Nokia-Handy ist, kann ich natürlich in einzelnen Punkten nur mit meinen Erfahrungen der vorigen Siemens-Handys vergleichen.
MEINE ERFAHRUNG / MEINUNG und MEIN FAZIT:
Seit November des letzten Jahres besitze ich nun dieses Handy und hatte inzwischen genügend Zeit, um es meinen persönlichen Bedürfnissen an ein Handy entsprechend zu testen. Hierzu sei gesagt, dass für mich persönlich ein Handy in erster Linie dazu da ist, um in dringenden Fällen zum einen jederzeit erreichbar zu sein und zum anderen auch selbst – wenn es denn nötig ist – damit draußen telefonieren zu können.
Was mir – nachdem ich das Nokia 3410 zugeschickt bekam – als erstes positiv auffiel, war sein äußeres. Dabei rede ich nun nicht von der Farbe, denn es besitzt ja wie alle Nokia-Modelle ein auswechselbares Xpress-On-Cover, d.h. wem die silberne Farbe nicht gefällt, der kann sich ein anderes Cover kaufen und somit die Farbe seines Handys wechseln. Hier war es vielmehr so, dass das Nokia 3410 im Gegensatz zu meinem alten Siemens C 35i eine integrierte Antenne besitzt. Für mich eindeutig ein Vorteil, denn die kleine – beim Siemens C 35i - noch herausragende Antenne, war manchmal schon recht störend, wenn sich das Handy in der Handtasche neben den üblichen äußerst wichtigen Utensilien einer Frau *gg* in meiner Handtasche befand.
Das Einsetzen des mitgelieferten Akkus sowie der SIM-Karte gestaltet sich sehr einfach, indem man die rückwärtige Abdeckung nach Entriegelung abschiebt. Zunächst wird nun die SIM-Karte (richtig herum!) eingesetzt, danach kann das Akku eingesetzt werden. Ich persönlich habe hier gegenüber dem Siemens C 35i jedoch ein wenig das Gefühl, dass die rückwärtige Abdeckung etwas locker sitzt, allerdings hat sie sich noch nicht selbständig geöffnet und es mag sein, dass es nur ein subjektives Gefühl meinerseits ist. Das Akku selbst wird vom Hersteller mit einer Leistung von 260 Std. im Stand-by-Betrieb bzw. 4 Std. Gesprächszeit angegeben. Meine persönliche Erfahrung hier ist, dass das Nokia 3410 eine gute Woche – also genau 8 Tage – betriebsbereit ist, bevor sich das Akku mit einem Warnton meldet. Ich persönlich habe das Handy immer eingeschaltet, telefoniere aber recht selten. Ob die angegebenen 4 Stunden Gesprächszeit zutreffen, kann ich nicht sagen, da ich es mir aus finanziellen Gründen *gg* tunlichst verkneife soo lange Gespräche zu führen. Über die Akkuleistung an sich kann ich aber auf jeden Fall nichts nachteiliges sagen, im Gegenteil das Nokia 3410 ist hier meinem alten Siemens C35i klar im Vorteil.
Um das Handy einzuschalten, muß man die sich am oberen Rand befindliche schwarze längliche Taste eindrücken. Hier sehe ich persönlich im Vergleich zum Siemens C 35i einen Nachteil, denn es ist für mein Empfinden nicht so einfach, das Handy damit auch gleich einzuschalten, zumal ich es von meinem Siemens-Handy gewohnt war, lediglich die rote Taste, die auch gleichzeitig zum Beenden eines Gespräches dient, zu drücken. Beim Nokia 3410 muß ich schon mal länger auf den Einschaltknopf drücken, bevor sich am Handy etwas tut.
Komme ich nun zum Tastenfeld des Nokia 3410. Hier sehe ich gegenüber dem Siemens ein eindeutiges Plus. Bei meinem C 35i war es so, dass die Tasten einzeln angeordnet waren und eingedrückt werden mußte, wobei es mir schon einmal passiert ist, dass ich wohl zu feste auf die Taste drückte und diese „in der Versenkung“ verschwand. Beim Nokia 3410 sind zumindest die jeweiligen drei Zahlentasten miteinander verbunden, dennoch ist es kein Problem, einzelne Zahlen bzw. Buchstaben beim SMS-Verkehr zu drücken, ohne evtl. gleichzeitig eine andere Taste mit zu betätigen. Hier ist es mir zumindest noch nicht passiert, dass ich eine Taste zu fest eingedrückt habe. Kurz das Tastenfeld ist überaus übersichtlich angeordnet und leicht zu bedienen.
Das beleuchtete Display ist sehr übersichtlich gestaltet und z.B. empfangene SMS lassen sich gut ablesen. Gewöhnungsbedürftig war für mich zunächst einmal die Menüwahl, da sie etwas anders verläuft als beim C 35i von Siemens, aber das ist letztendlich kein Negativpunkt, da ich persönlich die Menüwahl des Nokia 3410 einfacher und übersichtlicher finde. Um im Menü zu „blättern“ brauche ich dieses nur mit der linken Taste anwählen und dann mit denn beiden Pfeiltasten entweder nach oben oder unten scrollen.
Die für mich wichtigste Funktion bei einem Handy ist natürlich in erster Linie die Sprach- und Empfangsqualität. Diese kann ich persönlich nur als sehr optimal bezeichnen. Bislang hatte ich noch keinerlei Empfangsschwierigkeiten und auch die Stimme des Anrufenden kommt klar und deutlich rüber. Hier war ich anfangs doch ein wenig skeptisch in Anbetracht der Tatsache, dass die Antenne nunmehr ja im Gerät integriert ist und somit von außen nicht sichtbar. Aber die von mir anfangs vermuteten Empfangsschwierigkeiten durch die integrierte Antenne haben sich nicht bewahrheitet.
Neben dem Telefonieren nutze ich mein Nokia 3410 ab und an auch zum Empfangen und Versenden von SMS. Im Gegensatz zu meinem Siemens-Handy habe ich hier die Möglichkeit längere SMS zu verschicken, da mir hierzu bis zu 459 Zeichen zur Verfügung stehen. Allerdings sollte man dabei beachten, dass eine allzulange SMS zwar in einem geschrieben wird, jedoch als zwei SMS verschickt wird. Sehr nützlich finde ich beim Schreiben von SMS die integrierte T9-Funktion. D.h. hier brauche ich jeweils nur einmal die Taste mit dem zu nutzenden Buchstaben antippen, die T9-Funktion erkennt die meisten Wörter dann und schreibst sie automatisch richtig. Wörter, die im Wörterbuch bislang noch nicht vorhanden sind, kann man selbst hinzufügen. Zwar besitzt auch das C 35i diese T9-Funktion, doch war mir die damals irgendwie zu kompliziert, zumindest habe ich sie beim Siemens-Handy nie genutzt. Und auch hier macht sich die Anordnung des Tastenfeldes positiv bemerkbar, da das Eintippen sich recht schnell und umkompliziert handhaben läßt.
Zum Schreiben könnte ich theoretisch auch die integrierten Vorlagen nutzen, als da z.B. wären „Bin im Meeting“ oder „Ruf mich bitte an“, hierauf habe ich jedoch bislang noch nicht zurückgegriffen. Des weiteren kann ich meiner SMS auch eines der 8 enthaltenen Bilder oder der 6 verschiedenen Clip-Arts beifügen – eine nette Spielerei, die ich persönlich jedoch eher für unnötig halte.
Wenn man eine SMS empfangen hat, so wird einem dies mittels selbst unter Einstellungen wählbarem Ton akkustisch sowie mittels eines kleinen Briefchens im Display mitgeteilt. Hier kann ich keine besonderen Unterschiede zum Siemens feststellen. Wer möchte, kann empfangene SMS auch speichern, hierzu stehen einem jedoch lediglich 10 Speicherplätze zur Verfügung. Mir persönlich reichen diese 10 Plätze jedoch aus, da ich eh die meisten SMS gleich nach Empfang oder Beantwortung wieder lösche.
Unter dem Menüpunkt Einstellungen läßt sich u.a. auch der Anrufton einstellen. Hierzu habe ich die Auswahl unter 35 bereits vorgegebenen Ruftönen, wem dies noch nicht genug ist, der kann sich noch weitere Ruftöne herunterladen. Letzteres habe ich jedoch noch nicht ausprobiert, da mir die vorgegebenen Töne vollkommen ausreichen und ein Herunterladen eines neuen Ruftones eh nur unnötiges Geld kostet.
Das Nokia 3410 besitzt zudem – wie auch das Siemens C 35i – einen Vibrationsalarm. Dies finde ich äußerst praktisch, da es nicht immer angebracht ist – je nachdem wo man sich gerade befindet – durch einen lauten durchdringenden Ton darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass gerade jemand anruft oder eine SMS angekommen ist. Hier habe ich jedoch festgestellt, dass der Vibrationsalarm um einiges schwächer ist, als bei meinem alten Siemens. Allerdings sehe ich auch hierin keinen großen Nachteil, denn wenn man das Handy in der Jackentasche hat, ist der Vibrationsalarm auf jeden Fall noch spürbar (und ich spreche hier extra von der Jacken- und nicht Hosentasche *gg*).
Im Telefonbuch lassen sich bis zu 200 Namen speichern, für mich mehr als ausreichend, da ich die kompletten 200 Speicherplätze wohl eh nie belegt bekommen werde. Auch das Finden einer gespeicherten Nummer ist einfach. Man drückt den rechten oberen Knopf unter dem im Display befindlichen Wort „Namen“, geht auf Suchen und tippt den Anfangsbuchstaben ein, schon werden alle unter diesem Buchstaben gemachten Einträge nacheinander wählbar angezeigt. Wer möchte kann auch bis zu 8 Rufnummern der Kurzwahlfunktion zuweisen. Dies hab ich persönlich allerdings nicht gemacht, was auf mein im Alter immer schlechter werdendes Gedächtnis zurückzuführen ist *lach*, denn ich müßte mir entweder merken, welcher Nummer ich welche Kurzwahltaste zugeführt habe oder diese einzeln durchgehen. Bei letzterem bin ich über die Suchfunktion des Telefonbuches dann doch schneller.
Wie ich eingangs erwähnte, handelt es sich hier um einen Bericht mit meinen rein persönlichen Erfahrungen mit diesem Handy, die nunmehr denn auch schon enden. Denn zu mehr als zum Telefonieren und SMS verschicken nutze ich das Nokia 3410 nicht. Deswegen gebe ich hier bereits mein Fazit bekannt, bevor ich nachstehend noch kurz auf einige weitere Funktionen und Details eingehe bzw. diese zumindest für alle die es interessiert angebe.
Mein Fazit fällt hier doch sehr positiv aus. Denn für meine Belange bietet mir das Nokia 3410 alles. Es sieht gut aus, ist handlich klein (113 mm x 48 mm x 13 mm) und mit etwas über 100 g auch sehr leicht. Die Handhabung und Bedienung gestaltet sich für jedermann einfach, auch ohne dass man zuvor die komplette Bedienungsanleitung lesen mußte. Die Akkuleistung konnte mich persönlich überzeugen und auch Sprach- und Empfangsqualität lassen nichts zu wünschen übrig. Alles in allem ein perfektes Handy für diejenigen, die es nur zum Telefonieren oder SMS-Verschicken nutzen. Was die Robustheit des Nokia 3410 angeht, so kann ich hier zumindest sagen, dass es bereits einen unfreiwilligen Sturz aus ca. 50 cm Höhe auf den Laminatboden unbeschadet überstanden hat.
Den genauen Preis kann ich leider nicht nennen, da ich es durch den Abschluß eines Vertrages kostenlos bekam, ich habe es aber schon für knapp 250,-- € ohne Kartenvertrag gesehen.
Ich persönlich bin also sehr zufrieden mit dem Nokia 3410 und bereue den Umstieg vom Siemens C 35i auf keinen Fall. Sicher kann das Nokia 3410 gegenüber neueren Handy-Modellen mittlerweile nicht mehr so richtig mithalten, wenn einem das Versenden von selbst geschossenen Fotos mittels eingebauter Kamera wichtig ist, denn dies fehlt dem Nokia 3410. Allerdings sind diese neuen technischen Möglichkeiten für mich persönlich eher nur Spielerei und nicht unbedingt notwendig.
Lediglich die Tatsache, dass ich einige Probleme mit dem Ein- und Ausschalten des Handys habe und dies beim Siemens viel einfacher war, führt hier zu einem halben Punktabzug und auch die Tatsache, dass ich persönlich das Gefühl habe, dass die rückwärtige Abdeckung doch ein wenig locker sitzt führt zu einem weiteren halben Punktabzug, so dass ich letztendlich insgesamt einen Punkt bei der Bewertung abziehe.
Und nun für alle, denen obiges noch zu wenig war: Natürlich kann man mit dem Nokia 3410 nicht nur telefonieren und SMS verschicken. Es bietet u.a. zusätzlich die Möglichkeit mittels WAP ins Internet zu gehen. Hierüber kann ich jedoch keine Erfahrung weitergeben, da mir dieser Dienst dann doch immer noch zu teuer ist und ich lieber von zu Hause mit meinem PC das Internet besuche.
Viele nutzen ihr Handy ja auch, um nebenbei ein bißchen zu spielen. Für diejenigen sind bereits die Spiele SnakeII, Space Impact, Bumper, Bantumi und Link5 auf dem Handy enthalten, man kann sich jedoch noch zusätzliche Spiele aus dem Internet herunterladen. Auch hierzu kann ich keinerlei Erfahrungswerte weitergeben, da ich bislang noch nicht einmal eines der o.g. Spiele gemacht habe.
Unter dem Menüpunkt Erinnerungen kann man sich von seinem Handy an bestimmte Termine oder Daten erinnern lassen, dies habe ich selbst ebenfalls noch nicht ausprobiert. Allerdings ist dies für so manchen Ehemann vielleicht ganz nützlich, kann er sich doch hier seinen Hochzeitstag eintragen und wird so jedesmal rechtzeitig daran erinnert *lach*.
Unter Extras findet man dann u.a. neben der Erinnerungsfunktion (mit der man sich auch wecken lassen kann) noch einen Rechner (ist mir persönlich zu kompliziert, da hab ich längst auf einem Blatt Papier oder im Kopf die Aufgabe ausgerechnet, bevor ich mit dem Rechner soweit bin), eine Stoppuhr, einen Countdown-Zähler, einen Ton-Editor (um seine musikalische Ader unter Beweis zu stellen, hier kann man nämlich eigene Ruftöne komponieren), einen Bild-Editor (um für Bildmitteilungen neue Bilder selbständig zu zeichnen oder bereits vorhandene zu verändern) und einen Bildschirmschoner (hier kann man ein Bild oder eine Animation wählen, die nach einer gewissen Zeit im Display ersichtlich ist).
Natürlich hat auch das Nokia 3410 die sogenannten Ruflisten. D.h. hier kann ich nachschauen, welche Anrufe ich verpaßt oder empfangen habe, bzw. welche Anrufe ich selbst getätigt habe. Desweiteren habe ich auch einen Einblick auf die Gesprächsdauer und die –kosten, beides nutze ich jedoch nicht.
Sicherlich gibt es noch einige Dinge mehr, die ich nun hier anfügen könnte, doch denke ich, dass dies den Rahmen dieses Berichtes mehr als sprengen würde, zumal ich hier eh keine weiteren Erfahrungen mehr mitteilen könnte und ich es dann doch für zu stupide halte, die jedem Handy beigefügte Bedienungsanleitung wortgetreu abzutippen. Drum beschließe ich nunmehr den doch recht lang gewordenen Bericht und hoffe dem ein oder anderen ein wenig bei der Entscheidung über ein neues Handy weitergeholfen zu haben.
© by Claudia Südkamp-Retzmann 2003




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