Ein Feuerwerk für den Fuchs Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Erfahrungsbericht von apobiene
Spannung im Bilderbuchformat
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auch das zweite Buch der Reihe um den alten Petterson und seinen sprechenden Kater Findus, der Band „Ein Feuerwerk für den Fuchs“ ist bereits vor vielen Jahren erschienen (1987), musste jedoch, wie die anderen frühen Bände der Reihe, lange Zeit eher als Liebhabertipp denn als Kinderbuchklassiker gelten. Da sich aber in jeder Buchhandlung mit Kinderbuchabteilung auch ein Findus-Fan findet, waren die Bände dennoch immer einfach zu beschaffen, auch schon vor 8 Jahren, als wir mit unserer Sammlung begonnen haben.
Da inzwischen eine Zeichentrickserie zu den Büchern erschienen ist, hat sich der Bekanntheitsgrad der Figuren schlagartig erhöht, begleitet von einer breiten Flut an Merchandising-Artikeln, die puristischen Fans der Bilderbuchreihe sicher nicht immer gefallen dürften. Die Hörspielcassetten sind schon seit einigen Jahren erhältlich; zudem gibt es auch eine sehr schön gestaltete Reihe von Computerspielen (3 Spiele-CDROMs und ein Adventskalender), die allerdings mit jeweils fast 40 Euro ganz schön ins Geld gehen (Der Adventskalender ist etwas billiger, aber auch nicht so toll).
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Zum Inhalt des Buches:
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Der alte Petterson lebt zusammen mit seinem Kater Findus auf seinem kleinen Hof mit Haus, Tischlerschuppen, Holzschuppen, Hühnerstall und Plumpsklo. Drumherum sind Wiesen, Äcker und Wälder zu sehen, eine wahre Idylle also. Findus ist ein hochinteressanter Kater, denn er kann sprechen. In manchen Büchern ist es nicht ganz klar, ob er es tatsächlich kann, oder ob der alte Petterson es sich nur einbildet; im neuesten Band der Reihe wird zwar berichtet, wie Findus sprechen lernte, aber auch das kann natürlich ein Hirngespinst seines einsamen Besitzers sein. Wie auch immer: Für den Fortgang der Geschichte ist Findus´ Fähigkeit von entscheidender Bedeutung, denn gemeinsam entwickeln die beiden in ihren Gesprächen einen phantasievollen Plan, den Fuchs zu vertreiben, der in der Nacht kommen und die Hühner stehlen wird.
Das Ganze beginnt damit, dass der Nachbar Gustavsson vorbei kommt, um Petterson vor dem räuberischen Fuchs zu warnen, der eines seiner Hühner geholt hat. Gustavsson will den Fuchs jagen, aber Findus ist der Meinung, Füchse müsse man erschrecken. So bauen Petterson uns Findus ein Lockvogelhuhn aus Drahtgestell, Federn und einem Ballon, den sie mit Pfeffer füllen. Darüber hinaus planen sie ein Feuerwerk, um den Fuchs mit Lärm zusätzlich zu erschrecken, und als Krönung wird eine Seilbahn über den Hof gebaut, an der Findus als Gespenst verkleidet entlang schweben will, um dem Fuchs den Rest zu geben.
Die Hühner werden sicherheitshalber in die Küche verfrachtet und dann warten alle auf die Dunkelheit und auf den Fuchs. Petterson ist es schließlich, der ihn über den Hof hinken sieht, und Mitleid mit dem verletzten Tier hat. Er beschließt, ihn nicht zu erschrecken und die Zündschnur nicht zu zünden, aber just in diesem Moment platzt das Ballonhuhn, Findus wacht auf, zündet die Zündschnur selbst und schwebt als Gespenst über den Hof. Dort erschreckt er allerdings nicht den längst davon geeilten Fuchs, sondern Gustavsson, der auf Fuchsjagd war (passenderweise mit dem Satz: Du sollst keine Füchse jagen).
In der Küche bei Petterson und den Hühnern klärt der Alte die ganze Geschichte auf und alle sind froh, dass der Fuchs und die Hühner noch am Leben sind, obwohl der Fuchs auf seiner Flucht noch schnell den Schokoladenpudding für das Frühstück gefressen hat.
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Zum Autor
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Sven Nordquist (Jahrgang 1946) einer der beliebtesten Grafiker Schwedens, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, und war ursprünglich Architekt und Werbezeichner. Er hat, nach den Angaben im Buch, keine Katze mehr, dafür aber 2 Söhne, die allerdings inzwischen dem Bilderbuchalter entwachsen sein dürften.
Außer „Petterson und Findus“ hat er auch die Mama Muh – Bücher gezeichnet, sowie eine Reihe weiterer Einzelwerke (Bilderbücher und Sachbücher).
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Urteil
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Das Wichtigste in den Büchern von Sven Nordquist sind eindeutig die Zeichnungen, obwohl auch die Geschichten an sich sehr lustig ausgedacht sind. Die Illustrationen sind nicht streng am Text orientiert, sondern es passiert unheimlich viel „drumherum“, das eigentlich nicht unbedingt zur Geschichte gehört, aber einfach sehenswert ist.
Teilweise nimmt eine Zeichnung den Großteil einer Seite ein und ist mehr oder weniger fotografisch aufgebaut, d.h. jede Person kommt nur einmal vor und alle Dinge sind an einem festen Platz. Andere Seiten sind wahre Wimmelbilder, auf denen die selbe Figur mehrfach zu entdecken ist, und auf denen man eine Entwicklung verfolgen kann, fast so, als sähe man nicht ein Bilderbuch, sondern einen Film. Eine solche Szene ist in diesem Buch der Moment, als Findus als Gespenst über den Hof schwebt und das Feuerwerk los geht; dieses Bild wirkt unvergleichlich dynamisch, wie man es aus anderen Bilderbüchern nicht kennt.
Die „Mucklas“, kleine seltsame Wesen, die überall auf dem Hofleben und nur von Findus und dem Leser gesehen werden können, bereichern das Buch überall mit ihrem Eigenleben. Wenn auf dem Hof Feuerwerksraketen aufgebaut werden, steht neben einer ein Muckla-Astronaut; wenn der Alte im Schuppen bastelt, sitzen die Mucklas auf Sessel, Gurke und Hobel davor und schauen zu, ein anderes Mal betrachten sie die Szenerie aus einer winzigen Badewanne. Auch wenn sie für den Fortgang der Geschichte überhaupt keine Bedeutung haben, machen diese Randzeichnungen das Buch viel wertvoller, da Kinder und Erwachsene immer wieder Neues zu entdecken haben.
Wer witzige Kleinigkeiten am Rande mag, kommt auch in diesem Buch voll auf seine Kosten; seien es die Kaffeetassen der Hühner, die im Hof stehen, sei es das Huhn, das im Laufen ein Ei verliert, oder einfach nur der Baum mit den Stamm in Blockflöten-Form, den man im Hintergrund sehen kann.
Hinzu kommt besonders bei diesem Buch ein ausgesprochen geschickter Umgang mit Licht und Schatten, der sich bei Innenszenen sehr schön zeigt, und die Abwechslung in der farblichen Gestaltung zwischen bunten, freundlichen Außenszenen, etwas düsteren Innenbildern, den grauen Nachtzeichnungen und dem spektakulären Feuerwerk in Rot und Gelbtönen.
Die Geschichte selbst finde ich für kleinere Kinder etwas zu unruhig; hier ist die Geschicklichkeit des Vorlesenden gefragt, die Spannung nicht allzu groß werden zu lassen und bei einigen Bildern etwas zu moderieren (Besonders die Szene, in der Petterson demonstriert, wie sich der Fuchs auf das Ballonhuhn stürzen soll, sieht etwas erschreckend aus, das er den Mund furchterregend weit aufreißt).
Alles in allem ein voll empfehlenswertes Buch für fast jedes Alter, bei dem wieder nur der Preis (12 Euro) einen Wermutstropfen darstellt.
Da inzwischen eine Zeichentrickserie zu den Büchern erschienen ist, hat sich der Bekanntheitsgrad der Figuren schlagartig erhöht, begleitet von einer breiten Flut an Merchandising-Artikeln, die puristischen Fans der Bilderbuchreihe sicher nicht immer gefallen dürften. Die Hörspielcassetten sind schon seit einigen Jahren erhältlich; zudem gibt es auch eine sehr schön gestaltete Reihe von Computerspielen (3 Spiele-CDROMs und ein Adventskalender), die allerdings mit jeweils fast 40 Euro ganz schön ins Geld gehen (Der Adventskalender ist etwas billiger, aber auch nicht so toll).
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Zum Inhalt des Buches:
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Der alte Petterson lebt zusammen mit seinem Kater Findus auf seinem kleinen Hof mit Haus, Tischlerschuppen, Holzschuppen, Hühnerstall und Plumpsklo. Drumherum sind Wiesen, Äcker und Wälder zu sehen, eine wahre Idylle also. Findus ist ein hochinteressanter Kater, denn er kann sprechen. In manchen Büchern ist es nicht ganz klar, ob er es tatsächlich kann, oder ob der alte Petterson es sich nur einbildet; im neuesten Band der Reihe wird zwar berichtet, wie Findus sprechen lernte, aber auch das kann natürlich ein Hirngespinst seines einsamen Besitzers sein. Wie auch immer: Für den Fortgang der Geschichte ist Findus´ Fähigkeit von entscheidender Bedeutung, denn gemeinsam entwickeln die beiden in ihren Gesprächen einen phantasievollen Plan, den Fuchs zu vertreiben, der in der Nacht kommen und die Hühner stehlen wird.
Das Ganze beginnt damit, dass der Nachbar Gustavsson vorbei kommt, um Petterson vor dem räuberischen Fuchs zu warnen, der eines seiner Hühner geholt hat. Gustavsson will den Fuchs jagen, aber Findus ist der Meinung, Füchse müsse man erschrecken. So bauen Petterson uns Findus ein Lockvogelhuhn aus Drahtgestell, Federn und einem Ballon, den sie mit Pfeffer füllen. Darüber hinaus planen sie ein Feuerwerk, um den Fuchs mit Lärm zusätzlich zu erschrecken, und als Krönung wird eine Seilbahn über den Hof gebaut, an der Findus als Gespenst verkleidet entlang schweben will, um dem Fuchs den Rest zu geben.
Die Hühner werden sicherheitshalber in die Küche verfrachtet und dann warten alle auf die Dunkelheit und auf den Fuchs. Petterson ist es schließlich, der ihn über den Hof hinken sieht, und Mitleid mit dem verletzten Tier hat. Er beschließt, ihn nicht zu erschrecken und die Zündschnur nicht zu zünden, aber just in diesem Moment platzt das Ballonhuhn, Findus wacht auf, zündet die Zündschnur selbst und schwebt als Gespenst über den Hof. Dort erschreckt er allerdings nicht den längst davon geeilten Fuchs, sondern Gustavsson, der auf Fuchsjagd war (passenderweise mit dem Satz: Du sollst keine Füchse jagen).
In der Küche bei Petterson und den Hühnern klärt der Alte die ganze Geschichte auf und alle sind froh, dass der Fuchs und die Hühner noch am Leben sind, obwohl der Fuchs auf seiner Flucht noch schnell den Schokoladenpudding für das Frühstück gefressen hat.
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Zum Autor
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Sven Nordquist (Jahrgang 1946) einer der beliebtesten Grafiker Schwedens, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, und war ursprünglich Architekt und Werbezeichner. Er hat, nach den Angaben im Buch, keine Katze mehr, dafür aber 2 Söhne, die allerdings inzwischen dem Bilderbuchalter entwachsen sein dürften.
Außer „Petterson und Findus“ hat er auch die Mama Muh – Bücher gezeichnet, sowie eine Reihe weiterer Einzelwerke (Bilderbücher und Sachbücher).
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Urteil
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Das Wichtigste in den Büchern von Sven Nordquist sind eindeutig die Zeichnungen, obwohl auch die Geschichten an sich sehr lustig ausgedacht sind. Die Illustrationen sind nicht streng am Text orientiert, sondern es passiert unheimlich viel „drumherum“, das eigentlich nicht unbedingt zur Geschichte gehört, aber einfach sehenswert ist.
Teilweise nimmt eine Zeichnung den Großteil einer Seite ein und ist mehr oder weniger fotografisch aufgebaut, d.h. jede Person kommt nur einmal vor und alle Dinge sind an einem festen Platz. Andere Seiten sind wahre Wimmelbilder, auf denen die selbe Figur mehrfach zu entdecken ist, und auf denen man eine Entwicklung verfolgen kann, fast so, als sähe man nicht ein Bilderbuch, sondern einen Film. Eine solche Szene ist in diesem Buch der Moment, als Findus als Gespenst über den Hof schwebt und das Feuerwerk los geht; dieses Bild wirkt unvergleichlich dynamisch, wie man es aus anderen Bilderbüchern nicht kennt.
Die „Mucklas“, kleine seltsame Wesen, die überall auf dem Hofleben und nur von Findus und dem Leser gesehen werden können, bereichern das Buch überall mit ihrem Eigenleben. Wenn auf dem Hof Feuerwerksraketen aufgebaut werden, steht neben einer ein Muckla-Astronaut; wenn der Alte im Schuppen bastelt, sitzen die Mucklas auf Sessel, Gurke und Hobel davor und schauen zu, ein anderes Mal betrachten sie die Szenerie aus einer winzigen Badewanne. Auch wenn sie für den Fortgang der Geschichte überhaupt keine Bedeutung haben, machen diese Randzeichnungen das Buch viel wertvoller, da Kinder und Erwachsene immer wieder Neues zu entdecken haben.
Wer witzige Kleinigkeiten am Rande mag, kommt auch in diesem Buch voll auf seine Kosten; seien es die Kaffeetassen der Hühner, die im Hof stehen, sei es das Huhn, das im Laufen ein Ei verliert, oder einfach nur der Baum mit den Stamm in Blockflöten-Form, den man im Hintergrund sehen kann.
Hinzu kommt besonders bei diesem Buch ein ausgesprochen geschickter Umgang mit Licht und Schatten, der sich bei Innenszenen sehr schön zeigt, und die Abwechslung in der farblichen Gestaltung zwischen bunten, freundlichen Außenszenen, etwas düsteren Innenbildern, den grauen Nachtzeichnungen und dem spektakulären Feuerwerk in Rot und Gelbtönen.
Die Geschichte selbst finde ich für kleinere Kinder etwas zu unruhig; hier ist die Geschicklichkeit des Vorlesenden gefragt, die Spannung nicht allzu groß werden zu lassen und bei einigen Bildern etwas zu moderieren (Besonders die Szene, in der Petterson demonstriert, wie sich der Fuchs auf das Ballonhuhn stürzen soll, sieht etwas erschreckend aus, das er den Mund furchterregend weit aufreißt).
Alles in allem ein voll empfehlenswertes Buch für fast jedes Alter, bei dem wieder nur der Preis (12 Euro) einen Wermutstropfen darstellt.
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